aufgetischt: Wer ernährt die Welt?

Eine Tagung zur Zukunft der Landwirtschaft.

Wann:     14. bis 16. Oktober 2011
Wo:         Jugendbildungsstätte Hirschluch, 15859 Storkow/Mark

Weltweit wird am 16. Oktober zum Welternährungstag daran erinnert, dass fast eine Milliarde Menschen nicht ausreichend mit Lebensmitteln versorgt sind. Der Kampf gegen den weltweiten Hunger stellt eine der größten Herausforderungen der Menschheit dar. Doch die Weltmarktpreise für Weizen, Mais und Reis sind so hoch, wie seit zwanzig Jahren nicht mehr. Während Spekulanten an den explodierenden Nahrungsmittelpreisen kräftig verdienen, sind die Ärmsten der Welt die Leidtragenden. Immer mehr Menschen können sich selbst Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten.
Anlässlich des Welternährungstags fragen wir auf der INKOTA-Herbsttagung, mit welchen Konzepten die Welternährung in Zukunft gesichert werden kann. Kann eine bäuerliche und ökologische Landwirtschaft die Welt ernähren? Oder brauchen wir eine Ausweitung der industriellen Produktion? Wer wird in Zukunft bestimmen, was auf unseren Teller kommt und wie wirkt sich die europäische Agrarpolitik auf die Menschen in den Entwicklungsländern aus? Welche Landwirtschaft hat Zukunft?

Mit internationalen Gästen, Diskussionen und Arbeitgruppen zu folgenden Themen:

  • Frauen stärken – Armut überwinden. Selbstbestimmung und Ernährungssicherheit in Nicaragua (María Lydia Mendoza Murillo / Amada Felipa Mendoza Morales vom Frauenzentrum Xochilt Acalt in Nicaragua)
  • Die Zukunft der Welternähung (Christine Chemnitz – Agrarexpertin der Heinrich-Böll-Stiftung)
  • Spekulation: Das Geschäft mit der Nahrung (Markus Henn – Experte für Nahrungsmittelspekualtionen bei WEED)
  • Agropoly: Die Macht der Konzerne über die Lebensmittelproduktion (Dr. Susanne Gura – Ernährungswissenschaftlerin und Autorin der Dokumentation „Agropoly – Wenige Konzerne beherrschen die weltweite Lebensmittelproduktion“)
  • Unsere Landwirtschaft: Wie sieht die Agrarpolitik von morgen aus? (Henrik Maaß / Phillip Brändle von der jungen Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft)

Anmeldung unter: http://www.inkota.de/aktuelles/anmeldung-herbsttagung

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Evelyn Bahn
Projektleitung Welternährung
INKOTA-netzwerk
Chrysanthemenstraße 1-3
10407 Berlin
Tel.: 030 – 42 08 20 20 / Durchwahl: 030 – 42 08 20 255
Fax.: 030 – 42 08 20 210
http://www.inkota.de

 

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Gemeingüter: Bedroht und doch im Aufwind

Ich habe gemeinsam mit Brigitte Kratzwald diesen Einführungsartikel (siehe unten) für das aktuelle INKOTA-Dossier über Gemeingüter beigesteuert. Das Dossier widmet sich dem Thema aus entwicklungspolitischer Perspektive. Hier geht’s zum Inhaltsverzeichnis, dort sind einige Beiträge verlinkt. Erwerben kann man das Heft für 3.50 + Versand gleich hier.

Die Renaissance der Gemeingüter; Bedroht und doch im Aufwind

Silke Helfrich/Brigitte Kratzwald

Die wachsende Bedeutung der Commons in Süd und Nord

Gemeingüter sind allgegenwärtig und doch bleiben sie häufig unsichtbar. Ob Wasser oder Wald, Saatgut oder Software, Wissen oder Kultur – wir brauchen sie zum guten Leben. Neoliberalismus und der Glaube, dass jeder sein Leben selbst und vor allem mit Geld regeln kann, bedrohen sie. Doch seit einiger Zeit gewinnt die Idee der Gemeingüter wieder an Bedeutung – in der Wissenschaft, aber auch in sozialen Bewegungen vor allem des Globalen Südens. Den Rest des Beitrags lesen »

Monsanto: von Drehtüren und Werkzeugen

Michael Grolm, der Thüringer Imker der für seine Überzeugungen ins Gefängnis geht, sagt Sätze die jeder versteht. Etwa:

Der ehemalige Monsanto-Chef spricht davon, dass die Gentechnik ein Werkzeug sei. Nicht gut und nicht schlecht. Eben ein Werkzeug. Aber ein Werkzeug ist so etwas wie ein Hammer oder eine Schere. Die kann ich benutzen, um etwas zu tun. Doch diese Technologie benutzt uns! Sie macht etwas mit uns, nicht wir mit ihr.

Gestern Abend habe ich für INKOTA an einer Diskussionsveranstaltung zum überMacht-Film-Festival teilgenommen. Ich komme spät. Öffne die Tür. Der Saal des KuBus ist voll. Man muss wissen: Den Rest des Beitrags lesen »

Vandana Shiva + INKOTA Lesetipp

Ernährungskrise > Krise der Landwirtschaft > “Privatisierung der Nahrungskette”, dem wichtigsten Commons, wie Vandana Shiva sagt. Die knapp 13 minütige Rede der indischen alternativen Nobelpreisträgerin anlässlich der Unterzeichnung des Bonner Manifests am 21. 05. ist jetzt online. Wie gewohnt deutlich! (…wobei ich mit der undifferenzierten Art, Eigentumsrechte zu verdammen, nicht einverstanden bin. Es gibt auch kollektive Eigentumsrechte!)

Zitat:

…unless we recover the commons, we are not going to be able to… guarantee the human species, especially future generations, their right to life. For me, the commons is … Den Rest des Beitrags lesen »

Lesetip Gentechnik und Biopiraterie

Das INKOTA Netzwerk hat in der aktuellsten Ausgabe des INKOTA-Briefes viel Lesenswertes zum Thema zusammen getragen. Der Brief erscheint im Vorfeld der Konferenz der Vertragsstaaten zur Konvention über Biologische Vielfalt (CBD) sowie des Treffens der Mitglieder des Protokolls über Biologische Sicherheit (Cartagena Protokoll); beide 5/2008 in Bonn. Er ist leider nicht komplett als Download verfügbar, kann aber günstig erworben werden. Leseproben gibt es online.

Interessant für diesen blog der einführende Artikel von Rudi Buntzel und Michael Frein vom Evangelischen Entwicklungsdienst: Gentechniker und Biopiraten. Die Autoren machen darauf aufmerksam, dass die im Juni 92 unterzeichnete Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) vor allem zwei Ziele hatte: den Erhalt der biologischen Vielfalt und eine “gerechte” Aufteilung der Gewinne, die aus der Nutzung genetischer Ressourcen entstehen. “Um Letzteres zu erreichen, wurde erst einmal ein über die Jahrhunderte bewährtes Prinzip geopfert: Die biologische Vielfalt als gemeinsames Erbe der Menschheit. Das Problem war, dass zuvor die biologische Vielfalt allen Menschen gleichermaßen „gehörte“,… Den Rest des Beitrags lesen »

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