„Du hast gar nichts über den Einsturz des Kölner Stadtarchivs gebloggt, von dem auch der Nachlass Bölls schwer getroffen hat“ , sagte mir neulich ein Leser. „Immerhin hast Du mal bei der Böllstiftung gearbeitet.“ (Hier ein Interview mit René Böll, indem von „bodenloser Schlamperei, Ignoranz und wohl auch finanziellen Gründen“ die Rede ist, die zu dieser „mehrfach angekündigten Katastrophe“ führten).
Es gibt viele Gründe, auf dem Commonsblog über den Einsturz des Archivs zu schreiben, da muss man nicht Mitarbeiterin der Heinrich Böll Stiftung gewesen sein. Am besten erklärt das kurz und bündig dieser lesenswerte Beitrag von Gerd Held in der WELT (heute in meinem Dokumentendschungel wiederentdeckt).
Held stellt den Einsturz in den richtigen Kontext. Er diagnostiziert eine „allgemeine Schieflage“, eine Zeit, die „völlig ihre Maßstäbe verloren hat„. Zitat:
„Wir leisten uns einen Verbraucherschutz, der die aktuellen Konsumgüter bis ins Kleinste überwacht, während die historisch langatmigen Dinge nur ferne Punkte am Horizont der öffentlichen Wahrnehmung sind. Oder die Maßstäbe des Sozialen: Da gibt es ein umfangreiches Förderprogramm, das selbstherrlich den Titel „Die soziale Stadt“ führt. Es beschäftigt sich nur mit der Förderung benachteiligter Stadtteile. Die urbanen Zentralpunkte werden offenbar nicht als sozial bedeutsam empfunden. Und auch die Maßstäbe des Rechts: Unsere Verfassungsidentität wird in den individuellen Menschenrechten gesehen, während Gemeingüter – wie die von allen geteilten Bestände unserer Kultur – einen viel geringeren Rechtsstatus haben.“
Das ist ein Problem, und daran müssen wir was ändern. Jetzt. Gute Ansatzpunkte liefern die Grundgesetzartikel 14, 15 und 20a.
foto, CC-lizensiert, on flickr by rbrands
Ich kenne das aus El Salvador. Die Menschen haben fast keinen Zugang mehr zum 
„Do not enclose the cultural commons“. Ich dachte, so titeln nur Commonsblogger 
Es ist inzwischen unmöglich geworden, alle Konferenzen anzukündigen, auf denen Commons eine Rolle spielen oder die sich auf das Thema spezialisieren. Aber die hier muss sein: Game over – Neustart! Die Neuauflage des größten Umwelt- und Entwicklungskongresses der Bundesrepublik, in den den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Mobilisierungskongresse avanciert: McPlanet.com!
Es gehört zu den großen Tragödien dieser Zeit, dass moderne Medikamente für
Gut drei Wochen Urlaub, wo anfangen? Ich hab’ mich für die Münchner Demo gegen Patente auf Leben vom 14.04. entschieden. Denn eine Freie Gesellschaft braucht nicht nur eine Freie Presse und Freie Software, sondern auch (Patent-)Freie genetische Codes. Freie Schweine und Freien Brokkoli sozusagen. Das ist alles andere als selbstverständlich, wie Brokkoli- und Schweinepatent beweisen (