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	<title>CommonsBlog &#187; Gene</title>
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	<description>Fundsachen von der Allmendewiese</description>
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		<title>CommonsBlog &#187; Gene</title>
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		<title>Saatgut ist die Software des Lebens</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 14:07:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kürzlich hatte ich Gelegenheit, ausführlich mit Oliver Willing zu sprechen. Willing ist Geschäftsführer der Zukunftsstiftung Landwirtschaft der GLS Treuhand. Dabei ging es nicht nur um die Arbeit der Zukunftstiftung (in die finanzielle Unterstützung des Bundes und nicht nur von privaten Spenderinnen und Spendern fließen müsste!), sondern wir versuchten, den Unterschied zwischen einem Verständnis von Saatgut [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=3381&subd=commonsblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" src="http://farm1.static.flickr.com/106/294152113_58e86345cd.jpg" alt="" width="219" height="176" />Kürzlich hatte ich Gelegenheit, ausführlich mit Oliver Willing zu sprechen. Willing ist Geschäftsführer der <a href="http://www.zs-l.de/" target="_blank">Zukunftsstiftung Landwirtschaft</a> der <a href="http://www.gls-treuhand.de/" target="_blank">GLS Treuhand</a>. Dabei ging es nicht nur um die Arbeit der Zukunftstiftung (in die finanzielle Unterstützung des Bundes und nicht nur von privaten Spenderinnen und Spendern fließen müsste!), sondern wir versuchten, den Unterschied zwischen einem Verständnis von<strong> Saatgut als Ware vs. Saatgut als Gemeingut</strong> zu fassen. Denn derzeit wird &#8230;</p>
<blockquote><p><em>„Saatgut zunehmend als reines Wirtschaftsgut betrachtet und damit zum Rohstoff der Biotechnologie und der Börse.“</em></p></blockquote>
<p>Dabei ist <strong>Saatgut die Software des Lebens. </strong>Saatgut birgt den Code unserer Lebensmittel, der (wie digitaler Code) gepflegt und weiterentwickelt werden muss.</p>
<blockquote><p><em>„Saatgutvielfalt gehört zu den wichtigsten und ältesten Kulturgütern der Menschheit, älter als die Pyramiden von Gizeh und der Kölner Dom“</em>,</p></blockquote>
<p>sagt Willing. Doch diese Vielfalt teilt das Schicksal der Allmende. Denn erst wenn sie schwindet, &#8230;<span id="more-3381"></span> wird deutlich, wie sehr sie unsere Lebensqualität bestimmt.</p>
<p>Drei Herausforderungen kennzeichnen die aktuellen Auseinandersetzungen im Saatgutbereiche: rasante Konzentrationsprozesse, Patentierung und das Einschränken der Fruchtbarkeit des Saatguts durch Gentechnik oder Hybridisierung. Der Begriff <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hybride" target="_blank">Hybride</a> bezeichnet Nachkommen von Inzuchtlinien, deren Eigenschaften nicht an die nächste Generation weitergegeben werden. Hybride sind zwar teilweise noch fruchtbar, aber nicht samenfest, das heißt Eigenschaften und Gestalt der Elternpflanze erhalten sich nicht. Damit ist ihr Nachbau wirtschaftlich uninteressant.</p>
<p>Die Folgen: Verlust der Vielfalt von Kulturpflanzen, Verlust des Wissens, der Kulturen und Techniken, die mit der Saatgutpflege verbunden sind, Abhängigkeit und Entdemokratisierung der Saatgutnutzung und -zucht.</p>
<ul>
<li>Vor 30 Jahren gab es weltweit ca 	7.000 Saatgutfirmen. (eed 3/2006) Keine davon hatte einen 	Weltmarktanteil von über 1 %.</li>
<li>2004 kontrollierten 10 Konzerne 	fast 50 %, 2007 schon 67% des weltweiten Saatgutmarktes. 	(<span style="text-decoration:underline;">www.etcgroup.org</span>)</li>
<li>In den letzten 100 Jahren betrug 	der Sortenverlust bei Kulturpflanzen über 75%. (FAO, 1997)</li>
<li>Die fruchtbaren, nachbaufähigen 	(= samenfesten) Sorten nehmen in der Europäischen Sortenliste 	stetig ab.</li>
</ul>
<p>Züchtung ist aufwändig und teuer. „Eine Sorte kostet 60 bis 80 Tausend Euro über eine Entwicklungszeit von etwa 10 Jahren“, weiß Willing. Doch entweder gehen Steuermittel in die Gentechnikforschung oder die Saatgutentwicklung wird dem Markt überlassen. Wird Saatgut aber als Wirtschaftsgut betrachtet, führt die Dynamik des Marktes letztlich dazu, dass viele Firmen Abertausende Hektar mit ihren Sorten bestücken. Regionale Sorten &#8222;rechnen sich nicht&#8220;. Sie sind nicht großflächig vermarktbar.</p>
<p>Saatgut hingegen als Gemeingut zu verstehen, würde die Züchtung regional angepasster Sorten mit guten agronomischen Eigenschaften privilegieren. Im Ergebnis blieben auch <strong>Vielfalt</strong> und <strong>Selbstbestimmung</strong> erhalten. Deshalb ist es entscheidend, dass <strong>Saatgutzucht zur gesamtgesellschaftlichen Aufgabe</strong> wird.</p>
<blockquote><p>&#8222;<em>Wir wollen gesunde Lebensmittel und ökologischen Landbau, dann müssen wir dafür auch die Basis, das Saatgut, erhalten</em>“, argumentiert Oliver Willing.</p></blockquote>
<p>Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft der GLS Treuhand unterstützt seit 1996 sechs Getreidezüchtungs- sowie über 20 Gemüsesaatgutprojekte. Es geht um <strong>Regionalität, um freie Kooperation und um die Verfügbarkeit des Wissens durch Austausch von Saatgut und Kenntnissen</strong>. Und es geht um <strong>Exzellenz</strong> in Qualität und Geschmack. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Der Schweizer Biozüchter<a href="http://gz.peter-kunz.ch/" target="_blank"> Peter Kunz</a>, der von der Zukunftsstiftung gefördert wird, bietet Sorten mit 99% Stinkbrand-Resistenz an. Biozüchter <a href="http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/unser-land/landwirtschaft-biolandbau-biosaatgut-ID1221123544201.xml" target="_blank">Dieter Bauer</a> konnte 1999 beim Bundesortenamt erstmals eine Möhrensorte anmelden (<a href="http://www.kultursaat.org/pdf/rodelika.pdf" target="_blank">Rodelika</a>), die „Geschmack“ als Unterscheidungsmerkmal aufwies. Bis dato galt der Geschmack nicht als explizites  Zuchtziel.</p>
<p><strong>Saatgut als Gemeingut erhalten, heißt:</strong></p>
<ul>
<li>Informationen über Züchtungsziele 	und -verfahren offen legen (<a href="http://www.open-access.net/" target="_blank">Open Access</a>)</li>
<li>Fruchtbarkeit und damit 	Nachbaufähigkeit erhalten, um Weiterentwicklung und regionale 	Anpassung zu sichern</li>
<li>Züchtung, Forschung und 	Entwicklung gemeinschaftlich und öffentlich finanzieren</li>
