Die letzte Allmende: zugemüllt

The Tragedy of the Commons meets the final frontier„, so jüngst der Economist.

Im Weltall türmt sich der Müll. 18,000 Objekte reisen um die Erde. Davon sind nur 900 aktive Satellite. Der Rest ist Satelliten- und Raumfahrtschrott. Tendenz der Schrottprodukion: rasant steigend.

Egal ob die Chinesen einen alten Satelliten zerstören oder ein amerikanischer Satellit mit einem ausgedienten russischen kollidiert. Die Scherben bevölkern den Orbit… Den Rest des Beitrags lesen »

NYT: Weg vom Markt – hin zu den Commons

Nancy Folbre stellt im Blog der New York times einen „beschleunigten Schwenk zu den Commons“ fest. Sie belegt das mit einer kurzen Linkparade aus den us-amerikanischen Medien. Folbre u.a.:

„Der rationale Verbraucher hat es leicht. Wir zahlen unser Geld und wählen aus.

Der rationale Bürger hat es schwer. Wir müssen über die Konsequenzen nachdenken, die unser Handeln für Andere hat…. Den Rest des Beitrags lesen »

Commons Craft: Kompliziertes leicht erklärt

Kennen Sie schon Commons Craft? They do simply a great job!

Hier wird erklärt wie RSS funktioniert. Hier das Wichtigste zum Thema Hardware oder zu Social Media. Und hier wird all jenen auf die Sprünge geholfen, die das US-Wahlsystem noch immer nicht verstanden haben.

Und alles in „Plain Englisch“! Also in einer möglichst einfachen und bildhaften Sprache. Ich werde mir mal ein „Commons in plain English“ wünschen.

Probesehen und -hören nach dem Klick.

Erste Übersetzungen gibt es auch schon. Hier das ins Deutsche übersetzte Commons Craft Video über Blogs. (bisschen lausig gesprochen allerdings.)

Wirtschaftswissenschaft hat ausgedient…

Weil wir schlicht mehr sind als ein theoretisches Konstrukt. Weil uns Bindungen wichtig sind, nicht permanente Nutzenmaximierung. Weil wir uns nicht reduzieren lassen auf den homo oeconomicus.

Studien haben gezeigt, so schreibt Jonathan Rowe in einem schönen Artikel über die Nutzlosigkeit der „Wirtschaftswissenschaften“, dass an Orten mit vielen „home grown businesses, along with community institutions and family farms“ das mittlere Einkommen höher und die Arbeitslosigkeit niedriger ist. … Den Rest des Beitrags lesen »

Wem gehört die -fragmentierte- Welt?

…und so wird das Coverbild des Buches aussehen. Das Bild passt, find ich, es zeigt die Fragmentierung der Welt.

Neue Technologien werfen neue Fragen rund um die Commons auf. Sie erleichtern einerseits  die Schaffung neuer Commons (z.B. Freier Software), andererseits tragen sie dazu bei, dass immer mehr Lebensbereiche, die wir bisher als Räume der Allgemeinheit angesehen haben, schneller der kommerziellen Verwertung unterworfen werden können.

Dieser Verwertung geht immer die Entschlüsselung, Entdeckung und Fragmentierung des Wissens und des Lebens voraus. Der Kampf um die Commons folgt dem Takt der technologischen Entwicklung. Den Rest des Beitrags lesen »

Gemeinwohl – das „Kuckucksei der Verfassung“

Wer kennt sie nicht – die hoh(l)e Phrase? „Eigentum verpflichtet.“ Meiner Ansicht nach nicht nur zu sozialem, sondern auch zu ressourcenschonendem Handeln. Gemeint sind nicht nur Bodenschätze, Wasser und Land, sondern auch Sozialbindungen und Kulturbestände. Wenn die Gemeingüter den Bach runter gehen und die sozialen Netze reißen – so wie jetzt – dann ist gründlich was schief gegangen. Dass fast jeder mit seinem Eigentum machen darf was er will, hat dazu erheblich beigetragen.

