Daewoo kauft halb Madagaskar

Ja, es regt mich auf! Aber frau soll ja nicht immer so emotional sein. Sondern schön sachlich bleiben.
Gestern war ich zu einem Vortrag über die Sojarepublik Paraguay von Tomás Zayas (der als Aktivist massiv bedroht wird). Es geht um eines der ursprünglichsten Commons überhaupt: Das Land und jene, die es bebauen.

Paraguay wird vom Agrobusiness ausgebeutet was das Zeug hält. Da werden die communities kaputt gemacht, der Boden gleich mit. Da werden die kulturellen Rechte der vorwiegend indigenen Bevölkerung mit Füßen getreten. Da werden über 60 % der Nahrungsmittel des Landes importiert – obwohl im Prinzip genug landwirtschaftliche Fläche zur Verfügung steht. Doch Tonnen von Soja verlassen das Land, und zwar ohne Exportsteuer(!). Dh. das Gemeinwesen kriegt nichts zurück. Den makroökonomischen Kennziffern sieht man die Fakten nicht an.

Da gibt es etliche Todesfälle -vor allem unter Kindern. Auch zahlreiche Mißbildungen sind zu beklagen, denn auch gedüngt wird, was das Zeug hält. Selbst dort, wo viele Menschen mit dem Gift in Berührung kommen. Aber bitte immer sachlich bleiben!

Dann komme ich heim, mache den Rechner an und lese:
„Südkorea hat vor kurzem die Hälfte alles bebaubaren Landes in Madagaskar gepachtet“. Es geht um 1, 3 Millionen Hektar. (vía – Zusammenfassung der bisherigen Diskussion)

Genauer formuliert es die Financial Times: Daewoo Logistics to cultivate Madagascar land for free (ft.com)

Was sie wollen? Palmöl pressen (von 300.000 ha Palmpflanzungen) und Mais exportieren. Es soll so viel sein, dass es für die Hälfte des südkoreanischen Bedarfs reicht und auch noch was in Drittländer reexportiert werden kann. Es geht auch um Futter für Autos, nehme ich an. Nicht nur um Essen für Menschen.
Dabei steht angeblich Ernährungssicherheit wieder ganz oben auf der politischen Agenda. Die Frage ist nur: Wessen Ernährungssicherheit?

Doch kommen wir – ganz sachlich – zu den Fakten.

  • Daewoo hat im Mai 2008 ein „memorandum of understanding“ mit der madagassischen Regierung unterzeichnet.
  • Daewoo glaubt, dass es keinerlei Pachtgebühren zahlen wird, denn es sei „undeveloped land“,  bisher unberührt ( vgl. zur ökologischen Situation in Madagaskar) – Diese Info ist noch nicht ganz wasserdicht, woanders ist von „billigem Land“ die Rede.
  • Madagaskar würde den Gewinn mit 30 % besteuern (das steht angeblich hier)
  • Madagaskar (wer genau?) könnte von Daewoo’s Investitionen in Straßen, Bewässerung und Lagerkapazitäten profitieren, aber
  • Extraktive Industrien lassen überlicherweise nichts – außer Umwelt- und Sozialproblemen- im Land zurück (so wie in Paraguay oder wie in den Gold-, Silber- und Kupferminen ganz Lateinamerikas). Was die Gewinnbesteuerung an Bargeld bringen mag, ist demgegenüber ein Tropfen auf den heißen Stein.
  • „It is unclear if any of the production will remain in Madagascar, an impoverished nation where the World Food Programme provides food relief to about 600,000 people – about 3.5 per cent of the population. The WFP, the UN agency in charge of emergency food relief, said more than 70 per cent of Madagascar’s population lives below the poverty line. „Some 50 per cent of children under three years of age suffer retarded growth due to a chronically inadequate diet,“

    Besonders interessant in Sachen Kooperationsbereitschaft ist nun Folgendes: Auf Cyber Observer, war ein Jurist und Blogger – Andrydago – der Frage des Rechtsrahmens für Ausländische Direktinvestitionen (FDI) nachgegangen. Er versucht dabei, die Sicht der ausländischen Direktinvestoren nachzuvollziehen. (Wobei auch er weiß: „Taxes from these 02 big companies are not enough to enable the Malagasy governement to do great public works.) Andrydago stellt fest:

    1. das Land darf ausschließlich für geschäftliche Zwecke genutzt werden. Jeder persönliche Gebrauch und jede Nutzung, die sich von der Art der Nutzung unterscheidet, die er der Regierung Madagaskars „versprochen“ hat, sind verboten.

