Hacking exclusive business strategies: #Fitchthehomeless

How to turn cloths explicitely made exlusively for “attractive” and “cool” people into a commons? Or: How to hack the Abercrombio&Fitch business strategy? (beyond just not bying)

A must watch and a must share!

PsyCommons. Mehrmals täglich in verschwenderischen Dosen.

Postle BuchJeden Morgen gibt’s in meiner Miniküche ein bisschen psyCommons. Wir flachsen, ich packe dem Kind ein Frühstück ein, obwohl es das natürlich längst selber machen könnte. Sie frotzelt über die Falten, die mich am Morgen besonders zieren. Wir reden über den Bruder, der gerade weit weg ist. “Los, los, ab in die Schule.” Kuss rechts, Kuss links. Dicke Umarmung. “Te quiero mucho preciosa”, ist stets mein letzter Satz. Sie antwortet auf Spanisch. Dieser Satz ist der einzige, der ihr vom Spanischen geblieben ist. Es ist unser Ritual. Wir genießen es, jeden Morgen. Es ist ein bisschen psyCommons.

Der britische Therapeut und ehemalige Dokumentarfilmer Denis Postle nutzt diesen Begriff und er gefällt mir.  Zudem gefällt mir, wie er argumentiert. Auf Therapytoday.net schreibt Postle über den Reichtum der täglichen Beziehungen – und wie er schleichend eingehegt wird von den Psy-Berufen.

PsyCommons, das heißt formelhaft “gewöhnliche Weisheit” + “geteilte Macht”.  Zitat:

“PsyCommons ist der Begriff für das Universum der Beziehung – der Beziehungen zwischen den Menschen – durch das wir in unserem Alltag navigieren. Er beschreibt die Meinungen, Vorurteile und besonders das Erfahrungslernen, das wir alle hervorbringen in unserer ganz spezifischen Weise des menschlichen Seins. Diese gewöhnlichen Fähigkeiten, die Sinn machen (‘commonsense capacities’) ‘psyCommons’ zu nennen ist ein Tribut an die vielfältigen Möglichkeiten,

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Obschtschina, Allmende, Commons – jenseits von Nächstenliebe und Lobbyismus

autor-ehlers-kai-grossDas Forum Integrierte Gesellschaft, “ein (Hamburger) “Ort der Diskussion zu brennenden Fragen der Zeit orientiert am Grundgedanken einer integrierten Gesellschaft”, wurde von Kai Ehlers ins Leben gerufen. Der Transformationsforscher  ist unter anderem Experte zu Geschichte und Aktualität russischer Gemeinschaftskultur, ein bislang in unserer Arbeit unterbelichteter Bereich. So wird hier zu recht die Tatsache kritisiert

“…, daß in [...] westlichen Arbeiten zum Thema, die sich heute mit ‘Wiedergeburt der Allmende’ Gemeineigentum u.ä. befassen die Gemeinschaftskultur der ehemals sozialistischen Länder mit keinem Wort auftaucht. Dabei ist z.B. besonders die russische Gemeinschaftskultur (Óbtschtschina)* und ihre erst sowjetische, dann nachsowjetische Transformation von größtem Interesse für die heutigen Prozesse der Allmendebildung. Man vergegenwärtige sich nur kurz die jahrhundertealte Gemeinschaftstradition mit klassischen Allmendestrukturen in der Geschichte der russischen Bauerngemeinschaften, danach deren Verstaatlichung, Zwangskollektivierung und Übertragung auf die Industriewelt durch die Sowjets seit 1917, heute ihre Zwangsprivatisierung seit der Auflösung der Sowjetunion. Die Aufarbeitung der Geschichte, der Form und der Regeln dieser Gemeinschaftskultur, ihrer Pervertierung durch die Verstaatlichung, und ihrer heutigen erneuten Transformation gehört selbstverständlich ebenfalls in das Thema der neuzeitlichen Allmendeentwicklung.”

Das wird im nächsten Sammelband gewiss eine Rolle spielen.

