Holz ohne Hüter

„Wie die Deppen“ zitiert die Schweriner Zeitung Rica Münchberger, NABU Geschäftsführerin in Meck-Pomm. Tatsächlich steht die Landesregierung nach der wiederholten Aberkennung des erst 2002 verliehenen FSC Gütesiegels für Holz aus mecklenburgischen Nationalparks und Biosphärenreservaten bedeppert da. Alles andere als nachhaltig hat sie die gemeinschaftlichen Natur- und Kulturressourcen der Boddenlandschaft verwaltet. Denn der Forest Stewardship Council hat das Siegel in seiner Geschichte noch nie 2x hintereinander entzogen. Peinlich!

Die Bewirtschaftungsstandards des FSC folgen sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Kriterien. Sie sind dem Erhalt der Wälder und somit den Interessen dieser und künftiger Generationen, dh. dem Gemeinwohl, verpflichtet. Den „Gemeinressourcenverwaltern“, gleich ob staatlich (hier: das Landwirtschaftsministerium von Mecklenburg Vorpommern) oder privat, kommt in der Philosophie des Forest Stewardship Council per Definition die Rolle des „stewards“ der Gemeinschaftsgüter zu. Stewardship meint Verwaltung + Verantwortung für die Ressource. Geraten die Kriterien nachhaltiger Waldbewirtschaftung unter die Räder, fällt der „steward“ (in diesem Fall also die etwas deppert dastehende Meck-Vorpommersche Landesregierung) durch das Audit. Peinlich, peinlich!

Interessant auch der wirtschaftliche Aspekt. FSC zertifiziertes Holz wird stark nachgefragt. Meck-Pomm kann nun seine Verträge nicht erfüllen, dem Land und den BürgerInnen entsteht ein unmittelbarer wirtschaftlicher Verlust.

Informationen zur deutschen FSC Arbeitsgruppe finden sie hier.

 foto: by martinroell auf flickr

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