Träumer im Max Planck Institut für Gemeinschaftsgüter?

Erstaunlich! Da haben wir in Deutschland ein Max-Planck-Institut für Gemeinschaftsgüter, da gibt es in Legal Review ein Interview mit einem Wissenschaftler des Instituts (Dr. Towfigh) und dann redet der Interviewte von der „Tragik der Allmende“ als gäbe es wenig daran zu kritisieren und als gelte es lediglich, diese Tragik zu verhindern. Allerdings scheint es ein bisschen so, als wollte der Interviewer eben dies hören. Seine Einstiegsfrage:

„Herr Dr. Towfigh, in den Politikwissenschaften hat bekanntlich die Public Choice Theory die „Romantik“ beseitigt, beispielsweise aus dem idealistisch motivierten Politiker den rational-egoistischen Nutzenmaximierer herausgekitzelt. Im Vergleich zum politikwissenschaftlichen Realismus: Stecken die deutschen Rechtswissenschaften vielleicht immer noch in ihrer romantischen Phase?“

Das Wort „beseitigt“ trifft’s irgendwie. Wohin uns derart politikwissenschaftlicher Realismus führt, der anderes „beseitigt“, sehen wir allenthalben.

Einige Interviewauszüge: Den Rest des Beitrags lesen »

Gemeingüter in 3 Minuten. Das Video

Wir haben ein kleines Video produziert.  Darin wird erklärt, was es mit den Gemeingütern auf sich hat und warum uns immer alles „knapp“ vorkommt, obwohl es gar nicht knapp ist. Ansonsten gucken die Hardinschen Schafe recht lustig.

Das Ganze gibt’s im Internet schon auf Englisch, Spanisch und Italienisch, französische und portugiesische Übersetzung hab ich hier und derzeit bemühen sich commoners um die Übertragung ins Thailändische und Griechische. Kaum veröffentlicht, bereichert es auch schon mehrere Wikipediaseiten zum Thema. Hier ein Beispiel: Es illustriert die Kritik an der so genannten Tragik der Allmende.

1000 Dank an alle, die das möglich gemacht haben! Vor allem an den schier unfassbar geduldigen Christoph Knoop von dasprogramm und natürlich die dicksten Grüße an den Klammeraffen :-)

Und jetzt: Film ab. Viel Spaß  beim Anschauen und Kommentieren!

Gemeinsam sind wir stark! oder: Börsennachrichten absetzen. Jetzt!

Kooperieren macht stark: Neu scheint mir die Erkenntnis nicht, auch wenn das von Martin Vieweg in Bild der Wissenschaft so dargestellt wird. Aber es kann nicht schaden, wenn sich Wissenschaftler immer und immer wieder mit Fragen auseinandersetzen, die uns mehr darüber lehren, wie Kooperation funktioniert. Und wenn sie belegen, dass Kooperation sich lohnt. Für alle.

Hier einige Auszüge  aus dem Beitrag von Vieweg zu aktuellen Forschungsergebnissen eines deutsch-schweizerischen Teams (Eidgenössische Technische Hochschule + Frankfurter Labor für Experimentelle Wirtschaftsforschung) am Beispiel einer groß angelegten Feldstudie zur Waldbewirtschaftung in Äthiopien:

„Viele Gemeinschaften auf der Welt sind tatsächlich in der Lage, ihre gemeinsamen Güter erfolgreich zu bewirtschaften. Warum das in diesen Fällen gelingt, wollten die Forscher mit ihrer Studie untersuchen. Den Rest des Beitrags lesen »

International Commons Conference: DANKE für eine „tigerisch peerige“ Konferenz

Konferenzorganisation ist komplex…. wenn Staatsgelder abgerechnet werden müssen, Menschen aus verschiedenen Kulturen auf schwer durchschaubare  Verfahren einzuschwören sind und kurz nach Tagungsende schon die nächste ‘droht’?

Es gibt zwei Möglichkeiten der Komplexitätsbewältigung:

  • Entweder die Aufbietung aller körperlichen und geistigen Kräfte weniger Menschen in meist unterbesetzten Teams (Kreativität und Spaß an der Sache haben da kaum Platz) oder
  • die Zauberformel ‘Outsourcing’, d.h. ein Vertrag für jede zu erbringende Leistung. Vom Empfang bis zum Stühlerücken, vom Catering bis zur Moderation, von der Dokumentation bis zur Reisebuchung.