Das Forum diskutiert derzeit einige konzeptionelle Allmendefragen. Interessant (und treffend) fand ich unter anderem die  Abgrenzung zum karitativ-ehrenamtlichen Bereich. Dieser Teil der Debatte wurde im Folgenden von Kai Ehlers zusammengefasst: Den Rest des Beitrags lesen »

Die wundersame Vermehrung des Commons-Buchs

Agape_feast_04 PDWir reden manchmal salopp davon, dass sich Ideen, Wissen und Werke besser verbreiten, wenn wir das Teilen so einfach machen wie möglich. Wir wollen, dass sich die Idee der Commons verbreitet; nicht weil sie so gut ist, sondern weil  nur durch eine breite Diskussion, Aneignung und kritische Würdigung ihre Ungereimtheiten, Herausforderungen, Grenzen und ihr Entfaltungspotentail abgeklopft werden können: auf dem Weg zu einer “Wissensordnung der Commons”, wie meine Kollegin Brigitte Kratzwald unter Rückgriff auf Foucault jüngst formulierte.

Deshalb und weil zudem alle 90 Autorinnen und Autoren ihre Ideen mit uns geteilt haben, sollte das Teilen der in diesem Buch versammelten Beiträge einfach werden: Mit einer Creative-Commons Lizenz (CC-BY-SA, hier geht’s zur Englischen Fassung) Das ist – auch für Autorinnen und Herausgeber – ein spannendes Experiment. Für den Verlag ohnehin. Es ist Neuland.

Was allein in den knapp 10 Monaten nach Veröffentlichung entstand, übertrifft meine Erwartungen. Den Rest des Beitrags lesen »

Über Land und Anbau selbst bestimmen

“Den Verein Allmende gibt es seit zwanzig Jahren. Die damaligen Besitzer des Lindenhofs übertrugen die Hofstelle sowie 1,5 Hektar Land dem Verein, der 15 Mitglieder zählte. Drei Jahre später starteten diese eine Initiative, mit der das Mitbestimmungsrecht über Land und Anbau weiter gefasst werden sollte: Der Hof gehört allen: Landkauf.eilumst - lindenhof

Für 1.250 Euro kann jeder dem Verein zu Land verhelfen. Im Gegenzug sind die Unterstützer lebenslang am Ertrag beteiligt. Jedes Jahr gibt der Verein Ertragsscheine an die Landkäufer heraus – Wert: … Den Rest des Beitrags lesen »

Tanz als kooperativer Wettstreit

Das Tanz eine höchst kooperative Angelegenheit ist, leuchtet intuitiv jedem ein, dessen Zeh schon einmal vom Absatz des Tanzpartners durchbohrt oder platt getreten wurde. Auch die Idee, dass Tanz ein Commons sei, das von den Tänzern gemeinsam gehegt, gepflegt und weiterentwickelt werden will, ist nicht neu. Aber manchmal stöbere ich im Internet und dann überkommt mich einfach die Lust ein solches Filmchen zu teilen, weil die Akteure hier, in einem ganz unkommerziellen “Social Dance” so gekonnt den Aspekt des Kooperativen Wettbewerbs zelebrieren, dass man auf der Stelle in den Bildschirm eintreten und mittanzen möchte. Kein Markt der Welt bringt zustande was entsteht, wenn man die Leute einfach aus Lust und Laune machen lässt … .

Creating Commons: „Offene Werkstätten sind wie Schneeflocken“

„Immer anders.“ Das sagt Tom Hansing von der Stiftungsgemeinschaft AnStiftung & Ertomis am letzten Tag der DIY-Tagung. Hansing ist ein Kümmerer. Er kümmert sich um den Verbund offener Werkstätten. Offene Werkstätten wiederum sind Freiräume zum Selbermachen. Menschen brauchen solche Räume,

„Räume, die undefiniert sind. Sie brauchen Raum und Unterstützung, um dort was zu entwickeln. Aber es ist total schwierig für freie Räume – also für Leere – Geld oder Unterstützung zu beantragen.“

Das berichtete Frauke Hehl von der Berliner Workstation Ideenwerkstatt, die mit ihrem Beitrag den letzten Tagungstag eröffnet hat. Wenn sie spricht klingt das immer ein wenig, als gäbe es überall Commons, zumindest an allen Ecken und Enden Berlins. Selbst „Jobcenter“ könne man kreativ und subversiv selbermachen, findet sie – während die Präsentation das BA-Logo hackt. Es macht Mut, Frauke Hehl zuzuhören!