    2. die ausländische Gesellschaft oder der ausländische Investor müssen einen Businessplan …vorlegen.

    3. die ausländische Gesellschaft oder der ausländische Investor müssen…eine formale Zustimmung namens „Zulassung zum Landerwerb“ beantragen…. Wenn eine solche Zulassung erteilt wird, gibt sie der ausländischen Gesellschaft oder dem ausländischen Investor dieselben Rechte wie einer madagassischen Person, Land in Madagaskar zu besitzen.“

    Was aber passiert, wenn jenen, denen das Land nun gehört, nicht mehr grundsätzlich daran gelegen ist, dass die damit verbundenen natürlichen, sozialen und kulturellen Ressourcen auch erhalten bleiben, weil ihnen die Bindung zu diesem Stückchen Erde fehlt? Weil sie es als „Investitionsobjekt“ betrachten, für das sie einen „Preis“ zahlen (oder nicht mal das). Weil sie woanders hin gehen können, wenn es sich „nicht mehr rechnet“? Weil es im Grunde eben nicht „ihr“ Land ist, nicht im emotionalen Sinne!?

    Dann sind meist auch die Commons kaputt. Und der Preis der Zerstörung der Commons ist hoch, wie man in der Sojarepublik Paraguay sehen kann. So hoch, dass er sich nicht beziffern lässt. Der Preis der Commons ist nicht messbar. Er ist unermesslich. Es geht eben um’s Ganze, um Lebensgrundlagen. Der Daewoo Manager hat  durchaus recht, wenn er sagt:

    „Wir möchten dort Mais pflanzen, um unsere Lebensmittel[versorgung] zu sichern. Lebensmittel können eine Waffe sein auf dieser Welt.”

    Das internationale Netzwerk GRAIN hat einen aktuellen Report zu dieser Art von neuem Landraub weltweit erstellt. Da finden sich dann noch ein paar mehr Fakten.

    foto on flickr: irrigated crops in Madagascar by Olly Boyo

    34 Gedanken zu „Daewoo kauft halb Madagaskar

    1. Gruselige Informationen hast Du uns hier aufbereitet.
      Aber Danke – weil es einfach wichtig ist darüber Bescheid zu wissen.
      Wieder Mal ein äußerst informativer Beitrag von Dir.
      Liebe Grüße

    2. Ich bin aus Madagaskar. Unsere Regierung entscheidet alles. Es gibt auf Madagaskar keine debatte darüber. Die Nachrichten kommen übernacht. Hier ist Daewoo mit 99 jahre Pachvertrag, in Ambatovy ist Sheritt International mit eine 30 Jahre Bergbauförderung und in Fort Dauphin ist Rio Tinto bei der Ausbau von Ilmenite. Das ist also wie seit jahrhunderten Kolonialismus pur. Umweltfragen sind nur Show.

    3. Pingback: Daewoo kauft halb Madagaskar

    4. Ich finde diese Geschichte einfach unfassbar. Tut jemand was dagegen? Wie können wir es zulassen, dass ein halbes Land in dieser Weise verscherbelt wird? Wir brauchen internationalen Protest!

    5. Pingback: Commons Everything statt Open Everything « CommonsBlog

    6. Hi Andry,  vielen Dank für den Artikel. Ich habe an eine ganze Reihe ONGs geschrieben, um die Sache ein bißchen mehr publik zu machen, aber nicht viel Echo bekommen bisher. Was könnte man noch tun? Wer hat eine Idee bzw. wer macht schon was?

    7. Ich bendanke mich bei euch allen, die initiative haben, das Thema anzusprechen. Selbst auf Madgaskar wird darüber diskutiert. Die opposition werden ein Anklage stellen.

      Leider habe ich nur Artikel auf französisch:
      http://www.midi-madagasikara.mg/midi/index.php?option=com_content&task=view&id=10691

      L’opposition porte plainte

      Affaire Daewoo Logistics Après les manifs qui se sont déroulés devant l’Ambassade de Madagascar à Paris, vient le tour de l’opposition locale de manifester contre cette affaire.

