Joni Mitchell: they’ve paved paradise

„Big yellow taxi“ heißt der song, in dem Joni Mitchel Anfang der 70er über das Verschwinden der städtischen Gemeingüter singt. Und keiner merkt’s. Bzw. wir merken es erst, wenn sie weg sind:


So they have paved paradise
And put up a parking lot
With a pink hotel
A boutique
And a swimming night spot.
Don´t it always seem to go
That you don´t know what you got til it´s gone
They paved paradise
Put up a parking lot.
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Invasion des Schwachsinns

Ist es zu fassen? Anstatt endlich über sinnvolle Alternativen zu diesem Rechtsmißbrauch zu diskutieren, der die Interessen künstlicher Kulturverknapper zugunsten saftiger Gebühren und gegen die Interessen der Menschen UND Musiker schützt, prescht Frankreich vor und stellt ein neues Ministerium zur Abwehr von Raubkopierern auf die Beine??? Ich glaube, ich bin im falschen Film. (Tageschaumeldung )

Die ‘Emma’ begeistert sich für Gemeingüter

… konkreter: die größte deutsche feministische Zeitschrift begeistert sich (im Wortsinn) für Elinor Ostrom und zwar noch bevor sie den Nobelpreis gewonnen hat. Deswegen erfahren auch die Leserinnen der EMMA, dortselbst, was es mit den Gemeingütern auf sich hat.

„Die Politologin ist hoch renommiert – für etwas, was simpel scheint: Nämlich, dass die Menschen selber am besten wissen, was gut für sie ist. So oft wie sie lacht wohl kaum ein Wissenschaftler auf dieser Welt. Nicht die leiseste Spur von Müdigkeit ist der 76-jährigen Politologin anzumerken…“

Interessant übrigens, was in diesem Porträt über den Berufseinstieg von Ostrom zu lesen steht. vía.

Überhaupt: Das Thema macht Karriere in Fachzeitschriften wie … Den Rest des Beitrags lesen »

World Culture Forum: In Dresden nix Neues

In Dresden hat vom 08. bis 10. Oktober das 2. World Culture Forum stattgefunden. Herausgekommen ist dieses_Manifest. Es wurde in Rekordzeit verabschiedet. Wenn ich bedenke, wie lange wir für „unser Gemeingüter Manifest gebraucht haben…

Seis drum, warum steht das hier? Die Auseinandersetzung um Gemeingüter betrifft in mehrfacher Hinsicht die kulturelle Sphäre. Sie muss in der Gesellschaft diskutiert und entschieden werden. Dort, wo wir im Zusammenleben um die Frage ringen, was geht und was nicht. Sie muss in die Alltagskultur zurück fließen und diese prägen.

Die andere Variante wäre, alles zu verregeln, für jedes Problem Institutionen zu haben und Institutionen, die die Institutionen kontrollieren und Institutionen, die … Den Rest des Beitrags lesen »

Digitale Kunst und Gesellschaft auf BR2

Unter anderem ein Interview mit Lawrence Lessig, dem Gründer von Creative Commons.

Botschaft der Sendung auf BR2: Nichts ist so wichtig für Kunst und Gesellschaft im 21. Jahrhundert wie der ungehinderte Zugang zur Ressource Wissen und der freie Umgang mit ihr!

SLUB Dresden bereichert die Commons

„Wenn ich die Geschichte in Worten erzählen könnte, brauchte ich keine Kamera herumzuschleppen.“ Lewis W. Hine(1874-1940)

vía: 18.000 Fotos aus ihrer Bilddatenbank hat die Sächsische Landesbibliothek CC-BY SA lizenziert und der Wikipedia zur Verfügung gestellt. Sie hat damit die ihr übertragenen Nutzungrechte so genutzt, dass wir alle etwas davon haben. Ein Geschenk an die Allmende!
Wann folgt das Jenaer Stadtarchiv? Hier bei Fotoerbe fand ich hinter dem Eintrag „Jena/digitalisiert/ zugänglich“ – nur ein Fragezeichen. Und was ist mit den Thüringer Staatsarchiven?

