Ausgerechnet meine Tochter giesst gestern Öl … ach was – Kerosin … in das Feuer meines emotionalen Ofens. Echaufieren nennt man das, soviel ich weiss. Also, die junge Dame muss als Deutsch-Hausaufgabe einen Artikel aus der Stuttgarter Zeitung über die Stevia-Pflanze kommentieren. Es geht um die neuerliche Zulassung durch die EU von Steviaglykosiden als Süßstoff in Lebensmitteln und Getränken. Wer “keine Skrupel hatte, seinen Kaffee mit Badesalz zu süßen, konnte Stevia bereits ausprobieren”, schreibt Tanja Volz in diesem Artikel. Die jetzt verabschiedete europäische Verordnung, so steht dort geschrieben, erlaubt nur die Verwendung von sogenannten Steviolglykosiden. Steviolglykoside werden von der Pflanze produziert. Sie bewirken, dass die Blätter süß schmecken. Weil diese pflanzlichen Stoffe aber chemisch gewonnen werden, darf man den Süßstoff nicht als natürlich bezeichnen. Nicht zugelassen sind weiterhin Teile der Pflanze, etwa die Blätter. Die Pflanze gilt nach wie vor als neuartiges Lebensmittel und darf nur nach einer gesundheitlichen Bewertung in den Handel kommen.