Snapshots vom World Commons Forum

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Silke illustriert die Architektur der Commons durch eine Parabel mit Liegestühlen und Badetüchern. Den Rest des Beitrags lesen »

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Wenn die Steinzeit Patente gekannt hätte

fragt Natur&Kosmos anlässlich des World Commons Forums in Salzburg (29.-30.09.09) und legt nach:

„Amerikaner und Russen reklamieren den Nordpol für sich, sämtliche Industriestaaten die Atmosphäre und einzelne Unternehmen sogar Patente auf Leben.

Was wäre wohl, wenn die Steinzeit schon das Patentrecht gekannt hätte? Wenn der erste Mensch, der vor Zigtausend Jahren mit Stein und Zunder ein Feuerchen anzündete, zum Amt gerannt wäre und seinen Anspruch auf Verfahren und Produkt angemeldet hätte? Wäre der Kochtopf je erfunden worden? Die Zentralheizung? Der Verbrennungsmotor?

Wir wissen es nicht. Eines ist jedoch klar: Es gibt Ressourcen auf der Erde, die für jedermann nutzbar sein sollten, sonst müssten viele von uns bald wieder leben wie unsere Urahnen. Feuer ist ein Beispiel: …“

Der ganze Text hier.

Foto: Der Versuch Feuer zu entzünden mit Hilfe eines funkenschlagenden Feuerdings. by Torsten Magner; Lizenz: CC: BY, SA

Commons im Forbes Biz Mag

Commons sind allgegenwärtig. Deswegen wird es Zeit, dass sie auch in Zeitungen aller Couleur allgegenwärtig sind. Das sieht derzeit nicht schlecht aus: Dieses Mal titelt Elisabeth Eaves vom US-Business Magazin Forbes (sic!): Common Sense. Treffender Untertitel angesichts der  politischen Großwetterlage: „As heads of state meet, the most urgent priority is to preserve what we have.“ Eaves Ausgangspunkt sind drei Beispiele: Das Schwinden der Fischbestände, das Problem internationaler Piraterie und der zunehmenden Stromverbrauch durch IT! Was hat das alles miteiannder zu tun? Und dann umreißt sie die Idee der global commons.

Ihr Fazit: Den Rest des Beitrags lesen »

„Für wen arbeitet Dein Computer?“

Vorgestern gab’s ein ’25 minütiges Interview im Radio Dreyeckland – also richtig Zeit zum Reden – über das Buch, die Idee der Gemeingüter,  politische Forderungen, die sich daraus ergeben, den Unterschied zwischen öffentlichen Gütern und Gemeingüter und darüber, was sich in dieser Debatte derzeit bewegt. Wolfgang Grün, der mich interviewt hat, hat noch ein 10-Minuten youtube Video produziert. Hier ist es (die „Schnitte“ hört man recht deutlich.)

Radio Dreyeckland Interview gekürzte Fassung bei YouTube (10min.)

Bürgermedizin: Revolution oder „Verrat am Fleisch“?

Im Commonwealth Club of California hatte Tim O’Reilly am 28. Juli prominente Gäste: Jimmy Wales, John Wilbanks und Stephen Friend diskutierten über die Chancen der „Bürgerwissenschaft„. Nein, das ist nicht so langweilig wie die Mimik der Herren :-)

Voraussetzung dafür, dass die Menschen die Medizin(ische Forschung) revolutionieren, ist – Ex-Merck Vizepräsident Stephen Friend sagt es klar-: die massive Übergabe bzw. Sammlung unserer biologisch-genetischen und Patientendaten. Freiwillig und mit Begeisterung, weil wir „wissen wollen was ist“.

Etwa so, wie sich hier Hunde- und Katzenbesitzer über jedes Detail der Krankengeschichte ihrer Vierbeiner austauschen … Den Rest des Beitrags lesen »

Nerds schreiben die Drehbücher unseres Denkens

das meint Frank Schirrmacher in einem must-read über Nerds und deren politisch-piratige Gestalt in der FAZ:

„Nerds haben die Drehbücher unserer Kommunikation, unserer SMS-Botschaften, mittlerweile unseres Denkens geschrieben. Sie sind die größte Macht der modernen Gesellschaft.

Ihrem Wesen nach sind Nerds individualistisch. Aber sie sind Individualisten, die dank der digitalen Technologie die größte Vernetzungsstufe der Menschheitsgeschichte möglich gemacht haben: Vernetzung einzelner Subjekte, die ihren Charakter und ihre Individualität bewahren können, nicht nach ihrem Äußeren beurteilt werden, nicht nach ihrem Geschlecht, nicht nach ihrem Diplomatenkoffer oder ihrer Jute-Tasche. … Und das macht sie wichtig und notwendig.