<li>freier Austausch statt 	Abhängigkeit durch Nachkaufzwang</li>
<li>Sorten so schützen, dass freie 	Verfügbarkeit und Nachbaufähigkeit erhalten bleiben</li>
</ul>
<p>Den Weg dorthin weist unter anderem der <a href="http://www.saatgutfonds.de/saatgutfonds/" target="_blank">Saatgutfonds</a>, den jeder Einzelne jederzeit unterstützen kann.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>Mehr zum Thema <a href="http://blogs.taz.de/saveourseeds/2009/05/11/neues_vom_saatgut-bunker/" target="_blank">hier</a> auf dem tazblog, beim<a href="http://www.farmblogger.de/" target="_blank"> farmblogger</a> und auf dem <a href="http://blog.fczb.de/?p=95" target="_blank">FCZ-Blog</a>; &#8222;<a href="http://www.kartoffelvielfalt.de/" target="_blank">Linda</a> und das GNU&#8220;. Dort heißt es:</p>
<p><em>&#8222;Mit den Lizenzen von Software verhält es sich ganz ähnlich wie mit Linda und den anderen Kartoffeln.&#8220; </em>Stimmt! Lesen Sie auf dem FCZ-Blog warum<em>.</em></p>
<p>Auf dem Commonsblog: <a href="http://commonsblog.wordpress.com/2009/07/24/saatgut-ist-software/" target="_blank">Saatgut ist Software</a>.</p>
<pre>Foto: by <a href="http://www.flickr.com/photos/dawnzy/" target="_blank">dawnzy58</a> Lizenz: CC, BY</pre>
Posted in Biodiversität, Commons, Commons based Economy, Eigentum, Gene, Globale Gemeinressourcen, Internet&amp;Software Tagged: Gemeingut, Hybride, Markt, Patentierung, Saatgut, Samenfestigkeit, Software, Züchtung, Zukunftsstiftung Landwirtschaft <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/commonsblog.wordpress.com/3381/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/commonsblog.wordpress.com/3381/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/commonsblog.wordpress.com/3381/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/commonsblog.wordpress.com/3381/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/commonsblog.wordpress.com/3381/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/commonsblog.wordpress.com/3381/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/commonsblog.wordpress.com/3381/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/commonsblog.wordpress.com/3381/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/commonsblog.wordpress.com/3381/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/commonsblog.wordpress.com/3381/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=3381&subd=commonsblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Konkurrenz und Kooperation</title>
		<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/12/08/konkurrenz-und-kooperation/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 23:34:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jakob B.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kaum zwei Aspekte unseres sozialen Daseins sind so heiss umstritten wie Konkurrenz und Kooperation. Die beiden Streithähne tauchen in allen Bereichen unseres Lebens in den verschiedensten Farben und Schattierungen auf, wie zwei Chamäleons auf dem Kriegspfad. Kapitalismus und Kommunismus, Krieg und Frieden, Teamplayer und Einzelkämpfer, Proletariat im blauen Anton und Lonesome Cowboy im Sonnenuntergang, geldabhängige [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=3337&subd=commonsblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><div id="attachment_3339" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-3339" title="Troja" src="http://commonsblog.files.wordpress.com/2009/12/troiarot.jpg?w=300&#038;h=198" alt="" width="300" height="198" /><p class="wp-caption-text">Troja (Foto: Hans Paysan)</p></div>
<p>Kaum zwei Aspekte unseres sozialen Daseins sind so heiss umstritten wie <strong>Konkurrenz und Kooperation</strong>. Die beiden Streithähne tauchen in allen Bereichen unseres Lebens in den verschiedensten Farben und Schattierungen auf, wie zwei Chamäleons auf dem Kriegspfad. Kapitalismus und Kommunismus, Krieg und Frieden, Teamplayer und Einzelkämpfer, Proletariat im blauen Anton und Lonesome Cowboy im Sonnenuntergang, geldabhängige Warenwirtschaft und Sphäre der Gemeingüter, <a href="http://commonsblog.wordpress.com/2009/11/30/homo-oeconomicus-ist-out-homo-reciprocans-ist-in/" target="_blank">Homo oeconomicus und Homo reciprocans</a>, Schwarz oder Weiss. Mann und Frau?</p>
<p>Zugegeben, es ist verlockend,&#8230;<span id="more-3337"></span> der Konkurrenz etwas typisch männliches zuzuschreiben und die Rivalität zwischen Männern beim Buhlen um die schönste Frau sozusagen zum Archetypus der Konkurrenz schlechthin zu stilisieren. Es wäre schön einfach, wenn unterdessen ein Heer kooperativer Frauen gemeinsam Kinder hütete und Beeren pflückte, während hitzköpfige Männer sich auf der Jagd um das wildeste Wild prügelten, um damit bei der Prinzessin den grösstmöglichen Eindruck zu schinden.</p>
<p>Leider ist das alles nicht so einfach! Zwar scheint die Hypothese gestützt durch Beobachtungen, dass z.B. das Spiel, in dem es nur Konkurrenz und überhaupt keine Kooperation gibt (Schach nämlich) bisher von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Steinitz" target="_blank">Wilhelm Steinitz </a>bis <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Viswanathan_Anand" target="_blank">Viswanathan Anand </a>nur männliche Weltmeister aufzuweisen hat, während die erste Wirtschaftsnobelpreisträgerin der Welt (Elinor Ostrom) gerade heute in Oslo bei ihrer Auszeichnung ausgerechnet über ein kooperatives Thema (Gemeingüter nämlich) sprechen wird. Aber insgesamt erweist sich diese binäre Betrachtungsweise als völlig haltlos, so wie sich eben auch die Welt nicht durch 1 oder 0, sondern durch eine <strong>möglichst komplexe Interaktion dieser beiden Gegenspieler </strong>beschreiben lässt.</p>
<p>Blöd: Dass ich keine der Schachweltmeisterinnen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vera_Menchik" target="_blank">Vera Menchik</a> bis <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alexandra_Konstantinowna_Kostenjuk" target="_blank">Alexandra Kostenjuk</a> kenne, ist bloss auf meine Ignoranz zurückzuführen und der Beruf des Soldaten ist in vielen Teilen der Welt eine eindeutig männliche Domäne &#8211; trotz seines hochgradig kooperativen Charakters. Zwar ging es beim berühmten Trojanischen Krieg um ein klassisches Rivalitätsproblem unter Männern (Paris raubt die schöne Helena und soll von deren Gatten Menelaos dafür eine aufs Dach kriegen), aber der Krieg selbst ist im Gegensatz zum &#8222;Zickenalarm&#8220; an Kooperation kaum zu übertreffen.</p>
