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	<title>CommonsBlog &#187; Gemeinschaft</title>
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	<description>Fundsachen von der Allmendewiese</description>
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		<title>CommonsBlog &#187; Gemeinschaft</title>
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		<title>Von Mackerschaften und gemeinen Mackern</title>
		<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/12/27/von-mackerschaften-und-gemeinen-mackern/</link>
		<comments>http://commonsblog.wordpress.com/2009/12/27/von-mackerschaften-und-gemeinen-mackern/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 27 Dec 2009 00:01:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beispiele für Commons]]></category>
		<category><![CDATA[Commons based Economy]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit einer Kollegin überlegte ich gerade, wer die &#8222;Vielköpfige Hydra&#8220; von Peter Linebaugh und Markus Rediker rezensieren könnte, die u.a. die Geschichte der &#8222;Piraterie&#8220; in ein neues Licht rückt, da schrieb sie:
﻿﻿&#8220;Übrigens gab es bei uns in Pommern im 19. Jahrhundert (wahrscheinlich auch schon früher) ein Allmende-Modell aus der Seefahrt: die &#8222;Mackerschaften&#8220; der  Zeesboote [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=3481&subd=commonsblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="aligncenter" src="http://farm1.static.flickr.com/194/504358764_c7c5069bd4.jpg" alt="" width="435" height="151" />Mit einer Kollegin überlegte ich gerade, wer die <a href="http://www.assoziation-a.de/neu/Die_vielkoepfige_Hydra.htm" target="_blank">&#8222;Vielköpfige Hydra&#8220;</a> von Peter Linebaugh und Markus Rediker rezensieren könnte, die u.a. die Geschichte der &#8222;Piraterie&#8220; in ein neues Licht rückt, da schrieb sie:</p>
<blockquote><p>﻿﻿&#8220;Übrigens gab es bei uns in Pommern im 19. Jahrhundert (wahrscheinlich auch schon früher) ein Allmende-Modell aus der Seefahrt: die <strong>&#8222;Mackerschaften&#8220;</strong> der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zeesenboot" target="_blank"> Zeesboote</a> im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stettiner_Haff" target="_blank">Stettiner Haff</a> und im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Greifswalder_Bodden" target="_blank">Greifswalder Bodden</a>, das waren eigentlich kleine Genossenschaften. Auf diesen Booten gab es keine Kapitäne, sondern nur gleichberechtigte &#8216;Macker&#8217;.&#8220;</p></blockquote>
<p>Ab ins Internet. Dort stelle ich zunächst fest: die Mackerschaften haben es noch nicht bis in die Wikipedia geschafft!</p>
<p>Ich frage mich, was das Wort <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Macker" target="_blank"><strong>Macker</strong></a> eigentlich bedeutet. Man ahnt es schon: &#8230;<span id="more-3481"></span>Das Wort könnte nach E. Seebold heißen: „<strong>der zusammen mit einem anderen etwas macht“</strong>. Seebold vermutet einen Zusammenhang mit dem altenglischen <em>gemaca</em> / <em>gemæcca</em> („Gefährte“) und dem althochdeutschen <em>(ga)mahhari</em> („Urheber“).<br />
Das Wort wurde jedenfalls aus dem Niederdeutschen ins Hochdeutsche übernommen und <a href="http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~cd2/drw/e/ma/cker/macker.htm#MACKER" target="_blank">bedeutete später</a>: Kamerad, Geschäftsteilhaber, Kompagnon, Geselle.</p>
<p><!-- 		@page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->In der Matrosensprache hat das Wort eine ganz eigene Bedeutung entwickelt. <a href="http://www.kompassrosen.ch/tradition.htm" target="_blank">Hier</a> heißt es schlicht: &#8222;Ein Macker ist ein zuverlässiger Matrose&#8220;. Macker war also Ausdruck eines Beistandsverhältnisses.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jens_Jacob_Eschels" target="_blank">Jens Jakob Eschels</a>, der Verfasser der ältesten deutschen Kapitänsbiographie, beschreibt es so:</p>
<p style="padding-left:30px;">&#8222;… <em>Wir nahmen hier einen festen Macker an, dass heißt, ein Schiff, mit dem wir uns verbanden, miteinander zu fischen, und was von beiden gemeinschaftlich gefangen würde, zu teilen &#8230; Wir fingen zusammen einen kleinen Walfisch von etwa zehn Quardeelen Tran, den wir uns teilten, und jedes Schiff nahm seine Hälfte an Bord .</em>..&#8220;</p>
<p>Doch,</p>
<blockquote><p>&#8222;<em>Die meisten Varianten unseres Wortes haben die letzte Jahrhundertwende nicht überlebt.</em>&#8222;, heißt es <a href="http://www.kompassrosen.ch/tradition.htm" target="_blank">in diesem Traditionsblatt </a>nüchtern.</p></blockquote>
<p>Das scheint nicht ganz zu stimmen. So muss sich etwa der <a href="http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl16/drucks/0800/drucksache-16-0858.pdf" target="_blank">Petitionsausschuß des Landes Schleswig-Holstein</a> im Jahr 2006 mit folgendem Anliegen befassen: Schleswig-Holsteinischer Landtag – 16. Wahlperiode Drucksache 16/858, S.45 Lfd. Nr. 3: 147-16 Plön Fischereiwesen.</p>
<blockquote><p><em>&#8222;Der Petent trägt vor, dass er als Seelotse die Fischerei im Nebenerwerb betreibe und ein Kollege als selbstständiger Fischer in diesen Betrieb einsteigen und mit ihm eine so genannte Mackerschaft an seinem Boot gründen wolle. Diesem Kollegen mit langjähriger Berufserfahrung als Kapitän und Fischereierfahrung durch Hummerkorbfischen im Roten Meer fehle jedoch eine Berufsausbildung als Fischwirt, sodass er nicht allein fischen dürfe, was jedoch schichtwechselbedingt Zweck der Mackerschaft sei.<br />
Der Petitionsausschuss des Schleswig-Holsteinischen Landtages hat in der Angelegenheit ermittelt &#8230;. Er nimmt zur Kenntnis, dass der Petent zwischenzeitlich sein Fischereiboot verkauft hat und daher die Petition zurücknimmt.&#8220;</em></p></blockquote>
<p>Schade, ich hätte gern gewußt, was daraus geworden ist.</p>
<p>In der Umgangssprache jedenfalls erging es den Mackern wie dem &#8222;<em>gemeinen</em>&#8222;. „<em>Gemein</em>“ bedeutete ursprünglich &#8216;<em>mehreren abwechselnd zukommend</em>&#8216;. Später dann: <em>&#8216;mehreren in gleicher Art gehörig</em>&#8216;, woraus sich &#8216;gemeinsam&#8217;, &#8216;gemeinschaftlich&#8217; und &#8216;allgemein&#8217; entwickelt hat. Die Bedeutung, die meiner Tochter zuerst einfällt, schob sich erst später auf Rang eins.</p>
<p>Fazit: Wer demnächst als &#8222;gemeiner Macker&#8220; beschimpft wird, darf sich im Grunde ein bisschen gebauchpinselt fühlen. Macker, das waren die Commoners der Segelboote.</p>
<p><strong>Quellen: </strong></p>
<p>E. Seebold: „Macker“, in: <em>Friedrich Kluge / Elmar Seebold,</em> Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache<em>, 24. Auflage, Berlin / New York 2002, S. 587.</em></p>
Posted in Beispiele für Commons, Commons based Economy, Gemeinschaft Tagged: Allmende, Geistiges Eigentum, Mackerschaften, Zeesboote <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/commonsblog.wordpress.com/3481/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/commonsblog.wordpress.com/3481/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/commonsblog.wordpress.com/3481/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/commonsblog.wordpress.com/3481/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/commonsblog.wordpress.com/3481/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/commonsblog.wordpress.com/3481/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/commonsblog.wordpress.com/3481/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/commonsblog.wordpress.com/3481/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/commonsblog.wordpress.com/3481/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/commonsblog.wordpress.com/3481/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=3481&subd=commonsblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Commons und ein neuer Multilateralismus</title>
		<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/12/24/commons-und-ein-neuer-multilateralismus/</link>
		<comments>http://commonsblog.wordpress.com/2009/12/24/commons-und-ein-neuer-multilateralismus/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Dec 2009 00:35:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neue Überzeugungen für eine neue multilaterale Praxis 
&#8222;Die Wiederbelebung der unter Druck geratenen Gemeingüter wird als Quelle partizipativer Governance und nicht-geldvermittelter Wertschöpfung entscheidend sein, damit öffentliche und private Akteure wieder Wege aus der gegenwärtigen globalen Wirtschafts-, Energie- und Umweltkrise finden.&#8220; 
In diesem KOSMOS-Artikel beschreibt James Quilligan (s)eine Vision. Quilligan ist internationaler Commonsaktivist, ehemaliger Berater Olof [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=3430&subd=commonsblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" src="http://integrallife.com/files/image/SOWF/Quilligan.jpg" alt="" width="169" height="169" /><strong>Neue Überzeugungen für eine neue multilaterale Praxis </strong></p>
<p><em>&#8222;Die Wiederbelebung der unter Druck geratenen Gemeingüter wird als Quelle partizipativer Governance und nicht-geldvermittelter Wertschöpfung entscheidend sein, damit öffentliche und private Akteure wieder Wege aus der gegenwärtigen globalen Wirtschafts-, Energie- und Umweltkrise finden.&#8220; </em></p>
<p>In <a href="http://www.kosmosjournal.org/kjo2/library/kosmos-articles/people-sharing-resources.shtml" target="_blank">diesem KOSMOS-Artikel</a> beschreibt <strong>James Quilligan</strong> (s)eine Vision. Quilligan ist internationaler Commonsaktivist, ehemaliger Berater Olof Palmes, Julius Nyereres, Willi Brandts und anderer; derzeit mit Kolleginnen und Kollegen damit beschäftigt, den Commons <a href="http://p2pfoundation.ning.com/profiles/blogs/governance-of-the-global" target="_blank">in UN-Kreisen Gehör zu verschaffen</a>.</p>
<p>Unter Commons (Gemeingütern) versteht Quilligan &#8222;nicht privateigentumsfähige Ressourcensysteme, die voll zugänglich bleiben müssen und oft in lokalen Traditionen verwaltet werden&#8220;. Aus dem Paradigma der Commons, so die zentrale These, müsse sich <strong>ein neuer Multilateralismus </strong>entwickeln. Denn, so <a href="http://onthecommons.org/search.php?tag=1254" target="_blank">formuliert David Bollier die Blickrichtung</a>:</p>
<blockquote><p><em>&#8222;﻿Wenn sich die Idee der Commons nicht auf auf allen Ebenen verwurzelt, ist zu fragen, welche Konsequenzen das für unser Verständnis vom Staat, multilateralen Institutionen und Politikentwürfen hat?&#8220; </em></p></blockquote>
<p>In der Tat trägt die Commonsdebatte eine <strong>Redefinition des Staates und des Multilateralismus</strong> im Schlepptau.<span id="more-3430"></span></p>
<p>Doch beginnen wir am Anfang: Da sind die <strong>Grenzen des Diskurses um <em>öffentlich</em></strong><em>(e)</em><strong> oder <em>privat</em></strong>(<em>e Güter</em>). Die bisherige &#8222;Weltordnung&#8220; sei mit dem Versprechen angetreten, dass globale private (Finanzinvestitionen, private Kredite und Handel) wie globale öffentliche Güter (öffentliche Entwicklungshilfe, Technologietransfer&#8230;) die schlimmsten grenzüberschreitenden Probleme lösen würden. Doch die<strong> internationale Kooperation ist mit diesen Mitteln &#8222;kläglich gescheitert&#8220;</strong>. Mehr noch:</p>
<blockquote><p><strong><em>&#8222;Wir erkennen, dass weder die privat dominierte Sphäre von Eigentum und Handel, noch die Sphäre der öffentlichen Bereitstellung und Verteilung von Gütern &#8211; die diese Probleme mit geschaffen haben &#8211; in der Lage sind, sie zu lösen.&#8220; </em></strong></p></blockquote>
