The commons as a common paradigm for social movements and beyond

World Social Forum: 10 years after: Elements of a new agenda

The commons as a common paradigm for social movements and beyond (version 1.0)

We can only promote the commons as a new narrative for the 21st century if they are identified as a common denominator by different social movements and schools of thought. In my point of view, enforcing the commons would be not only possible, but strategically intelligent. Here are 15 reasons why: Den Rest des Beitrags lesen »

Elemente einer neuen Agenda auf dem Weltsozialforum

… unter diesem Titel lief heute das Gemeingüterpanel während des Internationalen Seminars (10 Jahre danach: Eine andere Welt ist möglich), welches die Träger des Weltsozialforums anlässlich des Jubileums derzeit in Porto Alegre veranstalten.

Hier stelle ich meine Präsentation und den Vortrag zur Verfügung. Beides zwar auf Portugiesisch, aber da mich Zuhörer darum baten, möchte ich einen Link erzeugen, um ihn dann rumzuschicken.

Zu den ReferentInnen des Panels gehörte auch Carlos Candiotti von CONACAMI in Peru. Er sagt:

„Gemeingüter und indigene Völker, das gehört zusammen. „(Eigentlich sagt er: Bienes Comuns inherentes aos Pueblos Indígenas, aber wie übersetzt man das?)

Definition von CONACAMI ist einfach und bestechend:

„Gemeingüter sind das, was in Gemeinschaften erzeugt wird.“ (Bienes comunes son aquellos que surgen in una situación de comunidad.)

(Ich werde mir seine Präsentation besorgen und kann dann ggf. mehr berichten) Anschließend erzählt er, was es bedeutet, in Peru Gemeingüter zu verteidigen. Über 600 Leute von CONACAMI seien in den letzten Jahren denunziert worden, viele von ihnen wurde Gewalt angetan.

Am Nachmittag anregende Gespräche mit Beatriz Busaniche von Vialibre und Florencia von Codigosur, Zukunftspläne und die nächste Lateinamerikareise geplant, workshops, Buchvorstellung. Alles sehr erfreulich. Ansonsten: ein paar Interviews gegeben und mit der  Resonanz beschäftigt…

Ich bin nun sehr gespannt, ob es das Thema in die nächste, die Strategierunde schafft, oder genauer: ob es diese Runde übersteht. Stichworte der hießigen Debatte sind Klimagerechtigkeit (durchaus als Begriff umkämpft), Bem Viver (das gute Leben), Ubuntu… Gemeinsinn und – das bringen die feministischen Gruppen ein – die „care economy„. Eine gemeingüterbasierte Wirtschaftsweise erzeugt all dies.

Hier noch ein nein zwei Links zum Hintergrund.

Victor Hugo und Public-Domain Manifest: Zitate des Tages

Das europäische Netzwerk für digitale gemeinfreie Werke Communia hat ein wunderbares Manifest für die Public Domain veröffentlich. Es kommt mit einem schwer zitierfähigen Slogan daher: Gemeinfreiheit ist die Regel, Copyright ist die Ausnahme!. Hier fand ich dieses Zitat des großen französischen Romanciers.

„Le livre, comme livre, appartient à l’auteur, mais comme pensée, il appartient—le mot n’est pas trop vaste—au genre humain. …Toutes les intelligences y ont droit. Si l’un des deux droits, le droit de l’écrivain et le droit de l’esprit humain, devait être sacrifié, ce serait, certes, le droit de l’écrivain, car l’intérêt public est notre préoccupation unique, et tous, je le déclare, doivent passer avant nous.“

Die Sätzen stammen … Den Rest des Beitrags lesen »

Das Bruttonationalglück von Bhutan

Auch Der Spiegel hat sie jetzt entdeckt, die Suche nach Alternativen zu Wachstum und Privatisierungswahn: Die 800.000 Einwohner von Bhutan seien arm und lebten von dem, was auf ihren Feldern wächst, so das Nachrichtenmagazin. Dennoch spräche in Bhutan niemand von Krise, denn  – und das sei weltweit einzigartig – sei seit über drei Jahrzehnten das allgemeine Glück der Untertanen ganz offiziell höchstes Ziel der königlichen Regentschaft von Bhutan. Seltsamerweise veröffentlicht Der Spiegel den Artikel aber nicht unter der Rubrik Wirtschaft, sondern unter Fernweh.

Foto: jmhullot (Flickr.com)

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Gemeingüter-Nachrichten-Portal online

Tusch. Wieder eine Premiere! Alle reden über Gemeingüter, aber alle irgendwie anders. Die Relevanz des Themas ist daher nicht offensichtlich. Doch nun gibt es ein deutschsprachiges Gemeingüter-Nachrichten-Portal. Hier wird die Presseberichterstattung über das Thema zusammengefasst und mit Beiträgen aus den Blogs, Hinweisen auf Buchpublikationen, Videos, Projektvorstellungen und vielem mehr übersichtlich strukturiert dargestellt. Hier laufen Diskurse zusammen, die zusammen gehören.