Das war bei der International Commons Conference anders. Auch da haben ein paar wenige Menschen einen Großteil der Arbeit gemacht. Logisch! Aber ansonsten ging es tigerisch peerigzu, so eine Kollegin. Auf „tigerisch peerige“ Weise entsteht zum Beispiel in atemberaubender Geschwindigkeit die umfassendste Konferenzdokumentation, die ich je habe entstehen sehen.

Dafür möchte ich mich bei allen ganz herzlich bedanken! Ihr seid grandios!!!

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Commons auf dem 11. Weltsozialforum

Die Planungen für das 11. Weltsozialforum stehen an. Dieses Mal findet es in der senegalesischen Hauptstadt statt. Die Gemeingüter stehen seit dem 9. Weltsozialforum auf der Tagesordnung des WSF. Die Diskussion zur Vorbereitung von Dakar ist nun angelaufen und wurde auf der Internationalen Commonskonferenz voran getrieben. Der Stand der Dinge kann fortan  auch auf dem Commonsblog des WSF Aktivisten weiterverfolgt werden.

Das Strategiekommitee des WSF hat heute grünes Licht signalisiert. Jetzt geht es an die Umsetzung. Hier die Zusammenfassung unseres Vorschlags.

The World Social Forum and the World Forum on Science and Democracy will be two opportunities for the commoners to interact with other civic and social movements.

The World Forum on Science and Democracy (WFSD) will be held on February the 4th and 5th. Its objective is twofold: Den Rest des Beitrags lesen »

Gemeingüter als politische Leitlinie? Stimmen aus drei Kontinenten

Die Internationale Commonskonferenz war als Fachkonferenz konzipiert und mit 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmern frühzeitig ausgebucht.
Geöffnet wurde die Debatte am Abend des ersten Konferenztages. Das Berliner Publikum mischte sich mit einigen Konferenzteilnehmern.  Der Saal war voll besetzt, die 190 Stühle haben nicht ausgereicht. Es musste nachgelegt werden.

Mit Maria Fernanda Espinosa, Ministerin für das Erbe Ecuadors, Richard Pithouse – Politikwissenschaftler und Aktivist der Sozialen Bewegungen Südafrikas und Barbara Unmüßig von der Heinrich Böll Stiftung habe ich mit sichtlichen Vergnügen das Podium geteilt. Moderiert wurde die Veranstaltung von Christiane Grefe (ZEIT). Was leisten die Commons? Wo sind ihre Grenzen?

Maria Fernanda hat das Publikum mit einer flammenden Rede überrascht, mit vielen Beispielen aus Ecuador, u.a. der Beschreibung der Mingas als gemeinschaftliches System der Wasserbewirtschaftung. Sie hat aber auch ihrer Sorge um die mögliche Kooptation des Begriffs Ausdruck verliehen. Er könne – angesichts der Machtverhältnisse in der Welt – dazu mißbraucht werden, den Zugriff weniger auf die „globalen natürlichen Ressourcen des Südens“ zu legitimieren.

Zu den Aufzeichnungen der Debatte geht es hier, mein Beitrag (Minute 00:40:10 – 01:03:55) beginnt als Reise durch Europa, von Florenz über Berlin nach Stuttgart.

Stuttgart 21, der Bahnhof, den einige wollen aber niemand braucht, ist aus meiner Sicht ein Commonskonflikt, der die Gesellschaft verändert. Unter anderem weil er zeigt: Die existierenden Mechanismen politischer Vermittlung reichen nicht aus. Es geht nicht um Bürgerbeteiligung im klassischen Sinne (in denen jemand bestimmt, wer woran, zu welchem Zeitpunkt und mit welchem Verfahren zu beteiligen ist – und woran nicht). Es geht um soziale Aneignung. Darum, die Gestaltung unserer Lebensverhältnisse und Zukunft wieder als Eigenes spüren zu können.

Einen schönen Bericht über den Abend vom Aushilfsbaumeister der taz gibt es hier.

Interview über die Commons im Österreichischen Rundfunk

Im Gespräch mit Peter Lachnit vom ORF erläutert Silke die Grundzüge der Commons und beschreibt die Commonsbewegung als eine, die bereits existiert, sich aber noch selbst entdecken muss. Hier kann man das Gespräch anhören.