      Une plainte contre l’entreprise Daewoo Logistics a été déposée hier matin au bureau de la présidente du Conseil d’Etat. L’AKFM, le Leader Fanilo, DHD Madagascar, RPSD Vaovao, RPSD, HVR, Analamanga, PSDUM, Matsilo, Fidem, AREMA, Mavana, Tambatra, Fihavanantsika, bref, presque tous les partis de l’opposition sont les signataires de cette plainte. A noter que cette affaire concerne la mise en possession par l’Etat d’un terrain de 1.3 00.000 Ha à des étrangers, dont une partie, relatif au dossier N° 23 293 à Brickaville et N° 23 294 à Toamasina. A cet effet, une conférence de presse a été organisée hier au siège de l’AKFM à Andravoahangy Ambony pour donner de plus amples « informations » sur cette affaire.

      Initiative. Cette réunion d’hier constituait une occasion pour les différents leaders de l’opposition, entre autres, Harinaivo Rasamoelina, Daniel Ramaromisa, Jean Max Rakotomamonjy, Eric Rakotomanga, Philippe Bezandry, Ranjivason Jean Théodore et consorts, de dénoncer les pratiques « malsaines » effectuées par le régime actuel. « Nous avons en notre possession des preuves concrètes », a déclaré Harinaivo Rasamoelina, président national du DHD Madagascar. Avant d’expliquer que « cette initiative a été prise au nom de tous les Malagasy. En outre, elle sera traduite en plusieurs langues et sera diffusée partout dans le monde ». Parallèlement, une lettre d’opposition a été déposée aussi, hier, à la Direction centrale des domaines. Elle porte également sur l’octroi de terrains au profit de cette entreprise sud-coréenne.

    8. Pingback: Klage gegen den Ausverkauf Madagaskars an Daewoo « CommonsBlog

    9. Wisst ihr mehr über die Demonstrationen in Frankreich? Meint ihr, es macht Sinn, einen Protestbrief an die madagassische Vertretung in Deutschland zu schicken? Wenn außer mir noch jemand Organisationen anschreiben möchte, die vielleicht etwas bewirken können, hier ein paar Adressen.
      weed@weed-online.org
      nad.berlin@netzwerkafrika.de
      post@stopepa.de
      mail@greepeace.de
      info@phyllodrom.de
      info@germanwatch.org.
      Man kann auch schreiben an das
      Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
      Heidemarie Wieczorek Zeul
      Europahaus
      Stresemannstr. 94
      11055 Berlin
      Der wwf ist (oder war) auch irgendwie auf Madagaskar aktiv, da gibt es ein Kontaktformular auf der website.
      Veloma soa.

    10. Hallo,
      es gibt viele Initiativen.
      amineh du kannst dann diesen Aufruf übersetzen.

      From: coldefterma@yahoo.fr
      Date: Tue, 13 Jan 2009 15:31:14 -0800
      Subject: Pétition pour la Défense des Terres malgaches

      Bonjour

      Un Collectif pour la Défense des Terres Malgaches s’est constitué.
      * Voir son site Internet pour faire sa connaissance : http://terresmalgaches.info
      * Voir son Manifeste : http://terresmalgaches.info/spip.php?article10
      * Voir son affichage d’un positionnement stratégique citoyen et indépendant : http://terresmalgaches.info/spip.php?article3

      Il a lancé, le 4 janvier 2009, la pétition internationale ci-dessous.
      Pour la soutenir, vous pouvez la signer en ligne exactement et directement à l’adresse : http://terresmalgaches.info/spip.php?article1
      (Nota Bene : Afin que votre signature soit bien enregistrée, n’oubliez pas de cliquer „valider“ pour terminer la procédure puis, juste après cela, réagissez à l’e-mail qui vous sera adressé pour confirmation.)

      Merci de votre solidarité.
      * A près avoir signé vous-même, n’hésitez pas à relayer le plus largement possible cette pétition à signer.
      * Surtout, veillez à la faire relayer sans discontinuité ! Alertez dans ce sens vos réseaux !

