Commons in der URANIA

Am 28. November 2011 um 19.30 gibt es in der Urania-Reihe; Wege in eine ökologische und gerechte Gesellschaft,  einen Vortrag mit Diskussion.

Ort: Urania Berlin e.V. An der Urania 17 Kleiststraße 13 I 10787 Berlin

Aus der Ankündigung:

Wem gehört die Welt? Zur Wiederentdeckung der Gemeingüter

In Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung

Wälder werden gerodet, Meere leer gefischt, die Atmosphäre belastet – Güter und Ressourcen, die frei zugänglich sind, werden übernutzt oder zerstört und gehen der Gesellschaft damit für immer verloren. Mit Appellen an die Moral oder dem Ruf nach einem ordnenden Staat lässt sich dieses Problem genauso wenig lösen wie durch das vermeintliche Allheilmittel Privatisierung. Diskutieren Sie mit Silke Helfrich, wie die „Wiederentdeckung der Gemeingüter“, für die die US-Ökonomin Elinor Ostrom den Wirtschaftsnobelpreis erhielt, dabei helfen kann, mit gemeinsam genutzten Ressourcen so umzugehen, dass alle Menschen ihre Bedürfnisse langfristig befriedigen können.
Eintritt: Normalpreis: 6,00 €, ermäßigt: 5,00 €, Urania-Mitglieder: 3,50 €

Mehr zur Urania gibt es hier.

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Ackermann ruft zum Verzicht auf Spekulationen mit Nahrungsmitteln auf!

Auf den Finanzmärkten wird mit Grundnahrungsmitteln gehandelt. Wobei  Weizen, Reis und Mais bei diesem Handel gar nicht mehr vorkommen. So wie auf  spekulativen Märkten generell keine Waren mehr vorkommen. Man handelt mit Geld; oder besser mit Vorstellungen von künftigen Weltmarktpreisen von Grundnahrungsmitteln (wenn ich das richtig verstanden habe). Das Problem ist: Was beim Handel hinten raus kommt, bestimmt die realen Preise für Weizen, Reis und Mais erheblich mit. Es ist sowas wie Hungerroullette. Vor zwei Tagen habe ich mich an dieser Aktion von Foodwatch beteiligt, die auf dem Report Die Hungermacher von Harald Schumann basiert. Und heute gibt es das hier zu teilen.

Deutsche Bank will Lebensmittel-Spekulation prüfen 19.10.2011
Mehr als 10.000 Protest-Mails innerhalb eines Tages und kritische Artikel in unzähligen Zeitungen zeigen Wirkung: Nachdem foodwatch gestern erst mit dem Report „Die Hungermacher“ kritisiert hat, dass die Spekulationsgeschäfte auch der Deutschen Bank die Lebensmittelpreise in die Höhe und Menschen in den Hunger treiben, kündigte die Deutsche Bank heute an, diese Geschäfte zu überprüfen….“ (Mehr zur Reaktion der Deutschen Bank.)

Die Frankfurter Rundschau gibt die Reaktion der Kritisierten stilblütensicher  wieder:

„Die Deutsche Bank und Goldman Sachs rief die Organisation zum Verzicht auf Spekulationen im Zusammenhang mit Nahrungsmitteln auf.“! (Herv. S.H.)

Was jetzt zählt ist: Dranbleiben! Rechenschaft fordern und Unterzeichnen!

Hier noch ein Beitrag von n24.

Hände weg vom Acker,Mann!

Ich habe das letzte Wochenende mit folgender Frage verbracht: „Was is(s)t eine satte Welt?“ und soeben einen Essay zur Finanzialisierung der Agrarmärkte (und aller anderen wesentlichen Dinge des Lebens) editiert. Hochsensibilisiert habe ich daher diese Aktion unterschrieben, der im Wortlaut wenig hinzuzufügen ist:

Offener Brief von Foodwatch an den Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann: Den Rest des Beitrags lesen »

Schutzrechte-Irrsinn – Wenn schon, dann richtig!

Nach dem Dresdner Christstollen gehen nun auch mit dem Schwarzwälder Schinken die Gäule durch: Der Verpackungsort von Schinken sei dem Verbraucher zwar Wurst, so vermeldet die Tagesschau, nicht aber dem Schinken. Schwarzwälder Schinken, so zitiert das Medium das Bundespatentgericht in München, muss künftig nicht nur im Schwarzwald hergestellt werden, sondern auch dort geschnitten und verpackt werden. Das Gericht hat wohl auch eine Lösung diskutiert, bei der ein Schinken zunächst vom Schwarzwald nach Norddeutschland gefahren und dort geschnitten wird, anschliessend zurück in den Schwarzwald zur Kontrolle transportiert werden muss, bevor er dann wieder nach Norddeutschland runter verfrachtet werden kann, um dort verkauft zu werden. Man könnte nun stundenlang über die Fürs und Widers des Schutzrechteirrsinns und der Ressourcenverplemperung diskutieren, die hier betrieben wird – weil sonst der Schwarzwälder Schinken dem Untergang geweiht sei … aber mir ist das zu blöd. Den Rest des Beitrags lesen »

„Wenn wir nicht handeln, bleibt die Welt ohne Ziele…“

Ich bin zu den 3. Spiekerrooger Klimagesprächen eingeladen und wurde – wie alle anderen - gebeten, eine These von maximal 10 Zeilen vorzubereiten. Das Thema: Welche Möglichkeiten haben wir, zukunftsfähig Neues in die Welt zu setzen? Worin bestehen die Bedingungen und Erfahrungen echter Handlungsfähigkeit, um die notwendigen gesellschaftlichen Veränderungen hinzukriegen, die uns helfen, den Klimawandel zu bewältigen? Wie lassen sich ökonomische und soziale Innovatione unter dem Kriterium des gesellschaftlichen Umgangs mit dem Klimawandel  beurteilen? Welche Netzwerkbildungen sind besonders zukunftsfähig?