<div id="attachment_3343" class="wp-caption alignright" style="width: 222px"><img class="size-medium wp-image-3343" title="Janus" src="http://commonsblog.files.wordpress.com/2009/12/janus_coin.png?w=212&#038;h=213" alt="" width="212" height="213" /><p class="wp-caption-text">Janus (Quelle: Wikipedia)</p></div>
<p><strong>Konkurrenz und Kooperation scheinen eher auf Gedeih und Verderb miteinander verbunden</strong>, als miteinander verfeindet zu sein. Liegt darin der Grund, warum purer Kapitalismus und reiner Kommunismus historisch gescheitert zu sein scheinen? Brauchen wir zwei Währungen in der European Community, den Euro und den Communitytaler? Brauchen wir statt Homo oeconomicus und Homo reciprocans einen Homo janus? Einen <strong>Homo reciproeconomicus</strong>?</p>
<p>Liegt uns Menschen dieser Zwiespalt im Blut? Seit der Eiszeit in den Genen? Zugegeben, beim Kampf um den attraktivsten Paarungspartner hört die Kooperation auf. Aber einen Mammut alleine jagen? Für sich alleine Flöte spielen? Die Eiszeit allein im kalten Tippi überwintern?</p>
<p>Ist dies der Grund, warum Fussball eines der erfolgreichsten Spiele weltweit ist? Weil es Konkurrenz zwischen den Mannschaften und Kooperation zwischen den Spielern in nahezu idealer Weise vereint?</p>
<p>Träumereien. Zeit fürs Bett.</p>
Posted in Beispiele für Commons, Commons, Frieden, Gemeinschaft, Gene, Grundsatzfragen Tagged: Elinor Ostrom, Fussball, homo reciproeconomicus, Janus, Konkurrenz, Kooperation, Lucky Luke, Mammut, Troja <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/commonsblog.wordpress.com/3337/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/commonsblog.wordpress.com/3337/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/commonsblog.wordpress.com/3337/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/commonsblog.wordpress.com/3337/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/commonsblog.wordpress.com/3337/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/commonsblog.wordpress.com/3337/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/commonsblog.wordpress.com/3337/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/commonsblog.wordpress.com/3337/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/commonsblog.wordpress.com/3337/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/commonsblog.wordpress.com/3337/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=3337&subd=commonsblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Darwinfinken und die Krise der Vielfalt</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 21:06:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jakob B.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vielfalt bedeutet Lebensqualität. Vielfalt der Kultur, der Sprachen und Dialekte, der Nahrungsmittel. Vielfalt der Berufe, der Ideen und der Geschmäcker. Vielfalt der Farben, der Gerüche und Aromen, der handwerklichen Fertigkeiten. Vielfalt der Arten in den Biotopen der Welt, vom heimischen Gemüsebeet bis hin zum tropischen Regenwald. Schon meine Großmutter mahnte, ich solle mich abwechslungsreich ernähren &#8211; [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=2779&subd=commonsblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Vielfalt bedeutet Lebensqualität. Vielfalt der Kultur, der Sprachen und Dialekte, der Nahrungsmittel. Vielfalt der Berufe, der Ideen und der Geschmäcker. Vielfalt der Farben, der Gerüche und Aromen, der handwerklichen Fertigkeiten. Vielfalt der Arten in den Biotopen der Welt, vom heimischen Gemüsebeet bis hin zum tropischen Regenwald. Schon meine Großmutter mahnte, ich solle mich abwechslungsreich ernähren &#8211; ein Vorsatz, der zu Zeiten der Industrialisierung der Lebensmittelproduktion und des Gentechnisierung von Saatgut und Zuchttieren zunehmend schwieriger wird. <strong>Mit der Vielfalt berauben wir uns eines unserer wichtigsten Gemeingüter. </strong>Viele empfinden diesen Verlust als Bedrohung, aber wenige sehen wirkungsvolle Strategien diesen Trend einzudämmen oder gar umzukehren. Neue Anstösse hierzu könnten  aus der Betrachtung biologischer Prozess kommen, auch wenn wir uns (schon aus historischen Gründen) vor einer Biologisierung gesellschaftlicher Prozesse hüten sollten.</p>
<p><span id="more-2779"></span><img class="alignright size-full wp-image-2778" title="Dickschnabel-Darwinfink (Camarhynchus crassirostris). Quelle: Wikipedia" src="http://commonsblog.files.wordpress.com/2009/09/camarhynchus_crassirostris1.jpg?w=452&#038;h=518" alt="Camarhynchus_crassirostris1" width="452" height="518" />Jeder Vergleich hinkt. Ich werde trotzdem einen solchen wagen und versuchen, <strong>das Entstehen oder Verschwinden kultureller und ökonomischer Vielfalt mit den Mechanismen der Evolution zu illustrieren</strong>.</p>
<p>Der junge Charles Darwin erkundete 1835 einige der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gal%C3%A1pagos-Inseln" target="_blank">Galapagos-Inseln</a>, wobei er unter anderem einige Dutzend Vögel schoss, die er später der Zoologischen Gesellschaft in London schenkte. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Gould" target="_blank">John Gould</a>, der Kurator des Museum dieser Gesellschaft, untersuchte die Vögel und erkannte ihre <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Darwinfinken" target="_blank">Eigenständigkeit als neue Gruppe</a> im System der Tiere. Die 14 Arten der auf Galapagos lebenden &#8222;Finken&#8220; sind nah verwandt und doch so verschieden, dass sie untereinander nicht in Nahrungskonkurrenz leben.</p>
<p>Man erklärt sich die Entstehung dieser ungewöhnlichen Artenvielfalt auf so engem Raum durch einen <strong>rekursiven Prozess</strong>: Zunächst wanderte vermutlich nur ein einziges Brutpaar vom Festland auf eine Insel der Galapagos-Gruppe ein. Dieses vermehrte sich dort im Lauf der Jahre sehr stark, da weder Räuber noch Konkurrenten einer solchen Propagation entgegen wirkten. Die Nahrungsressourcen der Tiere waren aber begrenzt, so dass nach einiger Zeit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Intraspezifische_Konkurrenz" target="_blank">intra-spezifische Konkurrenz </a>(d.h. Konkurrenz zwischen den Mitgliedern derselben Art) einige Mitglieder der Population dazu zwang, auf Nachbarinseln auszuweichen. Dort wiederholte sich derselbe Prozess. Da die Lebensbedingungen auf den verschiedenen Inseln aber unterschiedlich waren, entwickelten sich die ausgewanderten Exemplare selbstständig weiter und bildeten eigene, charakteristische Merkmale aus, bevor sie schliesslich &#8211; getrieben von ihrer eigenen intra-spezifischen Konkurrenz &#8211; wieder zurück auf die Ausgangsinsel gelangten. Inzwischen unterschieden sich beide Arten aber so stark voneinander, dass sie problemlos nebeneinander in ihren eigenen ökologischen Nischen koexistieren konnten. Da sie aufgrund der langen geografischen Trennung (man muss sich einen solchen Evolutionsprozess über sehr viele Generationszyklen denken) nicht mehr paarungsfähig untereinander waren, hatten sich unterschiedliche Arten entwickelt.</p>
