Elinor Ostrom: Wie gelingt Selbstorganisation?

Benni Bärmann von Keimform hat Elinor Ostroms Vortrag verfolgt und einen lesenswerten post geschrieben. Der Begriff „Gemeingüter“ (commons) ist ja immer nur zu verstehen, wenn man klar hat, dass es nicht um die Wälder und Wiesen und sonstige Ressourcen an sich geht. Sondern dass diese Common Pool Resources (CPR, in Ostroms Fachsprache) doppelt gebunden  sind: an die jeweiligen Nutzergemeinschaften und an ein Set von Regeln und Prinzipien. Nur welche Regeln? Wer stellt sie auf? Wie werden sie durchgesetzt? Ostrom hat es sich zum Lebenswerk gemacht, die Gelingensbedingungen für vitale Gemeingüter zu erforschen.

„Sie arbeitet dabei auf zwei Ebenen in dem sie zum einen spieltheoretisch inspirierte Laborexperimente zum anderen aber auch Feldstudien auswertet. Bei all dem verlässt sie nicht wirklich den theoretischen Rahmen des homo oeconomicus (also eines Modells vom Menschen, dass diesen als rein nutzenmaximierenden annimmt). Umso erstaunlicher, wie weit sie damit kommt. Das wohl vor allem, weil sie den sozialen und ökologischen Kontext menschlichen Handelns nicht ignoriert und Menschen zwar als nutzenmaximierend aber dennoch als lernfähig und zur Verständigung in der Lage annimmt.“

„Grundsätzlich gilt dabei nach ihrer Theorie, dass Selbstorganisation dann funktioniert, wenn es eine genügend große Koaltion von Individuen gibt für die gilt, dass für sie der erwartete Gewinn durch die Regulierung der CPR größer ist als die Summe aus

  • Transaktionskosten (also der Aufwand den es Kostet zu einer Übereinkunft zu kommen)
  • Aufwand für die Implementation der neuen Regeln
  • Aufwand für das langfristige monitoring und maintainen der CPR“

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