Kürzlich hat Heribert Prantl in der Süddeutschen im Kontext der Hypo Real Estate Verstaatlichung einen treffenden Kommentar zu Artikel 14 und 15 des Grundgesetzes gebracht. Den Rest des Beitrags lesen »

Commons und Eigentum

Gestern Abend fand in Berlin der 5. Interdisziplinäre Politische Salon „Zeit für Allmende“ der Heinrich-Böll-Stiftung statt. Dazu wird es hier wie immer eine Zusammenfassung geben. Vorab schonmal die Thesen, die zu Beginn des Salons präsentiert wurden:

Thesen zu Commons und Eigentum

Rainer Kuhlen, Silke Helfrich, Christian Siefkes, Christiane Grefe / Februar 2009

Zur Verwendung für den 5. Interdisziplinären Politischen Salon „Zeit für Allmende“

  1. Alle Eigentumsregelungen müssen dem Erhalt und der Erweiterung der Commons verpflichtet sein: Das Konzept der Commons (Gemeingüter) beginnt sich als umfassendes Organisations- und Gestaltungsprinzip in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft durchzusetzen. Dadurch wird der Begriff des Eigentums nicht überflüssig oder aufgelöst. Aber er wird grundlegend neu ausgerichtet. Den Rest des Beitrags lesen »

Neuerscheinung: Wem gehört die Welt?

Das Buch erscheint am 06. März. Sagt der Verlag! Ich freue mich und bringe hier die Ankündigung.

»Gemeingüter sind Räume, in denen wir frei sind.« Yochai Benkler, Harvard University

Wem gehört die Welt?

Auf den ersten Blick haben Wasser und Wissen, Erbgut und Atmosphäre nichts gemeinsam. Was sie aber eint, ist, dass sie zum Nötigsten für ein menschliches Leben gehören. Doch sie gehen der Gesellschaft immer mehr verloren, weil sie privatisiert und der allgemeinen Verfügung entzogen, missbraucht oder unbezahlbar werden. Die Welt gehört nicht mehr allen, sie wird eingezäunt und kommerzialisiert – zu unserem Schaden. Davon zeugen… Den Rest des Beitrags lesen »

Commons: Herausforderung der Macht

Helmut Höge, Genossenschaftsexperte und taz-Blogger, hat unseren Contrasteschwerpunkt zur Peer Economy kritisiert.(vgl. Punkt 6)

Höge setzt Commons mit Gemeineigentum gleich. Vermutlich, weil er unter Commons nur die historische Allmende versteht. Auch Commons auf die Eigentumsfrage zu reduzieren -wie Höge das tut- ist verkürzt. Das wird auch dadurch nicht besser, dass er mit diesem Kurzschluss nicht der Einzige ist. Wenn Gemeineigentum die Lösung sein soll, warum haben dann so viele Gemeineigentumslösungen den Commons nichts genützt?

Was haben wir Kooperativen unterstützt! Beispielsweise in Nicaragua, Mitte der 90er Jahre. Aber Gemeineigentum allein ist eben noch kein Garant für einen wachsenden Commonssektor (der nicht dasselbe ist wie die historische Allmende). Zur historischen Allmende allerdings hat Höge immer Interessantes zu sagen. … Den Rest des Beitrags lesen »

Weltsozialforum fordert Wiederaneignung der Gemeingüter

Durchgehalten hab’ ich nicht. Nach der 17. Deklaration – weitere 10 sollten folgen – raffte ich mein Regencape vom verschlammten Boden: das Weltsozialforum 2009 strebte seinem Ende entgegen, ich dem Ausgang des Mega-Veranstaltungsgeländes (UFRA).

Gerade war mir klar geworden, dass das Thema Gemeingüter (auf Portugiesisch bens comuns) einen enormen Energie- und Legitimationsschub erhalten hat. … Den Rest des Beitrags lesen »

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