      La Coordination du Collectif pour la Défense des Terres Malgaches

      —————

      ( http://terresmalgaches.info/spip.php?article1 )

      Pétition « Affaire DAEWOO »
      Défense des Terres Malgaches

      Ayant suivi les informations relatives à l’affaire Daewoo à Madagascar, à propos de laquelle ni le gouvernement malgache, ni la société Daewoo n’ont démenti la surface des terres cultivables engagée (1,3 million d’ha), l’absence de compensation financière pour le prix du bail emphytéotique de 99 ans, la nature des plantations prévues – maïs issu probablement d’OGM dans la région Ouest et palmiers à huile dans la région Est,

      Je, soussigné, soutiens l’ensemble des revendications du Collectif pour la Défense des Terres Malgaches (réseau citoyen et indépendant des appareils politiciens) exigeant que les autorités malgaches
      – fassent preuve de transparence totale sur l’affaire Daewoo : termes du contrat, état actuel des autorisations d’acquisitions de terrains dans chaque district,
      – arrêtent toutes les procédures en cours et annulent toutes les autorisations déjà accordées
      – et informent la population malgache de toutes les « affaires » similaires signées ou en cours avec d’autres sociétés ou pays étrangers.

      Pour défendre et sauvegarder les Terres Malgaches et empêcher d’autres octrois ou locations de concessions semblables, je demande avec le Collectif pour la Défense des Terres Malgaches
      – une révision de la loi 2007-036 du 14 janvier 2008 sur les investissements qui favorise de manière inacceptable l’octroi de terres aux étrangers et riches entrepreneurs, notamment agricoles (pour l’agrobusiness),
      – l’organisation d’un débat national pour la mise en place de nouvelles lois et mesures concrètes facilitant l’acquisition de terrains pour les familles et paysans malgaches, pour renforcer et accélérer la multiplication effective des structures d’immatriculations foncières dans les collectivités décentralisées,
      – l’organisation d’un débat national mettant à contribution tous les citoyens – suivi d’un vote si nécessaire – sur les clauses des contrats de location de concessions aux firmes et grosses sociétés agricoles ou minières,
      – l’intégration de mesures de suivi-évaluation annuel par les agriculteurs, citoyens et experts malgaches et internationaux dans les procédures des baux emphytéotiques pour que tous les citoyens puissent apprécier les bienfaits apportés ou dégâts provoqués sur le plan économique, social, environnemental, pédologique, etc.. et tirer des conclusions pour la continuation ou l’annulation du contrat.

      Les terres, les ressources naturelles et la biodiversité constituent les principales richesses des pays pauvres comme Madagascar. Aujourd’hui plus que jamais, les dirigeants de ces pays doivent gérer ces ressources dans le sens de la sauvegarde de ces richesses et de leur meilleure répartition entre toutes les couches de la population. Il est inacceptable de favoriser les spéculateurs, firmes puissantes et autres Etats en bradant les terres aux étrangers.

      05 janvier 2009

      SIGNEZ :
      Nous vous prions de signer en ligne sur le site du Collectif
      exactement et directement à l’adresse : http://terresmalgaches.info/spip.php?article1

      Merci de votre solidarité.
      * A près avoir signé vous-même, n’hésitez pas à relayer le plus largement possible cette pétition à signer.
      * Surtout, veillez à la faire relayer sans discontinuité ! Alertez dans ce sens vos réseaux !

      —————

    11. From: coldefterma@yahoo.fr
      Date: Tue, 13 Jan 2009 15:31:14 -0800
      Subject: [serasera] Pétition pour la Défense des Terres malgaches
      Bonjour

      Un Collectif pour la Défense des Terres Malgaches s’est constitué.
      * Voir son site Internet pour faire sa connaissance : http://terresmalgaches.info
      * Voir son Manifeste : http://terresmalgaches.info/spip.php?article10
      * Voir son affichage d’un positionnement stratégique citoyen et indépendant : http://terresmalgaches.info/spip.php?article3

      Il a lancé, le 4 janvier 2009, la pétition internationale ci-dessous.
      Pour la soutenir, vous pouvez la signer en ligne exactement et directement à l’adresse : http://terresmalgaches.info/spip.php?article1
      (Nota Bene : Afin que votre signature soit bien enregistrée, n’oubliez pas de cliquer „valider“ pour terminer la procédure puis, juste après cela, réagissez à l’e-mail qui vous sera adressé pour confirmation.)

