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	<title>Kommentare zu: Wem gehört das Gold Lateinamerikas?</title>
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	<description>Fundsachen von der Allmendewiese</description>
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		<title>Von: Daewoo kauft halb Madagaskar &#171; CommonsBlog</title>
		<link>http://commonsblog.wordpress.com/2008/01/17/wem-gehort-das-gold-lateinamerikas/#comment-1277</link>
		<dc:creator>Daewoo kauft halb Madagaskar &#171; CommonsBlog</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 13:59:52 +0000</pubDate>
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		<description>[...] nichts - außer Umwelt- und Sozialproblemen- im Land zurück (so wie in Paraguay oder wie in den Gold-, Silber- und Kupferminen ganz Lateinamerikas). Was die Gewinnbesteuerung an Bargeld bringen mag, ist demgegenüber ein Tropfen auf den heißen [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] nichts &#8211; außer Umwelt- und Sozialproblemen- im Land zurück (so wie in Paraguay oder wie in den Gold-, Silber- und Kupferminen ganz Lateinamerikas). Was die Gewinnbesteuerung an Bargeld bringen mag, ist demgegenüber ein Tropfen auf den heißen [...]</p>
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		<title>Von: Erdöl in Ecuador: Please don&#8217;t touch &#171; CommonsBlog</title>
		<link>http://commonsblog.wordpress.com/2008/01/17/wem-gehort-das-gold-lateinamerikas/#comment-1034</link>
		<dc:creator>Erdöl in Ecuador: Please don&#8217;t touch &#171; CommonsBlog</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jul 2008 10:28:51 +0000</pubDate>
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		<description>[...] oder Biodiversität angeführt. Dazu gehören m.E. auch die Bodenschätze. Die Konflikte um den Abbau von Mineralien und Edelmetallen in ganz Lateinamerika machen dies in bedrückender Weise [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] oder Biodiversität angeführt. Dazu gehören m.E. auch die Bodenschätze. Die Konflikte um den Abbau von Mineralien und Edelmetallen in ganz Lateinamerika machen dies in bedrückender Weise [...]</p>
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		<title>Von: Mathias Hohmann</title>
		<link>http://commonsblog.wordpress.com/2008/01/17/wem-gehort-das-gold-lateinamerikas/#comment-818</link>
		<dc:creator>Mathias Hohmann</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jan 2008 13:10:49 +0000</pubDate>
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		<description>quote &quot;Die bisher größte Mobilisierung löste 2004 der Konflikt um den Berg Quilish aus. Die Minengesellschaft strebte eine Erweiterung der Grube an. Doch am Berg entspringen wichtige Wasserquellen. Mit Quilish begannen die Belagerungen der Mine durch die Bevölkerung, massive Zusammenstöße mit der Polizei und schließlich das Einlenken der Provinzialregierung, die Gründung eines Runden Tischs und der Verzicht auf die Erweiterung.&quot;

--- (1) Das Quilish-Vorkommen wird zukünftig wieder interessant und ist noch längst nicht aus den Planungen von Minera Yanacocha entschwunden. Der Grund: Peru geht auf die Ziellinie in der Umsetzung des &quot;Freihandels&quot;abkommens mit den USA. Und der Quilish wäre der klassische Fall für die unternehmensseitige Definition eines &quot;entgangenen Gewinnes&quot; im Sinne der juristischen Figur der &#039;indirekten Enteignung&#039; - als Streitwert einklagbar auf der Basis des kommenden Abkommens über Freihandel. Gemessen an den aktuellen Goldwerten beherbergt der Quilish einen monetären Wert von ca. 4 Milliarden US-Dollar (4 Mio. Feinunzen Gold á 1000 US-Dollar die Feinunze). Nicht zu vergessen in diesem Fall - die Weltbank hält über die International Finance Corporation (IFC) noch immer 5 Prozent der Anteile an MY (Minera Yanacocha) und erzielt damit 5 Prozent Anteil an den Gewinnen. Plus: die Entwicklung der ersten Lagerstätten des Tagebaugebietes von MY geschah neben Krediten durch den IFC mit zweistelligen Millionenkrediten (DM) der bundesdeutschen DEG, heute zur KfW-Bankengruppe gehörig.