Doch zurück zu den offenen Werkstätten. Da geht es nicht um Kaffeesatzleserei, sondern um Handfestes. Tolles aus Kaffeesatz zum Beispiel. Ungewöhnliche Fahrradständer oder so eine Art Restebank im Fahrradschlauchlook. Alles anfängergeeignet (wer weitere Ideen verfolgen will, abonniert am besten das Ding des Monats).

Egal ob Steinwerkstatt, Siebdruckwerkstatt oder Selbsthilfewerkstatt – offene Werkstätten sind Orte für gemeinsames handwerken, reparieren, upcyclen oder fabben, Orte, an denen geteilt wird, was fürs Selbermachen nötig ist: Den Rest des Beitrags lesen »

Zwischen mir und der Tomate gibt es keinen virtuellen Raum

[Von der DIY Tagung in Tutzing].

NN steht im Programm. Zwei Gründerinnen von O’pflanzt is in München stellen zunächst die Prinzipien ihres Gartens und erklären somit, warum sie sich mit dem NN ganz wohlfühlen (obwohl sie Vanessa und Caro heißen).

Die Prinzipien von O’pflanzt is sind unter anderen:

Basisdemokratie, Konsensprinzip, ständige Anpassung der Regeln und: so austauschbar sein wie möglich.

Am Anfang war ein Film und eine Gedankenskizze (Foto), erzählt Vanessa:

„Ich hatte einen Film gesehen habe über Projekte in Berlin und Leipzig und dachte WOW, … Den Rest des Beitrags lesen »

Es gibt kein Selbermachen ohne Gemeinsames Tun

Ein Experiment: Commonsbloggt live aus der DIY-Tagung an der Evangelischen Akademie Tutzig, wo ich gestern Abend die Ehre hatte, mit Nico Paech ein Streitgespräch zu führen.
Los geht es mit Marco Clausen, Gründer des allseits bekannten und beliebten Prinzessinnengartens inmitten von Berlin.

Clausen spricht über das Potential des Informellen. Also einfach zu tun „ohne viel Fachkenntnisse und ohne Kapital“ Er spricht darüber, mit „leidenschaftlichem Dilettantismus die Lücke zu nutzen“. Im Prinzessinnengarten (6000 qm im Eigentum der Stadt Berlin und im Besitz der PrinzessinnengärtnerInnen, weitere finanzielle Unterstützung von der Stadt gibt es nicht) wird mit dem gearbeitet, „was vor Ort ist, mit den Ideen, mit der Fläche die zur Verfügung steht, mit Improvisationsgeist. Es geht ums Spielen und Experimentieren.

„Wir verstehen diese Gärten auch als Orte, um städtisches Leben zu erzeugen: Hier wächst nicht nur Gemüse, sondern auch soziale Beziehungen.“ Es ist ein Ort des … Den Rest des Beitrags lesen »

Commons-Reisen durch Europa. Eine Projektskizze

Eine einfache Idee sucht Mitmachende. Es geht um eine Commons-Reise irgendwann zwischen August und Oktober 2013. Eine Reise, die weder Arbeit noch Urlaub ist, sondern einfach wichtig und spannend zugleich.

„Nimm den Menschen ihre Reproduktionsmittel– ihr Land, ihre Arbeit, ihre Sozialleistungen, so dass sie einfach jeden Job annehmen müssen. Und dann erkläre die Krise. Sie ist immer ein guter Vorwand, den Menschen noch mehr wegzunehmen.“ (Silvia Federicci im Interview)

Zum Beispiel das, was sie heute brauchen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten: ihre Jobs.

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Krisen lassen besonders augenfällig werden, wenn wir von Markt (Jobs) und Staat (Daseinsvorsorge) verlassen sind und Das-Dazwischen zerrieben ist. Zugleich scheinen sie besondere Gelegenheiten für neue Experimente des Commoning zu eröffnen. Commons sind zwar mehr als eine Krisenreaktion, ganz klar, aber auf diesen Reisen wollen die, die sie unternehmen sich auf Commons als Antwort auf die Krise konzentrieren. Und dazu publizieren!

