Creative Commons für Abgeordnete

„In Deutschland gibt es inzwischen mehrere namhafte Beispiele einer praktischen Anwendung von CC-Lizenzen: So sind die Inhalte bei Wikipedia und Netzwelt.de mit CC-Lizenzen ausgestattet. Das Bundesarchiv stellt der Öffentlichkeit mehr als 100.000 Bilder unter einer freien CC-Lizenz zur Verfügung. Auch Fernsehsendungen wie „Elektrischer Reporter“ (ZDF) sowie „Extra 3“ und „Zapp“ (NDR) sind im Internet unter einer CC-Lizenz zu finden….“

Das erfahren die deutschen Bundestagsabgeordneten und alle jene, die es sonst noch wissen wollen, im letzten Absatz dieses Zweiseiters: Titel: Aktueller Begriff: CREATIVE COMMONS. Der Wissenschaftlichen Dienst fasst gut verständlich zusammen, worum es bei den alternativen Lizenzen geht. O-Ton: Es sei eine Idee,

die Nutzern eine höhere Transparenz und Urhebern eine bessere Ausschöpfung ihrer Rechte verspricht.“ BINGO!

Hoffen wir mal, dass es in spätestens 2 Jahren einen Zweiseiter gibt mit dem Titel: „Aktueller Begriff: Gemeingüter“. (via)

Foto: Jakob B.

Rezept für einen Stollen, den Oma Leni noch „Dresdner Christstollen“ nennen durfte

Stollen BildJahrelang dachte ich, man sollte das Stollenrezept (siehe unten) meiner Großmutter Helene patentieren lassen. Ich bin mir sicher, es ist das definitiv beste Stollenrezept der Welt! Meiner Welt zumindest. Gestern kam mir diese Idee plötzlich wieder in den Sinn. Was für ein absurder Gedanke, ein Stollenrezept zu patentieren. Was wäre denn der Effekt eines solchen Patents? Jeder, der ein Stück Stollen zu Weihnachten äße, müsste Lizenzgebühren an mich bezahlen. Falls es mir in den Kram passte, könnte ich das Backen und Essen von Stollen dieses Jahr überhaupt verbieten und einfach niemandem eine Lizenz erteilen. Als ob es mir irgendwie nützen würde, wenn keiner einen Stollen nach dem Rezept meiner Großmutter bäckt. Ich habe das Rezept ja nicht einmal erfunden. Ich habe es geerbt, von meiner Großmutter und die wiederum von ihrer Urgroßmutter oder weiss der Teufel von wem. Wer weiss, ob es überhaupt einen Erfinder des Dresdner Christstollens gibt? Auf jedenfall müsste ich eine Gesellschaft für Christstollen Backrechte (GECHBA) gründen, deren Mitarbeiter zur Weihnachtszeit an sämtlichen Haustüren klopfen und Gebühren eintreiben … oder so ähnlich hatte ich diese Idee weitergesponnen.

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Joni Mitchell: they’ve paved paradise

„Big yellow taxi“ heißt der song, in dem Joni Mitchel Anfang der 70er über das Verschwinden der städtischen Gemeingüter singt. Und keiner merkt’s. Bzw. wir merken es erst, wenn sie weg sind:


So they have paved paradise
And put up a parking lot
With a pink hotel
A boutique
And a swimming night spot.
Don´t it always seem to go
That you don´t know what you got til it´s gone
They paved paradise
Put up a parking lot.
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Invasion des Schwachsinns

Ist es zu fassen? Anstatt endlich über sinnvolle Alternativen zu diesem Rechtsmißbrauch zu diskutieren, der die Interessen künstlicher Kulturverknapper zugunsten saftiger Gebühren und gegen die Interessen der Menschen UND Musiker schützt, prescht Frankreich vor und stellt ein neues Ministerium zur Abwehr von Raubkopierern auf die Beine??? Ich glaube, ich bin im falschen Film. (Tageschaumeldung )

Die ‘Emma’ begeistert sich für Gemeingüter

… konkreter: die größte deutsche feministische Zeitschrift begeistert sich (im Wortsinn) für Elinor Ostrom und zwar noch bevor sie den Nobelpreis gewonnen hat. Deswegen erfahren auch die Leserinnen der EMMA, dortselbst, was es mit den Gemeingütern auf sich hat.

