„Reputation ist die Währung der Gemeingüter“ – WDR 5: Redezeit

von Tango, Fischen und Software und davon, wie wir unsere eigene Welt bauen: Eine halbe Stunde Redezeit in der WDR Redezeit: „Neugier genügt“ – mit Thomas Koch. Hier der link zum podcast.

Ich hab’ doch da tatsächlich gesagt, dass Wasser und Land die „zentralen produktiven Ressourcen von früher sind“… sind sie natürlich auch noch heute. :-)

Ach so, ja: ich bin keine Ökonomin.

Wirtschaftsnobelpreis für Ostrom: von den Commons zum Mond

Ich war im Funkloch. Ausgerechnet als Anfang der Woche der Wirtschaftsnobelpreis an Elinor Ostrom vergeben wurde. Kurz vor meinem  virtuellen Abtauchen noch diese Pressemitteilung und jetzt lese ich den Nachrichten hinterher.

Stefan Meretz hat auf Keimform eine vergnüglich kritische Presseschau gemacht: Ich kann – da die Begriffsverwirrung auch die Presse plagt (Allmendressourcen, Gemeingüter, Gemeineigentum, Commons oder was?)  – diesen Artikel beitragen.

Zur Ergänzung der Presseschau hier der Versuch der NZZ, Ostrom doch noch der klassischen liberalen Schule zuzuordnen. Urteil: Nicht überzeugend.

Der Spiegel online findet, die diesjährige Preisvergabe sei ein Zeichen für

eine weitere Entideologisierung des Nobelpreises und den zunehmenden Sieg von praxisrelevanter Forschung über die abstrakte Theorie.“

Stimmt! Nicht ist so unideologisch wie die Commonsdebatte. Und die Financial Times Deutschland resümiert: Den Rest des Beitrags lesen »

Telepathology: a life saving commons?

Access to Pathology Expertise: How can we turn this luxury into a global commons? This is the question asked by Jacques Paysan from Carl Zeiss MicroImaging GmbH during the World Commons Forum held in Salzburg on September 29/30.

The success of medical treatment crucially depends on accurate diagnosis by an experienced pathologist. This is particularly true for tumour surgery, transplantation medicine, and diagnosis of infections. In a nutshell: No diagnosis, no therapy!

Just imagine: You have something you don’t understand. Nor your doctor does. So, … Den Rest des Beitrags lesen »

The Commons as a new narrative for the 21 century

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I had the opportunity to do the introductory talk of the World Commons Forum held on 29 and 30 of September in Salzburg. I am pleased to share my ideas as well as the presentation. It includes a table to compare the present paradigm with the commons paradigm. Den Rest des Beitrags lesen »

GreenXchange oder: Wie funktioniert „open innovation“?

Entworfen, um für’s Geschäft und mehr Innovation Wissen zu teilen.

Das folgende Video über GreenXchange (vía; „enable the green economy“, ein Projekt von Nike, BestBuy und Science Commons) erklärt neue Kooperationsformen – Open Innovation -, die (Digital) Commons und die Comedy of the Commons. Deswegen steht es hier. Und weil zutrifft, was  der Sprecher John Wilbanks sagt, dass nämlich die Möglichkeiten digitaler Kooperation nicht vorwiegend dafür eingesetzt werden, Lösungen für komplexe Umwelt- und Ressourcenprobleme zu finden. Gerade in diesem Bereich werden Innovationen aber dringend gebraucht:  „shared innovation is more innovation.“

So; hier sollte das Video stehen, aber ich kriege es nicht eingebunden :-( ,  Ihr HIER klicken.

Aus der Projektbroschüre: Den Rest des Beitrags lesen »

Musik als Gemeingut

“Musik ist hauptsächlich ein Kulturgut.” Daraus folgt …, dass der Großteil der Musik (wie anderer Kulturgüter) eigentlich als Gemeingut unter der Public Domain stehen sollte“ fand Andre Dubber heute im all2gethernow camp.
Der Kontext steht hier. Ich muss mich mal umschauen, wie das Publikum das fand und was sonst noch bei all2gethernow diskutiert wird.

Und Sie? Können sie mit der Idee von der „Musik als Gemeingut“ was anfangen? Ist es nicht tatsächlich so, dass alles was komponiert und getextet wird in einem Maße aus der kulturellen Allmende schöpft, dass die Gemeinfreiheit die einzig logische Konsequenz ist? Was freilich niemanden daran hindern soll, mit Musik machen und aufführen und Fanartikel promoten und supersondererstausgaben und sonstwas Geld zu verdienen. Ich finde nur:  „Geschäftsmodell“ und Lizenzierungsfragen müssen voneinander getrennt werden und dürfen nicht – wie bisher – aneinander gekettet sein.

