Dinosaurier vs. Gemeingüter

Megastraße vs. Weinberg? Faulsein wäre besser. Jedenfalls für die Gemeingüter. Für die wäre es entschieden besser, wenn der Dinosaurier den nächsten Schritt unterließe. Wer braucht eigentlich den seit Jahrzehnten umstrittenen und nun doch genehmigten Hochmoselübergang? Das Plakat hier ist jedenfalls gelungen.

Hochmoselbrueckendino

Aus dem aktuellen Offenen Brief von Sarah Washington an Bundeskanzlerin Merkel vom 24. April 2009

„In diesen Tagen lese ich häufig …, dass der Moselwein wieder stark im Kommen ist. Tatsächlich bezeichnen viele Weinkritiker den Riesling als „Königin der Reben“. Diese einfache Tatsache, zusammen mit anderen wesentlichen Gesichtspunkten wie dem Schutz wichtiger Lebensräume von Tieren und Pflanzen, der Erhaltung des Kulturerbes sowie zukünftige finanzielle Belastungen, führt mich dazu, …die Entscheidung, nun den B50neu-Hochmoselübergang zu bauen, anzuzweifeln. Diese vierspurig geplante und 160 Meter hohe Betonbrücke wird große Auswirkungen auf die Weinberge und die Dörfer… ; die geplante Auffahrt oberhalb von Erden wird die Qualität von Obst-, Gemüse- und Weinanbau beeinträchtigen. Diese speziellen Moselweinberge werden seit 2000 Jahren bewirtschaftet und bilden das Herzstück der europäischen Rieslingkultur; sie werden oft als weltweit beste Riesling-Weinlagen bezeichnet. … „

„Diese Resultate (des Straßenbaus) würden den Verlust der speziellen Eigenschaften bedeuten, die diesen Ort zu einem hervorragenden Gebiet für den Weinanbau machen. Die Mischung aus rotem Schiefer und rotem Vulkangestein in dieser Moselschleife ist absolut einzigartig; es gibt keine vergleichbaren Weinberge, weder entlang der Mosel noch weltweit. …Mit ein wenig Weitblick könnte diese Gegend ein internationales Beispiel nachhaltiger Erholung werden und eine klare und einfache Strategie aus der Rezession aufzeigen. Effektive Investitionen in die Entwicklung und Promotion von deutschem Weltklasse-Wein könnten vielleicht schon alleine die gewünschten Resultate erzielen. Dagegen ist das Vertrauen darauf, dass alleine der Straßenbau weiterhilft, nicht einmal als Notlösung erfolgversprechend.“

„Ich hoffe, dass Sie es bei Gelegenheit schaffen, den Ort der geplanten Baustelle zu besichtigen und sich selber ein Bild davon zu machen, ob das Projekt vernünftig… und eine geeignete Hinterlassenschaft für zukünftige Generationen, oder ob es eine törichte und skandalöse Zerstörung der uralten Weinbautradition in einer natürlichen Umwelt ist“

Es geht nie nur um Naturschutz, sondern immer auch um unsere Kultur. Beides wurde schon von hinreichend Straßen und Mega-Infrastrukturprojekten zerschnitten und zerstört.

Hier eine Übersicht der Pro-Contra Argumente der AG Eifel-Mosel-Hünsrück in Bewegung.

Schreiben Sie an Angela Merkel!

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