Richard Peter: Dresdner Rathausturm 1945

Im Thüringer Gesetz über die Sicherung und Nutzung von Archivgut fand ich folgende, mir veraltetet erscheinende komplizierte NutzungsbestimmungenDen Rest des Beitrags lesen »

Donacha Costellos „Tragedy of the Commons“

Was es alles gibt. Sogar ein Elektromusiktitel – „Tragedy of the Commons“. Produziert hat ihn der irische Musiker Donacha Costello.  Ich habe zwar  nicht verstanden, was es mit dem Titel auf sich hat, aber die Musik ist klasse:

Nerds schreiben die Drehbücher unseres Denkens

das meint Frank Schirrmacher in einem must-read über Nerds und deren politisch-piratige Gestalt in der FAZ:

„Nerds haben die Drehbücher unserer Kommunikation, unserer SMS-Botschaften, mittlerweile unseres Denkens geschrieben. Sie sind die größte Macht der modernen Gesellschaft.

Ihrem Wesen nach sind Nerds individualistisch. Aber sie sind Individualisten, die dank der digitalen Technologie die größte Vernetzungsstufe der Menschheitsgeschichte möglich gemacht haben: Vernetzung einzelner Subjekte, die ihren Charakter und ihre Individualität bewahren können, nicht nach ihrem Äußeren beurteilt werden, nicht nach ihrem Geschlecht, nicht nach ihrem Diplomatenkoffer oder ihrer Jute-Tasche. … Und das macht sie wichtig und notwendig.

Über die „Piraten“ lässt sich Endgültiges noch nicht sagen. … Den Rest des Beitrags lesen »

Musik als Gemeingut

“Musik ist hauptsächlich ein Kulturgut.” Daraus folgt …, dass der Großteil der Musik (wie anderer Kulturgüter) eigentlich als Gemeingut unter der Public Domain stehen sollte“ fand Andre Dubber heute im all2gethernow camp.
Der Kontext steht hier. Ich muss mich mal umschauen, wie das Publikum das fand und was sonst noch bei all2gethernow diskutiert wird.

Und Sie? Können sie mit der Idee von der „Musik als Gemeingut“ was anfangen? Ist es nicht tatsächlich so, dass alles was komponiert und getextet wird in einem Maße aus der kulturellen Allmende schöpft, dass die Gemeinfreiheit die einzig logische Konsequenz ist? Was freilich niemanden daran hindern soll, mit Musik machen und aufführen und Fanartikel promoten und supersondererstausgaben und sonstwas Geld zu verdienen. Ich finde nur:  „Geschäftsmodell“ und Lizenzierungsfragen müssen voneinander getrennt werden und dürfen nicht – wie bisher – aneinander gekettet sein.

Das Merkel-Steinmeier-Duell gehört uns

Und zwar exklusiv, fanden ARD, ZDF, SAT 1 und RLT. Die öffentlich – rechtlichen fanden das ein bisschen weniger, die Privaten dafür umso mehr.

Ich habe das Duell genau deswegen nicht verfolgen können, denn ich besitze – wie weitere 3 % deutscher Haushalte – keinen Fernseher. Die Süddeutsche vermeldet heute einen Minus-Zuschauerrekord:

„Merkel und Steinmeier debattierten auf vier Kanälen, trotzdem blieb die Quote mäßig. Statt den erwarteten 20 Millionen haben nur 14,2 Millionen Menschen beim TV-Duell eingeschaltet.“

Und warum interessiert niemanden das Potential der Zuhörer?

Die Debatte um die Senderechte im Vorfeld hatte ich verpasst. Als ich dann gestern Abend den Deutschlandfunk einschaltete, kommentierte  Programmdirektor Günter Müchler, dass man eines der wichtigsten Beiträge zur politischen Meinungsbildung in diesem Jahr behandelt habe wie Privateigentum. Den Rest des Beitrags lesen »