Geschafft: Das Commonsbuch

Geschafft, ich freue mich riesig! Der spanische Sammelband rund um die Commons ist da. Er  heißt -wohl etwas sperrig- „Gene, Bytes und Emissionen – Gemeingüter und citizenship“ (citizenship/ciudadanía find ich unübersetzbar.)

Ein Nobelpreisträger hat es mit einem Geleitwort geehrt, ein Alternativer Nobelpreisträger hat dafür einen ziemlich aufregend-futuristisch anmutenden Beitrag geschrieben, ein Guru hat mir ein Interview gegeben, ein Harvard Prof –hier im Gespräch–  einen Text überlassen, die Commonsexpertin schlechthin hat ihre Expertise beigesteuert…

Viele tolle, engagierte und vor allem kenntnisreiche Autorinnen und Autoren sind mit von der Partie. … Ich kann sie gar nicht alle aufzählen! Sie kommen vor allem aus Ländern Lateinamerikas aber auch aus Kanada, den USA, Indien und Deutschland. Die Eigentumsfrage wird diskutiert, das Konzept der Commons natürlich und die politische Durchsetzungsfähigkeit des Begriffs.

Daneben gibt es viele konkrete Beispiele dafür wie, wo und warum Commons „den Bach runtergehen“, in Vergessenheit geraten oder schlicht privatisiert werden. Und es gibt Beispiele die Mut machen – aus dem Widerstand gegen Bergbauprojekte in Argentinien, aus der Freien Software Bewegung, aus den communities, die Biodiversität, Wälder, Land und Wasser so „verwalten“, dass die Gemeingüter auch morgen noch ihre Funktion als Gemeingüter erfüllen.

Commons sind ein Netz, das uns trägt. Das Buch wirft ein neues Licht auf „alte“ aber topaktuelle Konflikte und es beleuchtet alte und neue Vorschläge, wie wir mit den allgegenwärtigen Krisenerscheinungen unserer Zeit verantwortungsvoll umgehen können. Aus Commonsperspektive eben.

Und ich? Ich hab getan, was ich konnte. Mir die Finger wund geschrieben, um alle zur Teilnahme zu motivieren. Texte diskutiert, editiert, eigene getippt, Übersetzungen „geglättet“ und darüber nachgedacht, was noch alles ins Buch gehörte. Eigentlich. Das muss dann aber einer weiteren Ausgabe vorbehalten blieben.🙂 Ich bin so vielen Menschen zu Dank verpflichtet … aber das steht alles da, wo es hingehört: Im Buch.

Hoffe, das Ergebnis -erschienen in der Reihe Ediciones Böll der hbs-Lateinamerika– findet nun seinen Weg durch das virtuelle Netz (Creative Commons Lizenz natürlich und free download, hier portionsweise) in die realen Netze dieser Welt, in die Unibibliotheken und Debatten auf dem Doppelkontinent.

Ende Januar werde ich es -gemeinsam mit einigen AutorInnen- auf dem Weltsozialforum in Belém/Brasilien vorstellen. Dort, in der zweitgrößten Stadt der Amazonasregion. Diese Region -Umgebung unschätzbarer Gemeingüter- und die Leistungen einiger „comunidades“ des Amazonas für den Erhalt derselben sind natürlich auch Gegenstand des Buches.

PS: Deutsches Äquivalent folgt demnächst!

Ein Gedanke zu „Geschafft: Das Commonsbuch

  1. Sehr geehrte Frau Helfrich,

    vielleicht altmodisch, dennoch für manche spanischsprachigen Freunde nötig: Kann man „Genes, Bytes y Emisiones“ auch als Buch käuflich erwerben?
    Vielen Dank für Ihre Antwort.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Christiana Scharfenberg

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