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	<title>Kommentare zu: Bemerkungen eines Philosophen zu den Allmenden</title>
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	<description>Fundsachen von der Allmendewiese</description>
	<lastBuildDate>Wed, 30 Dec 2009 14:30:43 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: ulrich steinvorth</title>
		<link>http://commonsblog.wordpress.com/2008/04/15/bemerkungen-eines-philosophen-zu-den-allmenden/#comment-975</link>
		<dc:creator>ulrich steinvorth</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 May 2008 20:38:02 +0000</pubDate>
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		<description>Können wir überhaupt zwischen Allmenden und solchen Teilen in den Ressourcen einer Gesellschaft (oder der Menschheit) unterscheiden, die nicht Allmenden sind? Wenn ja, wie ich meine, dann müssen wir auch zwischen Allmendewerten und den Werten solcher Ressourcen unterscheiden, die keine Allmenden sind.  Solche Werte können allerdings nicht als Tauschwerte gemessen werden, die nur der Markt misst. Sie sind vielmehr, wie Stefan sagt, Werte im Sinn von Nutzen, oder, um Marx&#039; Begriff aufzunehmen, Gebrauchswerte. 
Aber heißt das, man kann nicht mit ihnen rechnen? Das wäre fatal, weil dann eine Entscheidung über den Gebrauch knapper Ressourcen, ob aus Allmenden kommend oder nicht, nur mit der willkürlichen Erklärung begründet werden könnte: das wollen wir so, darin sehen wir unsern Nutzen, basta! 
Aber selbst als Individuen entscheiden wir nicht so, wenn wir entscheiden müssen; wir begründen unsre Entscheidungen oft genug damit, daß A für uns nützlicher oder wertvoller ist als B. Erst recht müssen wir das bei ökonomischen und andern öffentlichen Entscheidungen tun. Dann müssen wir messen oder &quot;rechnen&quot;, was für eine Gesellschaft nützlicher oder wertvoller ist. Nutzen und Rechnen lassen sich nicht trennen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Können wir überhaupt zwischen Allmenden und solchen Teilen in den Ressourcen einer Gesellschaft (oder der Menschheit) unterscheiden, die nicht Allmenden sind? Wenn ja, wie ich meine, dann müssen wir auch zwischen Allmendewerten und den Werten solcher Ressourcen unterscheiden, die keine Allmenden sind.  Solche Werte können allerdings nicht als Tauschwerte gemessen werden, die nur der Markt misst. Sie sind vielmehr, wie Stefan sagt, Werte im Sinn von Nutzen, oder, um Marx&#8217; Begriff aufzunehmen, Gebrauchswerte.<br />
Aber heißt das, man kann nicht mit ihnen rechnen? Das wäre fatal, weil dann eine Entscheidung über den Gebrauch knapper Ressourcen, ob aus Allmenden kommend oder nicht, nur mit der willkürlichen Erklärung begründet werden könnte: das wollen wir so, darin sehen wir unsern Nutzen, basta!<br />
Aber selbst als Individuen entscheiden wir nicht so, wenn wir entscheiden müssen; wir begründen unsre Entscheidungen oft genug damit, daß A für uns nützlicher oder wertvoller ist als B. Erst recht müssen wir das bei ökonomischen und andern öffentlichen Entscheidungen tun. Dann müssen wir messen oder &#8222;rechnen&#8220;, was für eine Gesellschaft nützlicher oder wertvoller ist. Nutzen und Rechnen lassen sich nicht trennen.</p>
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		<title>Von: StefanMz</title>
		<link>http://commonsblog.wordpress.com/2008/04/15/bemerkungen-eines-philosophen-zu-den-allmenden/#comment-974</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 May 2008 19:56:03 +0000</pubDate>
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		<description>Ich glaube nicht, dass der „Allmendewertteil eines gesellschaftlichen Gesamtprodukts” überhaupt bestimmbar ist. Den Wert gibt&#039;s ja, nach den klassischen Ökonomen (Smith, Ricardo, Marx), nur deswegen, weil nicht direkt, sondern nur indirekt für die Gesellschaft produziert wird. Die zwischengeschaltete Indirektion ist der Markt. Alles, was keinen Markt braucht, weil es der Gesellschaft schon gehört, hat auch keinen Wert. Also auch jegliche Allmende.