<p>Wer einer aktuellen Illustration bedarf,<a href="http://www.klima-der-gerechtigkeit.de/opening-letzter-tag-mit-obama-grosse-worte-bischen-neues/" target="_blank"> schaue hier </a>und <a href="http://www.klima-der-gerechtigkeit.de/der-reinfall-von-kopenhagen-woran-lag-es/" target="_blank">hier</a> zu den gescheiterten Klimaverhandlungen nach Kopenhagen. Ein machtvolleres Argument für die Dringlichkeit einer umfassenden Commonsdebatte kann es nicht geben.</p>
<p>Mit den Begriffen &#8222;Marktblindheit&#8220; und &#8222;Marktversagen<em>&#8220; </em>beschreibt Quilligan die seit dem 12. Jahrhundert um sich greifende Einhegung der Gemeingüter (<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Enclosure" target="_blank">enclosure)</a>. Letztlich habe beides, die <strong>Fetischisierung des Privateigentums <em>und</em> die Herausbildung der Nationalstaaten</strong> zur Trennung der Ressourcenverwalter (nicht selten der öffentliche Sektor) von  Produzenten und Dienstleistern (häufig der private Sektor) und von  Ressourcennutzern beigetragen. <strong>Diese Trennung ist der Kern der &#8222;enclosure&#8220;. </strong><strong><br />
</strong></p>
<p>Auch die Herausbildung der Nationalstaaten hat demnach die Entfaltung der Gemeingüter behindert.<em> </em>Der <a href="http://www1.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=IICX86" target="_blank">Staatskapitalismus</a> &#8211; in dem die Abhängigkeit des Staates von privatwirtschaftlichen Interessen markant ist &#8211; ist der Illusion aufgesessen, dass jedes Endlichkeitsproblem durch Bepreisung gelöst werden kann. Irgendwie kümmerten sich die Regierungen schon darum, dass das auch klappt. Doch die Realität desilusioniert. Gegenwärtig gibt es &#8230;<em><br />
</em></p>
<blockquote><p><em>&#8230; kein internationales Regierungshandeln, das die Ressourcen der Menschenheit effizient verwalten und schützen würde.&#8220;</em></p></blockquote>
<p>Das ist so offenbar, dass man das <a href="http://www.spiegel.de/international/world/0,1518,667495,00.html" target="_blank">Scheitern von Kopenhagen hätte voraus sagen können</a>, dochwer hört schon gern <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kassandra_(Mythologie)" target="_blank">Kassandra?</a></p>
<p><a href="http://www.weltwirtschaft-und-entwicklung.org/wearchiv/042ae69ce8000a301.php" target="_blank">Vergessen wir also Kopenhagen</a>, vergessen wir weltfremde Erwartungen an Regierungshandeln &#8211; denn &#8222;<a href="http://www.boell.de/oekologie/demokratie-7144.html" target="_blank">es gibt etwas Neues. Eine gesellschaftliche Bewegung</a>&#8222;. Quilligan formuliert es so:</p>
<p style="padding-left:30px;"><em>&#8222;Die Commons-Bewegung entsteht als mächtige Gegenkraft zum Staatkapitalismus. Sie repräsentiert einen bewußt organisierten dritten Sektor, und bringt Bürger -</em><em>als Mitverwalter und Koproduzenten -</em><em> für den gemeinsamen Umgang und den Schutz ihrer eigenen Ressourcen zusammen.&#8220;</em></p>
<p>Diese Commonsbewegung setzt die Hebel der Problemlösung anderswo an als etwa die Protagonisten des <a href="http://www.cleanthinking.de/green-new-deal/189/" target="_blank"><strong>Green New Deal</strong></a>. Zwar fordern auch letztere einen neuen Gesellschaftsvertrag, doch in erster Linie wollen neue grüne Dealer &#8222;den Markt sehend machen&#8220;, statt sich auf die Komplexität des  Problems und des anstehenden Paradigmenwechsels einzulassen. Bepreisung allein löst das Problem eben nicht, es bedarf anderer Steuerungsmechanismen und einer kritischen Revision jener Denke, die meint, Probleme der Endlichkeit von Ressourcen durch Verknappung lösen zu können.</p>
<p><strong>Eine Alternative, die auf internationaler Ebene auch die gegenwärtigen Strukturen des Multilateralismus aufbricht, beginnt mit der Idee der Global Commons. </strong>Da begegnen wir sogleich einem altbekannten Problem: <strong>Es gibt nämlich keine klare Definition der Global Commons</strong>, zumindest nicht jenseits des Gemeinplatzes, dass sie außerhalb der Reichweite privater oder öffentlicher Güter liegen.</p>
<p>Das besondere Problem (dessen Bearbeitung das Verdienst des Quilliganschen Artikels ist) liegt darin, dass global commons <strong>nicht</strong> wie lokale oder regionale Gemeingüter <strong>an spezifische Territorien</strong> und damit Gemeinschaften <strong>gebunden</strong> sind. Das macht ihre gemeinwohlorientierte Nutzung so schwierig.</p>
<p>Globale Gemeingüter</p>
<p style="padding-left:30px;"><em>&#8222;bezeichnen eine große Vielfalt kollektiv ererberter oder produzierter Ressourcen, die allen Menschen gleichermaßen gehören. &#8230; sie verbinden uns mit den Dingen, die wir teilen und die wir zum Überleben und für alle menschlichen Aktivitäten brauchen.&#8220; </em></p>
<p>Quilligan ordnet diese globalen Gemeingüter der Wissenssphäre, der Biosphäre und der Physiosphäre zu. Was er wiederum konkret diesen Sphären zuordnet, birgt Verwirrungspotential.  &#8222;Intellektuelles Eigentum&#8220; also Global Common? Ich werd&#8217; mal nachfragen.</p>
<p>Fakt ist: Handlungsoptionen, die für lokale Gemeingüter Erfolg versprechend sind (etwa Partizipation oder direkte Kommunikation) greifen auf globaler Ebene nicht. Wirkmächtige Regeln der Partizipation  &#8222;der Weltgemeinschaft&#8220; (in Kopenhagen hatten wir eine der größten Bewegungen aller Zeiten, und?) sowie Institutionen, die grenzüberschreitende Gemeingüter als solche verwalten sind weitgehend inexistent. Zudem gelingt es kaum, <em>best practices</em> von unten &#8222;<em>upzugraden</em>&#8222;, oder aus dem internationalen Erfahrungsraum die Expertise und  Fähigkeiten lokaler <em>commoners</em> gezielt und direkt zu unterstützen. Und schließlich ist Regierungshandeln mehr auf Sanktionen &#8211; etwa privater Verschmutzer &#8211; fokussiert denn auf die phantasiereiche Förderung aller denkbaren und (noch) undenkbaren Commonsinitiativen.</p>
<p><strong>Ein neuer Multilateralismus</strong> muss daher seine Kraft und Authorität darauf konzentrieren, dass die eine Ebene (die globale), der anderen (der lokalen) nicht das Wasser abgräbt. &#8222;<strong>Scale free commons</strong>&#8220; brauchen wir, so Quilligan. Lokale und globale Gemeinschaften müssen übereinkommen, dass die jeweiligen Nutzungsrechte der Anderen zu respektieren sind. Im <a href="http://www.boell.de/downloads/Gemeinguetermanifest.pdf" target="_blank">Gemeingütermanifest</a> haben wir formuliert:</p>
<p style="padding-left:30px;"><em>&#8222;Die Nutzungsrechte der Allgemeinheit sind Stoppschilder für individuelle Nutzungsrechte.&#8220;</em></p>
<p>Analog gilt:</p>
<p style="padding-left:30px;"><em><strong>&#8222;Die Nutzungsrechte (aller Menschen) an globalen Gemeingütern sind Stoppschilder für die Nutzungsrechte (einiger Menschen) an lokalen Gemeingütern.&#8220;</strong></em></p>
<p>Wie aber steht es um die <strong>Prinzipien</strong>, die einem &#8222;neuen Multilateralismus&#8220; zu Grunde liegen? Schließlich geht es um mehr als Naturschutz oder Nachhaltigkeit. Ganz neue, kulturelle und digitale Gemeingüter sind entstanden. Für alle gilt die Idee der <a href="http://p2pfoundation.net/Co-Governance" target="_blank"><em>Co-governance</em></a>. Des Mit-Regierens, Mit-Entscheidens und Mit-Verantwortung-Tragens (so meine sehr freie Übertragung). Dieser Ansatz der Co-governance beinhaltet das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Subsidiarit%C3%A4t" target="_blank">Subsidiaritätsprinzip</a>. Man verortet die Ressourcenverwaltung und Problemlösung dort, wo man am nächsten dran ist, weil die Menschen in der Regel &#8222;am besten wissen, was für sie gut ist&#8220;, wie Nobelpreisträgerin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elinor_Ostrom" target="_blank">Elinor Ostrom </a>sagen würde. Das ist <em>ein</em> Weg die Trennung von Ressourcenverwaltern, -nutzern und -produzenten zu überwinden.</p>
<p><strong>Co-governance</strong> führt schnurstracks in die <strong>Dezentralisierung</strong>. Weder die Regeln, noch die Institutionen kommen im Einheitsgewand daher, doch in all diese Regeln und Institutionen sind <strong>Anreizsysteme zum Teilen </strong>einzubauen.</p>
<p style="padding-left:30px;">&#8222;<em>Wir brauchen in Wirklichkeit keine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Global_Governance" target="_blank">Global Governance</a> (keine Globale Ordnungs- und Strukturpolitik.) Wir brauchen eine <strong>Global Co-Governance</strong>.</em>&#8222;, sagt Quilligan.</p>
<p>Also globale Regeln, Prinzipien und Haltungen, die das gemeinsame Nutzen von Ressourcen, das gemeinsame Lösen von Problemen, das gemeinsame Entscheiden von Verfahren und das gemeinsame Tragen von Verantwortung auf allen Ebenen ermöglichen. So verstehe ich diesen Co-Governance Begriff.</p>
<p>Dann könnte so manch nationale Verhandlungsdelegation entkrampfen und gelassen auf die Vorgaben und Standards <strong>Multilateraler Commons-Institutionen</strong> zum Schutz und zur Reproduktion globaler Gemeingüter verweisen. Der <strong>Preis</strong> dafür ist kein geringer: ein Stück (nationaler) <strong>Souveränität</strong>. Das wiederrum scheint angesichts der Aussicht nicht zu hoch, dass  Co-Governance auch die<strong> Ko-Produktion globaler öffentlicher Güter</strong> und  Gemeingüter kräftig voran treibt. Direkte Zusammenarbeit zwischen der multilateralen Ebene und den lokalen Ressorucennutzern wäre möglich. Jetzt fließen die Mittel von den Multilateralen Organisationen,  etwa der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Weltbank" target="_blank">Weltbank</a>, zu den Regierungen der entsprchenden Länder &#8230; und da versickern sie nicht selten oder sie stranden in innenpolitischen Wirren. Am Ende fragt man sich: Was ist eigentlich aus all den &#8222;Entwicklungsmilliarden&#8220; geworden.?<br />
Quilligan skizziert als Kern des neuen Multilateralismus die Idee eines <strong>globalen Ressourcenpools </strong>- über den Pool können die Initiativen lokaler Ressourcennutzer direkt unterstützt werden<strong>.<br />
</strong>Ich sag&#8217;s mal drastisch: Man muss <strong>die Selbstbedienungsmöglicheiten der Nationalstaaten umschiffen, denn aus dem Zugriff auf Ressourcen und der Verwaltung derselben resultiert Macht</strong>. Und warum sollte eine Regierung Macht aufgeben?</p>
<p>(Teil 2 folgt demnächst)</p>
Posted in Commons, Demokratie, Frieden, Gemeinschaft, Globale Gemeinressourcen, Grundsatzfragen, Klima Tagged: Commons, Commonsbewegung, Eigentum, Einhegung, Enclosure, Gemeingüter, Global Commons, James Quilligan, Multilateralismus, Skalierbarkeit, Staat, Staatskapitalismus <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/commonsblog.wordpress.com/3430/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/commonsblog.wordpress.com/3430/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/commonsblog.wordpress.com/3430/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/commonsblog.wordpress.com/3430/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/commonsblog.wordpress.com/3430/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/commonsblog.wordpress.com/3430/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/commonsblog.wordpress.com/3430/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/commonsblog.wordpress.com/3430/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/commonsblog.wordpress.com/3430/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/commonsblog.wordpress.com/3430/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=3430&subd=commonsblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Fortalecer los bienes comunes. ¡Ahora!</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 00:19:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Gemeingütermanifest &#8222;Gemeingüter stärken. Jetzt!&#8220; des Interdisziplinären Salons &#8222;Zeit für Allmende&#8220; der Heinrich Böll Stiftung gibt es nun auch auf spanisch. Hier als pdf. 