      Merci de votre solidarité.
      * A près avoir signé vous-même, n’hésitez pas à relayer le plus largement possible cette pétition à signer.
      * Surtout, veillez à la faire relayer sans discontinuité ! Alertez dans ce sens vos réseaux !

      La Coordination du Collectif pour la Défense des Terres Malgaches

      —————

      ( http://terresmalgaches.info/spip.php?article1 )

      Pétition « Affaire DAEWOO »
      Défense des Terres Malgaches

      Ayant suivi les informations relatives à l’affaire Daewoo à Madagascar, à propos de laquelle ni le gouvernement malgache, ni la société Daewoo n’ont démenti la surface des terres cultivables engagée (1,3 million d’ha), l’absence de compensation financière pour le prix du bail emphytéotique de 99 ans, la nature des plantations prévues – maïs issu probablement d’OGM dans la région Ouest et palmiers à huile dans la région Est,

      Je, soussigné, soutiens l’ensemble des revendications du Collectif pour la Défense des Terres Malgaches (réseau citoyen et indépendant des appareils politiciens) exigeant que les autorités malgaches
      – fassent preuve de transparence totale sur l’affaire Daewoo : termes du contrat, état actuel des autorisations d’acquisitions de terrains dans chaque district,
      – arrêtent toutes les procédures en cours et annulent toutes les autorisations déjà accordées
      – et informent la population malgache de toutes les « affaires » similaires signées ou en cours avec d’autres sociétés ou pays étrangers.

      Pour défendre et sauvegarder les Terres Malgaches et empêcher d’autres octrois ou locations de concessions semblables, je demande avec le Collectif pour la Défense des Terres Malgaches
      – une révision de la loi 2007-036 du 14 janvier 2008 sur les investissements qui favorise de manière inacceptable l’octroi de terres aux étrangers et riches entrepreneurs, notamment agricoles (pour l’agrobusiness),
      – l’organisation d’un débat national pour la mise en place de nouvelles lois et mesures concrètes facilitant l’acquisition de terrains pour les familles et paysans malgaches, pour renforcer et accélérer la multiplication effective des structures d’immatriculations foncières dans les collectivités décentralisées,
      – l’organisation d’un débat national mettant à contribution tous les citoyens – suivi d’un vote si nécessaire – sur les clauses des contrats de location de concessions aux firmes et grosses sociétés agricoles ou minières,
      – l’intégration de mesures de suivi-évaluation annuel par les agriculteurs, citoyens et experts malgaches et internationaux dans les procédures des baux emphytéotiques pour que tous les citoyens puissent apprécier les bienfaits apportés ou dégâts provoqués sur le plan économique, social, environnemental, pédologique, etc.. et tirer des conclusions pour la continuation ou l’annulation du contrat.

      Les terres, les ressources naturelles et la biodiversité constituent les principales richesses des pays pauvres comme Madagascar. Aujourd’hui plus que jamais, les dirigeants de ces pays doivent gérer ces ressources dans le sens de la sauvegarde de ces richesses et de leur meilleure répartition entre toutes les couches de la population. Il est inacceptable de favoriser les spéculateurs, firmes puissantes et autres Etats en bradant les terres aux étrangers.
      05 janvier 2009

      SIGNEZ :
      Nous vous prions de signer en ligne sur le site du Collectif
      exactement et directement à l’adresse : http://terresmalgaches.info/spip.php?article1

      Merci de votre solidarité.
      * A près avoir signé vous-même, n’hésitez pas à relayer le plus largement possible cette pétition à signer.
      * Surtout, veillez à la faire relayer sans discontinuité ! Alertez dans ce sens vos réseaux !

      —————

    12. Hallo, ich versuche die ganze Zeit vergeblich, die deutsche Übersetzung von Andrys Aufruf hier reinzustellen. Gebt mir doch bitte eine e-mail-Adresse, wo ich sie hinschicken kann!