Über die „Piraten“ lässt sich Endgültiges noch nicht sagen. … Den Rest des Beitrags lesen »

Elevate the Crises

Fünf Nächte lang Konzerte, Live-Acts und DJ-Lines. Fünf Tage lang Vorträge, Diskussionen, Workshops, Installationen und Performances – gestaltet von und mit (unabhängigen) Initiativen, Labels, KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen und AktivistInnen im und um den Grazer Schlossberg.

Vergangenes Jahr hieß es Elevate the Commons. Heuer – wie die Österreicher sagen – Elevate the Crisis! (Wie bitte?) Es geht um Klima und Energie, Ressourcen, Ernährung, Wirtschaft, Politik und Medien), also wieder um die Commons. Ein Blick auf die Teilnehmerliste bestätigt das.

Hier das diesjährige Programmheft eines der bemerkenswertesten internationalen politischen und künstlerischen happenings, die ich kenne.

GreenXchange oder: Wie funktioniert „open innovation“?

Entworfen, um für’s Geschäft und mehr Innovation Wissen zu teilen.

Das folgende Video über GreenXchange (vía; „enable the green economy“, ein Projekt von Nike, BestBuy und Science Commons) erklärt neue Kooperationsformen – Open Innovation -, die (Digital) Commons und die Comedy of the Commons. Deswegen steht es hier. Und weil zutrifft, was  der Sprecher John Wilbanks sagt, dass nämlich die Möglichkeiten digitaler Kooperation nicht vorwiegend dafür eingesetzt werden, Lösungen für komplexe Umwelt- und Ressourcenprobleme zu finden. Gerade in diesem Bereich werden Innovationen aber dringend gebraucht:  „shared innovation is more innovation.“

So; hier sollte das Video stehen, aber ich kriege es nicht eingebunden :-( ,  Ihr HIER klicken.

Aus der Projektbroschüre: Den Rest des Beitrags lesen »

Piraten Ahoi.

„Es mag sein, dass mal eine Zeit kommt in der auch Commons-Logik in Parteien möglich wird. Zur Zeit und bei den Piraten geht es nach hinten los.“ (vía)

Commons-Logik wäre :

  • Besitz statt Eigentum
  • nachhaltig, inklusiv und ko-kreativ wirtschaften und handeln sowie die Regeln miteinander (in den entsprechenden communities) so gestalten, dass die Interessen der Allgemeinheit nicht „automatisch“ („Das System ist eben so.“) dem individuellen Verwertungsinteresse zum Opfer fallen
  • die Interessen der Anderen mitdenken („Ich brauche die Anderen und die Anderen brauchen mich.“)

Es liegt auf der Hand, dass z.B. eine piratige Umweltpolitik der Schritt in eine programmatisch aufregende Richtung wäre, den die Grünen oder die Linken auch in umgekehrte Richtung gehen könnten. Aber dafür braucht es bei den Grünen wohl noch etwas Zeit und bei den Piraten etwas anderes als das, was Benni hier zusammenfasst.

Auf den etwas unseligen Mob-Begriff kann man getrost verzichten, find ich; glaub’ zudem nicht, dass „klassische Parteistrukturen“ und „Rituale“ an dem Desaster Schuld sind, sondern tatsächlich die Fokussierung – bzw. mangelnde Fokussierung auf die Fragen, die die Debatten um genmanipultiertes Saatgut und proprietäre Software, für Freie Kultur und Zugang zu Trinkwasser gemein haben. Aber den wesentlichen Kritikpunkten und dem temporären Stimmentzug kann ich nur zustimmen.

Schade, verdammt! Sieht sonst jemand Land? Ich glaube durchaus, dass wir eine Commonsdenke in ein paar Partei-Köpfen brauchen, denn es gibt e Herausforderungen, die wir auch nicht dadurch bewältigen, dass wir das Kind (Staat und repräsentative Demokratie) mit dem Bade ausschütten. Vielmehr heißt  Commons denken AUCH, den Staat neu denken.

Update: hier noch ein Beitrag zum Thema Commons und Staat von James Quilligan

Musik als Gemeingut

“Musik ist hauptsächlich ein Kulturgut.” Daraus folgt …, dass der Großteil der Musik (wie anderer Kulturgüter) eigentlich als Gemeingut unter der Public Domain stehen sollte“ fand Andre Dubber heute im all2gethernow camp.
Der Kontext steht hier. Ich muss mich mal umschauen, wie das Publikum das fand und was sonst noch bei all2gethernow diskutiert wird.

Und Sie? Können sie mit der Idee von der „Musik als Gemeingut“ was anfangen? Ist es nicht tatsächlich so, dass alles was komponiert und getextet wird in einem Maße aus der kulturellen Allmende schöpft, dass die Gemeinfreiheit die einzig logische Konsequenz ist? Was freilich niemanden daran hindern soll, mit Musik machen und aufführen und Fanartikel promoten und supersondererstausgaben und sonstwas Geld zu verdienen. Ich finde nur:  „Geschäftsmodell“ und Lizenzierungsfragen müssen voneinander getrennt werden und dürfen nicht – wie bisher – aneinander gekettet sein.

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