English version: Strenghten the Commons. Now!
Fortalecer los Bienes Comunes. ¡Ahora!

“Los bienes comunes son espacios institucionales en los que estamos libres de las restricciones impuestas por los requerimientos de los mercados.”
Yochai Benkler
De [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=3438&subd=commonsblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" src="http://www.keimform.de/wp-content/uploads/2009/07/gemeingueter-staerken.png" alt="" width="249" height="183" />Das <strong><a href="http://commonsblog.wordpress.com/2009/07/08/streiten-fur-gemeinguter-jetzt/" target="_blank">Gemeingütermanifest</a></strong> &#8222;Gemeingüter stärken. Jetzt!&#8220; des <a href="http://commonsblog.wordpress.com/politischer-salon/" target="_blank">Interdisziplinären Salons &#8222;Zeit für Allmende&#8220; </a>der <a href="http://www.boell.de/" target="_blank">Heinrich Böll Stiftung</a> gibt es nun auch auf <strong>spanisch</strong>. Hier als <a href="http://commonsblog.files.wordpress.com/2009/12/manifesto-fortalecer_los_bienes_comunes.pdf">pdf. </a></p>
<p>English version: <a href="http://commonsblog.wordpress.com/2009/12/17/commons-manifesto-strenghten-the-commons-now/" target="_blank">Strenghten the Commons. Now!</a></p>
<h2><strong>Fortalecer los Bienes Comunes. ¡Ahora!</strong></h2>
<p style="text-align:right;">
<p style="text-align:right;">“<em>Los bienes comunes son espacios institucionales en los que estamos libres de las restricciones impuestas por los requerimientos de los mercados.”</em><br />
<strong>Yochai Benkler</strong></p>
<h3><strong>De cómo la crisis hace visible la red de nuestros bienes comunes </strong></h3>
<p>La explosión en el avance del conocimiento, la tecnología y la productividad posibilitó un acrecentamiento sin precedentes de la riqueza privada durante los dos últimos siglos. No obstante que ello mejoró nuestra calidad de vida en muchos sentidos, a la vez hemos permitido que las fuentes se agoten y la riqueza social merme. Las crisis, interrelacionadas de múltiples maneras, lo hacen evidente. La crisis de finanzas, de economía, de alimentación, de energía y de medios ecológicos de subsistencia. Las crisis han provocado que se incremente en las personas la conciencia por la existencia y la importancia de los bienes comunes. Los bienes comunes naturales son indispensables para nuestra supervivencia, los bienes comunes sociales aseguran la cohesion social y los bienes comunes culturales son requisito para nuestro desenvolvimiento individual. Es tiempo que enfoquemos nuestro entusiasmo y nuestra creatividad, nuestros medios y nuestros talentos en el acrecentamiento de la riqueza social. <strong>En aras de este objetivo tenemos que cambiar las estructuras en la política, la economía y la sociedad. </strong></p>
<p><strong>¡Más prosperidad social en vez de más producto interno bruto! </strong><strong>Nos parece amenazante,</strong><strong> </strong>cuando la curva de crecimiento se vence y el producto bruto interno disminuye. Pero las apariencias engañan. El producto bruto interno representa únicamente cifras productivas y flujos de dinero, sin importar que estén articulados con la producción de medios que necesitamos para vivir o con la destrucción de los mismos. Así, el producto interno bruto no registra la prosperidad social. De hecho, un decremento del producto interno bruto no necesariamente se articula con un decremento de la riqueza real de una sociedad. Comprender eso significa ampliar la perspectiva.</p>
<p><strong>Los bienes comunes ofrecen salidas de la crisis, pero necesitan un apoyo sistemático. </strong>En nuestro idioma (<em>alemán<a href="#sdfootnote1sym"><sup>1</sup></a></em>) ni siquiera existe un término poderoso para ellos . Estas palabras son nuestro aporte para darles una voz a los bienes comunes.</p>
<h3><strong>Qué son los bienes comunes y por qué son fundamentales<span id="more-3438"></span></strong></h3>
<p><strong>Los bienes comunes (commons, procomún) son diversos. Son parte fundamental y condición de nuestra riqueza común.</strong> Incluyen el conocimiento y el agua, las semillas y el software, técnicas culturales y la atmósfera. Los bienes comunes son indispensables, pero no son una cosa, se relacionan con nosotros de una manera polifacética. Conforman la red de una sociedad libre.</p>
<p><strong>Los bienes comunes no pertenecen a alguien en particular, pero tampoco son de nadie. </strong>Se generan, conservan y cuidan en diferentes comunidades, desde la familia hasta la sociedad internacional; se redefinen permanentemente. Si esto no ocurre, se degradan y con ello se va disminuyendo la posibilidad de asegurar nuestras vidas. Los bienes comunes son el requisito para que los seres humanos vivan y se desenvuelvan. La diversidad de los bienes comunes significa tener un futuro.</p>
<p><strong>Los bienes comunes son la base de cada actividad económica.</strong> Por tanto también deben ser resultado de nuestro actuar. En efecto, tenemos que reproducir los bienes comunes de forma contínua, ya que constantemente empleamos el conocimiento transmitido y las materias primas que tenemos a disposición para producir bienes de consumo, o para crear cultura y educación. Nuestra estructura social inserta el proceso económico en la convivencia de la sociedad. Pero la explotación abusiva de los recursos, el fracaso educativo, la falta de creatividad o relaciones sociales bajo amenaza constante afectan el todo. Sin bienes comunes vitales la producción es imposible; sin bienes comunes las empresas no pueden ganar dinero.</p>
<p><strong>Con frecuencia los bienes comunes son desplazados &#8211; primero de la vida misma, después de nuestra conciencia.</strong> Una razón para esta erosión es que particulares se atribuyen el derecho de usar ilimitadamente las cosas. Pero donde se cercenan los derechos al uso del agua o de las semillas a causa del cálculo económico o mediante la arbitrariedad del Estado; donde la explotación abusiva destruye nuestro patrimonio natural; donde los espacios públicos se desarticulan cada vez más; donde el otorgamiento de patentes para software restringe la creatividad y la economía; donde hacen falta redes confiables, ahí, aumentan la dependencia y la inseguridad.</p>
<p><strong>Hay algo nuevo. !La conciencia social está surgiendo! Y con ello un nuevo movimiento. </strong><br />
Se trata de un movimiento que memoriza las cosas dignas de conservar. Un movimiento que dignifica la vida luchando y generando algo nuevo. Un movimiento que dibuja el horizonte de aquello que es posible en una cultura de bienes comunes.</p>
<p><strong>Los bienes comunes se redescubren y se defienden.</strong> Personas en todo el mundo se defienden contra las desgarraduras en la red social que las sostiene, contra proyectos de presas y minería que destrozan la vida y el suelo; contra las prácticas económicas que hacen avanzar el cambio climático; contra el procedimiento de obligar a instituciones educativas y de salud a pensar conforme a la lógica del lucro; contra la manipulación de nuestro patrimonio genético y la exagerada restricción de nuestro acceso al conocimiento y la cultura. Los seres humanos reclaman lo que les pertenece: trátese de una iniciativa ciudadana para recuperar el suministro de agua público municipal, de una comunidad indígena en la cuenca del Amazonas, de un movimiento mundial por la justicia climática o para mantener libre y neutral a Internet.</p>
<p><strong>Los bienes comunes se crean y se construyen.</strong> Un sinnúmero de personas crea algo nuevo para todos y da forma a lugares evocadores para ellas mismas. Invierten energía en huertos interculturales, realizan una agricultura sustentable y ecológica o diseñan proyectos de vivienda y trabajo intergeneracionales. Producen software libre y conocimiento libre, generan películas, música e imágenes libres. De esta manera surge un tesoro de cultura libre disponible para todos. Se cuida y se amplia con la ayuda de muchos, y se vuelve indispensable como la Wikipedia. Científicos y activistas, ciudadanas y políticos desarrollan nuevas ideas que favorecen un ámbito sólido para los bienes comunes, dondequiera que sea.</p>
<p><strong>Los bienes comunes se cuidan y cultivan.</strong> Las personas mantienen grupos vecinales en su barrio, atienden lugares de recreo, crean asociaciones ciudadanas, transmiten y amplían culturas, cuentos y memorias. Se comprometen con el bien común y exhortan a que el Estado cumpla con sus obligaciones. Para ello reciben algo a cambio, porque vivir en una cultura de bienes comunes significa dar y recibir; lo que origina derechos y obligaciones a la vez. El compromiso por nuestra riqueza común descansa sobre la comprensión que la forma actual del quehacer económico amenaza nuestros medios de subsistencia. Este compromiso responde al deseo de creatividad e inspiración, del desenvolvimiento propio en las relaciones sociales, de la atención y del reconocimiento mutuo. Se trata de algo simple: La necesidad de aprender uno del otro y hacer las cosas con excelencia, porque todos lo merecen.</p>
<p><strong>Los bienes comunes inspiran y unen.</strong> Considerarlos requiere un enfoque fundamentalmente diferente en cuanto a la comprensión y el actuar. En efecto, los bienes comunes se basan en comunidades que se preocupan, que establecen sus propias reglas, que desarrollan sus habilidades y valores. En estos procesos permanentemente nuevos y a veces conflictivos se da la integración y se amplia la dimensión de la convergencia. En una cultura de bienes comunes la inclusión es más importante que la exclusión; la cooperación más importante que la competencia; la autonomía más importante que el control. Del rechazo a la monopolización de la información, de la riqueza y del poder deriva la diversidad que se recrea continuamente. La naturaleza no aparece como una propiedad universalmente disponible sino como medio de subsistencia compartido.</p>
<p><strong>Vivir en una cultura de bienes comunes quiere decir:</strong> responsabilidad mutua en vez de la ética del poder; juego limpio y justicia en vez de la optimización unilateral del beneficio; coordinación recíproca en vez de la jugada individual.</p>
<p><strong>Se trata de una</strong> <strong>de las grandes cuestiones de justicia de nuestro tiempo.</strong> Nadie debe tomar más de los bienes comunes de lo que devuelve. Esto es válido tanto para los participantes del mercado como para el Estado. Quien contribuya a la plenitud de los bienes comunes en vez de únicamente agotarlos merece prestigio y el reconocimiento de la sociedad. Comprometer el actuar de la iniciativa privada, del Estado y de cada individuo con los bienes comunes, debe convertirse en la base del éxito económico, político y personal.</p>
<h3><strong>No son tierra de nadie, ni propiedad sin límites</strong></h3>