Aus der Beschreibung:

„Gemeingüter (commons) sind der gedankliche Rahmen für eine Gesellschaft, die, jenseits von Markt und Staat, Entfaltungs- möglichkeiten für den Einzelnen und bessere Lebensbedingungen für alle bietet. Dieses Portal führt, kurz kommentiert, aktuelle gesellschaftliche Debatten über Gemeingüter zusammen. Egal, ob der Begriff darin genutzt wird oder nicht. Gemeingüter haben das Potential einer großen Erzählung für ein lebendiges 21. Jahrhundert.“

Jede/r kann mitmachen. Je mehr Medien, Themenfelder und geographische Räume wir abdecken, umso deutlicher wird sich die Vielfalt und Fülle der Gemeingüter auf dem Portal spiegeln. Werden Sie Autorin/Autor des Gemeingüter-Nachrichtenportals! Schreiben Sie über das, was über unseren Umgang mit Saatgut und Software, Wasser und Wissen, Code und der Atmosphäre geschrieben, gedruckt und gesendet wird.
Mail an die Redaktion (redaktion@gemeingueter.de) mit wenigen Zeilen zur Biographie und Foto genügt. Dem folgt die Registrierung als Autor_in sowie die Zusendung der wenigen Informationen, die Sie brauchen, um sofort mitzumachen.

Basler Fasnacht: Apokalyptische Allmende mit Kopfladärnli und Ziibelewaje

Während in Jena bei Schnee und Minusgraden lästige Weihnachtspfunde zum Teufel gejoggt werden, bereitet Basel mit Hochdruck den Morgenstraich seiner diesjahrigen Fasnacht vor – für mich ein großartiges Commons-Event! Am frühen Morgen des 22. Februar werden in der historischen Innenstadt sämtliche Lichter erlöschen, kurz bevor Punkt 4:00 Uhr mit dem ohrenbetäubenden Musizieren Tausender Trommler und Pfeifer ein dreitägiges Spektakel beginnt, das dieser Stadt einen unvergleichlichen Charakter verleiht. Die Basler nennen dieses Inferno liebevoll ihre „drey scheenschte Dääg„. Bis zum Morgengrauen ziehen dann mehr als 200 Cliquen, in denen rund 20.000 aktive Mitglieder organisiert sind, in „Larven“ vermummt mit Kopflaternen, Pfeifen und Trommeln durch die prachtvolle mittelalterliche Stadtkulisse und verwandeln diese in ein selbstorganisiertes apokalyptisches Menschengedränge. Hundertausende sind auf der Straße. Die einzige Möglichkeit vom Fleck zu kommen besteht darin, sich ins Schlepptau einer großen Clique zu begeben, die sich mit eindrucksvollen Helebardenträgern den Weg durch die Menschenmassen bahnt.

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„Commons: Strategische Perspektive oder Rettung des Kapitalismus“

Die Bundeskoordination Internationalismus (BUKO) goes commons und die Rosa Luxemburg Stiftung (RLS) geht mit.  Der Titel des Wochenendseminars vom 12.-14.2.2010 ist provokant, das Programm spannend.

Aus der Einleitung:

„In den vergangenen Jahren erlebt das Konzept der Commons (Gemeingüter, Allmende, das Gemeinsame, …) eine Renaissance. … Zuletzt wurde sogar ein halber Wirtschaftsnobelpreis für die Commonsforschung an Elinor Ostrom vergeben. Gleichzeitig werden die Commons im Krisenprozess selbst massiv angegriffen (Klimakrise, Privatisierung, Überfischung, Überwachung und Zensur, …).

Eine weitere wichtige Eigenschaft des Commonsdiskurses ist seine Anschlussfähigkeit an so ziemlich jede Debatte, von Kommunist_innen und Anarchist_innen bis hin zu Liberalen und Konservativen findet jeder etwas darin. Doch wohin führt uns dies? In einen Kapitalismus 3.0 (Peter Barnes) oder in die radikale Transformation kapitalistischer Verhältnisse?

In dem Seminar wollen wir uns gemeinsam einen Überblick über die Debatten verschaffen, strategische Potentiale erkennen und Beispiele aus der konkreten Praxis kennen lernen…“.

Tagungsort (könnte passender nicht sein): Villa Locomuna, Kassel

Anmeldungen bis zum 31.1.2010 an mail@buko.info. Der Teilnehmer_innenbeitrag beträgt 20 Euro …

Hier die komplette Einladung mit Programm. Wer also Lust hat, die Diskussion kennen zu lernen ist in der Villa Locomuna richtig.

In den vergangenen Jahren erlebt das Konzept der Commons (Gemeingüter, Allmende, das Gemeinsame, …) eine Renaissance. Von der Global Marshall Plan Foundation bis hin zum Weltsozialforum wird in der Wiederentdeckung, Erhaltung und Weiterentwicklung der Commons die Möglichkeit gesehen, die Welt gerechter zu gestalten und die ökologische und ökonomische Krise zu überwinden. Zuletzt wurde sogar ein halber Wirtschaftsnobelpreis für die Commonsforschung an Elinor Ostrom vergeben. Gleichzeitig werden die Commons im Krisenprozess selbst massiv angegriffen (Klimakrise, Privatisierung, Überfischung, Überwachung und Zensur, …).