„In Verhältnissen, in denen ständig von Change, Innovation etc. geschwafelt wird, ist die Frage, was denn wirkliche Veränderungen ausmacht und wer die wie auf den Weg bringt bzw. bringen kann, wichtiger denn je.“, schreiben die Organisatoren.

Die Grundannahmen lauten: Den Rest des Beitrags lesen »

Gemeingueter.de ist wieder da!

Schicker und nutzerfreundlicher! Wer weniger lange Analysen lesen, sondern sich einfach nur darüber informieren will, was in der Welt der Commons so los ist und wie über sie berichtet wird, der ist auf Gemeingueter.de richtig.

Gestern hat das Redaktionsteam zum Mitmachen auf der neu-gelaunchten Seite eingeladen. Und zwar so:

Liebe Leserinnen und Leser,

wir freuen uns sehr, dass Ihr noch da seid, denn wir waren zwischendurch mal weg. Zugegeben: Das war auch für uns überraschend. Irgendetwas hatte unsere Plattform zerlegt. Genaueres wissen wir bis heute nicht. Den Rest des Beitrags lesen »

@Commoners: Nutzt freie Lizenzen!

Selbstredend müsste die Überschrift lauten: @ alle: Nutzt freie Lizenzen! Aber ich will mich zunächst auf jene beschränken, die über Commons schreiben und dann all ihre Rechte an Dritte abtreten, statt sie für die Commons zu nutzen. Das macht das Republizieren, Übersetzen, Bearbeiten und Weiterverbreiten alles andere als einfach.

Dabei liegt es doch im Interesse aller, die über Commons publizieren, insbesondere im Interesse der Wissenschaftler, ihre Ideen zu verbreiten!

Anlaß dieser Anmerkung ist eine Rezension von Stefan Janson über das im Februar erschienene Büchlein Elinor Ostrom: Was mehr wird, wenn wir teilen.

Janson steigt mit harscher (wenngleich nicht ganz unberechtigter) Kriktik ein. Dass diese Publikation „in Eile auf den Markt geworfen wurde“, davon kann allerdings keine Rede sein. Vielmehr hat es Monate gedauert, bis auch nur die Erlaubnis der Erstverleger eingeholt war. (Was sie gekostet hat… Den Rest des Beitrags lesen »

@CC: Be Creative for the Commons!

or: A Wishlist for Creative Commons

I had the enormous pleasure of being on a panel with Leonhard Dobusch, Tyng-Ruey Chuang and Kat Walsh on „CC’s Role in the Global Commons Movement“, moderated by Mike Linksvayer. We had roughly one hour and 15 minutes at the CC Global Summit in Warsaw in mid September 2011. Big room, great talks but no time for discussion. :-(
Well, in a way it was ok, because it felt like this would be just the first panel out of many more to come.

Tyng-Ruey from Creative Commons Taiwan accurately pointed out that talking about CC’s Role in the Global Commons Movement means talking about what CC as an organization…

„can still do, and shall do, when not talking about the CC licenses“ (Maintaining and promoting those licenses is what CC-staff usually does!)  because… Den Rest des Beitrags lesen »

Militärs über Commons

Die NATO hält Strategieseminare über die Commons ab. Ihr Tenor: „Command the Commons„. Ihre Fragestellung: Wie kann man „die Interessen des Bündnisses“ an den  globalen Gemeingütern sichern?

Der Österreichische Verteidigungsminister hält eine Rede auf dem Europäischen Forum in Alpbach (Tirol) und macht sich über die gerechte Nutzung und sicherheitspolitischen Implikationen der Global Commons“ Gedanken. Das sei, so erfährt man dort,  Teil der neuen österreichischen Sicherheitsstrategie.

Die Militärs hatten schon immer eine gute Nase für die entscheidenden Konfliktlinien der Zukunft. So schwierig ist das ja auch nicht, schließlich hat

„Der Zugang zu solchen globalen Gemeingütern – denken wir an Bodenschätze wie Erdöl – [...] immer wieder auch zu Konflikten oder sogar Kriegen geführt. Umgekehrt gedacht, [...]: der gerechte Zugang zu globalen Gemeingütern ist als wichtige Grundlage für Frieden und Stabilität anzusehen.“

Ergo geht es bei den global commons

„um eine nachhaltige und langfristige Verbesserung der globalen Sicherheitslage“.

wie Minister Norbert Darabos sagt. Darabos ist also der oberste österreichische Heereschef … Den Rest des Beitrags lesen »

Freier Internet Zugang auf dem Flughafen in Wien

Man wagt kaum zu fragen wie das geht! Der Flughafen Wien schafft kostenlos, was andere Airports nur für astronomische Stundenpreise hinbekommen: Der freien Zugang zum Internet. Wie? Keine Ahnung. Offenbar gar nicht so schwierig, wenn man bloss will. Ist zwar kein Commons, sondern eine öffenliche (oder private?) Dienstleistung, die trotzdem Schule machen sollte. Denn das Internet als ganzes ist ein Commons, dessen Zugang wir selbst so regeln können wie es uns gefällt. Oder sehe ich das falsch?

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