Jack Wolfskin und die Tatzenposse: 1:0 für uns

Jack Wolfskin lenkt ein. Vernunft siegt über Markenrecht. Das Agieren der (Internet-)communities über den Konzern! Jetzt knirscheln vermutlich nicht nur Jack Wolfskins Anwälte.

Hier die aktuelle Meldung bei Heise.

„Der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin lenkt im Streit mit Kleinhändlern um angebliche Markenrechtsverstöße ein. Das Unternehmen will seine umstrittenen Abmahnungen zurücknehmen. ‘Die zum Teil heftige Kritik unserer Kunden … nehmen wir ernst und zum Anlass, unser Vorgehen kritisch zu hinterfragen’, erklärte Geschäftsführer Manfred Hell am Freitag. Heftige Reaktionen im Internet hätten zum Einlenken geführt. … Anwaltliche Hilfe soll in Zukunft erst ein letzter Schritt sein.“ (Herv. von mir)

Großartig.

Die Posse um die Tatze hatte eine Welle der Entrüstung ausgelöst, die sich per Blogs und Twitter sowie in den klassischen Medien rasend schnell verbreitete. Auch hier auf dem Commonsblog.

Invasion des Schwachsinns

Ist es zu fassen? Anstatt endlich über sinnvolle Alternativen zu diesem Rechtsmißbrauch zu diskutieren, der die Interessen künstlicher Kulturverknapper zugunsten saftiger Gebühren und gegen die Interessen der Menschen UND Musiker schützt, prescht Frankreich vor und stellt ein neues Ministerium zur Abwehr von Raubkopierern auf die Beine??? Ich glaube, ich bin im falschen Film. (Tageschaumeldung )

Digitale Kunst und Gesellschaft auf BR2

Unter anderem ein Interview mit Lawrence Lessig, dem Gründer von Creative Commons.

Botschaft der Sendung auf BR2: Nichts ist so wichtig für Kunst und Gesellschaft im 21. Jahrhundert wie der ungehinderte Zugang zur Ressource Wissen und der freie Umgang mit ihr!

Telepathology: a life saving commons?

Access to Pathology Expertise: How can we turn this luxury into a global commons? This is the question asked by Jacques Paysan from Carl Zeiss MicroImaging GmbH during the World Commons Forum held in Salzburg on September 29/30.

The success of medical treatment crucially depends on accurate diagnosis by an experienced pathologist. This is particularly true for tumour surgery, transplantation medicine, and diagnosis of infections. In a nutshell: No diagnosis, no therapy!

Just imagine: You have something you don’t understand. Nor your doctor does. So, … Den Rest des Beitrags lesen »

Nerds schreiben die Drehbücher unseres Denkens

das meint Frank Schirrmacher in einem must-read über Nerds und deren politisch-piratige Gestalt in der FAZ:

„Nerds haben die Drehbücher unserer Kommunikation, unserer SMS-Botschaften, mittlerweile unseres Denkens geschrieben. Sie sind die größte Macht der modernen Gesellschaft.

Ihrem Wesen nach sind Nerds individualistisch. Aber sie sind Individualisten, die dank der digitalen Technologie die größte Vernetzungsstufe der Menschheitsgeschichte möglich gemacht haben: Vernetzung einzelner Subjekte, die ihren Charakter und ihre Individualität bewahren können, nicht nach ihrem Äußeren beurteilt werden, nicht nach ihrem Geschlecht, nicht nach ihrem Diplomatenkoffer oder ihrer Jute-Tasche. … Und das macht sie wichtig und notwendig.

Über die „Piraten“ lässt sich Endgültiges noch nicht sagen. … Den Rest des Beitrags lesen »

GreenXchange oder: Wie funktioniert „open innovation“?

Entworfen, um für’s Geschäft und mehr Innovation Wissen zu teilen.

