Kapitalismus ja bitte?

Errungenschaften des Kapitalismus: Ein hübsches Zuhause für jedermann

Die meisten Teilnehmer (2000 Regierungschefs, Firmenchefs und Wissenschaftler) im Weltwirtschaftsforum in Davos, so schreibt die Tagesschau, hielten es mit der These von David Rubenstein von der Investorgruppe Carlyle (ein Spezialist in Sachen Alternativen zum Kapitalismus):  „Kapitalismus ist möglicherweise die schlechteste aller Wirtschaftsformen, abgesehen von allen anderen Wirtschaftsformen.“ Auf Deutsch bedeutet dies wohl: Alles läuft schief, aber im Grunde können wir zufrieden sein. Das ist ja irrsinnig visionär! Ein solches Problemlösungspotential hatte ich unserer akademische, ökonomischen und politischen Weltelite gar nicht zugetraut. *stürmischer Applaus!*

Den Rest des Beitrags lesen »

Veröffentlicht in Veranstaltungen. 1 Kommentar »

Dennis Banks auf dem Indianer Inuit Filmfestival in Stuttgart

Dennis Banks mit Lynn Salt und David Mueller in Stuttgart

Auf der Suche nach einem interessanten Film bin ich gestern auf  „A Good Day to Die“ von Lynn Salt und David Mueller (2010) gestossen. Er wurde im Rahmen des Indianer Inuit Filmfestivals im Treffpunkt Rotebühlplatz in Stuttgart gezeigt. Der Film beschreibt Leben und Wirken des 1937 geborenen Anishinabe Indianers Dennis Banks, der als einer der Gründer des American Indian Movements (AIM) gilt. Unter Banks Führung war das AIM unter anderem an einer Revolte in Custer (South Dakota) und der Besetzung von Wounded Knee im Jahr 1973 beteiligt. Dennis Banks, Lynn Salt und David Mueller waren bei der europäischen Uraufführung des Films in Stuttgart anwesend.

Den Rest des Beitrags lesen »

Veröffentlicht in Commons. Kommentar schreiben »

Der Gipfel: Commons goes Rio+20

& Stefan Tuschen:

Mit tropischen Klischees hat sie wenig zu tun. Unsere Reise dauert etwa sechs Monate, spielt sich vor allem im Kopf und auf dem Bildschirm ab und ist anregend. Im Juni dieses Jahres wird in Rio de Janeiro die UN Konferenz über nachhaltige Entwicklung stattfinden – und zwar 20 Jahre nachdem sich die Weltgemeinschaft 1992 an gleicher Stelle zur UN Konferenz über Umwelt und Entwicklung traf. Im sprachökonomischen Fachjargon ist deshalb von „Rio+20“ die Rede. Damals, 1992, verabschiedeten sich die UN quasi von den Commons: Das Prinzip des Gemeinsamen Erbes der Menschheit (Common Heritage of Mankind), wurde – trotz Fürsprache unter UN-Diplomaten – nahezu vollends zugunsten staatlicher Souveränität aufgegeben.

Paradebeispiel dafür ist … Den Rest des Beitrags lesen »

„Geistiges Eigentum“: Herr Niebel, Sie sind ein Ufo

Foto: Markusram (Flickr)

Ich sitze im Hotel und komme endlich mal wieder zum Fernsehen. Gerade spricht Maybrit Illner mir aus der Seele. „Herr Niebel, Sie sind ein Ufo.“ Ich kann mich nicht erinnern, worauf sich diese Aussage bezog, denn ich habe Herrn Niebel einen Moment nicht zugehört (ich muss auf meinen Blutdruck achten). An was ich mich aber erinnere ist die Attacke, die Herr Niebel („Sie lassen mich ja nicht ausreden“) gegen Marina Weisband, die Geschäftsführerin der Piratenpartei führt. Die Piratenpartei, so wirft er in die mediale Öffentlichkeit, wolle das geistige Eigentum nicht respektieren.

Ein heißes Thema! Man hat manchmal den Eindruck, als gäbe es außer dem Bobbycar von Bundespräsident Wulff kaum ein Thema, das mehr polarisiert als die Diskussion um das geistige Eigentum und das Urheberrecht. Es ist ein bisschen spät heute, um einen ausgefeilten Beitrag hierzu zu verfassen, aber eine kurze Frage liegt mir trotzdem auf der Zunge (jetzt erklärt Herr Niebel Frau Weisband gerade was man tun muss, wenn man keine 100% im Parlament hat):

Den Rest des Beitrags lesen »

Kommen s’ mit nach 2012!

