Gerade komme ich von einem erschöpfenden Rundgang durch das Stadtzentrum von Florenz. Erschöpfend nicht etwa deshalb, weil ich hier zwischen Tausenden von Touristen arbeiten darf, sondern weil ich auf meinem Rundgang keine einzige Sitzbank fand, auf der ich mich mal hätte ausruhen können. Auf der Piazza bei den Uffizien scheint es keine einzige Sitzgelegenheit zu geben, die nicht in Form eines Cafés oder Restaurants in irgend einer Form kommerzialisiert ist. Einzige Ausnahme sind Sitzbank-ähnliche Strukturen, die man beim besten Willen nicht entfernen könnte, ohne das Stadtbild empfindlich zu stören – so zum Beispiel die Stufen zum Eingang des Doms. Egal, ob man müde ist und ein bißchen ausruhen möchte oder ob man einem der Strassenkünstler bei der Arbeit zusehen will – man ist erbarmungslos zum Stehen verdammt. Ob die Polizei käme, wenn man sich einfach auf den Boden setzt? Ich weiss es nicht, denn das Pflaster war mir für einen solchen Versuch zu dreckig.
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