<p>Können wir aus solchen Evolutionsprozessen Erkenntnisse zur Bewahrung und Regenerierung kultureller und ökonomischer Vielfältigkeiten gewinnen? Kann man den Erfolg von Pizzerien, italienischen Eisdielen und Dönerbuden mit dem Entstehen der Darwinfinken vergleichen und daraus systematische Strategien zur Stärkung der Produktvielfalt ableiten? Ist die Globalisierung des Hamburgers mit dem Einfall der Hauskatzen und Füchse in Australien vergleichbar, die dem dort ursprünglich ansässigen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kaninchennasenbeutler" target="_blank">Kaninchennasenbeutler</a> (<em>Macrotis lagotis</em>) schwer zu schaffen machen? <strong>Können wir Nischen schaffen, ökonomische Reservate, die das Entstehen neuer Produktvielfalt erleichtern?</strong> Könnte vielleicht schon eine systematische Differenzierung von Auswahlkriterien (Kundengeschmack?) neue Produkte, Berufe, vielleicht sogar ganzen Wirtschaftszweige induzieren, ähnlich wie die Variation der Lebensbedingungen zwischen verschiedenen Inseln zur Entstehung von Arten führte?</p>
<p>Es wäre sträflicher Unfug, derartige Vergleiche überzustrapazieren. Natur ist nicht a priori gut. Phalloidin, ein Gift des Knollenblätterpilzes, ist völlig natürlich und tödlich giftig. Lungenkrebs ist ein biologischer Prozess und trotzdem höchst ungesund. Allerdings spricht nichts dagegen, wenn wir die Strategien der Natur zur Entstehung und Erhaltung biologischer Vielfalt analysieren und daraus möglichst viele eigene Ideen schöpfen. Ich werde  der adaptiven Radiation des menschlichen Intellekts freien Raum zu lassen und freue mich über jeden fortführenden Gedanken &#8230; .</p>
Posted in Biodiversität, Commons based Economy, Gene, Globale Gemeinressourcen, Kunst&amp;Kultur Tagged: Beuteltiere, Darwinfinken, Döner, Diversität, Ernährung, Evolution, Hamburger, Knollenblätterpilz, Vielfalt <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/commonsblog.wordpress.com/2779/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/commonsblog.wordpress.com/2779/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/commonsblog.wordpress.com/2779/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/commonsblog.wordpress.com/2779/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/commonsblog.wordpress.com/2779/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/commonsblog.wordpress.com/2779/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/commonsblog.wordpress.com/2779/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/commonsblog.wordpress.com/2779/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/commonsblog.wordpress.com/2779/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/commonsblog.wordpress.com/2779/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=2779&subd=commonsblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Dickschnabel-Darwinfink (Camarhynchus crassirostris). Quelle: Wikipedia</media:title>
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		<title>Wissensallmendereport: Das Video</title>
		<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/03/26/wissensallmendereport-das-video/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Mar 2009 13:16:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zu unserem Wissensallmendereport, den ich hier schon vorgestellt habe, gibt es nun auch ein Video (hab mal wieder Probleme, das Ganze hochzuladen  ). Hier also bei Netzpolitik. 
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			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Zu unserem <a href="http://www.wissensallmende.de/report-2009/lesen" target="_blank">Wissensallmendereport,</a> den ich <a href="http://commonsblog.wordpress.com/2009/03/15/wem-gehort-das-wissen-der-welt-der-wissensallmendereport/" target="_blank">hier</a> schon vorgestellt habe, gibt es nun auch ein Video (hab mal wieder Probleme, das Ganze hochzuladen <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' /> ). Hier also bei <a href="http://netzpolitik.org/2009/wissensallmende-report-2009/" target="_blank">Netzpolitik. </a></p>
Posted in Commons, Gene, Globale Gemeinressourcen, Internet&amp;Software, Kunst&amp;Kultur, Wissen Tagged: video, Wissensallmende <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/commonsblog.wordpress.com/2030/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/commonsblog.wordpress.com/2030/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/commonsblog.wordpress.com/2030/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/commonsblog.wordpress.com/2030/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/commonsblog.wordpress.com/2030/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/commonsblog.wordpress.com/2030/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/commonsblog.wordpress.com/2030/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/commonsblog.wordpress.com/2030/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/commonsblog.wordpress.com/2030/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/commonsblog.wordpress.com/2030/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=2030&subd=commonsblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Neuerscheinung: Wem gehört die Welt?</title>
		<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/02/19/neuerscheinung-wem-gehort-die-welt/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Feb 2009 12:48:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Buch erscheint am 06. März. Sagt der Verlag! Ich freue mich und bringe hier die Ankündigung.
»Gemeingüter sind Räume, in denen wir frei sind.« Yochai Benkler, Harvard University
Wem gehört die Welt?