„Die Politologin ist hoch renommiert – für etwas, was simpel scheint: Nämlich, dass die Menschen selber am besten wissen, was gut für sie ist. So oft wie sie lacht wohl kaum ein Wissenschaftler auf dieser Welt. Nicht die leiseste Spur von Müdigkeit ist der 76-jährigen Politologin anzumerken…“

Interessant übrigens, was in diesem Porträt über den Berufseinstieg von Ostrom zu lesen steht. vía.

Überhaupt: Das Thema macht Karriere in Fachzeitschriften wie … Den Rest des Beitrags lesen »

World Culture Forum: In Dresden nix Neues

In Dresden hat vom 08. bis 10. Oktober das 2. World Culture Forum stattgefunden. Herausgekommen ist dieses_Manifest. Es wurde in Rekordzeit verabschiedet. Wenn ich bedenke, wie lange wir für „unser Gemeingüter Manifest gebraucht haben…

Seis drum, warum steht das hier? Die Auseinandersetzung um Gemeingüter betrifft in mehrfacher Hinsicht die kulturelle Sphäre. Sie muss in der Gesellschaft diskutiert und entschieden werden. Dort, wo wir im Zusammenleben um die Frage ringen, was geht und was nicht. Sie muss in die Alltagskultur zurück fließen und diese prägen.

Die andere Variante wäre, alles zu verregeln, für jedes Problem Institutionen zu haben und Institutionen, die die Institutionen kontrollieren und Institutionen, die … Den Rest des Beitrags lesen »

Digitale Kunst und Gesellschaft auf BR2

Unter anderem ein Interview mit Lawrence Lessig, dem Gründer von Creative Commons.

Botschaft der Sendung auf BR2: Nichts ist so wichtig für Kunst und Gesellschaft im 21. Jahrhundert wie der ungehinderte Zugang zur Ressource Wissen und der freie Umgang mit ihr!

SLUB Dresden bereichert die Commons

„Wenn ich die Geschichte in Worten erzählen könnte, brauchte ich keine Kamera herumzuschleppen.“ Lewis W. Hine(1874-1940)

vía: 18.000 Fotos aus ihrer Bilddatenbank hat die Sächsische Landesbibliothek CC-BY SA lizenziert und der Wikipedia zur Verfügung gestellt. Sie hat damit die ihr übertragenen Nutzungrechte so genutzt, dass wir alle etwas davon haben. Ein Geschenk an die Allmende!
Wann folgt das Jenaer Stadtarchiv? Hier bei Fotoerbe fand ich hinter dem Eintrag „Jena/digitalisiert/ zugänglich“ – nur ein Fragezeichen. Und was ist mit den Thüringer Staatsarchiven?

Richard Peter: Dresdner Rathausturm 1945

Im Thüringer Gesetz über die Sicherung und Nutzung von Archivgut fand ich folgende, mir veraltetet erscheinende komplizierte NutzungsbestimmungenDen Rest des Beitrags lesen »

Donacha Costellos „Tragedy of the Commons“

Was es alles gibt. Sogar ein Elektromusiktitel – „Tragedy of the Commons“. Produziert hat ihn der irische Musiker Donacha Costello.  Ich habe zwar  nicht verstanden, was es mit dem Titel auf sich hat, aber die Musik ist klasse:

Nerds schreiben die Drehbücher unseres Denkens

das meint Frank Schirrmacher in einem must-read über Nerds und deren politisch-piratige Gestalt in der FAZ:

„Nerds haben die Drehbücher unserer Kommunikation, unserer SMS-Botschaften, mittlerweile unseres Denkens geschrieben. Sie sind die größte Macht der modernen Gesellschaft.

Ihrem Wesen nach sind Nerds individualistisch. Aber sie sind Individualisten, die dank der digitalen Technologie die größte Vernetzungsstufe der Menschheitsgeschichte möglich gemacht haben: Vernetzung einzelner Subjekte, die ihren Charakter und ihre Individualität bewahren können, nicht nach ihrem Äußeren beurteilt werden, nicht nach ihrem Geschlecht, nicht nach ihrem Diplomatenkoffer oder ihrer Jute-Tasche. … Und das macht sie wichtig und notwendig.

Über die „Piraten“ lässt sich Endgültiges noch nicht sagen. … Den Rest des Beitrags lesen »