Verwaiste Werke

In Amsterdam fand vom 10. bis 12. April eine Internationale Konferenz zum Thema Economies of the Commons statt. Die Themen klingen spannend u.a.: Uncommon business modells oder Commons based peer production.

Images for the future bringt viele englische Blogbeiträge. Aus Deutschland war die Kulturwissenschaftlerin und Journalistin Maike Richter von commonspage.net dabei. Sie schrieb ein paar deutsche posts.

Hier ein kurzer Beitrag von Maike zu „verwaisten digitalen Werken“, in dem sie das „Dilemma der klassischen Archive“ auf den Punkt bringt:

„Überall in Europa existieren Archive, die voller wunderbarer audiovisueller Juwelen stecken. Der Haken: … Möchte man sie sehen, muss man schon hinfahren. Die Archivare dürfen die Sachen nicht online stellen – sie haben die Rechte nicht. Rechteklärung ist meist unmöglich. Nicht mal Filme, die von 1908 (!) stammen, kann man online verfügbar machen. Effekt: 95 % des Archivbestands wird niemals angesehen – die Sachen verstauben in Kellern. Während 95 % aller YouTube-Videos mindestens einmal angesehen werden. Stichwort Long tail. Das raubt den Archivaren den Schlaf. Sie haben die Filme, es gibt das Internet, manchmal sogar das Budget, um Archive zu digitalisieren – aber aufgrund von urheberrechtlichen Problemen bleibt das Material unerschlossen und unerreichbar…“ vía.

Foto by areusbay on flickr

3 Gedanken zu „Verwaiste Werke

  1. Pingback: Images for the future - Research blog » blog archive » Economies of the Commons and the Blogosphere

  2. Pingback: Junimail vom Commonsblog : www.who-owns-the-world.org

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