Eine weitere wichtige Eigenschaft des Commonsdiskurses ist seine Anschlussfähigkeit an so ziemlich jede Debatte, von Kommunist_innen und Anarchist_innen bis hin zu Liberalen und Konservativen findet jeder etwas darin. Doch wohin führt uns dies? In einen Kapitalismus 3.0 (Peter Barnes) oder in die radikale Transformation kapitalistischer Verhältnisse? In

dem Seminar wollen wir uns gemeinsam einen Überblick über die Debatten verschaffen, strategische Potentiale erkennen und Beispiele aus der konkreten Praxis kennen lernen.

Teil des Seminars werden zwei Open Spaces sein, d.h. Phasen, in denen alle Interessierten Diskussionsthemen vorschlagen oder anbieten können; zusätzlich sind bereits AGs zu bestimmten Themen vorbereitet.

Tagungsort: Villa Locomuna (www.villa-locomuna.de), Kassel

Anmeldungen bis zum 31.1.2010 an mail@buko.info. Der Teilnehmer_innenbeitrag beträgt 20 Euro und ist vor Ort zu bezahlen — eine Teilnahme soll aber am Geld nicht scheitern. Schlafsäcke und Isomatten bitte mitbringen. Wir werden bei dem Seminar voraussichtlich teilweise selber kochen. Wegbeschreibung und Hintergrundtexte werden den angemeldeten Teilnehmer_innen Anfang Februar per Email zugeschickt.

Das Seminar wird veranstaltet von der Bundeskoordination Internationalismus (BUKO) (www.buko.info) in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Open-Source-Möbel zum Selberbauen

Offenes Design von anfassbaren Dingen, von Dingen zum zusammenbauen und kaputtmachen, zum draufsetzen, rumlümmeln, anzünden (wie Lampen) und nicht nur von Software – das ist der Trend.  Was halten Sie von der Idee, Ihren Schreibtisch aus dem Internet zu laden, den persönlichen Bedürfnissen anzupassen und selbst „die Endfertigung“ vorzunehmen? (Das ist eine ernst gemeinte Frage). Die Nutzungsmöglichkeiten der Allgemeinheit erweitern sich. Die Abhängigkeit vom Produzenten sinkt. Offenes Design beweist, Den Rest des Beitrags lesen »

„Auf leisen Sohlen ins Gehirn“

zitiert dieser Blogbeitrag die Linguisten und Kommunikationsforscher George Lakoff und Elisabeth Wehling:

Wird … in der politischen Debatte eine Metapher über lange Zeit hinweg ständig benutzt und durch die Medien verbreitet, so wird das, was eigentlich eine Metapher ist, in unseren Köpfen zum Common Sense, also zum allgemeinen Verständnis der Situation.“

Das ist mit der Metapher von Garrett Hardin von der so genannten „Tragik der Allmende“ geschehen. Sie ist zum Mythos geworden, obgleich es in der Fachliteratur kaum eine Passage vergleichbarer Länge und Berühmtheit gibt, die so viele Fehler enthält wie die entscheidende Passage des gleichnamigen hardinschen Artikels, merkt der Ökonom Partha Dasgupta an.

Das Problem ist nun:

„… wenn Menschen erst einmal in diesen Deep Seated Frames denken, prallen die nicht in diese Frames passenden Fakten einfach ab.

Das heißt: ein Teil der Realität dringt nicht bis zu uns vor. Wir nehmen diesen Teil der Realität nicht wahr.  Das ist mit den Commons, den Gemeingütern passiert. „Metaphern können töten“, sagt Den Rest des Beitrags lesen »

Der Grund des Patentrechts 4/12

Weiter geht’s in der Vorlesung von Prof. Dirk Löhr. In diesem Teil (9.12 min) vergleicht Löhr den Neoinstitutionalisten Posner mit Marx. Ersterer schloss aus dem Funktionieren des Marktes für Investitionsgüter (z.B. Maschinen), dass dieser auch in der Zu-/Verteilung von Boden oder Wasser (Allmendressourcen) funktionieren müsse.
Marx zog umgekehrt aus dem Scheitern des Marktes für Boden und Wasser den Schluß, dass dieser auch nicht für andere Güter funktionieren könne. Beide vermengten dabei die Dinge aus dem „Schöpfungsrahmen“ (Vandana Shiva – Hab mir noch nie überlegt, ob sie Kreationistin ist.) mit jenen des „Produktionsrahmens“, so Löhr.

Man muss nicht gleich mit dem Autor einer Meinung sein, der bemerkt, dass der Mechanismus der Marktwirtschaft „segensreich“ ist, Den Rest des Beitrags lesen »

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