Commonsliteratur für deutsche Unis

Heute mal eine Anekdote aus dem Alltag; wie sich das für BloggerInnen gehört. Ich gebe ein Seminar an der Uni Kassel zum Thema Gemeinschaftsgüter. Was uns in Sachen Literaturverfügbarkeit rettet, ist die Politik jener WissenschaftlerInnen die zu commons schreiben. Egal in welcher Sprache und von welcher Uni: Sie stellen ihre Texte normalerweise ins Internet.

Nur mit den Büchern ist es so eine Sache. Ich suche also in der Unibibliothek Jena: Lawrence Lessig „Freie Kultur“ – Fehlanzeige. Volker Grassmuck: „Freie Software“ – Fehlanzeige. Das Open Source Jahrbuch 2007 – Fehlanzeige (das steht allerdings auch im Netz). Sabine Nuss: „Copyright und Copyriot“ – Fehlanzeige. (Das sind übrigens alles Lesetips!).

Letzteres soll gerade für ein Referat eingesetzt werden – weil es die Geschichte des Eigentumsbegriffs und der Eigentumsrechte resümiert: Erneute Suche in der Uni Kassel: Fehlanzeige. Ein Mitglied des Netzwerks Privatisierung Öffentlicher Güter hat sich nun spontan bereit erklärt, der Bib in Kassel ein Exemplar zu spenden. Gute Idee!

Wissen, vor allem Wissen über den Umgang mit unseren Ressourcen gehört genau dort hin: in Räume, die der Öffentlichkeit den Zugang zu diesem Wissen verfügbar halten. In öffentliche Bibliotheken. Wir brauchen mehr commonsliteratur statt neoklassische Wirtschaftstheorie an deutschen Unis.

 foto on flickr by tamaphi 

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