<p><strong>No es exclusivamente la forma jurídica la que decide sobre los bienes comunes.</strong> Lo decisivo es si se hacen valer y garantizan los derechos de uso tomando la comunidad como punto de referencia y, cómo se ejercen esos derechos de uso. “La propiedad obliga. Su uso debe servir al mismo tiempo al bien común.” (Artículo 14, inciso 2 Ley Fundamental Alemana). Esta restricción arraigada en la constitución alemana señala los límites de disponibilidad que tiene el individuo con respecto a nuestra riqueza compartida. Porque cada uso individual implica también el uso de aquello que nos pertenece a todos. En efecto, con mi celular transmito a través del espectro electromagnético; mi automóvil afecta nuestro aire; una idea destacada enriquece mi obra, pero se debe también a lo que tomo del acervo cultural público. Los derechos de uso de la comunidad son luces rojas para los derechos de uso individuales.</p>
<p><strong>Por tanto no puede haber derechos de propiedad exclusivamente privados sobre bienes comunes, marginando a otros.</strong> No importa si los respectivos objetos son de carácter material o inmaterial, que pertenezcan a la esfera natural, cultural o social. Para evitar el abuso o la subutilización &#8211; la dramática explotación de los recursos pesqueros o la orfandad de obras, por ejemplo &#8211; hay que considerar más que nunca dos condiciones para cualquier forma de propiedad:</p>
<ul>
<li>Por un lado cada uso 	tiene que garantizar que no se destruya o agote la existencia de 	bienes comunes.</li>
<li>Por otro hay que garantizar que nadie que tenga derechos 	sobre los respectivos bienes comunes o dependa de ellos, sea 	excluido de su uso y acceso.</li>
</ul>
<p>Por tanto, acceso y uso se tienen que configurar de tal manera que hagan posible conservar, cuidar y desarrollar los bienes comunes. <strong>Estos son los principios de la participación justa y de la sustentabilidad.</strong></p>
<p><strong>Lo que fue público o es financiado con recursos públicos debe mantener su acceso público.</strong> Solo así puede servir a todos, por ejemplo, la investigación sostenida por el Estado. No existe motivo convincente para otorgar a editores o consorcios farmacéuticos derechos excesivos y exclusivos de explotación cuando se trata de resultados públicos de investigación y, sin embargo, ocurre. En efecto, de ello resultan: revistas científicas prácticamente inaccesibles para el público en general y precios encarecidos para medicamentos de importancia vital. Las alternativas surgen del movimiento a favor de los bienes comunes. Lo comprueban numerosos proyectos que promueven modelos más justos de licencias e incentivos en la ciencia y la cultura.</p>
<p><strong>Tener en cuenta el rol de los bienes comunes obliga a una reorientación fundamental de la idea dominante de la propiedad.</strong> Disponer de bienes comunes con una orientación utilitaria tiene desventajas graves para la mayoría de los seres humanos en el presente y el futuro. Lo muestran el cambio climático y el consumo, que agota los recursos naturales, y también la economía financiera cuyo afán de lucro ha roto con cualquier vínculo. Además, nuestra calidad de vida se restringe por la comercialización excesiva del conocimiento y su escasez artificial. Así, nuestros bienes culturales quedan petrificados como mercancía y la publicidad ocupa el espacio público.</p>
<p><strong>Los bienes comunes son el fundamento de la vida en un doble sentido: Sin bienes comunes naturales no hay supervivencia y sin bienes culturales el ser humano queda privado de su esencia.</strong> Los problemas planteados aquí nos afectan a todos directamente. Las empresas requieren de bienes comunes para que puedan seguir ganando dinero en el futuro. Sin embargo, todos los necesitamos para (sobre)vivir. Esto es una verdad esencial que justifica por qué en el caso de los bienes comunes los derechos de uso de la comunidad siempre cobran mayor valor que los derechos de uso de entidades privadas. En este campo el Estado tiene el deber de proteger, es una responsabilidad de la cual no debemos liberarlo. Ello no significa que el Estado siempre sea el mejor fiduciario para los intereses de las creadoras y los usuarios de bienes comunes. Entonces, el reto consiste en impulsar instituciones y formas de organización complementarias así como reglas innovadoras en cuanto a acceso y uso de bienes comunes; no exclusivamente, pero también al margen del mercado o del Estado: Para beneficio del conjunto de la sociedad</p>
<h2><strong>Por una sociedad donde prosperen los bienes comunes </strong></h2>
<p><strong>La diversidad que presentan los bienes comunes y los seres humanos, es la misma diversidad con que se presentan las formas de organización de las comunidades de usuarios.</strong> Dondequiera que sea nos topamos con ellos: autoorganizados y polifacéticos. Como asociaciones, agencias privadas, redes, colectivos, cooperativas y organizaciones fiduciarias. Como comunidad pequeña en un rancho o como movimiento internacional a favor del software libre. Sus reglas y su ética emanan de las necesidades y procesos organizativos de las y los involucrados en cada caso. Quien esté directamente relacionado con un bien común debería tener la posibilidad de participar en la regulación de su desarrollo y aplicación de esas reglas.</p>
<p><strong>La representación de los bienes comunes no tiene un centro, sino muchos centros.</strong> Los necesitamos en el ámbito local, regional e internacional. En comunidades pequeñas y sistemas transparentes de bienes comunes los conflictos se pueden resolver inmediatamente. Pero en el caso de los bienes comunes planetarios pueden presentar un reto casi irresoluble, porque ¿cuándo realmente se reúne la comunidad internacional?, y ¿cómo debe concordar el uso sustentable de sus recursos compartidos? Entre más complejo es el sistema, más necesario es un marco institucional transparente para el manejo cuidadoso de los bienes comunes. Donde el Estado ofrezca eso y proteja los bienes comunes, la sociedad va a apoyar el accionar estatal.</p>
<p><strong>Los bienes comunes necesitan más que sólo reglas.</strong> Tenemos que ser conscientes que las reglas presuponen el arte de su aplicación adecuada. Los bienes comunes descansan sobre una ética específica y la voluntad de adquirir y transmitir un sinnúmero de habilidades. Este conocimiento peculiar necesita un lugar pertinente en nuestra sociedad. Por tanto una cultura de bienes comunes implica el aprecio público y la promoción financiera e institucional activa de aquellos enfoques y proyectos que transmiten conocimientos y valores referentes a una esfera viva de los bienes comunes.</p>
<p><strong>Los conflictos forman parte de la diversidad y la reproducción permanente de los bienes comunes.</strong> Complementario a los procedimientos apegados al Estado de derecho, la conciliación de controversias presupone innovaciones institucionales: consejos de futuro, instancias de mediación, redes interdisciplinarias y fiduciarios. No son ni serán instituciones estáticas, más bien surgen según lo exigen las necesidades y conflictos. Comparten la causa común de que en primer lugar tienen que ofrecer lo siguiente: ¡dotar de voz fuerte a los bienes comunes!</p>
<p><strong>Acordarse de los bienes comunes significa:</strong> ser conscientes de nuestras condiciones de vida e investigar en todos los ámbitos qué tanta productividad y riqueza sacamos de ellos. Requiere una reflexión profunda sobre el estado de la sociedad. Se trata de compartir y acrecentar nuestra riqueza compartida en libertad y en condiciones autodeterminadas. Ciertamente es un trabajo colosal pero a la vez es enriquecedor.</p>
<p><strong>Nuestra sociedad necesita un gran debate y un movimiento  omnipresente por los bienes comunes. ¡Ahora!<br />
</strong><br />
<em>Este documento de síntesis lo redactó un colectivo de autoras y autores en el marco del Salón Interdisciplinario Político de la <a href="http://www.boell.de/">Fundación Heinrich Böll </a>“Tiempo para los bienes comunes” 2008/2009. </em><br />
Esta obra se publica bajo las condiciones de la licencia (siglas CC-BY-SA Creative Commons Atribución, Obras derivadas igual Alemania) en su versión 3.0. El texto de la licencia se consigue en el URL http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/ . La reproducción, derivación y el desarrollo ulterior de este documento son explícitamente bienvenidos.</p>
<p>Contacto: Silke Helfrich, e-mail: <a href="mailto:Silke.Helfrich@gmx.de?subject=Fortalecer%20los%20Bienes%20Comunes.%20%C2%A1Ahora%21">Silke.Helfrich@gmx.de </a></p>
<p>Gracias a Gerold Schmidt y Franco Iacomella por el maravilloso apoyo en la traducción.</p>
<p><a href="#sdfootnote1anc">1</a>Nota 	de los traductores: <em>tampoco en espa</em><em>ñol</em></p>
Posted in Commons, Commons based Economy, Demokratie, Gemeinschaft, Gemeinwohl, Grundsatzfragen, Lateinamerika Tagged: bienes comunes, Commons, Fundación Böll, Manifesto <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/commonsblog.wordpress.com/3438/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/commonsblog.wordpress.com/3438/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/commonsblog.wordpress.com/3438/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/commonsblog.wordpress.com/3438/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/commonsblog.wordpress.com/3438/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/commonsblog.wordpress.com/3438/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/commonsblog.wordpress.com/3438/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/commonsblog.wordpress.com/3438/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/commonsblog.wordpress.com/3438/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/commonsblog.wordpress.com/3438/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=3438&subd=commonsblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Sitting Bull und die Commons</title>
		<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/12/10/sitting-bull-und-die-commons/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 08:24:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jakob B.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8222;Sie sagen, unsere Mutter die Erde gehöre ihnen; sie zäunen uns, ihre Nachbarn, von unserer Mutter ab. Sie beschmutzen unsere Mutter mit ihren Gebäuden und ihrem Abfall. Sie zwingen unsere Mutter, zur Unzeit zu gebären. Und wenn sie keine Frucht mehr trägt, geben sie ihr Medizin, auf das sie auf&#8217;s neue gebären soll. Was sie [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=3368&subd=commonsblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><em><a href="http://commonsblog.files.wordpress.com/2009/12/sitting_bull.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3369" title="Sitting_Bull" src="http://commonsblog.files.wordpress.com/2009/12/sitting_bull.jpg?w=194&#038;h=167" alt="" width="194" height="167" /></a>&#8222;Sie sagen, unsere Mutter die Erde gehöre ihnen; sie zäunen uns, ihre Nachbarn, von unserer Mutter ab. Sie beschmutzen unsere Mutter mit ihren Gebäuden und ihrem Abfall. Sie zwingen unsere Mutter, zur Unzeit zu gebären. Und wenn sie keine Frucht mehr trägt, geben sie ihr Medizin, auf das sie auf&#8217;s neue gebären soll. Was sie tun ist nicht heilig. Sie sind wie ein Fluss zur Zeit des Hochwassers. Im Frühling tritt er über die Ufer und zerstört alles auf seinem Wege.&#8220;</em></p>
