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	<title>Kommentare zu: Zeit ist ein Commons</title>
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	<description>Fundsachen von der Allmendewiese</description>
	<lastBuildDate>Wed, 30 Dec 2009 14:30:43 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Silke Helfrich</title>
		<link>http://commonsblog.wordpress.com/2008/05/15/zeit-ist-ein-commons/#comment-952</link>
		<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 May 2008 12:18:00 +0000</pubDate>
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		<description>Deswegen: 
&quot;Wer diese “Währung” dem Geld vorzieht, setzt -wohl eher intuitiv- auf das, was bei Gemeinschaftsgütern zentral ist: Die Bindungen der Menschen zueinander nicht auszuschalten.&quot;

Es gibt dann eben noch etwas ganz Banales: Kontakt zueinander.  Neben der Nichthierarchisierung von Leistung, dadurch dass jede Arbeitsstunde gleich viel wert ist, obwohl sie subjektiv sehr unterschiedlich bewertet wird. 
Zeit als einzig gerechtes Maß anzusehen geht natürlich nicht immer. Christian Siefkes geht deshalb im Peer Economy Konzept auch zu recht viel differenzierter mit diesem Punkt um. Aber im Bereich Pflege und Dienstleistungen &quot;von Mensch zu Mensch&quot; - so wie das im vorgestellten Projekt der Fall ist- scheint mir der Ansatz stimmig.  Da ist es mir allemal lieber, es tritt mir jemand gegenüber, der sich für dieses Modell entscheidet, als eine Automat, der mit Münzen oder eine Bürokratie, die mit Berechtigungsscheinen funktioniert.

So divers wie die commons sind eben auch die möglichen Lösungen. Das ist beileibe kein Plädoyer, die gesamte Wirtschaft so zu organisieren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Deswegen:<br />
&#8222;Wer diese “Währung” dem Geld vorzieht, setzt -wohl eher intuitiv- auf das, was bei Gemeinschaftsgütern zentral ist: Die Bindungen der Menschen zueinander nicht auszuschalten.&#8220;</p>
<p>Es gibt dann eben noch etwas ganz Banales: Kontakt zueinander.  Neben der Nichthierarchisierung von Leistung, dadurch dass jede Arbeitsstunde gleich viel wert ist, obwohl sie subjektiv sehr unterschiedlich bewertet wird.<br />
Zeit als einzig gerechtes Maß anzusehen geht natürlich nicht immer. Christian Siefkes geht deshalb im Peer Economy Konzept auch zu recht viel differenzierter mit diesem Punkt um. Aber im Bereich Pflege und Dienstleistungen &#8222;von Mensch zu Mensch&#8220; &#8211; so wie das im vorgestellten Projekt der Fall ist- scheint mir der Ansatz stimmig.  Da ist es mir allemal lieber, es tritt mir jemand gegenüber, der sich für dieses Modell entscheidet, als eine Automat, der mit Münzen oder eine Bürokratie, die mit Berechtigungsscheinen funktioniert.</p>
<p>So divers wie die commons sind eben auch die möglichen Lösungen. Das ist beileibe kein Plädoyer, die gesamte Wirtschaft so zu organisieren.</p>
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	<item>
		<title>Von: Benni</title>
		<link>http://commonsblog.wordpress.com/2008/05/15/zeit-ist-ein-commons/#comment-951</link>
		<dc:creator>Benni</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 May 2008 06:56:53 +0000</pubDate>
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		<description>Inwiefern genau machen Zeitkonten weniger kaputt als Geldkonten?

Ich bin auch aus dem was ich aus der Praxis von Tauschringen mitgekriegt habe, alles andere als überzeugt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Inwiefern genau machen Zeitkonten weniger kaputt als Geldkonten?</p>
<p>Ich bin auch aus dem was ich aus der Praxis von Tauschringen mitgekriegt habe, alles andere als überzeugt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Silke Helfrich</title>
		<link>http://commonsblog.wordpress.com/2008/05/15/zeit-ist-ein-commons/#comment-950</link>
		<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 May 2008 22:08:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://commonsblog.wordpress.com/?p=219#comment-950</guid>
		<description>Jein, Benni, kann den Einwand nachvollziehen aber mein Punkt war nicht zu sagen: Das WER (also die Eigentumsfrage zu stellen) sei nicht wichtig, sondern: Die Eigentumsfrage zu stellen und so commonsverträglich wie möglich zu beantworten (i.S.v. Besitz statt absolutes Herrschaftseigentum) ist notwendig, aber nicht hinreichend! Es kommt ZUDEM darauf an, wie mensch mit den Dingen umgeht, also wie, womit und was er produziert. 

Bei Ansätzen wie dem der Zeitbank finde ich das WIE bemerkenswert. Nicht weil sie neu oder &quot;wegweisend&quot; sind, sondern weil sie nichts kaputt machen; im Gegenteil: sie tragen zum Erhalt von Gemeinsinn bei. 

