GreenXchange oder: Wie funktioniert „open innovation“?

Entworfen, um für’s Geschäft und mehr Innovation Wissen zu teilen.

Das folgende Video über GreenXchange (vía; „enable the green economy“, ein Projekt von Nike, BestBuy und Science Commons) erklärt neue Kooperationsformen – Open Innovation –, die (Digital) Commons und die Comedy of the Commons. Deswegen steht es hier. Und weil zutrifft, was  der Sprecher John Wilbanks sagt, dass nämlich die Möglichkeiten digitaler Kooperation nicht vorwiegend dafür eingesetzt werden, Lösungen für komplexe Umwelt- und Ressourcenprobleme zu finden. Gerade in diesem Bereich werden Innovationen aber dringend gebraucht:  „shared innovation is more innovation.“

So; hier sollte das Video stehen, aber ich kriege es nicht eingebunden😦,  Ihr HIER klicken.

Aus der Projektbroschüre:

„GreenXchange will seek to bring together stakeholders in working groups to discuss strategies for advancing the commons by exploring ideas such as using patent pools, research non-assertions, and using technologies that support networked and community-based knowledge transfer and sharing.“

„Commons“ für neue Märkte, Internetnutzer als „Quelle“ für die Erschließung derselben, freiwillige Beiträge von Unternehmen – etwa in „Nachhaltigkeitspatente“ – das umreißt den konzeptionellen Rahmen von GreenXChange. Es klingt nicht so, als würde hier tatsächlich in Commonskategorien gedacht, vielmehr werden die „digital commons“ vor allem als Instrument gesehen:

„Even if, like the last digit of ∏, 100% sustainability
is never attained, its pursuit will most surely
lead to new designs, new products, new services,
new markets, new consumers, new business
models, better margins and economic growth.“

Aber ich glaube, dass diese Businessstrategien zumindest dem „primum non nocere“ näher kommen als altes Nike laissez-faire.

Als Prinzipien netzgestützter Kooperation gelten den GreenXchanglern:

  • Netzwerkzentriertheit (statt der Fixierung auf face-to-face Arbeitstreffen)
  • standardisierte Transaktionen (statt handgestrickter Werkzeuge für jedes Projekt)
  • jede/r kann Kooperation ermöglichen, z.B. über blogs, Wikis und sonstige Instrumente (nicht nur die Institutionen)
  • Informationen werden geteilt (statt: Wenn Du nicht auf diesem wichtigen Treffen warst, kriegst Du nichts mit.“)

Die zentralen Instrumente:

  • patents: ein gemeinsamer Pool von „Nachhaltigkeitspatenten“ oder Patenten jenseits des Kerngeschäfts, die für die Forschung freigegeben werden
  • policy: die entsprechende Lizenzierungspolitik (angelehnt an CC), Wirkungsmessung usw. (legal code)
  • people: ein Netzwerk von Nutzern und Optimierern aufbauen, die den Ideen überhaupt erst ihren Wert geben
  • und die Technologien, diese drei Dinge miteinander zu verbinden (software code/semantic web)

Mehr zu Science Commons und Unterprojekten auf dem Commonsblog:

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