<p>Mit diesem Zitat des berühmten<a href="http://www.indianer-wiki.org/Hunkpapa" target="_blank"> Hunkpapa</a>-Häuptlings Tatanka Iyotanka (&#8222;Sitting Bull&#8220;) leitet die <a href="http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E7061AAFA9D084557BC18337330E777E0~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">FAZ heute eine sehr lesenswerte Seite 2</a> über <strong>Entschädigungszahlungen an die US-Amerikanischen Ureinwohner</strong> ein. Der Sachverhalt ist bedeutsam genug, denn wer je die Pine Ridge Reservation in South Dakota besucht hat, ahnt, in welcher schwierigen Situation die Bewohner dieser Region bis heute leben.</p>
<p>Nach dem <a href="http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E7061AAFA9D084557BC18337330E777E0~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">FAZ-Artikel</a> bestelle ich ein Weihnachtsgeschenk bei <a href="http://www.singinghorse.net/" target="_blank">Rosie</a>, einer Deutschen, die seit Jahren in einem Ort namens Stachelschwein (Porcupine) in South Dakota die kleine Handelsstation <a href="http://www.singinghorse.net/" target="_blank">Singing Horse Trading Post</a> betreibt.</p>
<p><span id="more-3368"></span>Das Zitat und meine Erinnerungen an die Pine Ridge Reservation wirken &#8211; seit ich mich auf die Commons eingelassen habe &#8211; plötzlich ganz anders als vor Jahren. Ich erinnere mich an die staubige Piste zur Gedenkstätte von Wounded Knee, an den Eindruck von Armut in den Siedlungen. Überall stehen Autowracks herum, niemand scheint bereit, den Schrott abzuholen. Dann plötzlich sehe ich am Horizont eine Gruppe von Kindern auf Pferden über die Prärie galoppieren &#8211; wie in einem Jugendtraum meiner Generation.</p>
<p>Die ökonomische Situation der Pine Ridge Reservation ist katastrophal. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 85% und 97% der Bewohner leben unter der Armutsgrenze, mit Jahresdurchschnittseinkommen von $3800 in 1999. Die Selbstmordrate liegt um ein Vielfaches über dem Bundesdurchschnitt. Gleiches gilt für die Kindersterblichkeit. Gäbe in Afrika kein AIDS, hätte Pine Ridge die niedrigste Lebenserwartung der Welt &#8211; mit 47 Jahren für Männer und 50 für Frauen. Quellen: <a href="http://riverdaughter.wordpress.com/2008/11/13/urgent-pine-ridge-needs-help/" target="_blank">The Confluence</a></p>
<p>Die Bewohner von Pine Ridge, das schon<a href="http://socyberty.com/subcultures/pine-ridge-reservation-americas-own-third-world-country/" target="_blank"> als Dritteweltland mitten in den Vereinigten Staaten bezeichnet wurde</a>, wandern offenbar auf schmalem  Grat. Im eisigen Winter von South Dakota, wo es kaum Holz gibt und die Menschen auf Öl angewiesen sind, kann man ohne Geld kaum überleben. Ob sich jeder selbst einen Zugang dazu erkämpft, oder ob es eine  ausgeprägte Gemeingüterstruktur gibt, muss ich jetzt mal nachforschen:  Netzwerke von Menschen, die kooperativ nach Wegen suchen, die knappen Ressourcen gemeinsam und nachhaltig zu nutzen, sind sicher ein Schlüssel zu mehr Lebensqualität in Pine Ridge.</p>
<p>War Elinor Ostrom je hier? Ich wette fast.</p>
Posted in Commons, Commons based Economy, Gemeinschaft, Gemeinwohl, Kunst&amp;Kultur Tagged: Entschädigung, Indianer, Pine Ridge, Sioux, Sitting Bull, Ureinwohner, Weihnachtsgeschenk <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/commonsblog.wordpress.com/3368/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/commonsblog.wordpress.com/3368/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/commonsblog.wordpress.com/3368/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/commonsblog.wordpress.com/3368/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/commonsblog.wordpress.com/3368/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/commonsblog.wordpress.com/3368/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/commonsblog.wordpress.com/3368/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/commonsblog.wordpress.com/3368/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/commonsblog.wordpress.com/3368/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/commonsblog.wordpress.com/3368/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=3368&subd=commonsblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Elinor Ostroms &#8222;Nobel Lecture&#8220;</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 17:44:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jakob B.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Habe heute (statt Silke, die gerade in Mittelamerika unterwegs ist) die angekündigte Nobel Lecture Beyond markets and states: polycentric governance of complex economic systems von Elinor Ostrom live mitverfolgt und muss sagen, ich war wirklich beeindruckt.
Was ich erleben durfte, war eine charismatische und vor Witz und Energie sprühende Wissenschaftlerin, die in einer kurzweiligen halben Stunde [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=3357&subd=commonsblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright size-full wp-image-3354" title="SecondSlide" src="http://commonsblog.files.wordpress.com/2009/12/secondslide.jpg?w=500&#038;h=282" alt="" width="500" height="282" />Habe heute (statt Silke, die gerade in Mittelamerika unterwegs ist) die angekündigte Nobel Lecture <strong><em>Beyond markets and states: polycentric governance of complex economic systems</em></strong> von Elinor Ostrom live mitverfolgt und muss sagen, ich war wirklich beeindruckt.</p>
<p>Was ich erleben durfte, war eine charismatische und vor Witz und Energie sprühende Wissenschaftlerin, die in einer kurzweiligen halben Stunde (oder war es länger?) die Struktur ihres Lebenswerks skizzierte &#8211; beim Umfang ihres Lebenswerks durchaus eine an sich beachtliche Aufgabe.</p>
<p><span id="more-3357"></span>Elinor Ostrom sprach viel von globalen politischen Entwicklungen, in denen das Empfinden vorgeherrscht habe, <strong>Vielfalt sei Chaos </strong>und man müsse dem Chaos durch Vereinheitlichung und Zentralgewalt entgegentreten. Man habe geglaubt, nur staatliche, überregionale Instanzen könnten regionale Konflike um begrenzte Ressourcen lösen, doch ihre eigene Forschungsarbeit habe gezeigt, <strong>dass die regionalen Nutzer einer Ressource sehr wohl selbstorganisiert und verantwortlich mit dieser umgehen,</strong> auch ohne Einflussnahme einer übergeordneten Instanz &#8211; unter einer Bedingung: direkte Kommunikation muss möglich sein!</p>
<p><strong><em>Complexity is not the same as chaos</em></strong>, sagte Frau Ostrom und beharrte mit Vehemenz darauf, dass man vertrauen müsse, statt ständig die Unfähigkeit des Menschen zur eigenständigen Problemlösung zu proklamieren:<strong> <em>There is a five letter word that I would like to repeat and repeat and repeat: Trust!</em></strong></p>
<p>Die Quintessenz ihrer Rede schien mir auf den Satz &#8222;<em>Polycentric systems can cope with complexity</em>&#8220; hinauszulaufen, ein wissenschaftliches Plädoyer für die Regionalisierung sozusagen.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-3358" title="LastSlide" src="http://commonsblog.files.wordpress.com/2009/12/lastslide.jpg?w=500&#038;h=348" alt="" width="500" height="348" />Patentrezepte (Panaceas) gibt es nicht, so Ostrom. Regelwerke werden am besten lokal durch die Nutzer von Ressourcen ausgehandelt, denn <strong>nur die Regelwerke und die Sanktionssysteme funktionieren, denen die Betroffenen selbst zugestimmt haben.</strong></p>
<p>Ein Satz vom Anfang ihrer Rede blieb mir ebenfalls in Erinnerung. Während ihrer Dissertation, so sagte sie, habe sie noch nicht gewusst, dass sie an den Commons gearbeitet habe. Dies sei ihr erst später und im Rückblick bewusst geworden. Geht es nicht vielen so? Wir hätten um ein Haar vergessen, was die Sphäre der Gemeingüter ist, aber der Nobelpreis für Elinor Ostrom lässt hoffen, dass wir uns gerade eines besseren besinnen.</p>
<p>Ich hoffe, der Text und die Rede sind bald <a href="http://nobelprize.org/nobel_prizes/economics/laureates/2009/ostrom-lecture.html" target="_blank">hier </a>online verfügbar. Die Bilder sind Screenshots von der Live-Übertragung der Rede.</p>
Posted in Commons, Commons based Economy, Eigentum, Gemeinschaft, Gemeinwohl, Grundsatzfragen Tagged: Elinor Ostrom, Live, Nobelpreis, Oslo, Rede, Vertrauen <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/commonsblog.wordpress.com/3357/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/commonsblog.wordpress.com/3357/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/commonsblog.wordpress.com/3357/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/commonsblog.wordpress.com/3357/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/commonsblog.wordpress.com/3357/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/commonsblog.wordpress.com/3357/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/commonsblog.wordpress.com/3357/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/commonsblog.wordpress.com/3357/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/commonsblog.wordpress.com/3357/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/commonsblog.wordpress.com/3357/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=3357&subd=commonsblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Konkurrenz und Kooperation</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 23:34:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jakob B.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kaum zwei Aspekte unseres sozialen Daseins sind so heiss umstritten wie Konkurrenz und Kooperation. Die beiden Streithähne tauchen in allen Bereichen unseres Lebens in den verschiedensten Farben und Schattierungen auf, wie zwei Chamäleons auf dem Kriegspfad. Kapitalismus und Kommunismus, Krieg und Frieden, Teamplayer und Einzelkämpfer, Proletariat im blauen Anton und Lonesome Cowboy im Sonnenuntergang, geldabhängige [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=3337&subd=commonsblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><div id="attachment_3339" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-3339" title="Troja" src="http://commonsblog.files.wordpress.com/2009/12/troiarot.jpg?w=300&#038;h=198" alt="" width="300" height="198" /><p class="wp-caption-text">Troja (Foto: Hans Paysan)</p></div>
<p>Kaum zwei Aspekte unseres sozialen Daseins sind so heiss umstritten wie <strong>Konkurrenz und Kooperation</strong>. Die beiden Streithähne tauchen in allen Bereichen unseres Lebens in den verschiedensten Farben und Schattierungen auf, wie zwei Chamäleons auf dem Kriegspfad. Kapitalismus und Kommunismus, Krieg und Frieden, Teamplayer und Einzelkämpfer, Proletariat im blauen Anton und Lonesome Cowboy im Sonnenuntergang, geldabhängige Warenwirtschaft und Sphäre der Gemeingüter, <a href="http://commonsblog.wordpress.com/2009/11/30/homo-oeconomicus-ist-out-homo-reciprocans-ist-in/" target="_blank">Homo oeconomicus und Homo reciprocans</a>, Schwarz oder Weiss. Mann und Frau?</p>
