
Literarische Einblicke in die Geschichte der Allmende
Nein, es geht nicht um meinen Mitblogger.
Es geht um diesen Roman von Peter Rosegger.
Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, für den Urlaub immer nach Literatur von Autor_innen der entsprechenden Gegend zu suchen. Dieses Jahr waren wir in der Steiermark, und wer in die Steiermark fährt, kommt an Peter Rosegger nicht vorbei. Rosegger gilt als wichtigster Vertreter des poetischen Realismus, der – sehr realistisch eben – die Vorgänge in seiner Heimat (obere Steiermark) prosaisch dokumentiert und reflektiert.
Nun entdeckte ich ‘Jakob er Letzte’ unter den bereits digitalisierten Büchern auf Gutenberg.de. Prima, ich wollte ohnehin darüber bloggen.
Ich hatte mir eine Ausgabe in Frakturschrift besorgt, weil ich fand, die Fraktur passt gut zum Thema und zur Sprache. Alle Nase lang musste ich Brigitte fragen: Was heißt “verganten”? Und was “Pfaiden” (das muss irgendein Kleidungsstück sein). Und redet man wirklich von “kreuzverwindierten” Bauern? Mal wusste sie Rat, mal nicht
Ich will hier einfach ein paar eindrucksvolle Ausschnitte dokumentieren. Zunächst zum Stichwort Bauernabtrennung, der Oberförster der Region um Altenmoos (das ist das Dorf, in dem die Geschichte spielt) tut sich in diesem Kontext besonders hervor. An einer Stelle sagt er:
“So muß man es schütteln, dieses Altenmoos. Was reif ist, fällt, was heut’ nicht fällt, fällt morgen. Fest anpacken.” – Er ging gegen den Reuthof.
Und auf dem Reuthof (das kommt von “reuten” = ‘Steine lesen’ um das Land urbar zu machen) lebt besagter Jakob mit seiner Familie. Er wehrt sich bis zu seinem tragischen Ende gegen das, worein die Anderen nach und nach “einwilligen”: wegzuziehen und das Land zu verkaufen.
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