@dunkeltron: 
natürlich ist das Konzept ein bisschen älter und kommt weltweit in allen möglichen Varianten vor. Interessant finde ich z.B. auch  die Ithaca Hours, die gegen Arbeitsstunden eingetauscht werden. Auch hier ist jede Form der Arbeit gleich viel wert. Oder die Sektorialwährung fureai kippu im japanischen Gesundheitswesen als Einheit für eine Stunde Pflegearbeit. Die geleisteten Stunden können weitergegeben oder angespart werden um selber im Alter Pflegeansprüche zu erwerben. Wer diese &quot;Währung&quot; dem Geld vorzieht, setzt -wohl eher intuitiv- auf das, was bei Gemeinschaftsgütern zentral ist: Die Bindungen der Menschen zueinander nicht auszuschalten.  
Diese Ansätze mobilisieren die Menschen UND die Gemeinschaften, und das rückt die gesellschaftliche Entwicklung ein Stück näher in die Richtung, die wir brauchen. 
Woher sie kommen, wodurch sie inspiriert sind, wer konkret sie in die Welt setzt... das ist interessant zu wissen, aber aus meiner Perspektive nicht der entscheidende Punkt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Jein, Benni, kann den Einwand nachvollziehen aber mein Punkt war nicht zu sagen: Das WER (also die Eigentumsfrage zu stellen) sei nicht wichtig, sondern: Die Eigentumsfrage zu stellen und so commonsverträglich wie möglich zu beantworten (i.S.v. Besitz statt absolutes Herrschaftseigentum) ist notwendig, aber nicht hinreichend! Es kommt ZUDEM darauf an, wie mensch mit den Dingen umgeht, also wie, womit und was er produziert. </p>
<p>Bei Ansätzen wie dem der Zeitbank finde ich das WIE bemerkenswert. Nicht weil sie neu oder &#8222;wegweisend&#8220; sind, sondern weil sie nichts kaputt machen; im Gegenteil: sie tragen zum Erhalt von Gemeinsinn bei. </p>
<p>@dunkeltron:<br />
natürlich ist das Konzept ein bisschen älter und kommt weltweit in allen möglichen Varianten vor. Interessant finde ich z.B. auch  die Ithaca Hours, die gegen Arbeitsstunden eingetauscht werden. Auch hier ist jede Form der Arbeit gleich viel wert. Oder die Sektorialwährung fureai kippu im japanischen Gesundheitswesen als Einheit für eine Stunde Pflegearbeit. Die geleisteten Stunden können weitergegeben oder angespart werden um selber im Alter Pflegeansprüche zu erwerben. Wer diese &#8222;Währung&#8220; dem Geld vorzieht, setzt -wohl eher intuitiv- auf das, was bei Gemeinschaftsgütern zentral ist: Die Bindungen der Menschen zueinander nicht auszuschalten.<br />
Diese Ansätze mobilisieren die Menschen UND die Gemeinschaften, und das rückt die gesellschaftliche Entwicklung ein Stück näher in die Richtung, die wir brauchen.<br />
Woher sie kommen, wodurch sie inspiriert sind, wer konkret sie in die Welt setzt&#8230; das ist interessant zu wissen, aber aus meiner Perspektive nicht der entscheidende Punkt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Benni</title>
		<link>http://commonsblog.wordpress.com/2008/05/15/zeit-ist-ein-commons/#comment-949</link>
		<dc:creator>Benni</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 May 2008 09:47:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://commonsblog.wordpress.com/?p=219#comment-949</guid>
		<description>Diese ganzen Tauschringe usw. kranken doch an einem grundlegenden Problem: Nicht die Art der Produktion steht im Mittelpunkt, sondern wie man sich am (wenn auch reformierten) Markt plaziert. 

Gerade aus Commonsperspektive müsste das doch uninteressant sein, schliesslich ist der Witz an den Commons doch gerade (wie ich von Dir gelernt habe), dass das &quot;Wie, Womit und Was&quot; der Produktion wieder im Mittelpunkt stehen sollte.

Das muss jetzt nicht heissen, das man das nicht machen kann aber als besonders wegweisend empfinde ich diese ganzen Ansätze nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Diese ganzen Tauschringe usw. kranken doch an einem grundlegenden Problem: Nicht die Art der Produktion steht im Mittelpunkt, sondern wie man sich am (wenn auch reformierten) Markt plaziert. </p>
<p>Gerade aus Commonsperspektive müsste das doch uninteressant sein, schliesslich ist der Witz an den Commons doch gerade (wie ich von Dir gelernt habe), dass das &#8222;Wie, Womit und Was&#8220; der Produktion wieder im Mittelpunkt stehen sollte.</p>
<p>Das muss jetzt nicht heissen, das man das nicht machen kann aber als besonders wegweisend empfinde ich diese ganzen Ansätze nicht.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Dunkeltron</title>
		<link>http://commonsblog.wordpress.com/2008/05/15/zeit-ist-ein-commons/#comment-944</link>
		<dc:creator>Dunkeltron</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 May 2008 09:26:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://commonsblog.wordpress.com/?p=219#comment-944</guid>
		<description>Das Konzept ist schon ein bisschen älter und fand vor 5-10 Jahren so viel Aufmerksamkeit, dass erwogen wurde, auf diese &quot;Parallelwährung&quot; auch Steuern erheben zu müssen. Formell wohl irgendwie richtig, aber keine gute Wahlwerbung...

Ob das dann unter &quot;Nachbarschaftshilfe&quot;, &quot;Service-Tausch&quot; oder eben &quot;Zeitbank&quot; läuft, ist egal.

zeitbank.de stellt sich allerdings mit einem erschreckend unprofessionellen Internetauftritt dar, dass ich so meine Zweifel habe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Konzept ist schon ein bisschen älter und fand vor 5-10 Jahren so viel Aufmerksamkeit, dass erwogen wurde, auf diese &#8222;Parallelwährung&#8220; auch Steuern erheben zu müssen. Formell wohl irgendwie richtig, aber keine gute Wahlwerbung&#8230;</p>
<p>Ob das dann unter &#8222;Nachbarschaftshilfe&#8220;, &#8222;Service-Tausch&#8220; oder eben &#8222;Zeitbank&#8220; läuft, ist egal.</p>
<p>zeitbank.de stellt sich allerdings mit einem erschreckend unprofessionellen Internetauftritt dar, dass ich so meine Zweifel habe.</p>
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