Die Welt verändern: Langsam, aber leicht!

Wider das Primat der Politik

Commons sind keine Schnellboote, die uns aus dem Schlamassel multipler Krisen manövrieren. Wer von Commons redet, bohrt dicke Bretter. Wer dicke Bretter bohrt weiß sehr wohl, dass das anstrengend ist und dauern kann.

Doch Commons sind immerhin Rettungsboote, die uns aus dem Schlamassel der kulturellen Krise manövrieren. Was  nicht wenig ist. Sie bieten die Möglichkeit, Differenz immer wieder neu zu denken. Denn jedes Commons steht für sich, es ist einzigartig. (Erling Berge) Jedes ist in seiner konkreten Beschaffenheit und Verortung, in seiner Verbundenheit mit anderen Systemen, in seinen vielfältigen institutionellen Bezügen anzusehen und zu gestalten. Diese Vielfalt macht Commons zwar nicht unbedingt schnell und wendig, aber durchaus robust.

Die Differenz zu denken heißt, theoretisch und praktisch immer wieder aus den üblichen Dichotomien auszubrechen.

Warum ist das wichtig?

Politik und Ökonomie erscheinen heute dualistisch angeordnet. Dementsprechende Anordnungen finden sich überall: Kooperation vs Konkurrenz, Staat vs Markt oder öffentlich vs privat. In solcher Art Dualismen zerreibt sich das Andere. Das Soziale und die Ökologie, die Kooperenz, das Gemeinsame und Öffentliche, das Gemeinschaftliche und die Allmende. Kurz; all das, was von den Polen nicht erfasst wird.

In der Realität freilich sind Politik und Ökonomie nur unterschiedliche Gesichter desselben Phänomens. Das Eine ist in seiner jeweiligen Beschaffenheit an die Verfasstheit des jeweils Anderen gebunden. Die Krise des Politischen ist Ausdruck der Krise des Ökonomischen.

Beide Bereiche teilen nicht nur historisch, sondern auch logisch ein gemeinsames Schicksal. Die Politik kriselt in Korrespondenz mit dem Ökonomischen”,

schreibt die Philosophin Andrea Günter. (Korrespondenz mit A. Günter)

Diese gegenseitige Abhängigkeit von Politik und Wirtschaft befeuert die ökologische Krise, denn politische Macht wird in der repräsentativen Demokratie durch Umverteilung stabilisiert. Der Staat aber kann nur verteilen, was „erwirtschaftet” wird und im Staatshaushalt landet. Das wiederum ist vom Zugriff auf Gemeinressourcen abhängig. Der Mechanismus ist einfach: Man fördert Kohle (oder andere Energieträger), verkauft sie und zahlt einen Teil der ‘Kohle’ in Form von Steuern an den Staat. Man produziert Güter, bedient sich dabei natürlicher Ressourcen, nutzt die Atmosphäre als Mülleimer und das kollektive Wissen als unerschöpflichen Kreativitätspool, verkauft die erzeugten Güter und zahlt einen Teil der Einnahmen in Form von Steuern an den Staat. So erfüllt der Staat (hier recht, dort schlecht) seine Funktion und deshalb dreht sich in diesem System logischerweise alles ums Geld. Nicht nur in der Wirtschaft, auch in der Politik. Daher tut die Politik für Geld so ziemlich alles – und scheut sich auch nicht, Wertvolles, ressourcenaufwändig Hergestelltes und voll Funktionstüchtiges zu vernichten. Sie nennt es Wachstumsbeschleunigung. Denn dieses Wachstum setzt die wundersame Geldvermehrung in Gang und lebt von ihr. Es scheint allein dafür zu sorgen, dass die Geldquellen – zugleich Quellen der politischen Macht – nicht versiegen.

Das heißt aber auch: klassische und weniger klassische Instrumente der Sozialpolitik – etwa Sozialversicherung und Grundeinkommen – sitzen im selben Boot. Sie sind auf Gedeih und Verderb darauf angewiesen, dass der beschriebene Geldvermehrungs- und Umverteilungsmechanismus funktioniert.

