Die Konsequenz, mit der Elinor Ostrom die ganze Welt durchkämmt hat, um den Gelingensbedingungen für einen nachhaltigen und fairen Umgang mit Allmendressourcen nachzuspüren, ist schlichtweg umwerfend. Dass mit ihr nun erstmals in der Geschichte des Nobelpreises eine Frau diese höchste wissenschaftliche Auszeichnung erhält, ist grossartig.
Die Auszeichnung ehrt nicht nur Elinor Ostrom, sie wird auch der Debatte um Gemeingüter das Gewicht einräumen, das sie verdient.
Ein aktueller Text von Elinor Ostrom findet sich in unserem Buch: „Wem gehört die Welt. Zur Wiederentdeckung der Gemeingüter“.
Mehr zu Ostrom auf diesem Blog:
- Wie gelingt Selbstorganisation? /Finanzmanager und die Commons
- Commons sind eine soziale Beziehung
- Gemeingüter, Gemeineigentum, Gemeinressourcen: Begriffliche Entwirrung
- Sherwood Forest ist überall
Foto by Indiana University

12. Oktober 2009 um 19:39
[...] Via Commonsblog bin ich nun noch auf eine cc-lizensierte deutschsprachige Veröffentlichung mit Ostrom-Beteiligung [...]
12. Oktober 2009 um 23:56
[...] ja, nicht ganz, aber für eine Commons-Forscherin: Elinor Ostrom — und zwar for her analysis of economic governance, especially the [...]
15. Oktober 2009 um 15:43
Ich kann nur mit gratulieren! Die University of Indiana hat auch bereits 2007 unser erstes Research Paper zu der Idee eines Commons Index veröffentlicht:
http://dlcvm.dlib.indiana.edu/archive/00002112/
Allerdings hat der Hayek-Papst und Chefredakteur der NZZ, Gerhard Schwarz, bereits deutlich gemacht, dass er die Vergabe für eine politische hält, also für fachlich ungerechtfertigt:
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/der_nobelpreis_zwischen_wissenschaft_und_werten_1.3855336.html
Es ist zu hoffen, dass nun das Interesse an der Commons-Forschung zunimmt! Ich werde auf jeden Fall von unseren Seiten hier zum Commons Blog verlinken.
20. Oktober 2009 um 10:13
Auch ich freue mich riesig über die Entscheidung des Nobel-Komitees. Wie es scheint, (war trotz Beschäftigung mit dem Tragik-der-Allmende Unsinn, der ja immer privates Aneignen voraussetzt als wäre das ein Naturgesetz, noch nicht auf ihr Werk gestoßen), ist das ein wunderbarer Schlag gegen die Übermacht des heiligen Homo-Ökonomikus. Frau Ostrom wird den Terminus sicher nicht benutzen (bin überhaupt gespannt auf ihre Schriften). Aber ich denke, dass auf Basis ihrer Forschungen mehr (Öko-)Sozialismus gewagt werden kann. Eine der Aufgaben wird sein, die Erkenntnisse über die von ihr untersuchten lokalen und regionalen Vertrauensbeziehungen auf weltweite Übereinkommen, d.h. mitmenschliche Formen der Globalisierung zu übertragen.
Gruß hh
20. Oktober 2009 um 10:20
[...] CommonsBlog: Elinor Ostrom erhält den Wirtschaftsnobelpreis [...]
21. Oktober 2009 um 13:59
[...] Lesenswert: Wer mehr über Gemeinschaftsgüter lesen will, findet auf dem Commonsblog von Silke Helfrich Fundstücke und Gedanken über alte und neue Allmende, und auch über die Ideen von Elinor Ostrom. [...]
22. Oktober 2009 um 7:28
[...] Die Commons-Forscherin Elinor Ostrom bekommt den Wirtschafts-Nobelpreis. Mehr über diese überraschende wissenschaftspolitische Akzentsetzung im Commons-Blog. [...]
1. November 2009 um 14:46
Ich habe das erst falsch gelesen und fand es clever
# Sherwood Forest ist überall
Habei ich als Sharewood Forest gelesen
3. November 2009 um 0:42
Sharewood Forest gefällt mir auch