Thüga-Strom in Bürgerhand

Der Thüga Verkauf (im Prinzip eher ein Rückkauf) durch E.ON macht Schlagzeilen. Die ehemalige Thüringer Gas AG

„besteht überwiegend aus Minderheitsbeteiligungen an regional tätigen Versorgern, die sich mehrheitlich in kommunaler Hand befinden …. Thüga selbst gehört zum E.ON-Konzern, der 100 Prozent der Unternehmensanteile besitzt. Im Jahr 2008 erwirtschaftete das Unternehmen  … einen Umsatz von 381 Mio. Euro, + 295 Mio. Euro aus den gehaltenen Beteiligungen. Die gesamten mit Thüga assoziierten Unternehmen erwirtschafteten im selben Zeitraum einen Umsatz von 16,4 Mrd. Euro, beschäftigten 19.200 Mitarbeiter und versorgten rund 3,5 Mio. Gaskunden sowie rund 2,9 Mio. Stromkunden…. (vía)

Ausgehend von einer Freiburger Initiative wird nun die Thüga nicht nur von den Kommunen, sondern von möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern erworben. Angesichts des Verkaufspreises von 2,9 Milliarden Euro scheint das eine verwegene Idee. Doch die Genossenschaftler von Energie in Bürgerhand (EiB) sind optimistisch. Es ist nämlich ganz einfach (jede gute Idee zur Reproduktion der Commons muß einfach sein):

Mit schon 500 Euro bist Du Miteigentümer von 90 Stadtwerken mit 7,5 Millionen Kunden. Du kannst mitbestimmen, ob… Den Rest des Beitrags lesen »

Commons & Gütertheorie

Stefan Meretz hat auf Keimform einen sehr übersichtlichen Artikel zur Einordnung der Commons (Gemeingüter) in die Gütertheorie zur Diskussion gestellt.

Das ist richtig wichtig, denn die meisten Wirtschafts-, Sozial- und Politikwissenschaftler oder JournalistInnen sind es gewohnt, Güter in erster Linie (und oft ausschließlich) nach neoklassischen ökonomischen Kriterien zu klassifizieren (hier zusammengefasst).

Diese Klassifikation (die sofort aktiviert wird, sobald man „Gemeingüter“ sagt; in der Tat eine kritikwürdige Übersetzung) geht am Kern der Commonsidee vorbei. Das wird in Stefans Artikel ersichtlich. Klar wird auch, dass es eben nicht dasselbe ist, ob wir von den Ressourcen selbst, der Eigentumsform oder den Commons (Gemeingütern) reden. „Gemeingüter = Gemeineigentum“ ist ja ein weiteres geläufiges Missverständnis, dem man mit dieser Übersicht beikommt.

Auf Keimform gibt es eine Debatte zum Artikel, in die ich mich schon eingemischt habe, hier ein paar zusätzliche Gedanken und Einwände.

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„Mein Commons? Dein Commons? CREATIVE COMMONS!“

Vom 19.09 bis 31.10. gibt’s in Leipzig die Open (HE)ART-FAIRr Ausstellung und mehr: Die Galerie eeg, der Hackerspace sublab und die Free Software Foundation Europe (FSFE) veranstalten zum Beispiel am 19. September gemeinsam ihren „Tag der freien Lizenzen“ – mit Ausstellungen, Diskussionen und der ersten Netaudio Nacht Leipzigs.

Um 10 Uhr wird mit „Open (He)art-fair“, eine – open (free) Software und Hardware – Ausstellung eröffnet. Alle Werke sind allein durch die Nutzung frei zugänglicher Quellen entstanden. Die Macher wollen mit diesem Konzept beweisen, dass man auch ohne enorme finanzielle Mittel eine attraktive Veranstaltung auf die Beine stellen kann. Kapital und Kreativität: Kann man das miteinander vereinbaren – oder schließt sich das aus? … Die Veranstalter wollen zeigen, dass qualitativ hochwertige Kunst auch ohne jedes Kapital möglich ist.

Das erinnert mich daran, dass auch die wichtigsten Innovationen des Web 2.0 genau dann stattfanden, nachdem das Kapital abgezogen war; nach dem Platzen der dot.com-Blase im März 2000.

Ab 19:00 Uhr gibt’s am gleichen Tag die Podiumsdiskussion „Mein Commons? Dein Commons? CREATIVE COMMONS!“ statt.

Mehr Infos hier bei Gulli.

Wir müssen schneller scheitern

Wir müssen schneller scheitern, um das Tal des Todes zu überbrücken. So könnte man die Botschaft von Health Commons auf den Punkt bringen.  Über Health Commons habe ich hier und hier schon berichtet, nun aber genauer hingesehen und den Grundlagentext gelesen. Die Schlußfolgerung will ich vorweg nehmen.

Es müsste Pharmaforschungscommons heißen oder – neutraler noch – Pharmaforschungspool.


Der Reihe nach: Den Rest des Beitrags lesen »