„Das Gesetz sperrt ein, Mann oder Frau’n,
die der Allmende Gänse klau’n
Doch dem größ’ren Schurken es erlaubt,
dass er der Gans Allmende raubt.“
(17. Jhd Autor unbekannt)
Nachdem meine kleine Eröffnungsrede zum World Commons Forum II (Salzburg) soviel Aufmerksamkeit erfahren hat und hier von „Shareable“ nochmal editiert und bebildert wurde, gibt’s nun auch eine etwas ausführlichere portugiesische Variante.
Bens Comuns: o novo conto do século XXI. Zum pdf. Diese enstpricht der deutschen Fassung, die in der letzten Contraste publiziert. Am besten hier nachzulesen.
Was es alles gibt: Johannes B. Kerner provoziert ein bisschen mit der Rede vom „Geistigen Eigentum“, das irgendwie geschützt werden muss und Bohlen erwidert: „Gebt die Musik frei! Du kannst doch den Leuten nicht sagen: ‘Hier ist ein Hammer, aber hau den Nagel nicht in die Wand.‘! Das ist gut zwei Jahre alt …. Unterhaltsam Treffendes zu Weihnachten also, und ansonsten allen Leserinnen und Lesern ein Schönes Fest! (vía)
Neue Überzeugungen für eine neue multilaterale Praxis
„Die Wiederbelebung der unter Druck geratenen Gemeingüter wird als Quelle partizipativer Governance und nicht-geldvermittelter Wertschöpfung entscheidend sein, damit öffentliche und private Akteure wieder Wege aus der gegenwärtigen globalen Wirtschafts-, Energie- und Umweltkrise finden.“
In diesem KOSMOS-Artikel beschreibt James Quilligan (s)eine Vision. Quilligan ist internationaler Commonsaktivist, ehemaliger Berater Olof Palmes, Julius Nyereres, Willi Brandts und anderer; derzeit mit Kolleginnen und Kollegen damit beschäftigt, den Commons in UN-Kreisen Gehör zu verschaffen.
Unter Commons (Gemeingütern) versteht Quilligan „nicht privateigentumsfähige Ressourcensysteme, die voll zugänglich bleiben müssen und oft in lokalen Traditionen verwaltet werden“. Aus dem Paradigma der Commons, so die zentrale These, müsse sich ein neuer Multilateralismus entwickeln. Denn, so formuliert David Bollier die Blickrichtung:
„Wenn sich die Idee der Commons nicht auf auf allen Ebenen verwurzelt, ist zu fragen, welche Konsequenzen das für unser Verständnis vom Staat, multilateralen Institutionen und Politikentwürfen hat?“
In der Tat trägt die Commonsdebatte eine Redefinition des Staates und des Multilateralismus im Schlepptau. Den Rest des Beitrags lesen »
“Los bienes comunes son espacios institucionales en los que estamos libres de las restricciones impuestas por los requerimientos de los mercados.” Yochai Benkler
De cómo la crisis hace visible la red de nuestros bienes comunes
La explosión en el avance del conocimiento, la tecnología y la productividad posibilitó un acrecentamiento sin precedentes de la riqueza privada durante los dos últimos siglos. No obstante que ello mejoró nuestra calidad de vida en muchos sentidos, a la vez hemos permitido que las fuentes se agoten y la riqueza social merme. Las crisis, interrelacionadas de múltiples maneras, lo hacen evidente. La crisis de finanzas, de economía, de alimentación, de energía y de medios ecológicos de subsistencia. Las crisis han provocado que se incremente en las personas la conciencia por la existencia y la importancia de los bienes comunes. Los bienes comunes naturales son indispensables para nuestra supervivencia, los bienes comunes sociales aseguran la cohesion social y los bienes comunes culturales son requisito para nuestro desenvolvimiento individual. Es tiempo que enfoquemos nuestro entusiasmo y nuestra creatividad, nuestros medios y nuestros talentos en el acrecentamiento de la riqueza social. En aras de este objetivo tenemos que cambiar las estructuras en la política, la economía y la sociedad.
¡Más prosperidad social en vez de más producto interno bruto! Nos parece amenazante,cuando la curva de crecimiento se vence y el producto bruto interno disminuye. Pero las apariencias engañan. El producto bruto interno representa únicamente cifras productivas y flujos de dinero, sin importar que estén articulados con la producción de medios que necesitamos para vivir o con la destrucción de los mismos. Así, el producto interno bruto no registra la prosperidad social. De hecho, un decremento del producto interno bruto no necesariamente se articula con un decremento de la riqueza real de una sociedad. Comprender eso significa ampliar la perspectiva.
Los bienes comunes ofrecen salidas de la crisis, pero necesitan un apoyo sistemático. En nuestro idioma (alemán1) ni siquiera existe un término poderoso para ellos . Estas palabras son nuestro aporte para darles una voz a los bienes comunes.