<p>Zugegeben, es ist verlockend,&#8230;<span id="more-3337"></span> der Konkurrenz etwas typisch männliches zuzuschreiben und die Rivalität zwischen Männern beim Buhlen um die schönste Frau sozusagen zum Archetypus der Konkurrenz schlechthin zu stilisieren. Es wäre schön einfach, wenn unterdessen ein Heer kooperativer Frauen gemeinsam Kinder hütete und Beeren pflückte, während hitzköpfige Männer sich auf der Jagd um das wildeste Wild prügelten, um damit bei der Prinzessin den grösstmöglichen Eindruck zu schinden.</p>
<p>Leider ist das alles nicht so einfach! Zwar scheint die Hypothese gestützt durch Beobachtungen, dass z.B. das Spiel, in dem es nur Konkurrenz und überhaupt keine Kooperation gibt (Schach nämlich) bisher von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Steinitz" target="_blank">Wilhelm Steinitz </a>bis <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Viswanathan_Anand" target="_blank">Viswanathan Anand </a>nur männliche Weltmeister aufzuweisen hat, während die erste Wirtschaftsnobelpreisträgerin der Welt (Elinor Ostrom) gerade heute in Oslo bei ihrer Auszeichnung ausgerechnet über ein kooperatives Thema (Gemeingüter nämlich) sprechen wird. Aber insgesamt erweist sich diese binäre Betrachtungsweise als völlig haltlos, so wie sich eben auch die Welt nicht durch 1 oder 0, sondern durch eine <strong>möglichst komplexe Interaktion dieser beiden Gegenspieler </strong>beschreiben lässt.</p>
<p>Blöd: Dass ich keine der Schachweltmeisterinnen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vera_Menchik" target="_blank">Vera Menchik</a> bis <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alexandra_Konstantinowna_Kostenjuk" target="_blank">Alexandra Kostenjuk</a> kenne, ist bloss auf meine Ignoranz zurückzuführen und der Beruf des Soldaten ist in vielen Teilen der Welt eine eindeutig männliche Domäne &#8211; trotz seines hochgradig kooperativen Charakters. Zwar ging es beim berühmten Trojanischen Krieg um ein klassisches Rivalitätsproblem unter Männern (Paris raubt die schöne Helena und soll von deren Gatten Menelaos dafür eine aufs Dach kriegen), aber der Krieg selbst ist im Gegensatz zum &#8222;Zickenalarm&#8220; an Kooperation kaum zu übertreffen.</p>
<div id="attachment_3343" class="wp-caption alignright" style="width: 222px"><img class="size-medium wp-image-3343" title="Janus" src="http://commonsblog.files.wordpress.com/2009/12/janus_coin.png?w=212&#038;h=213" alt="" width="212" height="213" /><p class="wp-caption-text">Janus (Quelle: Wikipedia)</p></div>
<p><strong>Konkurrenz und Kooperation scheinen eher auf Gedeih und Verderb miteinander verbunden</strong>, als miteinander verfeindet zu sein. Liegt darin der Grund, warum purer Kapitalismus und reiner Kommunismus historisch gescheitert zu sein scheinen? Brauchen wir zwei Währungen in der European Community, den Euro und den Communitytaler? Brauchen wir statt Homo oeconomicus und Homo reciprocans einen Homo janus? Einen <strong>Homo reciproeconomicus</strong>?</p>
<p>Liegt uns Menschen dieser Zwiespalt im Blut? Seit der Eiszeit in den Genen? Zugegeben, beim Kampf um den attraktivsten Paarungspartner hört die Kooperation auf. Aber einen Mammut alleine jagen? Für sich alleine Flöte spielen? Die Eiszeit allein im kalten Tippi überwintern?</p>
<p>Ist dies der Grund, warum Fussball eines der erfolgreichsten Spiele weltweit ist? Weil es Konkurrenz zwischen den Mannschaften und Kooperation zwischen den Spielern in nahezu idealer Weise vereint?</p>
<p>Träumereien. Zeit fürs Bett.</p>
Posted in Beispiele für Commons, Commons, Frieden, Gemeinschaft, Gene, Grundsatzfragen Tagged: Elinor Ostrom, Fussball, homo reciproeconomicus, Janus, Konkurrenz, Kooperation, Lucky Luke, Mammut, Troja <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/commonsblog.wordpress.com/3337/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/commonsblog.wordpress.com/3337/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/commonsblog.wordpress.com/3337/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/commonsblog.wordpress.com/3337/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/commonsblog.wordpress.com/3337/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/commonsblog.wordpress.com/3337/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/commonsblog.wordpress.com/3337/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/commonsblog.wordpress.com/3337/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/commonsblog.wordpress.com/3337/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/commonsblog.wordpress.com/3337/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=3337&subd=commonsblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Gemeingüter und Bedingungsloses Grundeinkommen: 5 Thesen</title>
		<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/12/02/gemeinguter-und-bedingungsloses-grundeinkommen-5-thesen/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Dec 2009 16:18:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein starker Gemeingutsektor ist geldunabhängige Grundsicherung!
Heute Abend gibt es eine Diskussion im Kunsthotel Chelsea in Köln. Titel: &#8222;Wem gehört die Welt? Und wie können wir alle an ihr teilnehmen?&#8220; Eine Kooperation zwischen der Heinrich-Böll-Stiftung NRW und AllgemeinGut e.V.. Ich werde eine Einführung in die Commonsdebatte machen und einen Bogen zum Bedingungslosen Grundeinkommen schlagen. Hier einige [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=3316&subd=commonsblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong><a href="http://commonsblog.files.wordpress.com/2009/12/gg-bge-5.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3319" title="GG BGE 5" src="http://commonsblog.files.wordpress.com/2009/12/gg-bge-5.jpg?w=247&#038;h=166" alt="" width="247" height="166" /></a>Ein starker Gemeingutsektor ist geldunabhängige Grundsicherung!</strong></p>
<p><a href="http://www.boell.de/calendar/VA-viewevt-de.aspx?evtid=7155&amp;returnurl=/index.html" target="_blank">Heute Abend</a> gibt es eine Diskussion im <a href="http://www.hotel-chelsea.de/" target="_blank">Kunsthotel Chelsea</a> in Köln. Titel: &#8222;Wem gehört die Welt? Und wie können wir alle an ihr teilnehmen?&#8220; Eine Kooperation zwischen der <a href="http://www.boell-nrw.de/" target="_blank">Heinrich-Böll-Stiftung NRW</a> und <a href="http://www.allgemeingut.org/" target="_blank">AllgemeinGut e.V.</a>. Ich werde eine Einführung in die Commonsdebatte machen und einen Bogen zum <a href="http://www.grundeinkommen.de/" target="_blank">Bedingungslosen Grundeinkommen</a> schlagen. Hier einige Thesen zur Diskussion, damit nicht nur life in Köln, sondern auch online diskutiert werden kann.</p>
<p><strong>Fünf Thesen zum Verhältnis zwischen Gemeingütern (GG) und Bedingungslosem Grundeinkommen (BGE)<span id="more-3316"></span></strong><strong>1.</strong></p>
<p><strong>GG: </strong>Gemeingüter reproduzieren sich im Handeln der Menschen selbst (Partizipation). Die Reproduktion der Gemeingüter bestimmt unsere Lebensqualität. Sie<strong> </strong>erfordert eine Neudefinition<strong> </strong>gesellschaftlich notwendiger Arbeit.</p>
<p><strong>BGE: </strong>Das BGE<strong> </strong>ermöglicht/finanziert die Teilhabe an der Warenwirtschaft <em>und</em> gesellschaftlich notwendige Arbeit zur Reproduktion der GG. Geschieht Letzteres, ergibt sich ein Transfer von Leistungen aus der Warenwirtschaft in die Sphäre der GG.</p>
<p><strong>2.</strong></p>
<p><strong>GG:</strong> Gemeingüter sind ohne substantielle Bürgerschaft nicht denkbar. Bürger/innen sind Subjekt der Gemeingüter.</p>
<p><strong>BGE: </strong>Bürger/innen sind Nutzniesser des BGE. Das BGE kann sie auch als Subjekte der GG statt lediglich als Kunde der Warenwirtschaft stärken. Eine Garantie dafür gibt es nicht (Stichwort: Bedingungslosigkeit)</p>
<p><strong>3.</strong></p>
<p><strong>GG </strong>sind<strong> </strong>als Sozialverhältnis (<a href="http://commonsblog.wordpress.com/2009/11/05/commoning-was-bitte/" target="_blank"><em>commoning</em></a>) eine besondere und weitgehend <strong>autonome Sphäre der (Re-)Produktion.</strong></p>
<p><strong>BGE </strong>ist <em>ein, </em>aber nicht das einzige <strong>Instrument</strong> zur Ermöglichung und/oder Finanzierung dieses Sozialverhältnisses.<strong> Es ist abhängig von der Verfügbarkeit von Geld. </strong></p>
<p><strong>GG sind nicht in erster Linie abhängig von der Verfügbarkeit von Geld.</strong> Eine wichtigere Währung in der Sphäre der Gemeingüter ist Reputation.</p>
<p><strong>4.</strong></p>
<p><strong>BGE</strong> kann Teilhabe an und Reproduktion von Gemeingütern ermöglichen und finanzieren. Die Reproduktion der Gemeingüter darf aber nicht vom Gelingen des BGE abhängig gemacht werden.</p>
<p><strong>5. </strong></p>
<p><strong>Ein starker Gemeingutsektor ist geldunabhängige Grundsicherung</strong><strong>. </strong><br />
Freue mich auf die Kommentare, die Debatte heute Abend und den danach sicher notwendigen Relaunch der Thesen.</p>
Posted in Commons, Eigentum, Gemeinschaft, Gemeinwohl, Grundsatzfragen Tagged: Bedingungsloses Grundeinkommen, Gemeingüter <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/commonsblog.wordpress.com/3316/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/commonsblog.wordpress.com/3316/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/commonsblog.wordpress.com/3316/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/commonsblog.wordpress.com/3316/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/commonsblog.wordpress.com/3316/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/commonsblog.wordpress.com/3316/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/commonsblog.wordpress.com/3316/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/commonsblog.wordpress.com/3316/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/commonsblog.wordpress.com/3316/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/commonsblog.wordpress.com/3316/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=3316&subd=commonsblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Silke Helfrich</media:title>
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			<media:title type="html">GG BGE 5</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Homo oeconomicus ist out! Homo reciprocans ist in!</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 20:38:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8222;Kooperation statt Konkurrenz&#8220; ist dieses Streitgespräch überschrieben. Es diskutieren die beiden Österreicher Christian Felber (der eine &#8222;moderne Allmende&#8220; vorschlägt) und Christian Ortner (der äußerst wirtschaftsliberale Positionen vertritt). Erschienen im Falter/ 35/2009 vom 26.8.2009 S.14)
Liest sich spannend. Felber argumentiert gegen den homo oeconomicus, also gegen das Menschenbild vom einseitigen Nutzenmaximierer.