Das Problem dabei ist: die Wachstumsspirale dreht sich gerade durch den steten und wachsenden Zugriff auf Gemeinressourcen immer weiter. Dort, wo Innehalten und radikale Kürzung von Transportwegen angesagt wäre (“das Öl im Boden lassen” oder gezielte Regionalisierung der Produktion) feiert die Politik deren Gegenteil, nämlich Produktionszuwächse und Exportweltmeistereien. Ganz so als lebten wir noch im 20. Jahrhundert.

Worauf es daher ankommt ist, wie Barbara Unmüssig von der Heirnich Böll Stiftung anläßlich der International Commons Conference formuliert:

“die Gerechtigkeitsfrage vom Wachstumsmodell zu entkoppeln.”

und zugleich ganz grundlegend die Produktion dessen, was wir zum Leben brauchen vom wachsenden Zugriff auf natürliche Gemeinressourcen zu lösen! Nicht relativ, sondern absolut.

Wie das geht?

Eine Antwort, die auf der International Commonskonferenz gegeben wurde lautet so: Indem wir die Sphäre der Commons stärken und indem wir Commons auch als Produktionsweise verstehen. Das wurde massiv von Rednern wie Roberto Verzola, Michel Bauwens, Veronika Bennholdt-Thomsen Stefan Meretz und vielen anderen vertreten. Kritische Stimmen die fürchten, dieser Zugang unterschätze die Dringlichkeit der (ökologischen) Krise, gab es auch. Brian Davey hat sie formuliert. Dies scheint nun eine spannende Post-ICC-Kontroverse auszulösen. Doch dazu später mehr.

Was soll das sein, dieses Paradigma der Commons?, fragte Johannes Heimrath gleich zu Beginn der Konferenz:

“Was machen wir substantiell anders?”

Was charakterisiert die Commons als polit-ökonomisches Paradigma? Ein paar – ergänzungsbedürftige – Antworten.

  • Wir kümmern uns nicht um “geistiges Eigentum” und setzen auf vielfältige Besitzformen, in denen Nutzungsrechte der Allgemeinheit im Mittelpunkt stehen.
  • Pluralistische Rechtssysteme und -perspektiven werden ebenso gestärkt wie traditionelle Wissenssysteme. Die zentrale Frage ist immer: Welches Wissensmanagement und welche Rechstsysteme verschieben die Machtverhältnisse (Zugang, Nutzung und Kontrolle von Gemeinressourcen) in welcher Weise?
  • Wir produzieren nicht vorwiegend für den Verkauf, sondern für den Gebrauch. In einer Commonsbasierten Produktionsweise werden Dinge hergestellt, um sie möglichst lange für die eigenen Bedürfnisse und die Bedürfnisse anderer zu nutzen, statt Produkte so zu produzieren, dass „Sollbruchstellen“ eingebaut sind, um die Kaufzyklen sich verkürzen. Das ist auch (aber nicht zwingend) ressourcenschonend.
  • Wir teilen Ressourcen, statt sie zu zentralisieren und zu kontrollieren. (Merke: Google ist kein Commons!)
  • Technologien sind grundsätzlich offen, frei und modular. Sie werden von den communities fortentwickelt und kontrolliert und für die Lösung von Problemen vor Ort eingesetzt.
  • Es bedarf angesichts der niedrigen Transaktionskosten der zentralen produktiven Ressource der Gegenwart (Wissen) keiner Hierarchien mehr um produktiv zu sein. Es geht also nicht mehr um (materielle) Anreize für Kreativität und Produktivität. Diese brauchen lediglich günstige institutionelle Rahmenbedingungen, Freiheit und vielfältige feed-back Schleifen auf Augenhöhe. Dann gibt es sie im Überfluss. Es geht daher “um das Wegräumen von Hindernissen und die Demokratisierung der sozialen Produktion” (Bauwens)

Das klingt nach Utopia…?

… ist aber schon Realität. Traditionelle Commons konnten mit der kapitalistischen Produktivität nicht Schritt halten. Doch diese Zeiten seien vorbei, meinen etwa Michel Bauwens und Glyn Moody. Denn jetzt gibt es ein Werkzeug, das es ermöglicht, global zu kooperieren, ortsungebundene “communities” zu schaffen und selbst die komplexesten “Produkte” herzustellen, freie Hard- und Software etwa oder selbstversorgende moderne Energieinfrastrukturen. Die Rede ist vom  Internet und damit verbundenen Anwendungen. Moderne Commons sind “wettbewerbsfähig”. Und das Schöne daran ist: es ist ihnen ganz egal.

