Am Wochenende wird es viel Stoff für die nächsten posts geben, denn in Wiesneck (Nähe Freiburg), findet eine Fachtagung zum Allmende Thema statt. Hier das Programm. Bemerkenswert finde ich, dass die Tagung im Wesentlichen von einer Bürgerstiftung, der Stiftung Schützt die Allmende, einer Unterstiftung der Freiburger Kantstiftung, organisiert wurde. Besser kann man die Idee von commonsmanagement in bürgerschaftlicher Verantwortung gar nicht ausdrücken. Hier zitierenswertes aus der Kantschen Philosophie und dem Aktualitätsbezug in Worten der Stifter: Nach … Immanuel Kant sind “alle Menschen ursprünglich (…) im rechtmäßigen Besitz des Bodens, d.h. sie haben ein Recht, da zu sein, wohin sie die Natur oder der Zufall (ohne ihren Willen) gesetzt hat.” Kant sprach vom “gemeinsamen Besitz, wegen der Einheit aller Plätze auf der Erdfläche, als Kugelfläche”. “Da der Besitz des Bodens, worauf der Erdbewohner leben kann, immer nur als Besitz von einem Teil eines bestimmten Ganzen, folglich als ein solcher, auf den jeder derselben ursprünglich ein Recht hat, gedacht werden kann: so stehen alle Völker ursprünglich in einer Gemeinschaft des Bodens (…)”. (Metaphysik der Sitten” § 62)
“Heute haben diese Grundüberlegungen Kants durch die Herausforderungen des Klimachaos und durch die Notwendigkeit, zu einer gemeinschaftlichen, gerechten Bewirtschaftung der Atmosphäre als Gemeingut zu finden, eine seinerzeit noch ungeahnte Aktualität und Evidenz gewonnen.”
Ich freue mich auf eine spannende interdisziplinäre Diskussion.
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