Buchvorstellung in Jena: Wem gehört die Welt?

Im Rahmen des Festivals der Fünf Sinne des Iberoamerica e.V. (Titel passt richtig gut), stelle ich am Mittwoch, den 18.11. um 19.00 auf dem Campus der FSU, Carl-Zeiß-Str. 3, Hörsaal 5 das Buch ‘Wem gehört die Welt? Zur Wiederentdeckung der Gemeingüter’ vor, mit aktuellen Beiträgen aus der internationalen Commonsdiskussion.

Besonders freue ich mich auf die Diskussion mit Professor Klaus Dörre, einem der führenden Soziologen dieser Republik von der FSU Jena.

Hier geht’s zur Ankündigung. Weitersagen!

Monsanto: von Drehtüren und Werkzeugen die keine sind

Michael Grolm, der Thüringer Imker der für seine Überzeugungen ins Gefängnis geht, sagt Sätze die jeder versteht. Etwa:

Der ehemalige Monsanto-Chef spricht davon, dass die Gentechnik ein Werkzeug sei. Nicht gut und nicht schlecht. Eben ein Werkzeug. Aber ein Werkzeug ist so etwas wie ein Hammer oder eine Schere. Die kann ich benutzen, um etwas zu tun. Doch diese Technologie benutzt uns! Sie macht etwas mit uns, nicht wir mit ihr.

Gestern Abend habe ich für INKOTA an einer Diskussionsveranstaltung zum überMacht-Film-Festival teilgenommen. Ich komme spät. Öffne die Tür. Der Saal des KuBus ist voll. Man muss wissen: Den Rest des Beitrags lesen »

Ausstieg aus dem Atomausstieg? Mitmachen!

Der Commonsblog ist kein Kampagnenblog, aber es gibt Kampagnen, um die kommt niemand herum. Nicht links und nicht rechts. Also: Mitmachen bei Campact und bei der Montagsdemo in BERLIN!

„über 33.000 Menschen haben in den letzten 48 Stunden bereits unseren Offenen Brief „Am Atomausstieg nicht rütteln!“ unterzeichnet.“

Wer’s noch nicht getan hat: hier der link, geht schnell und einfach!

„… Jetzt wollen wir den Worten Taten folgen lassen. Wenn am kommenden Montag die schwarz-gelben Koalitionäre zu ihrer ersten Verhandlungsrunde in Berlin zusammenkommen, wollen wir uns mit hunderten Menschen warmlaufen für den Widerstand. Unsere Botschaft…: Wer auf eine Renaissance der Atomkraft setzt, erlebt eine Comeback der Anti-Atom-Bewegung!“

Wieso eigentlich nur mit Hunderten?

Weitere Infos zur Aktion: http://www.campact.de/atom2/k1

Die Atomfreunde freuen sich zu früh“ überschrieb gestern die Financial Times Deutschland einen Kommentar, indem zu lesen war: Den Rest des Beitrags lesen »

Wenn die Steinzeit Patente gekannt hätte

fragt Natur&Kosmos anlässlich des World Commons Forums in Salzburg (29.-30.09.09) und legt nach:

„Amerikaner und Russen reklamieren den Nordpol für sich, sämtliche Industriestaaten die Atmosphäre und einzelne Unternehmen sogar Patente auf Leben.

Was wäre wohl, wenn die Steinzeit schon das Patentrecht gekannt hätte? Wenn der erste Mensch, der vor Zigtausend Jahren mit Stein und Zunder ein Feuerchen anzündete, zum Amt gerannt wäre und seinen Anspruch auf Verfahren und Produkt angemeldet hätte? Wäre der Kochtopf je erfunden worden? Die Zentralheizung? Der Verbrennungsmotor?

Wir wissen es nicht. Eines ist jedoch klar: Es gibt Ressourcen auf der Erde, die für jedermann nutzbar sein sollten, sonst müssten viele von uns bald wieder leben wie unsere Urahnen. Feuer ist ein Beispiel: …“

Der ganze Text hier.

Foto: Der Versuch Feuer zu entzünden mit Hilfe eines funkenschlagenden Feuerdings. by Torsten Magner; Lizenz: CC: BY, SA

„Für wen arbeitet Dein Computer?“

Vorgestern gab’s ein ‘25 minütiges Interview im Radio Dreyeckland – also richtig Zeit zum Reden – über das Buch, die Idee der Gemeingüter,  politische Forderungen, die sich daraus ergeben, den Unterschied zwischen öffentlichen Gütern und Gemeingüter und darüber, was sich in dieser Debatte derzeit bewegt. Wolfgang Grün, der mich interviewt hat, hat noch ein 10-Minuten youtube Video produziert. Hier ist es (die „Schnitte“ hört man recht deutlich.)