Auf den ersten Blick haben Wasser und Wissen, Erbgut und Atmosphäre nichts gemeinsam. Was sie aber eint, ist, dass sie zum Nötigsten für ein menschliches [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=1819&subd=commonsblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://commonsblog.wordpress.com/das-buch-el-libro/" target="_blank"><img class="alignright" src="http://farm3.static.flickr.com/2084/2222523486_5e1894e314_m.jpg" alt="" width="213" height="213" />Das Buch</a> erscheint am 06. März. Sagt der <a href="http://www.oekom.de/" target="_blank">Verlag</a>! Ich freue mich und bringe hier die Ankündigung.</p>
<p><strong>»Gemeingüter sind Räume, in denen wir frei sind.«</strong> <a href="http://www.benkler.org/" target="_blank">Yochai Benkler</a>, Harvard University</p>
<p><strong>Wem gehört die Welt?</strong></p>
<p>Auf den ersten Blick haben Wasser und Wissen, Erbgut und Atmosphäre nichts gemeinsam. Was sie aber eint, ist, dass sie zum Nötigsten für ein menschliches Leben gehören. Doch sie gehen der Gesellschaft immer mehr verloren, weil sie privatisiert und der allgemeinen Verfügung entzogen, missbraucht oder unbezahlbar werden. Die Welt gehört nicht mehr allen, sie wird eingezäunt und kommerzialisiert &#8211; zu unserem Schaden. Davon zeugen&#8230;<span id="more-1819"></span>die weltweiten Konflikte über die Trinkwasserversorgung, den Zugang zu neuen Technologien oder den Umgang mit Regenwäldern. Wir stehen an einem Scheidepunkt, an dem ein neuer Blick auf unsere gemeinsamen Besitztümer erforderlich ist.<br />
Dieses Buch will diesen neuen Blick ermöglichen. Es zeigt die Vielfalt unserer Gemeingüter &#8211; und welch ungeheures Potenzial in ihnen steckt. Es macht uns vertraut mit Dingen wie Creative Commons, Slow Food und der Wissensallmende. Und es skizziert durch praktische Beispiele den Weg, wie Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Demokratie durch Gemeingüter auf Dauer erhalten oder erreicht werden können.<br />
Mit Beiträgen von <strong>David Bollier, Elinor Ostrom, Yochai Benkler, Richard Stallman, Sunita Narain, Ulrich Steinvorth, Peter Barnes, Oliver Moldenhauer, Pat Mooney</strong> und vielen anderen.</p>
<p>Silke Helfrich und Heinrich-Böll-Stiftung (Hrsg.)<br />
Wem gehört die Welt?<br />
Zur Wiederentdeckung der Gemeingüter<br />
288 Seiten; zahlreiche Abbildungen; EUR 24,90<br />
oekom Verlag München; ISBN 978-3-86581-133-2</p>
<p>Das Buch ist ab dem 6. März bei der Heinrich-Böll-Stiftung (www.boell.de) sowie im Buchhandel erhältlich.</p>
<address>foto on flickr by<a href="http://flickr.com/photos/wwworks/" target="_blank"> woodleywonderworks</a><br />
</address>
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	</item>
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		<title>Die hinkende Idee von der Knappheit der Ressourcen</title>
		<link>http://commonsblog.wordpress.com/2008/11/09/die-hinkende-idee-von-der-knappheit-der-ressourcen/</link>
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		<pubDate>Sun, 09 Nov 2008 10:21:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Elevate Festival ist vorbei, es war bislang wenig Zeit zum bloggen. Werde ich diese Woche nachholen. Hier zunächst ein paar links: KORSO hat ein Interview mit mir gemacht: 
&#8222;Es ist auch ein Fehler zu denken: Es gibt Commons, die sind wichtiger als andere. So wie es keine Menschenrechte gibt, die wichtiger sind als andere. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=1286&subd=commonsblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Das<a href="http://www.elevate.at/" target="_blank"> Elevate Festival</a> ist vorbei, es war bislang wenig Zeit zum bloggen. Werde ich diese Woche nachholen. Hier zunächst ein paar links: KORSO hat ein <a href="http://korso.at/content/view/3301/200/" target="_blank">Interview</a> mit mir gemacht: <span id="more-1286"></span></p>
<blockquote><p>&#8222;<strong>Es ist auch ein Fehler zu denken: Es gibt Commons, die sind wichtiger als andere. </strong>So wie es keine Menschenrechte gibt, die wichtiger sind als andere. Materielle, natürliche Ressourcen, immaterielle, ideelle sowie soziale, kulturelle Commons sind untrennbar miteinander verbunden. Am Beispiel des Saatguts wird das schnell klar: Die natürliche Ressource ist die Pflanze. Darin gibt es den genetischen Code. Er ist quasi in diese Pflanze eingeschrieben. Diesen Code kann man extrahieren, oder man kann die Pflanze als Saatgut in einer Saatgutbank einfrieren und behaupten, damit rette man die Pflanze. Das ist aber Quatsch. Wenn man das Saatgut nach hundert Jahren wieder auftaut, um es auszusäen, wird sich zeigen: Der Code allein ist nichts wert. Denn es fehlt nach hundert Jahren das kulturelle Gemeingut: nämlich wie man die Pflanze pflegt und anbaut etc. Was ich damit sagen möchte ist, dass beide &#8211; immaterielle und materielle &#8211; Gemeingüter unsere Existenz ausmachen. Und beide können gleichermaßen verschwinden.&#8220;</p></blockquote>
<p>In dem Interview benutze ich den Begriff der Knappheit. Das halte ich inzwischen für einen Fehler.  (Viel gelernt bei Elevate <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> . Ökologische Ressourcen sind <strong>begrenzt</strong>. Zwischen Begrenztheit und Knappheit ist ein großer Unterschied. Begrenztheit ist gegeben, Knappheit an ökologischen Ressourcen wird aber sozial hergestellt, sie drückt sozusagen das Unvermögen der Gesellschaft aus, mit der Begrenztheit verantwortungsvoll umzugehen.</p>
<p>Genau das ist auch gemeint, wenn klar gestellt wird, dass die so genannte &#8222;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tragik_der_Allmende" target="_blank">Tragik der Allmende</a>&#8220; keine Tragik der Ressourcen, sondern eine <strong>Tragik der Gesellschaft</strong> ist.</p>
<p>Es gibt noch ein <a href="http://fm4.orf.at/connected/224779/main" target="_blank">Interview</a>, (Edition täte der schriftlichen Fassung nicht schlecht <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> )  dem Journalisten gefiehl die Robin Hood Geschichte. Dazu gleich mehr.</p>
Posted in Commons, Gene, Globale Gemeinressourcen, Grundsatzfragen Tagged: Begrenztheit, Commons, Gemeinschaft, Knappheit, Saatgut <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/commonsblog.wordpress.com/1286/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/commonsblog.wordpress.com/1286/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/commonsblog.wordpress.com/1286/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/commonsblog.wordpress.com/1286/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/commonsblog.wordpress.com/1286/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/commonsblog.wordpress.com/1286/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/commonsblog.wordpress.com/1286/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/commonsblog.wordpress.com/1286/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/commonsblog.wordpress.com/1286/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/commonsblog.wordpress.com/1286/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=1286&subd=commonsblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Commons &#8211; Substanz unserer Existenz</title>
		<link>http://commonsblog.wordpress.com/2008/05/19/commons-substanz-unserer-existenz/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 May 2008 13:34:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ Der österreichische Standard veröffentlicht heute einen interessanten Beitrag des slowenischen Medienphilosophen Slavoj Žižek: Auf der Suche nach dem Ort der Utopie &#8211; Zur Aktualität der 68er Parole: Seien wir realistisch, fordern wir das Unmögliche. Dabei nimmt er eine  unmittelbar einleuchtende Klassifizierung vor: die commons der äußeren Natur, die commons der inneren Natur und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=224&subd=commonsblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" style="border:1px solid black;float:right;margin:3px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3097/2340917013_c73b2ef196_m.jpg" alt="" width="188" height="141" /> Der österreichische Standard veröffentlicht heute einen interessanten <a href="http://news.google.de/news/url?sa=t&amp;ct=de/0-0&amp;fp=483130f97a00c1bf&amp;ei=EKkxSLSKMpjEQ-HS2Y4G&amp;url=http%3A//derstandard.at/%3Fid%3D3341580&amp;cid=0&amp;usg=AFrqEzd8qYZcxpg58JFsm5UyHXyvSl3CCg" target="_blank">Beitrag des slowenischen Medienphilosophen</a> <a href="http://www.perlentaucher.de/autoren/4303.html" target="_blank">Slavoj Žižek</a>: Auf der Suche nach dem Ort der Utopie &#8211; Zur Aktualität der 68er Parole: <em><strong>Seien wir realistisch, fordern wir das Unmögliche. </strong></em>Dabei nimmt er eine  unmittelbar einleuchtende Klassifizierung vor: die <strong>commons der äußeren Natur</strong>, die <strong>commons der inneren Natur</strong> und die <strong>commons der Kultur</strong>.  Was Žižek damit meint steht in diesem <em>post</em>, nebst Passagen, die für die Analyse des kapitalismuskritischen Potentials der Commonsdebatte besonders relevant sind: <span id="more-224"></span></p>
