Stefan Meretz hat auf Keimform einen sehr übersichtlichen Artikel zur Einordnung der Commons (Gemeingüter) in die Gütertheorie zur Diskussion gestellt.

Das ist richtig wichtig, denn die meisten Wirtschafts-, Sozial- und Politikwissenschaftler oder JournalistInnen sind es gewohnt, Güter in erster Linie (und oft ausschließlich) nach neoklassischen ökonomischen Kriterien zu klassifizieren (hier zusammengefasst).
Diese Klassifikation (die sofort aktiviert wird, sobald man „Gemeingüter“ sagt; in der Tat eine kritikwürdige Übersetzung) geht am Kern der Commonsidee vorbei. Das wird in Stefans Artikel ersichtlich. Klar wird auch, dass es eben nicht dasselbe ist, ob wir von den Ressourcen selbst, der Eigentumsform oder den Commons (Gemeingütern) reden. „Gemeingüter = Gemeineigentum“ ist ja ein weiteres geläufiges Missverständnis, dem man mit dieser Übersicht beikommt.
Auf Keimform gibt es eine Debatte zum Artikel, in die ich mich schon eingemischt habe, hier ein paar zusätzliche Gedanken und Einwände.
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