Das folgende Video über GreenXchange (vía; „enable the green economy“, ein Projekt von Nike, BestBuy und Science Commons) erklärt neue Kooperationsformen – Open Innovation -, die (Digital) Commons und die Comedy of the Commons. Deswegen steht es hier. Und weil zutrifft, was  der Sprecher John Wilbanks sagt, dass nämlich die Möglichkeiten digitaler Kooperation nicht vorwiegend dafür eingesetzt werden, Lösungen für komplexe Umwelt- und Ressourcenprobleme zu finden. Gerade in diesem Bereich werden Innovationen aber dringend gebraucht:  „shared innovation is more innovation.“

So; hier sollte das Video stehen, aber ich kriege es nicht eingebunden :-( ,  Ihr HIER klicken.

Aus der Projektbroschüre: Den Rest des Beitrags lesen »

Wandern für eine Freie Weltkarte

Die Linux-User-Group Jena lädt zum Wandern ein. Das klingt wie  eine typische Twitternachricht. Ist aber weit mehr – nämlich eine Einladung, sich am 19. September einen sportlichen Tag zu machen und dabei zu einem Gemeingut beizutragen: der Open Street Map:

OpenStreetMap ist ein Projekt mit dem Ziel, eine freie Weltkarte zu erschaffen. Den Rest des Beitrags lesen »

„Mein Commons? Dein Commons? CREATIVE COMMONS!“

Vom 19.09 bis 31.10. gibt’s in Leipzig die Open (HE)ART-FAIRr Ausstellung und mehr: Die Galerie eeg, der Hackerspace sublab und die Free Software Foundation Europe (FSFE) veranstalten zum Beispiel am 19. September gemeinsam ihren „Tag der freien Lizenzen“ – mit Ausstellungen, Diskussionen und der ersten Netaudio Nacht Leipzigs.

Um 10 Uhr wird mit „Open (He)art-fair“, eine – open (free) Software und Hardware – Ausstellung eröffnet. Alle Werke sind allein durch die Nutzung frei zugänglicher Quellen entstanden. Die Macher wollen mit diesem Konzept beweisen, dass man auch ohne enorme finanzielle Mittel eine attraktive Veranstaltung auf die Beine stellen kann. Kapital und Kreativität: Kann man das miteinander vereinbaren – oder schließt sich das aus? … Die Veranstalter wollen zeigen, dass qualitativ hochwertige Kunst auch ohne jedes Kapital möglich ist.

Das erinnert mich daran, dass auch die wichtigsten Innovationen des Web 2.0 genau dann stattfanden, nachdem das Kapital abgezogen war; nach dem Platzen der dot.com-Blase im März 2000.

Ab 19:00 Uhr gibt’s am gleichen Tag die Podiumsdiskussion „Mein Commons? Dein Commons? CREATIVE COMMONS!“ statt.

Mehr Infos hier bei Gulli.

1, 2, 3, viele Manifeste

Manifeste haben immer mal wieder Konjunktur. Wer sich in den Dschungel alter und neuer „handgreiflich gemachter politischer Erklärungen“ wagt, geht mit Sicherheit inspiriert daraus hervor.  Besonders provokant ist, was einzelne Vordenker zu Papier bringen – also Manifeste, denen man ansieht, dass sie nicht um Zustimmung ringen. Es folgen ein paar manifeste Lesetipps, die sich rund um das Thema Gemeingüter bewegen.

Wissen, Information, Software und Kultur:

Da ist zunächst das GNU-Manifest von Richard Stallman. Hier die inoffizielle deutsche Übersetzung. Den Rest des Beitrags lesen »

Wir müssen schneller scheitern

Wir müssen schneller scheitern, um das Tal des Todes zu überbrücken. So könnte man die Botschaft von Health Commons auf den Punkt bringen.  Über Health Commons habe ich hier und hier schon berichtet, nun aber genauer hingesehen und den Grundlagentext gelesen. Die Schlußfolgerung will ich vorweg nehmen.

Es müsste Pharmaforschungscommons heißen oder – neutraler noch – Pharmaforschungspool.


Der Reihe nach: Den Rest des Beitrags lesen »