Bayrische Piraten beschließen Vorfahrt für Commons

Commons Piraten Bayern2“Die Piraten setzen sich dafür ein, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um Menschen zu bewegen, Verantwortung zu übernehmen, Verantwortung zu teilen und Institutionen nachhaltig und erfolgreich so zu organisieren, dass sie Commons-Prinzpien entsprechen.” (Herv. S.H.)

So beginnt der Antrag zum Positionspapier Nr. 079, der am vorgestrigen Sonntag auf dem Landesparteitag der Bayrischen Piraten mit großer Mehrheit angenommen wurde. Die Antragsbegründung von Marcus Dinglreiter (et al.)  kann man anhören (ab 5:50) und genauer nachlesen.

Dinglreiter spricht von einem “anderen Betriebssystem” für das Wirtschaften, in das bekanntlich noch viel Hirnschmalz zu investieren sein wird. Denn jenseits des anderen Wirtschaftens geht es um eine tiefgreifende kulturelle Transformation.  Dieser “relativ vorsichtig formulierte Antrag” wolle, so Dinglreiter, “überhaupt das Thema der Commons, das mehr auf Bedürfnisbefriedigung als auf Gewinnmaximierung setzt, in die Gesellschaft hineintragen”. Also keine Zwangsforderungen stellen sondern… Den Rest des Beitrags lesen »

Commons for the Great Transition?

Mid May I have been taken part at the SmartCSO Lab-Workshop near Paris. (CSO = Civil Society Organizations) The workshop provided a wonderfull opportunity to talk to and with change agents of environmental and development organizations about the Commons (see also the workshop programm). Among them, some of the big ones like WWF and Greenpeace. The question I was asked to address in my talk reads as follows:

How can we use the Commons as a political concept for a common strategy towards the Great Transition*?

After having shared my understanding of the commons, commoning – the antonym of enclosure – and commons-based peer production, I basically said the following (Pls, bear in mind that this is a first draft, your complementary or critical remarks are highly welcome) :

Great Transition means to me: transition towards a free society based on commons-based peer-production. Therefore, a deep understanding of the commons as structruring-principle for society is not only key, but also helpfull to overcome resistance to change. Why is that?

The main resistance to change stems from deeply rooted core beliefs in people’s minds. If we cannot think change, we cannot do it. If, for instance, “mental models” privilege competition, then cooperation will hardly thrive. If … Den Rest des Beitrags lesen »

Für eine commonsbasierte Umweltpolitik der Piraten

von Daniel Constein

Oder: Wie politisch sind Gemeingüter?

Vor einigen Wochen hat Silke an dieser Stelle von ihren Erfahrungen mit den „Piraten von der Commonspartei“ berichtet. Auf mehreren Veranstaltungen im vergangenen Jahr hatten wir beide die Gelegenheit, uns über das Thema ‘Commons und Piratenpartei?’ auszutauschen. Wir waren schnell einer Meinung, dass das zusammen gehören könnte. Weil ich mich bereits 2009 in einem Forenkommentar für eine commonsbasierte Umweltpolitik bei den Piraten stark gemacht hatte, vereinbarten wir, das Thema hier im Commonsblog weiter zu diskutieren.

Für mich lag es in meiner Beschäftigung mit den Commons von Anfang an Nahe, Den Rest des Beitrags lesen »

Gemeingueter.de ist wieder da!

Schicker und nutzerfreundlicher! Wer weniger lange Analysen lesen, sondern sich einfach nur darüber informieren will, was in der Welt der Commons so los ist und wie über sie berichtet wird, der ist auf Gemeingueter.de richtig.