“Die Commons als autonome Produktionsform getragen von Gleichgesinnten (Peers) sind das Herz einer neuen Gesellschaft”,

zeigt sich Michel Bauwens auf der Konferenz überzeugt. Auch er weiß, Commons sind keine Schnellboote, die flink und wendig in eine neue Gesellschaft zischen. Sie sind auf das mühevolle Aufbauen vertrauensvoller Sozialbeziehungen angewiesen.

“Vertrauen – das Wort kann ich nicht oft genug wiederholen”,

betonte auch Elinor Ostrom anläßlich ihrer Nobelpreisrede.

Wer über Commons redet, fordert nicht leichtfüßig das Primat der Politik, denn dieses bliebe im Dualismus hängen. Heute setzt die Politik Regulierungen durch, die sie morgen wieder knackt. Es ist das Ringen zwischen zwei möglichen Hierarchisierungen. Mal dominiert die Politik (meist kurzfristig), meist dominiert die Ökonomie. Je nachdem, welche Krise sich gerade am intensivsten Bahn bricht.

Wer über Commons redet, richtet den Blick auf eine grundlegende Neuausrichtung des Verhältnisses zwischen Markt, Staat und Gesellschaft und auf neue Governanceformen. In diese Richtung müssen sich die akademischen Curricula ändern, wie auch Ruth Meinzen Dick, die Präsidentin der International Association for the Study of the Commons in ihrer Keynote zur ICC unterstrich.

Garrett Hardins vereinfachende und unsaubere Analysen von der „Tragik der Allmende“ gehören revidiert. Die klassische Gütertheorie einer radikalen kritischen Prüfung unterzogen. Und die politikwissenschaftliche beziehungsweise interdisziplinäre Forschung auf neue Institutionalisierungs- und Governanceformen für Gemeingüter fokussiert:
Auf dem vorgestrigen Gemeingütersymposium in Marburg habe ich dafür einige Stichworte genannt:

Wir brauchen eine großes Bündnis zwischen Commonsaktivisten und den “postnormalen” Wissenschaftlern. Jetzt!

PS 1: Das „Postnormale“ habe ich hier abgeguckt :-) .

PS 2: Die Berichterstattung zur Internationalen Commonskonferenz vom 31.Okt. bis 02. Nov. in Berlin wird hier gesammelt und laufend aktualisiert.

Den Commons eine Stimme geben

„All commons are, in the end, one of a kind.“ (Erling Berge)

Der Hörer klebt am Ohr. Das Telefon gibt mich nicht frei, 4 Stunden vorgestern, 4 Stunden gestern und wenn ich heute nicht nach Marburg fahren würde, ginge das so weiter. Die International Commons Conference (ICC) – veranstaltet von der Heinrich Böll Stiftung in Partnerschaft mit der Commons Strategies Group – beschäftigt mich seit geraumer Zeit. Zwischen dem 31. Oktober und dem 02. November trafen sich ca 180 commoners aus über 30 Ländern in Berlin. Das ist eine Woche her.  Irgendwie dachte ich, es würde jetzt ruhiger, denn das war bisher immer so, selbst wenn ich an der Konferenzorganisation heftig beteiligt war. Doch dieses Mal scheint alles anders.

Die International Commons Conference streckt sich in die Zeit, … Den Rest des Beitrags lesen »

International Commons Conference, Berlin (1.-2. November 2010)

Commoners, Wissenschaftler und politische Entscheidungsträger aus 34 Ländern treffen sich heute zum ersten Tag der Internationalen Commons Conference in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin. Ruth Meinzen-Dick stellt gleich zu Anfang klar um was es geht: „How do we build a political voice for the commons?“ „Was wären Google und Youtube wert – ohne die Seiten und Filme, die wir generieren?“, fragt Michael Bauwens und bezeichnet den Kapitalismus als „scarcity engineering system.“

Wie dem auch sei, die Tagung, deren Vorbereitung so manchen letzten Nerv gekostet haben wird, ist in vollem Gange. Ich bin gespannt, was Silke demnächst in ihrem in letzter Zeit etwas verwaisten Blog darüber berichten wird …

Foto by J.B: Gino Cocchiaro (Südafrika), Beatriz Busaniche (Argentina), Silke Helfrich (D)

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