&#8222;﻿Felber: &#8230;Die stärkste Waffe des Kapitalismus ist [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=3305&subd=commonsblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong><img class="alignright" src="http://www.christian-felber.at/bilder/cv/podiumsdiskussion_big.jpg" alt="" width="200" height="267" />&#8222;Kooperation statt Konkurrenz&#8220;</strong> ist <a href="http://www.falter.at/web/shop/detail.php?id=30598&amp;SESSID=425d885b4a0ff64eb73bd0bbdd60a188" target="_blank">dieses Streitgespräch</a> überschrieben. Es diskutieren die beiden Österreicher <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Felber" target="_blank">Christian Felber</a> (der eine &#8222;<a href="http://www.alton.at/roland/rolog/felber" target="_blank">moderne Allmende</a>&#8220; vorschlägt) und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Ortner" target="_blank">Christian Ortner</a> (der äußerst wirtschaftsliberale Positionen vertritt). Erschienen im Falter/ <a title="35/2009" href="http://www.falter.at/web/shop/liste.php?shop_id=&amp;year=2009&amp;falternr=35&amp;SESSID=425d885b4a0ff64eb73bd0bbdd60a188">35/2009</a> vom 26.8.2009 S.14)</p>
<p>Liest sich spannend. Felber argumentiert gegen den<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Homo_economicus" target="_blank"><strong> homo oeconomicus</strong></a>, also gegen das Menschenbild vom einseitigen Nutzenmaximierer.</p>
<blockquote><p>&#8222;﻿Felber: &#8230;<strong>Die stärkste Waffe des Kapitalismus ist sein großteils erfolgreich implantiertes Menschenbild</strong>. Dass die meisten Menschen nämlich glauben, sie seien von Natur aus vorwiegend egoistisch und konkurrenzorientiert.<br />
Falter: Wie sähe Ihr „neuer Mensch“ aus?<br />
Felber: Er stellt das Gemeinwohl vor das eigene Wohl, kooperiert strukturell und achtet auf das Gelingen sozialer Beziehungen&#8230;<span id="more-3305"></span>Ein Mensch, der nicht nach Macht, Geld und dem eigenen Vorteil strebt, ist einfach glücklicher. Das ist keine ideologische Frage, sondern eine wissenschaftliche. Das Menschenbild der Wirtschaft ist nie bewiesen, sondern immer nur behauptet worden.<br />
Ortner: Sie sind ja nicht der Einzige, der vor dem Problem steht, dass er ein möglicherweise attraktives Gedankengebäude nicht so leicht implementieren kann, weil der Mensch dazu halt nicht geeignet ist. Dann landet man aber beim „neuen Menschen“. Das hat Stalin probiert, das hat Pol Pot probiert und alle Faschisten. Das ist immer dar­an gescheitert, dass der Mensch so ist, wie er ist. &#8230; Er ist auf seinen eigenen Vorteil aus, der einer seiner größten Antriebe ist.<br />
Felber: Haben Sie das so gelernt, oder ist das Ihre Alltagserfahrung?<br />
&#8230; Haben Sie schon einmal jemandem geholfen, Herr Ortner?<br />
Ortner: Ja, und wissen Sie warum? <strong>Weil ich mich dabei gut fühle.</strong> Ich halte Mutter Teresa für eine der egoistischsten Gestalten der letzten 100 Jahre.<br />
Felber: Fühlen Sie sich gut, wenn Sie jemandem einen Nachteil verschaffen?<br />
Ortner: Nicht dass ich wüsste.<br />
Felber: <strong>Das spricht dann doch dafür, dass wir ein Wirtschaftssystem erfinden, in dem wir uns alle gegenseitig helfen.</strong>&#8222;</p></blockquote>
<p>Ich find&#8217;s ja immer beeindruckend, dass solche Keulen wie Stalin und Pol Pot geschwungen werden müssen (ist mir auch schon passiert), nur um die eigene Nichtbereitschaft zu übertünchen, sich mit dem Argument auseinanderzusetzen.</p>
<p>Vom <strong>&#8222;Abschied vom homo oeconomicus&#8220;</strong> spricht der <a href="http://www.dfg.de/forschungsfoerderung/preise/gw_leibniz_preis.html" target="_blank">Leibniz Preisträge</a>r <a href="http://ockenfels.uni-koeln.de/" target="_blank">Prof. Axel Ockenfels</a>, der das Verhalten von Menschen in ökonomischen Entscheidungssituationen erforscht.  <a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,1564,1505080,00.html" target="_blank">Hier</a> im DW-World Interview von 2005 in aller Deutlichkeit:</p>
<p style="padding-left:30px;">&#8222;Die Hypothese, dass der Mensch vor allem egoistisch und rational sei, <strong>ist eine Hypothese der Ökonomen, die lange Zeit nie getestet worden ist. </strong>Aber der Mensch war vermutlich nie so rational und so eigennützig, wie der Ökonom ihn gerne hätte &#8230;. Insofern hat sich der Mensch nicht geändert, sondern die Wirtschaftswissenschaft hat sich geändert, indem sie diesen neuen Ideen und neuen empirischen Befunden Rechnung trägt und den &#8222;Homo Oeconomicus&#8220; langsam verabschiedet. <strong>Denn der &#8222;Homo Oeconomicus&#8220; ist eine Fiktion, die so nicht existiert.&#8220;</strong></p>
<p>Ockenfels erklärt im Fortgang des Interviews das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ultimatumspiel" target="_blank">Ultimatum-Spiel</a>, mit er  einerseits nachweist, dass die Menschen eben nicht denken: &#8222;Wenig Geld ist besser als gar kein Geld&#8220;, weil sie sich nicht einfach mit Ungerechtigkeiten abfinden. Und andererseits, dass die meisten durchaus mehr als &#8222;wenig&#8220; zu geben bereit sind. Das sei &#8222;ganz robustes Verhalten&#8220;, der Grund:</p>
<blockquote><p>&#8222;Die Leute haben eine <strong>Unfairness Aversion. Sie wollen den anderen dafür bestrafen, dass er unfair war.</strong>&#8222;</p></blockquote>
<p>Menschen verhalten sich demnach allein deswegen seltener egoistisch, weil sie ungern bestraft werden wollen, also unabhängig vom Impuls. Besser ist hier freilich, es gibt ein Gegenüber, dem sie in irgend einer Weise in die Augen zu sehen haben.</p>
<p>Natürlich gibt es einen Gegenbegriff für den &#8222;anderen Menschen in uns&#8220;, den Christian Felber meint und der die Debatte um Gemeingüter prägt. <strong>Homo reciprocans</strong>. (Weiß jemand ein schönes deutsches Wort dafür?) D.h. Menschen verhalten sich reziprok. Dabei ist gleich ob die Idee, dass das eigene Wohlergehen mit dem der anderen verbunden ist, mehr Erkenntnis oder mehr Intuition ist.</p>
<p><a href="http://ideas.repec.org/p/zur/iewwpx/079.html" target="_blank">Hier</a> fasst der Ökonom Armin Falk seine empirische Forschung zusammen:</p>
<blockquote><p>&#8222;&#8230; Experimentalstudien &#8230;, die eindeutig belegen, daß der Homo Oeconomicus weitaus weniger universell ist, als gemeinhin angenommen. <strong>Die Mehrheit der Experimentalteilnehmer verhält sich reziprok, d.h. sie belohnt faires Verhalten und bestraft unfaires Verhalten, selbst wenn dies mit Kosten verbunden ist</strong>.&#8220; (alle Herv. von mir)</p></blockquote>
<p>Ein weiteres Beispiel: <a href="http://ockenfels.uni-koeln.de/download/press/Bilder_der_Wissenschaft.pdf" target="_blank">&#8222;Geben will gelernt sein&#8220;</a></p>
<pre>Foto: Christian Felber, <a href="http://www.christian-felber.at/cv.php" target="_blank">vía</a></pre>
Posted in Gemeinschaft, Gemeinwohl, Grundsatzfragen Tagged: Axel Ockenfels, Christian Felber, Gemeinwohl, Homo oeconomicus, homo reciprocans, Konkurrenz, Kooperation, Ultimatum Spiel <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/commonsblog.wordpress.com/3305/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/commonsblog.wordpress.com/3305/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/commonsblog.wordpress.com/3305/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/commonsblog.wordpress.com/3305/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/commonsblog.wordpress.com/3305/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/commonsblog.wordpress.com/3305/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/commonsblog.wordpress.com/3305/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/commonsblog.wordpress.com/3305/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/commonsblog.wordpress.com/3305/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/commonsblog.wordpress.com/3305/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=3305&subd=commonsblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>&#8222;Der Kampf um die Commons&#8220; im Freitag</title>
		<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/11/29/der-kampf-um-die-commons-im-freitag/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 00:16:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[﻿Kämpferischer Artikel von Stefan Vogel zur  globalisierungskritischen Bewegung und den Commons. &#8222;Der Kampf um die Commons&#8220;, gestern im FREITAG.