Die Tragedy of the Market richtet in Europa immer mehr Verwüstungen an. Deshalb wollen wir eben hier in Europa der Frage nachgehen: Wie kommen wir von der Krise zu mehr Commons? … und „nebenbei“ Vernetzung betreiben. Das Thema ist alles andere als neu. Neu ist vielleicht die Form, die ich vorschlage.

Hier ist eine allererste Skizze.

COMMONS INMITTEN UND JENSEITS DER KRISE oder: WOVON DIE MENSCHEN WIRKLICH LEBEN

Wer: 3 Reiseteams à 3 Personen, die die Motivation teilen, sind insgesamt 13 Tage (inkl. An- und Abreise) in 3 Ländern (Spanien, Griechenland und ein drittes… ) unterwegs

Wann: ein klimatisch und für die Reisenden sowie Partner_innen geeigneter Termin im Spätsommer/Herbst 2013

Was: Zum Themenkomplex Commons und Krise ein paar Fragestellungen für die Gruppe erarbeiten – mikro und makro. Und mit diesen Fragestellungen im Kopf maximal 2 Projektbesuche und/oder akademisch-politische Fachgespräche täglich mit anschließender Reflexion und Kommunikation „nach Hause“

Wie: selbstorganisiert :-) , pro Land gibt es mind. 2 Ansprechpersonen, die auch in die Reiseorganisation eingebunden sind. Nach Spanien sollten des Spanischen Mächtige reisen, in Griechenland brauchen wir sicher Übersetzung (Ideen vorhanden) und das dritte Land wäre zu entscheiden. Das kommt auf Eure Rückmeldungen an.

Kontakte zur Commons-Szene insbesondere nach Spanien aber auch nach Griechenland sind vorhanden. Die Reise sollte NICHT nur auf zwei Orte pro Land beschränkt sein.

Wofür: Ganz praktisch: täglich wird mindestens ein Blogbeitrag von jeder der Gruppe produziert werden (daher nur 2 Termine am Tag) darüber hinaus am Ende oder nach der Reise von jeder Gruppe mindestens 2 in Print- und Onlinemedien publikationsfähige Artikel. Die Idee ist, den Menschen, von denen die jeweilige Reisegruppe lernt, etwas zurückzugeben und gleichzeitig die Frage zu beantworten, wovon Menschen leben inmitten der ökonomisch-politischen Krise neben Jobs am Markt und Fürsorge vom Staat.

Womit: Bahn- oder Flugkosten müssen selbst getragen werden, Unterkunft und Verpflegung sollte vor Ort, von Partnern zur Verfügung gestellt werden. Verwaltungsaufwand muss sich so gering wie möglich halten, da es niemanden gibt, der das abwickeln kann oder möchte.

Was meint Ihr?
Meine Fragen, die gern in den Kommentaren vervollständigt und beantwortet werden können:

Welche Fragen zu Commons und Krise habt Ihr?

Welches dritte Land schlagt Ihr vor?

Wer hat Lust, sich für dieses Vorhaben zu engagieren?

Egal ob in der weiteren Konzeption, in der Reisevorbereitung, ob im publizistischen Teil (z.B. eine Website basteln und die Artikel gegenlesen) und natürlich:

Wer wäre dabei?

Ihr könnt mir auch eine mail schicken, an die Blogadresse oder an Silke.Helfrich@gmx.de

Update 21.Oktober:

Ich sehe diesen Vorschlag weder als Projekt, noch als Arbeit. Ich habe einfach Lust das zu machen, weil ich es für wichtig halte. Und ich freue mich auf Mitmachende, die ähnliche Fragen bewegen. Natürlich könnte man auch “ein Projekt” daraus stricken, aber dazu bedürfte es erstens eines Vereins und zweitens eines gewissen Aufwandes (Anträge schreiben, abrechnen, evt. inhaltlich-politisch rechenschaftspflichtig sein). Aber genau so etwas will ich nicht. Ich will unterwegs sein, reden, lernen, schreiben … das, was ich sonst zu Hause tue auf ein wichtiges Thema fokussieren und unterwegs tun.  Und weil ich dieses Thema reisenderweise am liebsten an vielen Orten bearbeiten würde, aber nicht kann, habe ich Euch eingeladen mitzukommen.

Update 24. Oktober:

Hey, danke für die Post in meiner mailbox :-)

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