<blockquote><p>Wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Luc_Boltanski" target="_blank">Luc Boltanski</a> und Eve Chiapello in ihrem Buch<a href="http://www.textem.de/323.0.html" target="_blank"> The New Spirit of Capitalism</a> gezeigt haben, ist ab den 1970er-Jahren eine neue Form des Kapitalismus aufgetaucht. &#8230; Sie entwickelte eine Organisationsform, die auf Netzwerken und der Eigeninitiative der Angestellten basiert. Statt einer hierarchischen, zentralisierten Befehlskette haben wir jetzt&#8230; Netzwerke mit einer Vielzahl von Teilnehmern, die ihre Arbeit in Teams und Projekten organisieren und dabei immer die Kundenzufriedenheit und das öffentliche Wohl im Auge haben, an Umweltschutz denken etc.</p>
<p>So hat der Kapitalismus sogar die Rhetorik der radikalen Linken, die Eigenverantwortung für Arbeiter forderte, usurpiert und einen antikapitalistischen (Diskurs) in einen kapitalistischen verwandelt: Sozialismus wurde als konservativ, hierarchisch, bürokratisch verworfen &#8211; zugunsten der eigentlichen Revolution des digitalen Kapitalismus.</p></blockquote>
<blockquote><p>Erinnern wir uns hier an <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jacques_Lacan" target="_blank">Lacans</a> Herausforderung an die protestierenden Studenten: &#8222;Als Revolutionäre seid ihr nur Hysteriker, die nach einem neuen Herrscher verlangen. Ihr werdet einen bekommen.&#8220; Und wir bekamen ihn &#8211; in der Form des postmodernen, &#8222;entspannten&#8220; Herrschers, dessen Herrschaft dadurch umso stärker ist, dass sie kaum sichtbar ist. Während viele zweifellos positive Veränderungen diese Umwandlung begleiteten &#8211; &#8230; -, sollte man doch auf einer harten Frage bestehen: War diese Umwandlung von einem &#8222;Geist des Kapitalismus&#8220; zu einem anderen wirklich alles, was die Ereignisse von 68 bewirkt haben, sodass all der trunkene Freiheitsenthusiasmus nichts als ein weiteres Mittel war, eine Form der Herrschaft durch eine andere zu ersetzen?&#8230;<br />
Wenn wir mit den Augen von 68 auf unsere heutige Situation blicken, sollten wir das eigentliche Erbe von 68 nicht vergessen. &#8230;eine Abkehr vom liberalen, kapitalistischen System, ein lautes Nein zu seiner Totalität.</p>
<p>Die einzige wirkliche Frage heute ist: Unterstützen wir diese Normalisierung des Kapitalismus, oder enthält der gegenwärtige, globale Kapitalismus ausreichend starke Antagonismen, um seine unendliche Reproduktion zu verhindern?</p></blockquote>
<blockquote><p><strong>Es gibt zumindest vier solcher Antagonismen: die drohende ökologische Katastrophe, die Unangemessenheit von privatem Eigentum im Falle des sogenannten &#8222;intellektuellen Eigentums&#8220;, die sozio-ethischen Implikationen der neuen technisch-wissenschaftlichen Entwicklungen (insbesondere die Biogenetik) und, last, but not least, die neuen Formen der Apartheid, neue Mauern und Slums.</strong></p></blockquote>
<blockquote><p>Die<strong> ersten drei Widerstände betreffen die Domänen, die Michael Hardt und Toni Negri die &#8222;Commons&#8220; nennen, die gemeinsame Substanz unserer sozialen Existenz</strong>, <strong>deren Privatisierung ein gewalttätiger Akt ist,</strong> dem nötigenfalls auch mit Gewalt widerstanden werden muss. Einerseits gibt es die<strong> Commons der äußeren Natur</strong>, die durch Verschmutzung und Ausbeutung (von Rohstoffen bis zu natürlichen Lebensräumen) bedroht werden; die<strong> Commons der inneren Natur</strong> (das biogenetische Erbe der Menschheit) und schließlich die <strong>Commons der Kultur</strong>, das unmittelbar sozialisierte &#8222;kognitive&#8220; Kapital, besonders Sprache, unsere Kommunikations- und Erziehungsmedien, aber auch die von uns allen geteilte Infrastruktur des öffentlichen Verkehrs, der Elektrizität, Post etc. <strong>Wenn wir Bill Gates erlauben würden, seine Monopolstellung zu behaupten, dann hätten wir die absurde Situation erreicht, dass ein Privatmann buchstäblich die Software-Struktur unseres grundlegenden Kommunikationsnetzes besitzt.</strong></p></blockquote>
<blockquote><p>Wir beginnen langsam, die zerstörerischen Potenziale zu begreifen, die entfesselt werden, wenn wir der kapitalistischen Logik erlauben, Amok zu laufen. &#8230;<br />
<strong> Die Idee der Commons  &#8230; erlaubt, die fortschreitende &#8222;Einschließung&#8220; der Commons als Prozess der Proletarisierung derer zu sehen, die dabei von ihrer eigenen Lebenssubstanz ausgeschlossen werden.</strong> Im Kontrast zum klassischen Bild der Proletarier, die &#8222;nichts als ihre Ketten zu verlieren haben&#8220;, sind wir daher alle in Gefahr, alles zu verlieren: Wir sind alle davon bedroht, zu leeren Cartesianischen Subjekten reduziert zu werden, allen substanziellen Inhalts beraubt, auf genmanipulierter Basis (vgl. <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article1993869/US-Forscher_als_Wegbereiter_fuer_Designer-Babys.html" target="_blank">diesen Beitrag</a> über aktuelle Forschungsergebnissen zum &#8222;genetischen Design von Embryonen&#8220; S.H.) zur  in einer lebensfeindlichen Umwelt dahinvegetierend. Diese Bedrohung unseres gesamten Daseins macht uns gewissermaßen alle zu potenziellen Proletariern. (Herv. von mir)</p></blockquote>
<p>Žižek meint: auf den antagonistischen Widerspruch zwischen Entfaltung der Commons und dem Kapitalismus inhärenter &#8222;Einhegung der commons&#8220; hinzuweisen, sei gewissermaßen die Wiederbelebung und Erweiterung der kommunistischen Idee (worüber sich trefflich streiten liese); zwischen Commonism und Communism liegen Welten. Das einzige, was wir angesichts dieser Situation tun könnten, sei präventiv zu handeln, &#8222;notfalls mit Gewalt&#8220;. Mit der Prävention bin ich einverstanden, die Gewalt würde ich durch &#8222;Macht und Autorität&#8220; ersetzten. Die braucht es in Einzelfälllen, wie der Krisensituation des voranschreitenden Klimawandels, um schnell und effizient die Kappung der Emissionen durchzusetzen.</p>
<p>Ansonsten aber ist mir das zu defensiv formuliert, wenngleich sich die Frage stellt, wie weit der Präventionsbegriff gefasst ist. Richard Stallmans vor einem Viertel Jahrhundert geborene Idee der Entwicklung von<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Software" target="_blank"> Freier Software</a> war schließlich auch Prävention, um Gates eben nicht zum alleinigen Besitzer der Software-Struktur unseres Kommunikationsnetzes werden zu lassen. Aber sie war zugleich Motor der Entwicklung alternativer Produktionsmechanismen, die heute mehr als nur die Softwareproduktion betreffen. Und die nicht aus der Defensive agieren, sondern anderen Funktionsprinzipien folgen.</p>
<p>Es gibt auch für die &#8222;Commons der äußeren und inneren Natur&#8220; Abertausende Beispiele, die zeigen, dass nachhaltiger, weitgehend autonomer und dezentraler, auf Versorgungssicherheit und Teilhabe fokussierter Umgang mit den Commons möglich ist.  Nicht nur als Prävention. Sondern als gelebte Praxis.</p>
<p>Commons als Konzept bergen das Schützenswerte (natürliche Ressourcen, Beziehungsnetze, kulturelle Vielfalt) unter neuen Bedingungen der Entwicklung von Kommunikationsinfrastruktur und der oft unheiligen Allianz von Bio- und Informationstechnologien.</p>
<pre>Foto on flickr by <a href="http://flickr.com/photos/andymiah/" target="_blank">andimiah</a></pre>
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		<title>Nano- statt Genfood</title>
		<link>http://commonsblog.wordpress.com/2008/04/17/nano-statt-genfood/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Apr 2008 15:25:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gemeinwohl]]></category>
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		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich esse Nano- statt Genfood! Sie tun das auch. Jedenfalls ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie das tun; denn Nanopartikel sind in unseren Lebensmitteln.  Zur Aufhellung von Salatsoßen, als Rieselhilfe oder Verdickungsmittel. Kennzeichnungsfrei versteht sich.