Informativ und optimistisch, ohne Anflüge von Euphorie. Leider keine Bezüge zur Gemeingüterdiskussion in Deutschland und etwas &#8222;privatisierungsfixiert&#8220;. Ich hatte gerade am Donnerstag in München so eine Diskussion, in der es schließlich statt um die Commons, um das [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=3276&subd=commonsblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" src="http://www.forumsocialmundial.org.br/img/topo04.gif" alt="" width="156" height="68" />﻿Kämpferischer Artikel von Stefan Vogel zur  globalisierungskritischen Bewegung und den Commons. <a href="http://www.freitag.de/positionen/0948-globalisierungskritik-commons-gemeingueter" target="_blank">&#8222;Der Kampf um die Commons&#8220;</a>, gestern <a href="http://www.freitag.de/" target="_blank">im FREITAG</a>.</p>
<p>Informativ und optimistisch, ohne Anflüge von Euphorie. Leider keine Bezüge zur Gemeingüterdiskussion in Deutschland und etwas &#8222;privatisierungsfixiert&#8220;. Ich hatte gerade am Donnerstag in München so eine Diskussion, in der es schließlich statt um die Commons, um das tausendfach wiederholte Für und Wider der Privatisierung ging. Natürlich ist das nach wie vor ein wichtiges Thema.</p>
<p>Aber Privatisierung ist eben nur <em>eine</em> Durchsetzungstrategie der Einhegung der Commons, wenngleich eine machtvolle. Ich halte es für mindestens ebenso wichtig, genau zu schauen, <strong>wie nationale und internationale Forschungspolitik betrieben und welche Stellschrauben zur Einhegung der Gemeingüter da bewegt werden</strong>. Zudem sollten wir unsere Energie darauf richten zu beschreiben, welches Potential in den Commons steckt.</p>
<p>Hier Auszüge aus dem Freitag und Neues vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Weltsozialforum" target="_blank">Weltsozialforum</a>. Hervorhebungen von mir:</p>
<blockquote><p>&#8222;Unser aller Selbstbetrug, so <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jos%C3%A9_Saramago" target="_blank">Saramago</a>&#8230;, bestehe darin, diese <strong>Gefährdung der Demokratie</strong> nicht sehen zu wollen. &#8230; Allzu oft versandet der Wunsch nach Mitsprache&#8230;<span id="more-3276"></span> in institutionellen Routinen oder prallt an die Mauern des Privateigentums. Und jede weitere Privatisierung raubt der Allgemeinheit eine Möglichkeit für Einspruch oder Gestaltung. &#8230;</p></blockquote>
<blockquote><p><strong>Der gemeinsame Nenner der Globalisierungskritiker, </strong>schreibt die kanadische Aktivistin und Autorin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Naomi_Klein" target="_blank">Naomi Klein</a>, <strong>liegt demgegenüber im Versuch, die „Commons“ zurück zu erobern.</strong> &#8230; Der Begriff erfreut sich insbesondere in der englischsprachigen Welt einiger Beliebtheit. &#8230; auch die diesjährige Wirtschaftsnobelpreisträgerin Elinor Ostrom ist mit einer entsprechenden Arbeit bekannt geworden. &#8230; Kurz gesagt, zeigen ihre Feldstudien: <strong>Weder Privatisierung, noch staatliche Lenkung erweisen sich als Königsweg. Oft verspricht die selbst organisierte Bewirtschaftung der Gemeingüter das beste Resultat. &#8230;</strong></p>
<p>Bei diesem Gemeinsamen, argumentiert der Philosoph <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Slavoj_%C5%BDi%C5%BEek" target="_blank">Slavoy Žižek</a> in der <a href="http://www.newleftreview.org/" target="_blank"><em>New Left Review</em></a>, handelt es sich um die „<strong>geteilte Substanz unseres sozialen Seins“</strong>.</p></blockquote>
<p>Selbstredend wird auf das Weltsozialforum Bezug genommen, den Ort, an dem sich die Vitalität der globalen globalisierungskritischen Bewegung misst. Ende Januar 2010 findet nun nach 10 Jahren in Porto Alegre ein<a href="http://www.forumsocialmundial.org.br/noticias_01.php?cd_news=2640&amp;cd_language=1" target="_blank"> internationales Seminar</a> zu der Frage statt: Weltsozialforum &#8211; Was war? Was wird? Wie weiter? Herausforderungen und Vorschläge der globalisierungskritischen Bewegung.</p>
<p><a href="http://commonsblog.files.wordpress.com/2009/11/noteobjectivesseminar-poa2010vi1.odt">Eines der vier Schwerpunktthemen</a>: <strong>die Commons.</strong> Ich freue mich sehr, das Thema dort im Plenum vorstellen zu dürfen. Selten hat man Gelegenheit,in solch&#8217; illustrer Begleitung zu sprechen. Von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Samir_Amin" target="_blank">Samir Amin</a> bis <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Wallerstein" target="_blank">Immanuel Wallerstein </a>- alle da. Werde die Commons in ihrer Vielfalt präsentieren und sagen, warum ich glaube, dass die Commons die entscheidende strategische Brücke zwischen vielen sozialen Bewegungen, vielen ideengeschichtlichen Ansätzen und wichtigen politischen wie ökonomischen Akteuren bilden.</p>
<p>Recht hat Vogel, wenn er sagt:</p>
<blockquote><p>&#8222;<strong>Eine Bewegung, die eine Vielfalt individueller wie sozialer Bedürfnisse respektieren will, kann folglich keine Pauschallösungen präsentieren, wenn es um die Commons geht</strong>. Genau das wirft sie dem Neoliberalismus schließlich vor&#8230;</p>
<p><strong>Einig sind sich die Globalisierungskritiker im Anspruch, über das Gemeinsame auch gemeinsam zu entscheiden. </strong>Die Schritte dorthin können unterschiedlich sein&#8230;.&#8220;</p></blockquote>
<p>Sie müssen unterschiedlich sein. So unterschiedlich wie die Ressourcen, wie die <em>communities</em>, wie das institutionelle Umfeld und die Bedingungen unter denen Menschen miteinander kooperieren.</p>
<p>Hier noch zum<a href="http://bienscommuns.org/signature/appel/?a=du&amp;c=antb07&amp;lang=de" target="_blank"> Aufruf des Weltsozialforums zur Verteidigung der Gemeingüter</a>, den wir auch ins Deutsche übersetzt haben. Unterzeichnung willkommen!</p>
<p>(<a href="http://kosmopolitix.wordpress.com/2009/11/27/der-kampf-um-die-commons/" target="_blank">vía</a>)</p>
Posted in Commons, Demokratie, Eigentum, Gemeinschaft, Lateinamerika, Uncategorized, Veranstaltungen Tagged: Commons, Freitag, Gemeingüter, Globalisierungskritische Bewegung, Porto Alegre, Privatisierung, WSF <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/commonsblog.wordpress.com/3276/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/commonsblog.wordpress.com/3276/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/commonsblog.wordpress.com/3276/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/commonsblog.wordpress.com/3276/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/commonsblog.wordpress.com/3276/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/commonsblog.wordpress.com/3276/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/commonsblog.wordpress.com/3276/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/commonsblog.wordpress.com/3276/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/commonsblog.wordpress.com/3276/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/commonsblog.wordpress.com/3276/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=3276&subd=commonsblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Commons sind Zeitgeist</title>
		<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/11/04/commons-sind-zeitgeist/</link>
		<comments>http://commonsblog.wordpress.com/2009/11/04/commons-sind-zeitgeist/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 23:23:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Eigentum]]></category>
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		<category><![CDATA[Alex Berger]]></category>
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		<category><![CDATA[Nobelpreis]]></category>
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		<description><![CDATA[Lesenswerter Artikel in der Jungle World von Alex Berger über Elinor Ostrom, den Nobelpreis,
&#8222;Der Wirtschaftsnobelpreis stellt, &#8230;, eine Art politische Manifestation des Zeitgeistes dar. &#8230; Daher kann die Ehrung Ostroms als symbolische Kehrtwendung zumindest eines Teils der globalen Elite in Sachen Verwaltung endlicher Ressourcen verstanden werden.&#8220;
Ich bin immer für derlei Interpretationen! Das hebt die Motivation!
&#8230; [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=commonsblog.wordpress.com&blog=1609786&post=3123&subd=commonsblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/9f/Die12artikelDecke.jpg/140px-Die12artikelDecke.jpg" alt="" width="140" height="200" /><a href="http://jungle-world.com/artikel/2009/44/39676.html" target="_blank">Lesenswerter Artikel</a> in der Jungle World von Alex Berger über<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elinor_Ostrom" target="_blank"> Elinor Ostrom</a>, den Nobelpreis,</p>
<blockquote><p>&#8222;Der Wirtschaftsnobelpreis stellt, &#8230;, eine Art politische Manifestation des Zeitgeistes dar. &#8230; Daher kann die Ehrung Ostroms als symbolische Kehrtwendung zumindest eines Teils der globalen Elite in Sachen Verwaltung endlicher Ressourcen verstanden werden.&#8220;</p></blockquote>
<p>Ich bin immer für derlei Interpretationen! Das hebt die Motivation!</p>
<p>&#8230; über einige historische Details und die Kriminalisierung der &#8222;<em>commoners</em>&#8220; im Kontext der Einhegung der Allmende:</p>
<blockquote><p>&#8222;Auch von den<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Bauernkrieg#Zw.C3.B6lf_Artikel_und_Verhandlungen" target="_blank"> Zwölf Artikeln der Aufständischen des Deutschen Bauernkriegs </a>beschäftigten sich immerhin vier mit der Forderung nach Aufrechterhaltung bzw. Ausdehnung der Allmenden.&#8220;</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8222;Allein für das Jahr 1850 verzeichnete die preußische Kriminalstatistik 265 000 Fälle von Holzdiebstahl. Aber &#8230;<span id="more-3123"></span>dieses Problem haben die bürgerlichen Staaten durch Repression, vor allem aber dank der Eigentumsmoral über die Jahrzehnte überwunden.&#8220;</p></blockquote>
<p>Schade nur, dass bereits in der Überschrift aufscheint, dass hier die &#8222;<em>commons</em>&#8220; mit &#8222;Gemeineigentum&#8220; gleichgesetzt werden, <a href="http://www.attac.de/aktuell/presse/detailansicht/datum/2009/10/13/attac-gratuliert-elinor-ostrom-zum-nobelpreis-fuer-wirtschaft/?no_cache=1" target="_blank">was auch attac gern tut</a> und wogegen Ostrom ausdauernd argumentiert. Gleich zu Anfang wird die Allmende zudem mit der Idee uneingeschränkter Nutzung assoziiert, was ja gerade historisch nicht der Fall war. Wohl auch deshalb bezieht sich Alex Berger auf<a href="http://commonsblog.wordpress.com/das-buch-el-libro/" target="_blank"> unser Buch</a>, und stellt fest, dass</p>
<blockquote><p>&#8222;Ostrom selbst ihre Ergebnisse sehr viel vorsichtiger formuliert hat.&#8220;</p></blockquote>
<p>Vorsichtiger würde ich nicht sagen, vielmehr &#8222;genauer&#8220;: Sie hat einfach unterschiedliche Formen der Nutzung kollektiver Ressourcen (<em>common pool resources</em>) untersucht, und zwar<strong> in unterschiedlichen Eigentumsformen. </strong>Sie schreibt in ihrem Beitrag:</p>
<blockquote><p>»Dennoch hat die Forschung<strong> kein Allheilmittel für die komplexen Probleme gefunden</strong>, die damit einhergehen. Fehlschläge gibt es bei allen Rechtsregimen: bei Gemeineigentum ebenso wie bei Privateigentum oder öffentlichem Eigentum.«</p></blockquote>
<p>Und hier zum Nachlesen <a href="http://commonsblog.files.wordpress.com/2009/11/ostrom.pdf">der gesamt Ostromsche Text</a> aus dem Buch als pdf. <strong>&#8222;Gemeingütermanagement &#8211; Eine Perspektive für bürgerschaftliches Engagement&#8220;. </strong>Weiss nicht, ob es noch was Aktuelleres in deutscher Sprache von ihr gibt.<strong> </strong>Wichtig wäre, mal einen Text zum <a href="http://www.press.umich.edu/titleDetailDesc.do?id=16052" target="_blank">Konzept der polizentrischen Governance</a> zu übersetzen. Im nächsten Buch <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> .<strong><br />
</strong></p>
<p>Foto: Titelblatt einer Flugschrift mit den 12 Artikeln: <a href="http://www.bauernkriege.de/artikel.jpg" target="_blank">Quelle</a></p>
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