    13. dieser Länder verpflichtet, ihre Ressourcen zu schützen und zu erhalten und für eine gerechte Aufruf zur Verteidigung der madagassischen Erde

      Guten Tag,

      Ein Kollektiv zur Verteidigung der madagassischen Erde hat sich gebildet.
      *Lernen Sie es auf seiner Internetseite kennen
      http://terresmalgaches.info
      *Sie finden sein Manifest unter
      http://terresmalgaches.info/spip.php?
      *Zu seiner Bekanntmachung einer unabhängigen und staatsbürgerlichen strategischen Position
      http://terresmalgaches.info/spip.php?article3

      Dieses Kollektiv hat am 4. Januar 2009 die untenstehende internationale Petition verfasst. Um diesen Aufruf zu unterstützen, können Sie ihn direkt bei folgender Adresse unterzeichnen:
      http://terresmalgaches.info/spip.php?article1
      (Bitte beachten Sie: Damit Ihre Unterschrift registriert wird, vergessen Sie nicht, zum Ende des Vorgangs „valider“ anzuklicken, und reagieren Sie gleich darauf auf die e-mail, die Ihnen zur Bestätigung zugesandt wird.

      Danke für Ihre Solidaität.
      *Wenn Sie selbst unterzeichnet haben, zögern Sie nicht, diese Petition soweit wie möglich zu verbreiten.
      *Bitte ermutigen Sie auch Ihre Bekannten, diese Petition unverzüglich weiterzuleiten!

      ——————————————————–

      (http://terresmalgaches.info/spip.php?article1)

      „Affäre Daewoo“ – Aufruf zur Verteidigung der madagassischen Erde

      Aufgrund der mir zugänglichen Informationen, da weder die madagassische Regierung noch die Firma Daewoo den Umfang der verhandelten Anbauflächen (1,3 Millionen Hektar), das Fehlen einer finanziellen Gegenleistung als Preis für die 99 Jahre dauernde Überlassung dieser Flächen oder die Natur der vorgesehenen Pflanzungen – vorraussichtlich genmanipulierter Mais im Westen und Palmöl im Osten Madagaskars – dementiert haben,

      unterstütze ich mit meiner Unterschrift die Gesamtheit der Forderungen des Kollektivs für die Verteidigung der madagassischen Erde (eine politisch unabhängige Bürgervereinigung) und verlange, dass die zuständigen madagassischen Stellen
      – in der Affäre Daewoo vollkommene Transparenz walten lassen in Hinblick auf die Vertragsbedingungen und den aktuellen Stand der Genehmigungen zur Übernahme von Anbauflächen in jedem betroffenen Distrikt,
      – – alle zur Zeit laufenden Genehmigungsverfahren einstellen und alle bereits erteilten Genehmigungen annullieren,
      – – die madagassische Bevölkerung über sämtliche vergleichbaren abgeschlossenen oder noch anhängigen „Affären“ mit anderen Firmen oder anderen Staaten informieren.

      Um die madagassische Erde zu verteidigen und zu schützen und die Vergabe vergleichbarer Konzessionen zu verhindern, verlange ich mit dem Kollektiv zur Verteidigung der madagassischen Erde
      – eine Änderung des Gesetzes 2007-036 vom 14.Januar 2008 über Investitionen, das auf inakzeptable Art und Weise die Vergabe von Land an ausländische und reiche Unternehmer speziell im landwirtschaftlichen Bereich (Agrobusiness) begünstigt,
      – – die Organisation einer nationalen Abstimmung zur Einführung neuer Gesetze und konkreter Maßnahmen, die den Erwerb von Grund und Boden für madagassische Familien und Landbewohner erleichtern und die Strukturen zum Zusammenschluß in dezentralen landwirtschaftlichen Kollektiven verstärken,
      – – die Organisation einer nationalen Abstimmung unter Einbeziehung aller Staatsbürger – wenn nötig, gefolgt von einer Wahl- über die Bedingungen der Verträge zum Erwerb von Konzessionen mit Firmen und großen landwirtschaftlichen und bergbaulichen Gesellschaften,
      – – die Einführung jährlicher Bewertungen von Langzeitpachtverträgen durch Landwirte, Bevölkerung und madagassische und internationale Experten, die es allen Betroffenen ermöglichen, die erbrachten Vorzüge oder aber Schäden in ökonomischer, sozialer, ökologischer, bodenkundlicher und sonstiger Hinsicht einzuschätzen und daraus Schlüsse für die Verlängerung oder Annullierung des Vertrages zu schließen.