Radio Dreyeckland Interview gekürzte Fassung bei YouTube (10min.)

Elevate the Crises

Fünf Nächte lang Konzerte, Live-Acts und DJ-Lines. Fünf Tage lang Vorträge, Diskussionen, Workshops, Installationen und Performances – gestaltet von und mit (unabhängigen) Initiativen, Labels, KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen und AktivistInnen im und um den Grazer Schlossberg.

Vergangenes Jahr hieß es Elevate the Commons. Heuer – wie die Österreicher sagen – Elevate the Crisis! (Wie bitte?) Es geht um Klima und Energie, Ressourcen, Ernährung, Wirtschaft, Politik und Medien), also wieder um die Commons. Ein Blick auf die Teilnehmerliste bestätigt das.

Hier das diesjährige Programmheft eines der bemerkenswertesten internationalen politischen und künstlerischen happenings, die ich kenne.

Musik als Gemeingut

“Musik ist hauptsächlich ein Kulturgut.” Daraus folgt …, dass der Großteil der Musik (wie anderer Kulturgüter) eigentlich als Gemeingut unter der Public Domain stehen sollte“ fand Andre Dubber heute im all2gethernow camp.
Der Kontext steht hier. Ich muss mich mal umschauen, wie das Publikum das fand und was sonst noch bei all2gethernow diskutiert wird.

Und Sie? Können sie mit der Idee von der „Musik als Gemeingut“ was anfangen? Ist es nicht tatsächlich so, dass alles was komponiert und getextet wird in einem Maße aus der kulturellen Allmende schöpft, dass die Gemeinfreiheit die einzig logische Konsequenz ist? Was freilich niemanden daran hindern soll, mit Musik machen und aufführen und Fanartikel promoten und supersondererstausgaben und sonstwas Geld zu verdienen. Ich finde nur:  „Geschäftsmodell“ und Lizenzierungsfragen müssen voneinander getrennt werden und dürfen nicht – wie bisher – aneinander gekettet sein.

Wandern für eine Freie Weltkarte

Die Linux-User-Group Jena lädt zum Wandern ein. Das klingt wie  eine typische Twitternachricht. Ist aber weit mehr – nämlich eine Einladung, sich am 19. September einen sportlichen Tag zu machen und dabei zu einem Gemeingut beizutragen: der Open Street Map:

OpenStreetMap ist ein Projekt mit dem Ziel, eine freie Weltkarte zu erschaffen. Den Rest des Beitrags lesen »

„Mein Commons? Dein Commons? CREATIVE COMMONS!“

Vom 19.09 bis 31.10. gibt’s in Leipzig die Open (HE)ART-FAIRr Ausstellung und mehr: Die Galerie eeg, der Hackerspace sublab und die Free Software Foundation Europe (FSFE) veranstalten zum Beispiel am 19. September gemeinsam ihren „Tag der freien Lizenzen“ – mit Ausstellungen, Diskussionen und der ersten Netaudio Nacht Leipzigs.

Um 10 Uhr wird mit „Open (He)art-fair“, eine – open (free) Software und Hardware – Ausstellung eröffnet. Alle Werke sind allein durch die Nutzung frei zugänglicher Quellen entstanden. Die Macher wollen mit diesem Konzept beweisen, dass man auch ohne enorme finanzielle Mittel eine attraktive Veranstaltung auf die Beine stellen kann. Kapital und Kreativität: Kann man das miteinander vereinbaren – oder schließt sich das aus? … Die Veranstalter wollen zeigen, dass qualitativ hochwertige Kunst auch ohne jedes Kapital möglich ist.

Das erinnert mich daran, dass auch die wichtigsten Innovationen des Web 2.0 genau dann stattfanden, nachdem das Kapital abgezogen war; nach dem Platzen der dot.com-Blase im März 2000.

Ab 19:00 Uhr gibt’s am gleichen Tag die Podiumsdiskussion „Mein Commons? Dein Commons? CREATIVE COMMONS!“ statt.

Mehr Infos hier bei Gulli.

The Age of Stupid

Filmtipp: in über 40 Ländern wird auf über 700 Leinwänden am 21. und 22. September eine Filmpremiere gewagt. Am Vorabend der UN Verhandlungen zum Klimawandel wirft der Film einen Blick zurück aus dem Jahr 2055 auf das Jahr 2007. Die Frage ist: Warum haben wir nichts getan? Regisseur: John Bassek

Hier der Trailer (engl.)