Wenn man allerdings Wert nicht streng ökonomisch, sondern mehr im Sinne von »wertvoll« und »nützlich« versteht, dann kann man aber nicht mehr mit Kategorien von Wert (und Geld) argumentieren. Deswegen kommt man IMHO mit Rechnen hier nicht weiter. Sondern die Frage ist schlicht, ob wir gesellschaftlich den Nutzen der Allmenden haben wollen oder nicht. Um also für die Allmende zu argumentieren, muss ihre gesellschaftliche Nützlichkeit aufgezeigt werden - jenseits von Markt, Geld und Staat. Sonst zeigen die Neoliberalen mit der strikten ökonomischen Logik, dass »sich Allmenden nicht rechnen«. Womit sie Recht haben. Das sollen sie auch nicht: Nutzen und Rechnen muss getrennt werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube nicht, dass der „Allmendewertteil eines gesellschaftlichen Gesamtprodukts” überhaupt bestimmbar ist. Den Wert gibt&#8217;s ja, nach den klassischen Ökonomen (Smith, Ricardo, Marx), nur deswegen, weil nicht direkt, sondern nur indirekt für die Gesellschaft produziert wird. Die zwischengeschaltete Indirektion ist der Markt. Alles, was keinen Markt braucht, weil es der Gesellschaft schon gehört, hat auch keinen Wert. Also auch jegliche Allmende.</p>
<p>Wenn man allerdings Wert nicht streng ökonomisch, sondern mehr im Sinne von »wertvoll« und »nützlich« versteht, dann kann man aber nicht mehr mit Kategorien von Wert (und Geld) argumentieren. Deswegen kommt man IMHO mit Rechnen hier nicht weiter. Sondern die Frage ist schlicht, ob wir gesellschaftlich den Nutzen der Allmenden haben wollen oder nicht. Um also für die Allmende zu argumentieren, muss ihre gesellschaftliche Nützlichkeit aufgezeigt werden &#8211; jenseits von Markt, Geld und Staat. Sonst zeigen die Neoliberalen mit der strikten ökonomischen Logik, dass »sich Allmenden nicht rechnen«. Womit sie Recht haben. Das sollen sie auch nicht: Nutzen und Rechnen muss getrennt werden.</p>
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		<title>Von: ulrich steinvorth</title>
		<link>http://commonsblog.wordpress.com/2008/04/15/bemerkungen-eines-philosophen-zu-den-allmenden/#comment-920</link>
		<dc:creator>ulrich steinvorth</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Apr 2008 21:01:00 +0000</pubDate>
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		<description>Soweit ich mich erinnern kann, erwähn ich das BGE erst am Ende. Aber das ist ja nicht so wichtig, man kann den Abschnitt sicher so verstehn wie Dus getan hast. In jedem Fall braucht man doch auch was für sich und nicht nur für die Allmende, selbst wenn man nur für die Allmende leben wollte. Dafür sollte das BGE zuerst da sein, denke ich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Soweit ich mich erinnern kann, erwähn ich das BGE erst am Ende. Aber das ist ja nicht so wichtig, man kann den Abschnitt sicher so verstehn wie Dus getan hast. In jedem Fall braucht man doch auch was für sich und nicht nur für die Allmende, selbst wenn man nur für die Allmende leben wollte. Dafür sollte das BGE zuerst da sein, denke ich.</p>
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		<title>Von: Benni</title>
		<link>http://commonsblog.wordpress.com/2008/04/15/bemerkungen-eines-philosophen-zu-den-allmenden/#comment-918</link>
		<dc:creator>Benni</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Apr 2008 07:37:41 +0000</pubDate>
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		<description>Ne, natürlich nicht. Du schreibst nur in dem zitierten Abschnitt, dass Die Steuern oder Abgaben der Überaneigner nicht ins Grundeinkommen fliessen sollen, sondern direkt den Allmenden zu Gute kommen sollen. Später bist Du dann doch fürs BGE. Das wäre logisch stringent nur denkbar, wenn das BGE nicht von den Überaneignern bezahlt wird, sondern aus einer anderen Quelle und die Überaneigner weiter die Allmenden finanzieren. Das erwähnst Du dann aber nicht mehr und deswegen blieb der Widerspruch für mich da so stehen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ne, natürlich nicht. Du schreibst nur in dem zitierten Abschnitt, dass Die Steuern oder Abgaben der Überaneigner nicht ins Grundeinkommen fliessen sollen, sondern direkt den Allmenden zu Gute kommen sollen. Später bist Du dann doch fürs BGE. Das wäre logisch stringent nur denkbar, wenn das BGE nicht von den Überaneignern bezahlt wird, sondern aus einer anderen Quelle und die Überaneigner weiter die Allmenden finanzieren. Das erwähnst Du dann aber nicht mehr und deswegen blieb der Widerspruch für mich da so stehen.</p>