--- (2) Mehr als beunruhigend: Nach Aussagen von Leuten aus der (kleinen - um nicht marginal zu sagen) Umweltbewegung in Cajamarca (http://grufidesinfo.blogspot.com/) erfolgte nach dem Quilish-Konflikt eine Strategieänderung - bzw. -ergänzung seitens MY hin zu &gt;&gt; aggressiver Überwachung eben derer, die sich vor Ort für Umwelt- und Menschenrechte einsetzen und eben dadurch in Konflikt mit dem Unternehmen geraten. Offensichtlich wurde dies im August 2005, im Zuge von Konflikten mit Bauerngemeinden im Fall Combayo. Die &#039;Operacion Diablo&#039; flog jedoch auf und enthüllte ein Netzwerk, das neben MY, dessen Sicherheitsunternehmen FORZA (http://www.youtube.com/watch?v=cG4rkOAPqC8) einschloss. FORZA wiederum war ironischerweise bis vor kurzem im UN Global Compact gelistet, ist eine Gründung von ehemaligen Mitgliedern des Geheimdienstes der peruanischen Marine (die Fujimori Ära lässt grüssen) und beschäftigt mitunter auch gern (staatlicherseits unterbezahlte) Polizisten, wenn die gerade nicht im Dienst sind (offensichtlich im Fall Cambayo). Natürlich hat MY auch eine &#039;good guy&#039; Seite. Die besteht - wie sollte es anders sein - in einem Millionen schweren &quot;Nachhaltigkeits&quot;-Fonds, aus dem lokale Projekte finanziert werden. 
Klagen seitens der von der &#039;Operacion Diablo&#039;-Überwachung betroffenen NRO wurden wegen fehlenden öffentlichen Interesses übrigens abgewürgt. Es gab da nicht unwesentliche verwandschaftliche Beziehungen zwischen der zuständigen Richterin am Gerichtshof in Cajamarca und dem Rechtsvertreter der wegen der Überwachung angezeigten Personen. Justiz in Peru? Keine Tradition der Gewaltenteilung im Sinne einer unabhängigen Judikative. Staat in Peru in den Regionen? Abwesend im Sinne abwesend für die eigene Bevölkerung.

--- (3) Und Peru unter Alan García?: Garcia vermittelt mit seinem Agieren eher den Eindruck er wolle den von ihm verschuldeten fast Bankrott des Landes von Ende der 1980er noch mit &quot;gut machen&quot;. Radikaler noch als Fujimori in den 1990er geht es ihm vor allem darum (Gesetzentwurf von Dez 2007), Investoren den Erwerb von Landflächen zu ermöglichen, die bäuerlichen und indigenen Gemeinden gehören. In Peru gibt es knapp 3.200  derartige Gemeinden, die von Bergbaukonzessionen betroffen sind. Garcias Argument ist, diese Gemeinden/Menschen könnten, da sie nicht über die notwendige Ausbildung und entsprechende ökonomische Ressourcen verfügen, dem ihnen gehörigen Land ohnehin nicht den notwendigen Mehrwert abringen...

--- (4) Aktuelle (offensichtliche) bundesdeutsche Bezüge...
Auf nachgeschalteter Ebene und im Sinne eines Verdrängungswettbewerbes - Buy German, do not buy US-American --&gt; http://www.youtube.com/watch?v=lt6sRzbZ-kI
(wie finanziert die Deutsche Welle derartige Beiträge?)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>quote &#8222;Die bisher größte Mobilisierung löste 2004 der Konflikt um den Berg Quilish aus. Die Minengesellschaft strebte eine Erweiterung der Grube an. Doch am Berg entspringen wichtige Wasserquellen. Mit Quilish begannen die Belagerungen der Mine durch die Bevölkerung, massive Zusammenstöße mit der Polizei und schließlich das Einlenken der Provinzialregierung, die Gründung eines Runden Tischs und der Verzicht auf die Erweiterung.&#8220;</p>
