Lizenz zum Pilzesammeln

Stellen Sie sich vor, man würde den Menschen das Pilzesammeln verbieten und stattdessen zum Sammeln einen Forstverwalter einstellen! Staatskasse muss gefüllt werden.

Schnapsidee? Gibt’s aber trotzdem. So notiert hier die österreichische Landschaftsplanerin Elisabeth Salome Gruber in ihrem kurzen und sehr informativen Text zum „Sammeln von Wildpflanzen im Spannungsfeld zwischen Gemeingut und Allgemeingut“* Den Rest des Beitrags lesen »

Schattenkabinett der GenerationC64

Stellt Euch vor: mit so vielen kreativen Menschen am Runden (von mir aus auch am virtuellen) Tisch sitzen und Wein trinken, während wir die Welt verändern?! Gar nicht so übel. Das Einzige, was ich an der Idee Benni Bärmanns, mich für das C64-Schattenkabinett vorzuschlagen, nicht so toll finde ist, dass ich mich jetzt der Frage widmen muß, was es mit der Generation C64 auf sich hat. (Ich habe zum ersten Mal 1988/89 für das Verfassen meiner Diplomarbeit im Rechenzentrum der Uni Leipzig einen PC benutzt. Fragt bitte nicht, was für einen. Vermutlich vom VEB Kombinat Robotron.)

Man kann offenbar auch ‘Netz sein, statt bloß vernetzt zu sein’ (Benni) wenn man so technikblind ist wie ich. Ebenso wie man für Freie Software wirbeln kann, ohne irgendwas vom Programmieren zu verstehen. Es geht eben um Politik. Deswegen Schattenkabinett.

Oder wie Christian Stöcker im Spiegelartikel „Die Generation C64 schlägt zurück“ formuliert:

„Etwas Unerhörtes war passiert. Eine neue politisch-gesellschaftliche Frontlinie ist sichtbar geworden, eine, die das Klima in diesem Land auf Jahre hinaus prägen könnte. Die Generation C64, die erste, die mit Computern aufgewachsen ist, hat die Nase voll von Herablassung und Gängelung, will sich nicht länger an den Rand der gesellschaftlichen Debatte drängen lassen. Sie wehrt sich, mit ihren Mitteln.“ (Herv. S.H.)

Weiterer Lesetip hier.

Bürgerbiologie und Freie Gentechnik

Manchmal ist mir diese Open (Source) Euphorie suspekt. Zum Beispiel wenn sie weitgehend losgelöst von der Frage durchs Netz geistert, was wir für welchen Zweck entwickeln und tun. Hier ein aktueller Beitrag von Gary Richmond im Free Software Magazine zum Potential von Open Source Biologie. Richmond schreibt mit beeindruckender Begeisterung.

Ich verstehe zwar nichts von Molekularbiologie, aber ich verstehe, dass Molekularbiologie keine Softwareproduktion ist und die DNA keine Kombination von Nullen und Einsen. Deshalb holt Richmond sich am Ende auch selbst ein – schließlich ist der Schritt vom „Bioerror“ zum „Bioterror“ nicht weit und Computerviren sind mit realen Viren nicht vergleichbar.

Es ist eine Binsenweisheit: … Den Rest des Beitrags lesen »

Krieg gegen die Fische

Die Überfischung der Weltmeere muss oft als klassisches Beispiel für die so genannte „Tragik der Allmende“ herhalten. Doch die Überfischung hat viele Ursachen, vor allem aber ist sie ein internationales, von Einzelstaaten inszeniertes Drama. Dieses Drama will die UNO seit Jahrzehnten stoppen. Als sich die Überfischung in den 70er Jahren nach Süden ausweitete, hat sie ein wichtiges Vertragswerk ins Leben gerufen: Das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen (United Nations Conventionon the Law of the Sea,  UNCLOS)

Seit Inkrafttreten von UNCLOS 1982, gibt es feste Fanquoten (TAC – Total Allowable Catches) für jede Nation. Die Staaten teilen die erkämpften Quoten unter ihren Fischern auf. Das Problem dabei: Je höher die Quote, umso ansehnlicher die „Leistung“ der Politiker. Einen Anreiz zur Quotensenkung gibt es nicht. Den Rest des Beitrags lesen »

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