„Stellen Sie sich vor, Sie verwenden unheimlich viel Geld, Zeit und Investitionen auf eine Erfindung. Diese Erfindung wird irgendwann publik gemacht und nun kommt irgendjemand daher – aus Deutschland oder aus einem fernen Kontinent – eignet sich die Blaupause an und verwertet die betreffende Erfindung kommerziell. Was bedeutet das?…“ Heute also Folge 3 der Vorlesung von Dirk Löhr.
Prof. Dirk Löhr zu den Gemeinsamkeiten zwischen Bodenordnung und Patentrecht. Der Autor hat sich Zeit genommen, so dass wir der komplexen Materie gut folgen können. Die Serie besteht aus 12 Teilen. Hier der erste, in dem die Struktur des Vortrags erläutert und eine der zentralen Thesen vorweg genommen wird. Nämlich: Dass sich die Ideen der Bodenreformer auf die Diskussion um die notwendige Reform des Patentrechts übertragen lassen.
Aus der Info zum Video:
„Ähnlich wie bei der Einfriedung des Weidelands im England des 17. Jahrhunderts (Tudors) findet heute eine – u.a. über das TRIPs-Abkommen global dimensionierte – Einfriedung der Wissensallmenden statt. Die Rechtfertigung hierfür ist v.a. ein Mehr an Effizienz. Es wird gezeigt, dass das Patentrecht – ähnlich wie unsere Bodenordnung – weder effizient, effektiv noch sozial ist (man denke nur an die Problematik des Zugangs zu Medikamenten für Länder der Dritten Welt. http://www.youtube.com/watch?v=ol9×9mjU-gIlt).
Ich werde die Videos nach und nach auf das Blog stellen und sehr kurz kommentieren. (Wegen Vielreiserei kann es etwas dauern.)
Ich hinke der Zeit hinterher. Hoffnungslos. Gut, dass die Kollegen von Keimform den neuen Gemeingüterschwerpunkt von Contraste, der Monatszeitung für Selbstorganisation, Schritt für Schritt publiziert haben. Dank nach drüben an die Keimformer!
Hier eine Übersicht mit den Links zu allen Artikeln des Commons-Schwerpunkts:
Ein Schlüssel für eine commonsorientierte Gesellschaft
In Präsentationen zu meinen Vorträgen verwende ich oft zwei Fotos. Das eine von Tim Berners-Lee, das andere von Bill Gates. Die dazugehörige Frage lautet: Wissen Sie, wer das ist? Das Ergebnis ist immer das Gleiche: Den Rest des Beitrags lesen »
Habe heute (statt Silke, die gerade in Mittelamerika unterwegs ist) die angekündigte Nobel Lecture Beyond markets and states: polycentric governance of complex economic systems von Elinor Ostrom live mitverfolgt und muss sagen, ich war wirklich beeindruckt.
Was ich erleben durfte, war eine charismatische und vor Witz und Energie sprühende Wissenschaftlerin, die in einer kurzweiligen halben Stunde (oder war es länger?) die Struktur ihres Lebenswerks skizzierte – beim Umfang ihres Lebenswerks durchaus eine an sich beachtliche Aufgabe.
Kaum zwei Aspekte unseres sozialen Daseins sind so heiss umstritten wie Konkurrenz und Kooperation. Die beiden Streithähne tauchen in allen Bereichen unseres Lebens in den verschiedensten Farben und Schattierungen auf, wie zwei Chamäleons auf dem Kriegspfad. Kapitalismus und Kommunismus, Krieg und Frieden, Teamplayer und Einzelkämpfer, Proletariat im blauen Anton und Lonesome Cowboy im Sonnenuntergang, geldabhängige Warenwirtschaft und Sphäre der Gemeingüter, Homo oeconomicus und Homo reciprocans, Schwarz oder Weiss. Mann und Frau?
Ein starker Gemeingutsektor ist geldunabhängige Grundsicherung!
Heute Abend gibt es eine Diskussion im Kunsthotel Chelsea in Köln. Titel: „Wem gehört die Welt? Und wie können wir alle an ihr teilnehmen?“ Eine Kooperation zwischen der Heinrich-Böll-Stiftung NRW und AllgemeinGut e.V.. Ich werde eine Einführung in die Commonsdebatte machen und einen Bogen zum Bedingungslosen Grundeinkommen schlagen. Hier einige Thesen zur Diskussion, damit nicht nur life in Köln, sondern auch online diskutiert werden kann.
Fünf Thesen zum Verhältnis zwischen Gemeingütern (GG) und Bedingungslosem Grundeinkommen (BGE) Den Rest des Beitrags lesen »