<p>&#8212; (1) Das Quilish-Vorkommen wird zukünftig wieder interessant und ist noch längst nicht aus den Planungen von Minera Yanacocha entschwunden. Der Grund: Peru geht auf die Ziellinie in der Umsetzung des &#8222;Freihandels&#8220;abkommens mit den USA. Und der Quilish wäre der klassische Fall für die unternehmensseitige Definition eines &#8222;entgangenen Gewinnes&#8220; im Sinne der juristischen Figur der &#8216;indirekten Enteignung&#8217; &#8211; als Streitwert einklagbar auf der Basis des kommenden Abkommens über Freihandel. Gemessen an den aktuellen Goldwerten beherbergt der Quilish einen monetären Wert von ca. 4 Milliarden US-Dollar (4 Mio. Feinunzen Gold á 1000 US-Dollar die Feinunze). Nicht zu vergessen in diesem Fall &#8211; die Weltbank hält über die International Finance Corporation (IFC) noch immer 5 Prozent der Anteile an MY (Minera Yanacocha) und erzielt damit 5 Prozent Anteil an den Gewinnen. Plus: die Entwicklung der ersten Lagerstätten des Tagebaugebietes von MY geschah neben Krediten durch den IFC mit zweistelligen Millionenkrediten (DM) der bundesdeutschen DEG, heute zur KfW-Bankengruppe gehörig.</p>
<p>&#8212; (2) Mehr als beunruhigend: Nach Aussagen von Leuten aus der (kleinen &#8211; um nicht marginal zu sagen) Umweltbewegung in Cajamarca (<a href="http://grufidesinfo.blogspot.com/" rel="nofollow">http://grufidesinfo.blogspot.com/</a>) erfolgte nach dem Quilish-Konflikt eine Strategieänderung &#8211; bzw. -ergänzung seitens MY hin zu &gt;&gt; aggressiver Überwachung eben derer, die sich vor Ort für Umwelt- und Menschenrechte einsetzen und eben dadurch in Konflikt mit dem Unternehmen geraten. Offensichtlich wurde dies im August 2005, im Zuge von Konflikten mit Bauerngemeinden im Fall Combayo. Die &#8216;Operacion Diablo&#8217; flog jedoch auf und enthüllte ein Netzwerk, das neben MY, dessen Sicherheitsunternehmen FORZA (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=cG4rkOAPqC8" rel="nofollow">http://www.youtube.com/watch?v=cG4rkOAPqC8</a>) einschloss. FORZA wiederum war ironischerweise bis vor kurzem im UN Global Compact gelistet, ist eine Gründung von ehemaligen Mitgliedern des Geheimdienstes der peruanischen Marine (die Fujimori Ära lässt grüssen) und beschäftigt mitunter auch gern (staatlicherseits unterbezahlte) Polizisten, wenn die gerade nicht im Dienst sind (offensichtlich im Fall Cambayo). Natürlich hat MY auch eine &#8216;good guy&#8217; Seite. Die besteht &#8211; wie sollte es anders sein &#8211; in einem Millionen schweren &#8222;Nachhaltigkeits&#8220;-Fonds, aus dem lokale Projekte finanziert werden.<br />
Klagen seitens der von der &#8216;Operacion Diablo&#8217;-Überwachung betroffenen NRO wurden wegen fehlenden öffentlichen Interesses übrigens abgewürgt. Es gab da nicht unwesentliche verwandschaftliche Beziehungen zwischen der zuständigen Richterin am Gerichtshof in Cajamarca und dem Rechtsvertreter der wegen der Überwachung angezeigten Personen. Justiz in Peru? Keine Tradition der Gewaltenteilung im Sinne einer unabhängigen Judikative. Staat in Peru in den Regionen? Abwesend im Sinne abwesend für die eigene Bevölkerung.</p>
<p>&#8212; (3) Und Peru unter Alan García?: Garcia vermittelt mit seinem Agieren eher den Eindruck er wolle den von ihm verschuldeten fast Bankrott des Landes von Ende der 1980er noch mit &#8222;gut machen&#8220;. Radikaler noch als Fujimori in den 1990er geht es ihm vor allem darum (Gesetzentwurf von Dez 2007), Investoren den Erwerb von Landflächen zu ermöglichen, die bäuerlichen und indigenen Gemeinden gehören. In Peru gibt es knapp 3.200  derartige Gemeinden, die von Bergbaukonzessionen betroffen sind. Garcias Argument ist, diese Gemeinden/Menschen könnten, da sie nicht über die notwendige Ausbildung und entsprechende ökonomische Ressourcen verfügen, dem ihnen gehörigen Land ohnehin nicht den notwendigen Mehrwert abringen&#8230;</p>
<p>&#8212; (4) Aktuelle (offensichtliche) bundesdeutsche Bezüge&#8230;<br />
Auf nachgeschalteter Ebene und im Sinne eines Verdrängungswettbewerbes &#8211; Buy German, do not buy US-American &#8211;&gt; <a href="http://www.youtube.com/watch?v=lt6sRzbZ-kI" rel="nofollow">http://www.youtube.com/watch?v=lt6sRzbZ-kI</a><br />
(wie finanziert die Deutsche Welle derartige Beiträge?)</p>
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