Enclosure of the Commons? Auch, aber für heute einfach mal ein Frohes und Gesundes Neues Jahr!

Den Rest des Beitrags lesen »

Veröffentlicht in Commonix. 3 Kommentare »

Exclosure: Bad ohne Volk

Ohne Worte.

Veröffentlicht in Commonix. 8 Kommentare »

Mit Horst Eberhard Richter verlieren auch die Commons einen grossen Denker

Einmal im Leben hatte ich das Vergnügen, den 1923 geborenen Horst Eberhard Richter persönlich zu treffen. Das muss 1994 gewesen sein, im Theater Ticino in Wädenswil am Züricher See, wohin er zu einer Gesprächsrunde mit interessierten Bürgen eingeladen war. Richter saß in dem kleinen Theater in einem kleinen Ort auf der kleinen Theaterbühne und ich war sicher nicht der einzige Zuhörer in den Rängen, der beeindruckt war von seinem scharfen Verstand und seiner Fähigkeit zu kommunizieren. Ich weiss nicht mehr worum es in der Veranstaltung ging, erinnere mich aber an die rege Diskussion. Er war schon damals sehr bekannt, aber es machte ihm sichtlich Spaß, an dieser recht kleinen Gesprächsrunde zu partizipieren. Eines seiner Bücher begleitete mich seitdem durch die Welt:

Der Gotteskomplex. Gerade gestern, ohne von seinem Tod zu ahnen, habe ich wieder in diesem Buch geblättert und nach Zitaten gesucht, die zu den Commons passen. Ich brauchte nicht lange zu suchen.

Den Rest des Beitrags lesen »

Veröffentlicht in Nachruf, Personen. 4 Kommentare »

Europäische Anti-Stevia-Allianz: Verschwörungstheorie oder Komplott?

Ausgerechnet meine Tochter giesst gestern Öl … ach was – Kerosin … in das Feuer meines emotionalen Ofens. Echaufieren nennt man das, soviel ich weiss. Also, die junge Dame muss als Deutsch-Hausaufgabe einen Artikel aus der Stuttgarter Zeitung über die Stevia-Pflanze kommentieren. Es geht um die neuerliche Zulassung durch die EU von Steviaglykosiden als Süßstoff in Lebensmitteln und Getränken. Wer „keine Skrupel hatte, seinen Kaffee mit Badesalz zu süßen, konnte Stevia bereits ausprobieren“, schreibt Tanja Volz in diesem Artikel. Die jetzt verabschiedete europäische Verordnung, so steht dort geschrieben, erlaubt nur die Verwendung von sogenannten Steviolglykosiden. Steviolglykoside werden von der Pflanze produziert. Sie bewirken, dass die Blätter süß schmecken. Weil diese pflanzlichen Stoffe aber chemisch gewonnen werden, darf man den Süßstoff nicht als natürlich bezeichnen. Nicht zugelassen sind weiterhin Teile der Pflanze, etwa die Blätter. Die Pflanze gilt nach wie vor als neuartiges Lebensmittel und darf nur nach einer gesundheitlichen Bewertung in den Handel kommen.

Den Rest des Beitrags lesen »

Commonszitate dringend gesucht!

Derzeit stelle ich eine kleine Zitatesammlung zu den Commons zusammen. Es wäre schlicht grandios, wenn Ihr mir dabei helft. Ich wünsche mir von jedem Leser des Commonsblogs sein/ihr Lieblingszitat über die Commons ( Gemeingüter/ Allmende) Bedient Euch auch aus anderen Sprachen und Kulturen.

Als Bienchen winkt die Veröffentlichung einzelner Zitate in diesem Buch (und wenn die Sammlung weiter gewachsen ist, stelle ich sie auch hier auf das Blog).

Helft Ihr bitte? (An meine Adresse, in die Kommentare oder info@commonsblog.de) Tausend Dank vorab.

PS: Stichtag, damit es noch Eingang ins Buch findet, ist der 21. Dezember. Aber Sammeln können wir bis in alle Ewigkeit.

Veröffentlicht in Uncategorized. Tags: . 24 Kommentare »

Biss in den Apfel verfolgt mich die Globalisierung

Dieser Tage besuchte ich das Dorf Klings in der Rhön, wo ich fror, weil es kalt war (sagte der kleine Bär).

Den Rest des Beitrags lesen »

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.

Join 35 other followers