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		<title>Von: ulrich steinvorth</title>
		<link>http://commonsblog.wordpress.com/2008/04/15/bemerkungen-eines-philosophen-zu-den-allmenden/#comment-916</link>
		<dc:creator>ulrich steinvorth</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Apr 2008 20:03:50 +0000</pubDate>
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		<description>Muß das BGE denn unvereinbar sein mit der Allmendeidee? Das sehe ich nicht, oder überseh ich was?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Muß das BGE denn unvereinbar sein mit der Allmendeidee? Das sehe ich nicht, oder überseh ich was?</p>
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		<title>Von: Benni</title>
		<link>http://commonsblog.wordpress.com/2008/04/15/bemerkungen-eines-philosophen-zu-den-allmenden/#comment-896</link>
		<dc:creator>Benni</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Apr 2008 10:53:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://commonsblog.wordpress.com/?p=180#comment-896</guid>
		<description>Sehr interessanter Artikel. Eines an seiner Argumentation pro Grundeinkommen verstehe ich nicht (obwohl ich ja selbst dafür bin). Zunächst schreibt er:

&quot;In jedem Fall wäre es ein Rückfall in eine neoliberale Politik, wollte man den Allmendewert
des Gesamtprodukts den Individuen zu beliebiger Verwendung überlassen, wie es die sogenannten
Linkslibertaristen vorgeschlagen haben. Diese erkennen an, daß natürliche Ressourcen
großen Wert haben, wollen aber die „Überaneigner“ natürlicher Ressourcen im Verhältnis
zu ihrer Überaneignung besteuern und aus den Steuern die „Unteraneigner“ kompensieren.5
Abgesehen davon, daß es eine Über- und Unteraneignung im Fall kultureller Ressourcen gar
nicht geben kann, wird diese Behandlung von Gemeineigentum ihrem Allmendecharakter
nicht gerecht. Die natürlichen und kulturellen Ressourcen müssen nicht nur in ihrem Wert, ihr
Wert muß auch als der von Allmenden anerkannt und für die Allmenden gebraucht werden.&quot;

da dachte ich erst, ah er ist gegen das BGE, dann später setzt er sich aber gerade dafür als verbindende Forderung der Allmendebewegungen ein, was ich ja unterstütze, aber dann widerspricht er doch seinem eigenen Argument hier. Was hab ich übersehn?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr interessanter Artikel. Eines an seiner Argumentation pro Grundeinkommen verstehe ich nicht (obwohl ich ja selbst dafür bin). Zunächst schreibt er:</p>
<p>&#8222;In jedem Fall wäre es ein Rückfall in eine neoliberale Politik, wollte man den Allmendewert<br />
des Gesamtprodukts den Individuen zu beliebiger Verwendung überlassen, wie es die sogenannten<br />
Linkslibertaristen vorgeschlagen haben. Diese erkennen an, daß natürliche Ressourcen<br />
großen Wert haben, wollen aber die „Überaneigner“ natürlicher Ressourcen im Verhältnis<br />
zu ihrer Überaneignung besteuern und aus den Steuern die „Unteraneigner“ kompensieren.5<br />
Abgesehen davon, daß es eine Über- und Unteraneignung im Fall kultureller Ressourcen gar<br />
nicht geben kann, wird diese Behandlung von Gemeineigentum ihrem Allmendecharakter<br />
nicht gerecht. Die natürlichen und kulturellen Ressourcen müssen nicht nur in ihrem Wert, ihr<br />
Wert muß auch als der von Allmenden anerkannt und für die Allmenden gebraucht werden.&#8220;</p>
<p>da dachte ich erst, ah er ist gegen das BGE, dann später setzt er sich aber gerade dafür als verbindende Forderung der Allmendebewegungen ein, was ich ja unterstütze, aber dann widerspricht er doch seinem eigenen Argument hier. Was hab ich übersehn?</p>
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