Dem BUND und anderen  internationalen Organisationen haben wir nun eine Studie zu verdanken, die dem nachgeht. Das Ergebnis &#8211; [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=176&subd=commonsblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" style="border:1px solid black;float:right;margin:3px;" src="http://www.bund.net/uploads/pics/nanostudie_titel.jpg" alt="" width="165" height="225" />Ich esse Nano- statt Genfood! Sie tun das auch. Jedenfalls ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie das tun; denn <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nanoteilchen" target="_blank">Nanopartikel</a> sind in unseren Lebensmitteln.  Zur Aufhellung von Salatsoßen, als Rieselhilfe oder Verdickungsmittel. Kennzeichnungsfrei versteht sich.</p>
<p>Dem <a href="http://www.bund.net/" target="_blank">BUND</a> und anderen  internationalen Organisationen haben wir nun eine Studie zu verdanken, die dem nachgeht. Das Ergebnis &#8211; mit einer verständlichen Einführung zum Thema Nanotechnologie- findet sich hier: <a href="http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/chemie/nanotechnologie/" target="_blank"> Endstation Mensch: Aus dem Labor auf den Teller</a>.</p>
<p>93 Lebensmittel oder mit Lebensmitteln in Berührung kommende Produkte ermittelten die Organisationen. Die Spitze des Eisbergs. Denn, so die Herausgeber:&#8230;<span id="more-176"></span></p>
<blockquote><p>&#8222;Weltweit sind schätzungsweise schon bis zu 600 Nano-Lebensmittel und 400-500 Lebensmittelverpackungen mit &#8222;Nano-Zusätzen&#8220; auf dem Markt. Bisher gibt es nirgendwo auf der Welt Gesetze, die Sicherheitstests vorschreiben, bevor Nanomaterialen vermarktet werden dürfen. Zudem gibt es keine gesetzliche Kennzeichnungspflicht für Produkte, die Nanomaterialen enthalten. Das macht es oft praktisch unmöglich, sie zu erkennen.&#8220;</p></blockquote>
<p>Ich meine, so schlimm ist das nicht. Schließlich stecken Nanopartikel in so vielen Kosmetika (insbes. Sonnenblocker), dass wir sie schon seit Jahren über die Haut in unseren Körper lassen. Was kann uns Nanoessen da schon ausmachen?<br />
Sehen Sie es als groß angelegten, systematischen Selbstversuch. Wir sind Teil einer Studie, die zum Ziel hat, ganz lebensnah statt labortechnisch herauszufinden, ob Nanopartikel in unseren Zellen, Blutbahnen und Hirnen irgend etwas anrichten. Das Ergebnis des Tests liefert dann die &#8222;wissenschaftlichen Beweise&#8220;, die die Politik braucht, um Entscheidungen zu treffen. Dieses Ergebnis erfahren wir vermutlich erst in 20 Jahren, dann kann die Politik der Realität nur noch  hinterher  hinken.</p>
<p>Bleibt zu hoffen, dass wir in ein paar Jahrzehnten Fehler im menschlichen Funktionsprogramm so gut &#8222;debuggen&#8220; können wie die einer Software.</p>
<p>Wohl bekomm&#8217;s!</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/commonsblog.wordpress.com/176/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/commonsblog.wordpress.com/176/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/commonsblog.wordpress.com/176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/commonsblog.wordpress.com/176/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/commonsblog.wordpress.com/176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/commonsblog.wordpress.com/176/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/commonsblog.wordpress.com/176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/commonsblog.wordpress.com/176/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/commonsblog.wordpress.com/176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/commonsblog.wordpress.com/176/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/commonsblog.wordpress.com/176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/commonsblog.wordpress.com/176/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=176&subd=commonsblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Monsanto entschädigt Schmeisers</title>
		<link>http://commonsblog.wordpress.com/2008/04/01/monsanto-zahlt-schadenersatz-an-schmeisers/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 Mar 2008 22:04:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gene]]></category>
		<category><![CDATA[Ressourcenkonflikte]]></category>
		<category><![CDATA[Alternativer Nobelpreis]]></category>
		<category><![CDATA[Gentechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Monsanto]]></category>
		<category><![CDATA[Schmeiser]]></category>

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		<description><![CDATA[David besiegt Goliath. Als vor einigen Monaten die Schmeisers den Alternativen Nobelpreis bekamen, hab ich nicht so lange gebraucht, um einen der meistgelesenen posts diese blogs zu verfassen. Dieses Mal hab ich geschlafen. Schon vor knapp zwei Wochen wurde bekannt, dass Monsanto  Schadenersatz an die Schmeisers zahlt und nach jahrelangem Prozess die Verantwortung für [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=160&subd=commonsblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://farm4.static.flickr.com/3109/2363564488_ce4561cdcc_m.jpg" align="right" border="3" height="162" hspace="3" vspace="3" width="213" />David besiegt Goliath. Als vor einigen Monaten die Schmeisers den Alternativen Nobelpreis bekamen, hab ich nicht so lange gebraucht, um einen der <a href="http://commonsblog.wordpress.com/2007/10/04/alternativer-nobelpreis-fur-louise-und-percy-schmeiser/" target="_blank">meistgelesenen posts</a> diese blogs zu verfassen. Dieses Mal hab ich geschlafen. Schon vor knapp zwei Wochen wurde bekannt, dass <a href="http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/monsanto-zahlt-schadenersatz/?src=SZ&amp;cHash=a620c2e76a" target="_blank">Monsanto  Schadenersatz an die Schmeisers zahlt </a>und nach jahrelangem Prozess die Verantwortung für die Kontamination der Rapsfelder der Schmeisers mit genmanipuliertem Saatgut einräumt. Man darf gespannt sein, welche Mobilisierungswirkung sich daraus ergibt.</p>
<p>Hier die <a href="http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=2469&amp;type=98" target="_blank">Pressemitteilung der Genossenschaft Zeit-Fragen,</a> mit der Percy Schmeiser vor wenigen Monaten in Deutschland auf Tour war.</p>
<p>PS: Apropos Mobilisierung: Schon was vom <a href="http://www.bantam-mais.de/warum-bantam.html" target="_blank">Zwergenaufstand gegen Genteckriesen</a> gehört?</p>