Gestern hat das Redaktionsteam zum Mitmachen auf der neu-gelaunchten Seite eingeladen. Und zwar so:

Liebe Leserinnen und Leser,

wir freuen uns sehr, dass Ihr noch da seid, denn wir waren zwischendurch mal weg. Zugegeben: Das war auch für uns überraschend. Irgendetwas hatte unsere Plattform zerlegt. Genaueres wissen wir bis heute nicht. Den Rest des Beitrags lesen »

Commoning hilft gegen YO-YO

Auf das neue Buch von Jay Walljasper “All That We Share: A Field Guide to the Commons“, New Press, 2010;  wollte ich bereits hinweisen, als das Belegexemplar Ende 2010 in meinem Briefkasten landete. Das Buch bietet eine Einführung in die Commons als Potpourri aus Portraits und Kurzbeschreibungen von Praktiken des Commoning weltweit. Julie Ristau von Onthecommons hat eine kleine Einführung geschrieben. Wenn ich das lese denke ich immer: Es kann so einfach sein, dass es fast schon wehtut. Man muss “nur” ein bisschen umdenken und dann das Offensichtliche tun.
Ich kopiere einfach den leicht gekürzten englischen Text von Julie, die u.a. darauf aufmerksam macht, dass gerade viele junge Leute kreativ darin sind, mit weniger Markt und mit mehr Miteinander besser auszukommen. Auch wenn sie das nicht “commoning” nennen. Ich bin gerade vom Weltsozialforum in Dakar zurückgekommen. Dort habe ich viel über die Commons geredet und wie so oft die Reaktion bekommen: “Aber das ist doch genau das, was wir tun.”

Mir ist es recht egal, wie wir es nennen, ob Den Rest des Beitrags lesen »

Remix the Commons, Videos von der ICC

Heute mal ein post auf Englisch, den ich weitgehend bei meinem Kollegen David Bollier abgekupfert habe und der wiederum hat ihn weitgehend von Alain Ambrosi, einem Kanadier, der die Internationale Commonskonferenz mit seinem Kamerateam begleitet hat. Ich kann eigentlich alles so stehen lassen, selbst wenn David “ich” schreibt, stimmt es für mich :-) . Ziemlich praktisch. Nur das angeblich alle in ihrer Sprache sprechen ist falsch. Ich rede da Englisch… oder das, was ich dafür halte :-)

Remix the Commons” Videos Reflect on the Berlin Conference

The International Commons Conference in Berlin continues to generate some interesting follow-up work.  One of the most engaging is a series of videos shot by Alain Ambrosi of Remix the Commons.  The day after the conference, Alain interviewed ten commoners, including me, asking each of us the same questions, such as “What struck you most about this conference?”and “Would you say there is a commons movement?”

The Remix the Commons project is still a work-in-progress and won’t be fully operational for a few months.  However, in the meantime, two different series of videos are available:  “Define the Commons / Définir le Bien Commun / Definir el Procomùn,” and  “Framing the Commons in Berlin.”  The latter consists of a series of  nine separate interviews with  Silke Helfrich (Germany), Michel Bauwens (Thailand), Julio Lambing (Germany), Beatriz Busaniche (Argentina), Frédéric Sultan (France), Valérie Peugeot (France), Rosa Maria Fernanda (Ecuador), Alberto Acosta (Ecuador), Hervé Le Crosnier (France), and me.

Each interview is conducted in the interviewee’s native language. (na ja, nicht ganz)

I really like the short versions of “Define the Commons” because they beautifully convey the deep pluralism of the movement, yet also its hoped-for unity.  The effect of the video brings to mind the famous “Playing for Change” video, which had musicians from around the world playing “Stand By Me” and other songs, as a virtual band.

The Remix the Commons videos are currently available on vimeo, but will soon be available also on Youtube, dailymotion and blip.tv.

Producer Alain Ambrosia invites everyone to remix the videos: “According to the spirit of the remixthecommons project, each viewer/participant is invited to use the material to create his /her own version with subtitles.  Here is a link to a resource for preparing different language versions: http://universalsubtitles.org/videos.

Und hier noch der Englische Report von David Bollier zu Konferenz:  an “interpretive summary of the event – available here as a pdf download.