      Das Land, die natürlichen Ressourcen und die Artenvielfalt bilden die hauptsächlichen Reichtümer von armen Ländern wie Madagaskar. Heute mehr denn je sind die Regierungen dieser Länder verpflichtet, ihre Ressourcen zu schützen und zu erhalten und für eine gerechte Verteilung unter allen Bevölkerungsschichten zu sorgen. Es ist untragbar, Spekulanten, mächtige Firmen und andere Staaten zu begünstigen, indem man das eigene Land an ausländische Käufer verscherbelt.

      5. Januar 2009

      UNTERZEICHNEN:
      Wir bitten Sie, direkt auf der website des Kollektivs zu unterzeichnen, unter folgender Adresse
      http://terresmalgaches.info/spip.php?article1

      Danke für Ihre Solidarität!
      *Bitte leiten Sie diesen Aufruf weiter und fordern auch Ihre Bekannten auf, Ihn weiter zu verbreiten!

    14. Die ersten vier Zeilen sind Murks! Die sind da aus Versehen reingeraten! Ansonsten steht die Übersetzung euch allen zur weiteren Verbreitung zur Verfügung.

    15. Es sit sehr weit gekommen.

      Madagascar’s state TV station burns, left background, in the capital Antananarivo, Monday, Jan. 26, 2009, as some thousands of opposition supporters went on a rampage through the streets of Antananarivo, setting fire to the state TV building during their demonstration to demand a new government. Thousands of people took to the streets after the radio station owned by opposition leader and Antananarivo Mayor Andry Rajoelina went off the air Monday. (AP Photo)

    16. Es ist Schwierig.
      Andry TGV kann nur nach vorne gehen bis Ravalomanana aufgibt, aber Ravalomanana ist Hungrig und möchte nicht zurucktreten

    17. Heute gab es einen Bericht über diesen Skandal im Auslandsjournal (ARD). Vermutlich kann er auf der ARD-Website angeschaut werden.

    18. Der Vertrag mit daewoo ist heute annulliert worden (von der Übergangsregierung Andry Rajoelina). Doch mal eine gute Nachricht! Hoffentlich bleibt es dabei.

    19. Die Madegassen haben das Daewoo-Problem jetzt selbst gelöst und den alten Präsidenten, der das alles eingefädelt hat aus dem Amt gejagt. Der neue Präsident beerdigt das Daewoo Projekt und wenn er sich nicht – wie seine Vorgänger auch – zum Ausbeuter entwickelt, wären ja einige Probleme gelöst.
      Das neue Problem ist jetzt, dass der Westen die Entwicklungshilfe an Madagaskar einfriert. Wer dazu eine Erklärung findet, hat verstanden wie der Neokolonialismus funktioniert.
      Es reicht eben nicht, Daewoo zurückzupfeifen, wenn der neue Präsident solange weichgekocht und/oder bestochen wird, bis er wieder Geschäfte a la Daewoo zuläßt.
      Vor 45 Jahren wurden in Madagaskars Norden mit „Entwicklungshilfegeldern“ Erschließungsstraßen gebaut, da war ich dabei. Die Folgen sind verheerend, die Wälder abgeholzt und der Westen konnte Vanille und Edelhölzer viel billiger importieren.
      Absurd aber wahr: Entwicklungshilfe stiftet mehr Schaden als Nutzen.

    20. Ja, soviel zum Thema Unabhängigkeit.
      Die Afrikanische Union hat übrigens ähnlich reagiert und Madagaskar ausgeschlossen.

    21. Pingback: Turbokolonialismus — keimform.de

    22. Andry ist verantwortlich landesweit auf alle landesweite Plünderung, Brandsiftung, Ermordung von vielen Menschen während der Plünderung vom 26. und 27. Januar.

      Andry ist an die Macht durch die militarische Putsch gekommen.

      Andry hat die Verpachtung des Landes an Daewoo als Vorwand benutzt. Jetzt ist er mit den Saudien am Verhandeln, das Land zu verpachten. Mit der DRT (französische Firma) hat Andry schon eine Pachtvertrag von Fäche 10 000 ha für Kieferanbau abgeschlossen.

      • Hallo zusammen, wie gings dann weiter in Madagaskar? Wir haben soeben ein Entwicklungsprojekt initiiert für Madagaskar und sind dabei, alles aus verschiedenen Blickwinkeln abzuchecken, um wirklich eine super-Sache auf die Beine zu stellen, die Madagaskar was bringen soll und nicht den profitgierigen Egoisten!!!

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