<pre>foto by ? on flickr</pre>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/commonsblog.wordpress.com/160/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/commonsblog.wordpress.com/160/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/commonsblog.wordpress.com/160/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/commonsblog.wordpress.com/160/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/commonsblog.wordpress.com/160/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/commonsblog.wordpress.com/160/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/commonsblog.wordpress.com/160/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/commonsblog.wordpress.com/160/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/commonsblog.wordpress.com/160/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/commonsblog.wordpress.com/160/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/commonsblog.wordpress.com/160/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/commonsblog.wordpress.com/160/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=160&subd=commonsblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Silke Helfrich</media:title>
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	</item>
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		<title>Zugang zu Genen Ja; Monopolisierung nein</title>
		<link>http://commonsblog.wordpress.com/2007/12/19/zugang-zu-genen-ja-monopolisierung-nein/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Dec 2007 22:30:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[Eigentum]]></category>
		<category><![CDATA[Gene]]></category>
		<category><![CDATA[Ressourcenkonflikte]]></category>
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		<category><![CDATA[Kollektive Eigentumsrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Rifkin]]></category>
		<category><![CDATA[Veräußerungsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Weltsozialforum]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist das evolutionäre Erbe von Jahrmillionen kollektives Vermächtnis oder Ware?, fragt Jeremy Rifkin schon vor 5 Jahren. Er weist auf (s)einen Vorstoß für einen Vertrag zur Erklärung des globalen Genvorrats zum Gemeingut im Februar 2002 beim Weltsozialforum in Porto Alegre hin. Dort heißt es: &#8222;Der Genvorrat der Erde ist ein kollektives Vermächtnis und ein gemeinsames [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=108&subd=commonsblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ist das evolutionäre Erbe von Jahrmillionen kollektives Vermächtnis oder Ware?, fragt Jeremy Rifkin schon vor 5 Jahren. Er weist auf (s)einen Vorstoß für einen <a href="http://www.ukabc.org/genetic_commons_treaty.htm" target="_blank">Vertrag zur Erklärung des globalen Genvorrats zum Gemeingut</a> im Februar 2002 beim Weltsozialforum in Porto Alegre hin. Dort heißt es: &#8222;Der Genvorrat der Erde ist ein kollektives Vermächtnis und ein gemeinsames Gut.&#8220;<br />
Weiß jemand, was aus der Initiative geworden ist?<br />
Die unterzeichnenden Organisationen bekräftigten die Idee,&#8230; <span id="more-108"></span>&#8222;dass Bevölkerungsgruppen und Länder die Verantwortung für den Umgang mit den genetischen Ressourcen auf ihrem Territorium tragen. Es besteht jedoch ein Unterschied zwischen dem Recht, als <b>Treuhänder</b> zu agieren, .., und dem illegitimen Akt, exklusive Monopolvereinbarungen mit kommerziellen Institutionen zu treffen, um aus dem genetischen Vermächtnis Gewinn zu ziehen.</p>
<p>Der Genpool existiert und ist unabhängig von allen  politischen oder kommerziellen Institutionen.&#8220; Er gehört nicht den Staaten, auch wenn die CBD das so sagt (um gegenüber dem Direktzugriff wenigstens noch ein bisschen was zu retten). Er gehört uns allen.</p>
<p>Ziel des Vertragsvorstoßes ist ein Verbot aller Patente auf pflanzliches, mikroorganisches, tierisches und menschliches Leben einschließlich der Patente auf Gene und die daraus kodierten Produkte in natürlicher, bearbeiteter oder synthetisierter Form (siehe <a href="http://commonsblog.wordpress.com/2007/12/10/extremes-monopoly/" target="_blank">Beitrag zur Synthetischen Biologie</a>) sowie auf Chromosomen, Zellen, Gewebe, Organe und Organismen einschließlich geklonter, transgener und chimärer Organismen.</p>
<p>Die Unterzeichner der Initiative glauben, dass das genetische Erbe unveräußerlich ist. Und da haben sie recht. Kollektive Eigentumsrechte unterscheiden sich von individuellen u.a. dadurch, dass dem Veräußerungsrecht Schranken gesetzt sind. Um zu vermeiden, dass wir Sachen verscherbeln, die auch den anderen gehören.</p>
<p>Rifkin weist darauf hin, dass bisweilen Unternehmen und Nationen, darunter die USA die Frage: Wem gehört das &#8222;globale Gemeingut&#8220;, mithin der Genvorrat und dessen Produkte?  dahingehend auslegen, Anspruch auf unbegrenzten Zugang zu der genetischen Diversität weltweit  haben zu dürfen.<br />
Für Freien Zugang zu Wissen wäre ich eigentlich auch nur, wenn ich mich darauf verlassen könnte, dass dieses Wissen dann nicht missbraucht wird.</p>
<p>Also eher: Zugang zum Genpool ja &#8211; gekoppelt an öffentliche Entscheidung, Offenlegen der Nutzungsinteressen, öffentliche Kontrolle. Aber Kommerzialisierung und Monopolisierung der genetischen Information (u.a. Umwandlung in Privateigentum durch sog. Geistige Eigentumsrechte) nein.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/commonsblog.wordpress.com/108/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/commonsblog.wordpress.com/108/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/commonsblog.wordpress.com/108/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/commonsblog.wordpress.com/108/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/commonsblog.wordpress.com/108/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/commonsblog.wordpress.com/108/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/commonsblog.wordpress.com/108/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/commonsblog.wordpress.com/108/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/commonsblog.wordpress.com/108/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/commonsblog.wordpress.com/108/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/commonsblog.wordpress.com/108/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/commonsblog.wordpress.com/108/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=108&subd=commonsblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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