Aussage gegen Aussage: Verteidigung der Commons und der Green Economy

von Stefan Tuschen

Achim Steiner, Direktor von UNEP und einer der Väter der Green Economy, gab sich gestern Abend auf dem Peoples Summit die Ehre. Dort musste er ausgerechnet unter dem Banner “In Verteidigung der Commons und gegen die Kommodifizierung” Platz nehmen. Anmerkung dazu: UNEP hatte auf der Website zum Weltumwelttag mit der Tragik der Allmende für die Green Economy geworben. Und auch beim McPlanet im Mai in Berlin hatte sich Achim Steiner auf die Tragik der Commons bezogen, obwohl UNEP zuvor die Referenz auf der Website als Missverständnis erklärt und angeblich entfernt, tatsächlich nur auf eine weniger sichtbare Seite verschoben hatte. Denn so ganz falsch findet Herr Steiner die Hardinsche Idee wohl doch nicht.
Bevor der UNEP-Chef aber zur Verteidigung der Green Economy ansetzen konnte, musste er sich zunächst der Kritik verschiedener Stimmen der sozialen Bewegungen stellen: Den Rest des Beitrags lesen »

Commons statt Grüne Ökonomie. Rio+20 anders denken

Das ist der Titel eines Beitrags, den ich jüngst im Umweltjournal von Rheinland-Pfalz veröffentlicht habe, und den ich auch unseren Blogleser_innen nicht vorenthalten will. Deshalb gib’ts ihn hier in voller Länge.

Commons statt Grüne Ökonomie. Rio+20 anders denken

Königin Elisabeth feiert ihr diamantenes Tronjubiläum; dicht am ursprünglich für den UN Gipfel für Nachhaltige Entwicklung vorgesehenen Termin. Aus diversen Terminoptimierungsgründen kommen die Regierungsvertreter in Rio de Janeiro nun erst nach den Feierlichkeiten für die Queen zusammen. Ob sie unserer Zukunft dabei genauso viel Respekt zollen wie dem britischen Königshaus, steht zu bezweifeln. Der „zero draft“, den die UN in Vorbereitung des Gipfels im Oktober 2011 zur Kommentierung freigab, bot wenig Ermutigendes. Und auch die drei Monate später publizierte Fassung mit den Anmerkungen und Textvorschlägen zahlreicher Nationalstaaten, lässt nicht mehr als das Leitmotiv eines grünen Kapitalismus erkennen: viel Markt und etwas mehr Regulierung für (vorgeblich) mehr Naturschutz bei deutlich höheren Preisen.

Green Economy“: Monster oder Segen? Den Rest des Beitrags lesen »

Der Gipfel: Commons goes Rio+20

& Stefan Tuschen:

Mit tropischen Klischees hat sie wenig zu tun. Unsere Reise dauert etwa sechs Monate, spielt sich vor allem im Kopf und auf dem Bildschirm ab und ist anregend. Im Juni dieses Jahres wird in Rio de Janeiro die UN Konferenz über nachhaltige Entwicklung stattfinden – und zwar 20 Jahre nachdem sich die Weltgemeinschaft 1992 an gleicher Stelle zur UN Konferenz über Umwelt und Entwicklung traf. Im sprachökonomischen Fachjargon ist deshalb von „Rio+20“ die Rede. Damals, 1992, verabschiedeten sich die UN quasi von den Commons: Das Prinzip des Gemeinsamen Erbes der Menschheit (Common Heritage of Mankind), wurde – trotz Fürsprache unter UN-Diplomaten – nahezu vollends zugunsten staatlicher Souveränität aufgegeben.

Paradebeispiel dafür ist … Den Rest des Beitrags lesen »

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