Digitale Kunst und Gesellschaft auf BR2

Unter anderem ein Interview mit Lawrence Lessig, dem Gründer von Creative Commons.

Botschaft der Sendung auf BR2: Nichts ist so wichtig für Kunst und Gesellschaft im 21. Jahrhundert wie der ungehinderte Zugang zur Ressource Wissen und der freie Umgang mit ihr!

„Mein Commons? Dein Commons? CREATIVE COMMONS!“

Vom 19.09 bis 31.10. gibt’s in Leipzig die Open (HE)ART-FAIRr Ausstellung und mehr: Die Galerie eeg, der Hackerspace sublab und die Free Software Foundation Europe (FSFE) veranstalten zum Beispiel am 19. September gemeinsam ihren „Tag der freien Lizenzen“ – mit Ausstellungen, Diskussionen und der ersten Netaudio Nacht Leipzigs.

Um 10 Uhr wird mit „Open (He)art-fair“, eine – open (free) Software und Hardware – Ausstellung eröffnet. Alle Werke sind allein durch die Nutzung frei zugänglicher Quellen entstanden. Die Macher wollen mit diesem Konzept beweisen, dass man auch ohne enorme finanzielle Mittel eine attraktive Veranstaltung auf die Beine stellen kann. Kapital und Kreativität: Kann man das miteinander vereinbaren – oder schließt sich das aus? … Die Veranstalter wollen zeigen, dass qualitativ hochwertige Kunst auch ohne jedes Kapital möglich ist.

Das erinnert mich daran, dass auch die wichtigsten Innovationen des Web 2.0 genau dann stattfanden, nachdem das Kapital abgezogen war; nach dem Platzen der dot.com-Blase im März 2000.

Ab 19:00 Uhr gibt’s am gleichen Tag die Podiumsdiskussion „Mein Commons? Dein Commons? CREATIVE COMMONS!“ statt.

Mehr Infos hier bei Gulli.

Das Geheimnis der Commons

oder: Wissenschaftscommons: Jenseits von Open Access

Das Netz funktioniere für Pornos, den Kauf von Schuhen und Büchern, nicht aber für die Wissenschaft, sagt der us-amerikanische Jurist James Boyle.

In diesem Video beschreibt James Boyle Sciene Commons als einen Versuch, ein enormes Gemeingut an wissenschaftlichem Wissen zu schaffen. Und zwar durch ein semantisches Netz„, in dem der Computer Daten, Informationen und Fakten zusammen trägt, … Den Rest des Beitrags lesen »

Der Aufstieg der digitalen Allmende

… sei „eine der großen Erzählungen unserer Zeit“, sagt David Bollier in diesem lesenswerten Interview. Die Frage, wie er zum Thema kam, beantwortet er so:

„Ich habe 1980 eine von Nader einberufene Konferenz besucht, die mich sehr beeinflußt hat. Sie nannte sich, „Kontrollieren, was wir besitzen“, und es ging da um viele Ressourcen, die wir als Amerikaner formal und sogar legal besitzen, die wir aber nicht kontrollieren oder von denen wir keinen Nutzen haben….

Zum Beispiel kommerzielle Sender. Sie nutzen das Spektrum kostenlos, aber sie geben praktisch nichts für diese Nutzung an die Allgemeinheit zurück… Den Rest des Beitrags lesen »

Commons per Video

Der Papst bekommt einen. Der geht mit der Zeit. Also dachte ich: Ich brauch auch einen! Einen eigenen youtubekanal! Er heißt CommonsDeutschland, ist aber trotzdem mehrsprachig. (Derzeit englisch, deutsch, spanisch… weitere folgen.)

Dort werde ich alle Videos einstellen, die im Zusammenhang mit den Commons/ Gemeingütern/ Allmenden spannend sind. Habe bereits damit angefangen und festgestellt, dass… Den Rest des Beitrags lesen »

Wissenschaftscommons

Hier ein Kurzvideo (engl.), in dem Science Commons (Tochterprojekt von Creative Commons) vorgestellt wird. Es wurde von EmmyPreisträger und “Yes We Can” Wahlkampfstratege Jesse Dylan gedreht. „Wenn Information geteilt wird, kommen die Dinge schlicht schneller voran.“ Den Rest des Beitrags lesen »

Obama voll Creative Commons

Das hier soll ja kein Nachrichtenblog werden, aber manchmal kann ich es nicht lassen: Change.gov set free schreibt Lawrence Lessig, der Gründer von Creative Commons. Und in der Tat: die Lizenz der Seite des „team of change“ der Vereinigten Staaten sieht fortan so aus:

Copyright Notice

Creative Commons

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Vertrag mit Verlag: *hpfü*

foto on flickr by pansonautOlaf Schubert (Entdeckung, die ich meinem Sohn verdanke) boykottiert die Plattenindustrie. Zum Kringeln, der Typ!

„Sollen sie sehen, wie sie ohne mich klarkommen“, findet Schubert. Ich find, in seinem Fall ist das echt ein Verlust für die Industrie.

Ich musste das jetzt einfach bloggen, weil ich auch gerade so einen Vertrag in der Hand habe… und dabei bin zu sagen „hpfü“ (Minuten 4.48 – 5.05 auf diesem Video!)

Mit dem Unterschied natürlich, dass niemand an meiner sondern ich/wir an des Verlags Tür geklopft haben. Freilich kriegt der Verlag das gesamte Material umsonst … was er dafür anbietet, liste ich hier lieber nicht auf. hpfüüüüüü.

Was müssen sich die Autorinnen und Autoren dieser Welt in Situationen, in denen sie auf Verlage angewiesen sind, ohnmächtig fühlen!

Die größte und am schnellsten wachsende Bewegung der Welt

Vergangenes Wochenende waren mehr als 20 verschiedene Netzwerke und zivilgesellschaftliche Organisationen (u.a. Weltzukunftsrat, Wiser Earth und Weltsozialforum) versammelt, um einen gemeinsamen Kurs zur Entwicklung einer Plattform für die Weltgemeingüter, die Global Commons, zu finden. Die Global Marshall Plan Foundation bekam dort das Mandat, diese -digitale- Plattform zu koordinieren. Das Ganze geht aus der Initiative Coalition for the Global Commons hervor, die noch in den Kinderschuhen steckt.

Erklärtes Ziel war,

„die Zusammenarbeit der Zivilgesellschaft zum Thema Global Commons zu stärken und alle relevanten Akteure einzubeziehen.“ vía

Mir scheint allerdings, dabei bleibt man weitgehend auf die Organisationen, die sich um natürliche und soziale Gemeingüter kümmern, beschränkt. Der Bereich der kulturellen Allmende wo die Bewegung am schnellsten wächst,… Den Rest des Beitrags lesen »

Getrennte „Commons-Gipfel“

Die Einladung zum diesjährigen icommonssummit kommt so enthusiastisch daher, dass ich schwer bedaure, nicht vom 29. Juli bis 01. August in Saporro zu sein. Für das Klima ist das freilich besser.

Doch auch die Forscher und Aktivistinnen, die sich vor allem mit natürlichen Ressourcen befassen, belasten im Sommer gehörig ihr CO2 Konto. Sie treffen sich Mitte Juli in England zur IASC Konferenz (International Association for the Study of the Commons.)

Hier ein paar Hundert SpezialistInnen. Da ein paar Hundert SpezialistInnen. Die alten und die neuen commons auf getrennten Gipfeln. Tatsächlich könnten die Einladungen unterschiedlich nicht sein: Die Verfechter freier, digitaler Kultur schreiben:… Den Rest des Beitrags lesen »