Alles weitere wird auf dem wiki zusammen getragen und diskutiert.

Cooles Feedback: “Stärken stärken”

“Es gibt Reichtümer, an denen man zugrunde geht, wenn man sie nicht teilen kann.” so Michael Ende in Momo (Danke Brigitte!)

Cooles Feedback” würde mein Sohn sagen. Aber der Reihe nach.

Es war still auf dem Commonsblog, doch das wird sich demnächst ändern, denn jetzt ist das Manuskript fertig. Mehr dazu im April  2011! Heute muss ich einfach mal was loswerden. … Den Rest des Beitrags lesen »

15.Oktober: Weltgemeingütertag / World Commons Day

Based on the Manifesto Reclaim the Commons crafted in Belem during the WSF 2009, we suggest to organize a World Commons Day on October 15, 2010.

The idea was born in follow-up meetings to the Manifesto, which took place in France. Our discussions revealed the urgent need for more appropriation of both the commons concept and its strategic value, which will only be possible if we nurture collective reflection within social movements and organizations at different scales (from local initiatives focussed on a certain issue to global and interdisciplinary networks). 

The World Commons Day is thought to expand our insights on the commons. Everywhere. Den Rest des Beitrags lesen »

Eine Bankpublikation über Gemeingüter?

doch, auch das gibt es. Und zwar hier. Die GLS-Bank hat die neueste Ausgabe ihres Bankspiegels den Gemeingütern gewidmet – an 60000 Kunden verschickt und großzügig in den ICEs ausgelegt.  Statt zu referieren, was im Schwerpunkt steht (“rasche” Einführung ins Thema, die die sozialen, natürlichen und kulturellen Commons berücksichtigt) will ich den Anlass nutzen, etwas zur GLS Bank, zur GLS Treuhand, zu Geld/Krediten und den Gemeingütern zu sagen.

Gemeingüter brauchen Kredite und Kredite brauchen Vertrauen

Klar ist: Gemeingüter sind nicht durch Geld ersetzbar. Klar ist aber auch:  Geld kann helfen, die Sphäre der Gemeingüter auszuweiten und gegenüber dem Markt zu behaupten. Wenn Geld für gemeinwohlorientierte Projekte knapp ist, aber Vertrauen reichlich vorhanden, dann finden die GLS-Kreditberater offenbar eher eine Lösung als andere Kreditinstitute…. Den Rest des Beitrags lesen »

WSF Gemeingüteraufruf unterzeichnen. Jetzt!

asamblea de asambleasÜber den Aufruf des 9. Weltsozialforums zur Wiedergewinnung der Gemeingüter habe ich hier schon berichtet. Wir haben ihn in mehrere Sprachen übersetzt, eine mehrsprachige Website eingerichtet und streuen jetzt den Appell in alle Welt. Demnächst kommt noch eine schönere Website und einer Reihe prominenter Unterzeichner hinzu! Doch bis dahin habt Ihr hoffentlich schon unterschrieben.

DIE ERSTE INTERNATIONALE COMMONSCAMPAGNE DER SOZIALEN BEWEGUNGEN KANN STARTEN.

Verbreitet den Aufruf massiv, so knapp und holzschnittartig er ausgefallen sein mag. Es war ein komplexer, meist per mail geführter Diskussionsprozess von Leuten in aller Welt. Das WSF ist die Plattform der Sozialen Bewegungen. Verlinkt den Appell, setzt ihn in Eure Newsletter und blogs, kritisiert, diskutiert mit, macht Vorschläge, übersetzt mit und für uns…

Es gibt viel zu tun, wenn wir dafür sorgen wollen, dass es eine machtvolle Stimme für die Gemeingüter gibt – von unten, von uns!

Hier der link zur Seite und zur Unterzeichnung.

So, und bevor wir mit der systematischen Werbung bei einschlägigen Organisationen anfangen, bin ich gespannt, was die Blogosphäre so hergibt.:-)

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