Entdeckungen im Öffentlichen Raum
Der Vortrag für den 18. Wiener Architekturkongress hat mich wie immer bis Sekunden vor dem Auftritt beschäftigt. Ich bin zunächst mit dem Publikum durch europäische Städte gereist, um zu erklären was es mit der Enclosure of the Commons auf sich hat. Ein beliebtes Bild für die Enclosure ist ja nach wie vor der Zaun ums Ackerland. Dabei hat es in den letzten Jahrzehnten eine merkwürdige Verschiebung gegeben. Der Zaun ist gewandert. Von klaren Grenzen ins Territorium und vom Land in die Stadt! Ein brasilianischer Kollege hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass Zäune etwa auf den großen Monokulturen in ganz Lateinamerika völlig überflüssig geworden sind. Gensoja dominiert das Land so wie das Agrarbusiness dessen Produktion. Soweit das Auge reicht. Und das Agrarbusiness braucht sich nicht mehr gegen sich selbst abzugrenzen. Höchstens die Commoners selbst errichten noch einen Zaun, um ihr Stückchen Gemeindeland zu schützen. Oft vergebens. Man könnte auch sagen: Die Verhältnisse selbst sind der Zaun.
Der Zaun ist zudem in die Stadt gewandert. Und somit in meinen Vortrag auf dem Architektenkongress. Mein „Lieblingsbeispiel“ dafür ist Florenz, die „Anticommonsstadt“ par excellence. Dort gibt es … Den Rest des Beitrags lesen »



