Manifest zum Schutz der Gemeinschaftsgüter
26. April 2008 von Silke Helfrich
Die Freiburger Kantstiftung wird am 21.05.2008 in Bonn ein Manifest zum Schutz der Gemeinschaftsgüter lancieren. Das Manifest wird im Rahmen der in Kooperation mit der hbs stattfindenden Parallelveranstaltung zur Konferenz der Biodiversitätskonvention vorgestellt und zeitgleich mit einigen repräsentativen Unterschriften in der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht.
Unterzeichnen können Sie ganz einfach auf der Website der Kantstiftung (siehe obiger link). Dort findet sich auch eine detailliertere Denkschrift zum Thema.
Der Einladungstext der Stiftung ist hier dokumentiert.
Liebe zivilgesellschaftliche Gemeinde,
die UN Biodiversitäts -Konferenz in Bonn steht vor der Tür. Wir, die Freiburger Kant-Stiftung, möchten dieses wichtige Ereignis nutzen, um ein Manifest zum Schutz unserer Gemeinschaftsgüter in die Welt zu bringen.
In diesem Manifest fordern wir, dass natürliche Gemeinschaftsgüter (wie das Klima, das Wasser, Fauna und Flora), aber auch Öffentliche Güter und damit gesellschaftliches bzw. Bürger - Eigentum (wie die Bahn, das Gesundheitswesen usw.) nicht länger beliebig Gegenstand privatwirtschaftlicher Disposition und Renditeerwartung sein dürfen. Wir
fordern ein Ende des Ausverkaufs unserer natürlichen und sozialen Lebensgrundlagen!
Die ethische Begründung dazu liefert der Namensgeber unserer Stiftung,Immanuel Kant. Wir fordern, dass in bestimmten Bereichen die einseitig ökonomische Orientierung einem nachhaltigen und schonenden Umgang mit unseren Ressourcen weicht. Anderenfalls wird das Überleben eines Großteils der Menschheit fraglich.
Wichtig: Wir wollen keinen abrupt erzwungenen “Systemwechsel”, sondern einen vor-sorglichen Wandel im Sinne eines bedachtsameren Umgangs mit unserer aller Ressourcen.
Das Manifest wird in Bonn während der UN Konferenz veröffentlicht.
Auf unserer Veranstaltung am 21. Mai im GSI werden Alternative Nobelpreisträger wie Vandana Shiva und Pat Mooney, aber auch Umweltstaatssekretär Michael Müller sprechen. Dies zeigt Ihnen, dass unser Vorstoß von maßgeblichen Repräsentanten aus Zivilgesellschaft und Politik unterstützt wird.
Wir suchen aber nicht nur die Unterstützung von Insidern. Dieses Thema geht uns als alle an! Kommen Sie auch zu unserer Veranstaltung in Bonn!
Ihre Unterschrift soll den Bürgern in Deutschland vor Augen führen, dass bekannte, relevante Persönlichkeiten und/oder Organisationen dieses Ziel als wichtig ansehen und immer mehr Menschen seine Bedeutung erkennen.
Bitte unterstützen auch Sie dieses Menschheits-Anliegen mit Ihrer Unterschrift! Zeitgleich zur Veranstaltung wird es eine Veröffentlichung unseres Manifests in der Süddeutschen Zeitung geben.
Sie können Sie sich im Internet auf der Website www.Kantstiftung.de in eine Unterstützerliste eintragen.
Für Ihre Unterschrift: Herzlichen Dank !
Wir wünschen Ihnen Einklang mit sich, Ihrer Umwelt und Ihren Nachkommen!
Berthold Lange, Vorstand der Freiburger Kant-Stiftung
Manfred Ladwig, Stiftungsrat
foto on flickr by meyshanworld

[...] Das Manifest wird anläßtlich der Konferenz der Biodiversitätskonvention vorgestellt. Mehr lesen Print This Post Related Posts: All in Common: A New/Old Slogan for Labour [...]
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[...] Philosophen fordern Systemwandel: Im “Bonner Manifest” der Freiburger Kantstiftung, das noch von Unterstützern gezeichnet werden kann, wird gefordert, dass “die zerstörerische Freiheit, natürliche Gemeinschaftsgüter als ‚Manövriermasse’ zum Zwecke privatwirtschaftlicher Gewinnmaximierung zu nutzen” endlich ein Ende habe. Ein neuer globaler Gesellschaftsvertrag, eine Unabhängigkeitserklärung gegenüber überholten Besitz- und Herrschafts-Strukturen müsse her. Das Manifest soll zur UN Biodiversitäts -Konferenz in Bonn am 25.05.2008 veröffentlicht werden (via commonsblog.de) [...]